Gefreut: Darüber, dass ich immer noch Wünsche, Träume und Sehnsüchte, Ziele und Pläne habe. Dass ich nach wie vor viel Freude am Leben und einen klaren Kopf habe, und mein Geist ziemlich rührig ist – von ein wenig Zerstreutheit mal abgesehen. Dass ich nach wie vor recht vielseitig interessiert bin und Neues zu erfahren und zu erkunden mir so viel Genuss bereitet – „Aha!“-Momente fühlen sich oft so an wie Orgasmen in der Denkbirne, ich liiiieeeebe das! 😀 Dass es so viele wunderfeine kleine Momente gibt, die mich glücklich machen.
Geärgert: Vor fast drei Wochen ging meine Türklingel kaputt. Ich sagte der Frau des Hausverwalters bescheid, danach herrschte zwei Wochen lang Funkstille. Als ich erneut im Büro der Hausverwaltung vorstellig wurde, informierte man mich darüber, dass Mittwoch um neun Uhr ein Elektriker vorbei kommen würde. Natürlich war ich beizeiten präsentabel und wartete. Es wurde Mittag. Kein Elektriker weit und breit. Es wurde früher Nachmittag. Ziemlich angesäuert ging ich zur Hausverwaltung. Dort wartete man ebenfalls seit neun Uhr morgens. Gegen fünfzehn Uhr hieß es, der Elektriker würde in etwa einer halben Stunde eintreffen. Um siebzehn Uhr hatte sich immer noch niemand blicken lassen. Und dann bog er plötzlich um die Ecke, der gute Mann, und als wir ihn ziemlich entrüstet zur Rede stellten, tat er so, als hätte er uns nicht verstanden. – Aber es sei ihm zumindest halbwegs verziehen, denn er baute mir eine neue Klingel mit einem sehr melodischen Glockenton ein.
Gedacht: Unser Zweite-Wahl-Kanzler hat schon eine sehr ungehobelte, unsachliche, unintelligente, rücksichtslose Art, mit Bürger:innen umzugehen. Und mit den Fakten hat er’s auch nicht so wirklich. Von seiner Attitüde „Was stört mich mein Geschwätz von gestern!“ mal ganz abgesehen. – Das Arbeitsklima im Bundeskanzleramt soll laut Insider-Informationen so unterirdisch sein, dass unter den Angestellten ein sehr obszöner „Spitznamen“ für ihren „Chef“ kursiert.
Gefragt: Wie lange müssen wir diesen … Sauerlandblitz noch ertragen?
Gewundert: Dass zur Zeit beinahe ein „Merkel-Hype“ in den (a)sozialen Netzwerken stattfindet. Dabei wird tunlichst vergessen, dass „Mutti“ dank ihrer sechzehn Jahre andauernden Politik des Nichtstuns und Abwartens den Grundstein für Vieles gelegt hat, was heutzutage schief läuft.
Gelitten: An nichts. Ich bin zur Zeit wieder so richtig schön fit und schmerzbefreit.
Genervt: Von der viele Stunden dauernden Warterei am Mittwoch.
Gewesen: Mit der Frau R. zum Großeinkauf im Lieblings-Discounter. Etliche Runden spazieren. Und am Samstag kurz am Viktualienmarkt. Dort ging’s aber so furchtbar zu, dass ich mich recht schnell wieder verkrümelt hab‘.
Getroffen: Die sehr sympathische Frau des Hausverwalters und ihre beiden liebenswürdigen Söhne.
Gesucht: Im Internetz nach einem aufblasbaren Gästebett. Weil mich das nervt, bei jedem Besuch das Bettgestell aus dem Schrank im Schlafzimmer ins Wohnzimmer zu schleifen und aufzubauen. Außerdem ist das Teil samt Matratze schon sehr in die Jahre gekommen.
Gefunden: Yepp, mal wieder viel zu viel Angebote. Jetzt habe ich wie so oft die Qual der Wahl…
Gegessen: Hühnerfrikasse mit Reis, einen Strammen Max und dazu einen Romanasalat. Einen sehr köstlichen Aprikosenauflauf. Blumenkohlauflauf, der mir etwas missraten ist, weil ich vergessen hatte, ein wenig Mehl zum mit Sahne verklöppelten Ei zu geben. Pellkartoffeln mit diversen Frischkäsen.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft.
Genascht: Eine sehr feine Auszogne vom Café Frischhut.
Gelacht: Ja, freilich! 😀
Geweint: Nein.
Gehört: Sehr viele wunderschöne und mitreissende Oldies.
Gesehen: Da wurde auf arte Anfang der Woche eine Doku über Riesenkraken gezeigt. Und nachdem ich ja vor kurzem den bezaubernden Roman „Das Glück hat acht Arme“ gelesen hatte, sah ich mir den Bericht voller Neugier an. – Ich hatte ja zuvor überhaupt keine Ahnung, was das für faszinierende und interessante Wesen sind! Octopoden haben neun Gehirne, man stelle sich das vor! Ein zentrales Haupthirn im Kopf, und in jedem der acht Arme befindet sich ein eigenes Nervenzentrum, dadurch kann jeder Tentakel eigenständig handeln und sinnliche Eindrücke sammeln. Zudem haben sie drei Herzen, eines in der Körpermitte, und zwei an den Basen der Kiemen. Und das Blut von Riesenkraken ist blau. Sie gelten als überaus intelligent. Sie können Schraubgläser öffnen und komplexe Rätsel sowie Labyrinthe lösen, benutzen Werkzeuge, erkennen das Prinzip von Spiegeln, können unterschiedliche Personen identifizieren, sind ungemein lernfähig, verfügen über ein erstaunliches Gedächtnis, und da sie weder Knochen noch Gräten haben, sind sie dazu in der Lage, sich durch schmalste Lücken und Ritzen zu quetschen.
Gelesen: Den Roman „Monstergott“. Er handelt von zwei jungen Menschen, die in einer christlich fundamentalistischen Glaubensgemeinschaft aufgewachsen sind und nun zu zweifeln beginnen. Es ist schwere Kost, eine aufrüttelnde Lektüre. Mich macht das fassungslos, wie man im Namen Gottes derart unmenschlich, manipulativ und grausam mit Menschen umgeht. Und wie leicht sich die Mitglieder solcher Organisationen gehirnwaschen lassen.
Gelernt: Seit den beiden Sommerinterviews von Chrupalla und Weidel in ARD und ZDF kursiert eine neue Bezeichnung für Journalist:innen der Öffentlich Rechtlichen: Rechtsoffene Stichwortgeber:innen.
Gekauft: Einen neuen Wintermantel. War schon eine Herausforderung, das gute Teil bei fast dreißig Grad anzuprobieren. Aber es war so schön preisreduziert. Ansonsten all das, was Frau zum Leben braucht.
Gewerkelt: Am Mittwoch habe ich den Kleiderschrank ein wenig ausgemistet, um mich von der nervigen Warterei abzulenken.
Geschlafen: Überwiegend gut.
Geträumt: Wie immer bunt und lebhaft. Genaueres habe ich aber leider nicht in Erinnerung.
Geplant: Einkaufen, meine alte Küchenmaschine zum Wertstoffhof bringen, und ansonsten leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen guten und möglichst stressfreien Start in die neue Woche. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund. 🙂