… Das Fotografieren bei großen Umzügen ist – sofern man nicht einen Platz abseits der großen Menge hat – immer etwas schwierig, auch wenn man lange Zeit vor Beginn des „Events“ ganz vorne an der Absperrung geduldig ausgeharrt hat – da fegt mitunter ein winkender Arm durchs Bild, oder jemand lehnt sich rücksichtslos vor einem […]
… Heute überwiegend in bayrischer Mundart mit teilweiser Übersetzung… 😀
… Dreck – legal – Kunde – das sind diesmal jene drei Begriffe, welche ich im WWW aufgeschnappt habe, und die in ein Drabble, eine Kurz-Kurz-Kurz-Geschichte von genau einhundert Worten, eingebaut werden sollen… 😉
Simon Brandtner, weißbeschopfter Kaufladenbesitzer im Örtchen Meierskirch, stand naserümpfend vor dem nach Rotwein stinkenden Scherbenhaufen und nickte seinem „Stift“ (Lehrling) zu. „Und? Was is passiert?“ – „Der Bürgermoasta Gstettner is in den Laden gschossn und hat wia a Wuida (Wilder) plärrt (geschrien), dass er Eahna ozoagn werd, weil des ned legal is, so an zsammpanschten Dreck an anständign Kunden anzudrehn. Dann hab i gsagt, er soll se ned a so aufführn wia a Steign (Kiste) voller narrischer Affn. Und dann hat er die Weinflaschn aufn Bodn gschmissn und gmoant, dass er uns Zwoa ozoagn werd.“ – „Der spinnt doch, der Gstettner.“
… Da könnte es vielleicht eine Fortsetzung geben, je nachdem, wie die nächsten Worte lauten werden… 😉
… Dieses Ereignis ist der Hauptgrund für meinen Tagesausflug nach Meran gewesen. – Nach meiner Ankunft strebte ich gleich der nächst gelegenen Brücke über die Passer zu, um ein Foto vom Flüßchen und der Promenade zu schießen – aber meine schöne Kamera streikte, wie schon zwei Stunden zuvor, als der Reisebus sich auf Atem beraubende […]
Gefreut: Dass ich bezüglich zweier Behördenangelegenheiten wider Erwarten im Nullkommanix positive Rückmeldungen erhalten habe. – Über einen sehr schönen Spaziergang durch den Englischen Garten. – Über einen kleinen Geldsegen. – Und natürlich auch darüber, dass Frau R. und ich am Montag wieder viel Kurzweil miteinander hatten.
Geärgert: Darüber dass ich mir am Freitag den Magen verdorben hatte, die Nacht großenteils in meiner „Porzellanabteilung“ verbringen musste und danach schlimm in den Seilen hing. Dabei hatte ich geplant gehabt, mir die Parade zum 150.ten Trambahn-Jubiläum anzusehen. Aber ich hatte nicht viel verpasst, es gab lediglich einige historische Zuggarnituren, drei alte Linienbusse und ein paar hochmoderner Trambahnen zu sehen.
Gedacht: Dass für die „cdu“/“csu“ Rot-Rot-Grün in Berlin und vielleicht auch Meck-Pomm anscheinend eine weitaus größere Bedrohung darzustellen scheint als eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt. Hättet ihr eine bessere und vor allen Dingen sozialere Politik für den Großteil der Bürger:innen gemacht, dann wäre es nicht so weit gekommen! Und hat man da bei den Unchristlichen und Unsozialen Undemokraten vielleicht Angst davor, dass es mit den Stimmen von Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in Bälde im Bundesrat für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens reichen könne?
Gefragt: Ja, wat denn nu, Fritze? Halb voll oder halb leer? 🤣
Gewundert: Mal wieder darüber, was für sonderbare Individuen im Internet doch ihr Wesen und Unwesen treiben.
Gelitten: An so was wie einer Lebensmittelvergiftung. Von Freitag Nacht bis Sonntag Abend hing ich ziemlich schlimm in den Seilen.
Genervt: Von den „Schwarzen“ mal wieder. Leute, wenn ich mir die Partei- und Regierungsprogramme von Rot-Rot-Grün versus AfD so ansehe, dann sitzt der Feind und Zerstörer unserer Demokratie definitiv aber so was von rechts und nicht links!
Gewesen: Großeinkauf im Discounter meines Vertrauens, beim Physiotherapeuten, im Englischen Garten, ein wenig im Viertel unterwegs.
Getroffen: Die Frau R. mal wieder, und eine Nachbarin, die ich seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen habe. Ich habe mich über unser Wiedersehen sehr gefreut.
Gesucht: Einen Ohropax-Stöpsel, den ich geistesabwesend irgendwie vom Nachtkästchen gefegt hatte.
Gefunden: Nein, der hat sich wohl ganz weit unters Bett verkrümelt, da, wo ich beim besten Willen nicht mehr hinkomme.
Gegessen: Gar feinen und würzigen Ofenkäse mit Baguette – jetzt ist endlich wieder richtig Ofenkäse-, Eintopf- und Auflaufzeit. 😉 Eine fangfrische Forelle aus dem Kochelsee. Hühnerbrustfilet gebraten mit Nudeln und Chicoree-Orangen-Salat. Rahmchampignons mit Nudeln – die Schwammerl haben mir, so vermute ich sehr, dann diese Magen-Darm-Verstimmung beschert. Haferschleimsuppe, Grießbrei und Rührei, Knäckebrot mit Frischkäse, um das Gekröse zu beruhigen.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft. Und einen württembergischen Rotwein, den ich im Discounter meines Vertrauens erspäht hatte und probieren wollte. Igitt, was war das für eine Plörre! Sozusagen eine unerträgliche Beleidigung meiner Geschmackspapillen! Mein Fazit nach nur wenigen Schlucken: Rubinrotes Zuckerwasser mit minimalen Spuren von vergorenem Traubensaft. Den größten Teil der Flasche habe ich in den Ausguß entsorgt.
Genascht: Ein paar Stückchen Bitterschokolade mit Mousse au Chocolate.
Gelacht: Über die Blaunen. Lang, laut und voller Schadenfreude. Im niedersächsischen Cloppenburg hat die AfD bei der Stadtratswahl am 13. September 22,29 % der Stimmen geholt. Das wären eigentlich neun Sitze von achtunddreißig im Stadtrat. Und damit wären sie die zweitstärkste Kraft hinter der „cdu“. Doch die Blaunen haben für diese neun Sitze lediglich fünf Kandidat:innen aufgestellt. Deshalb verfallen vier Sitze, und der Stadtrat zählt nunmehr lediglich vierunddreißig Mitglieder. Doch die AfD hat es in Cloppenburg tatsächlich geschafft, sich noch mehr zu dezimieren. Ein Ratsmitglied der Blaunen erhielt wie alle anderen auch das Schreiben mit der Aufforderung, die Wahl anzunehmen oder abzulehnen. Der gute Mann machte sein Kreuzerl in dem kurzen Formular bei „Ich lehne die Wahl ab“ und zieht somit nicht ins Rathaus ein. 😂 😂 😂
Gehört: Das ist auch nach siebzig Jahren immer noch hin- und mitreißende Gute-Laune-Musik, mit keinem Geringerem als dem herausragenden, legendären, wundervollen „Satchmo“ Louis Armstrong:
Gesehen: Und da musste ich mir dann doch sogleich nach dem Anhören den Streifen „High Society“ zum x-ten Male zu Gemüte führen. Es ist eine bezaubernde, leichtfüßig inszenierte Komödie mit gar feinen Gags, einer erlesenen Riege einstmaliger Weltstars, viel Glamour, Luxus und einer herrlich swingenden Filmmusik aus der Feder des legendären Komponisten Cole Porter. Genau das Richtige, um sich zu entspannen und bei guter Laune Fünfe grade sein zu lassen.
Gelesen: Nach wie vor die Biographie über Salvador Allende, eine interessante und gut geschriebene, sehr detaillierte Lektüre. Und immer noch „Der Astronaut“.
Gelernt: Faszinierendes über den Goldenen Schnitt in der Terra-X-Folge Codes der Natur.
Gekauft: Nix Besonderes, was Frau halt so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Nur vereinzelte Stichpunkte für eine neue kleine Geschichte erstellt.
Geschlafen: Überwiegend gut, mit Ausnahme von Freitag auf Samstag.
Geträumt: Wie immer bunt und lebhaft. Nur leider kann ich mich schon wieder an keinen einzigen Traum erinnern.
Geplant: Dienstag und Freitag geht’s wieder zur Krankengymnastik – ich freue mich schon! Und natürlich werde ich wie üblich eine kleine Runde über den nahen Bauernmarkt drehen. Ansonsten ist leben und leben lassen vorgesehen.
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Ich wünsche euch allen einen möglichst stressfreien Wochenstart! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund! 🙂
… Hogwarts ist überall – auch in einem knapp 35 qm kleinen Studenten-Bungalow… … Und auch in die Villa Bavaria wäre ich ohne zu zögern sofort eingezogen… … Es hat ungefähr 45 Jahre gedauert, bis ich mal wieder durch das Olympische Dorf spaziert bin – ich war dort in sehr, sehr jungen Jahren eine Weile […]
… Was habe ich da während meines gut zweistündigen Spaziergangs durch das Bungalowdorf an Kreativität, Phantasie, Farben, Formen entdecken dürfen! Und mir auch so manche Inspiration einverleibt, denn zum Großprojekt während der kalten Jahreszeiten habe ich mir die künstlerische Verschönerung meiner mittlerweile doch sehr renovierungsbedürftigen Bude auserkoren… … Ich fürchte, es wird noch ein dritter […]
… Münchens befindet sich zweifelsfrei im ehemaligen Olympischen Dorf, und zwar in der Studenten-Bungalow-Siedlung. Die winzigen Reihenhäuschen, jedes hat eine Wohnfläche von grade mal knapp 35 qm samt kleiner aber feiner Dachterrasse, entstanden bereits vor dem Bau des Olympiadorfs, und wurden in den Jahren 2005 bis 2009 großenteils abgerissen, neu errichtet und umfassend modernisiert. Gut […]
… Eine ABC-Etüde – vielen Dank an @Christiane für diese schöne Blogaktion. Lange Zeit konnte ich mich nicht zum Schreiben aufraffen, hatte auch keinerlei Inspiration, aber jetzt scheint so ganz allmählich meine schreiberische Kreativität wieder zum Leben zu erwachen…
… Abglanz – säuerlich – scheuern – diese drei Begriffe sollen in einen Text mit einer Länge von maximal dreihundert Worten eingebaut werden…
Daniel sah nur mehr flüchtig in den Spiegel. Das aufgedunsene Gesicht mit den schlaffen Lidern und den überbordenden Tränensäcken war ein schmerzvoller Abglanz seines einstigen schillernden Ichs.
Vor Jahren war er ein international bekannter Politikwissenschaftler gewesen. Seine Bücher erreichten schwindelerregende Verkaufszahlen, in so gut wie jeder Talkshow war er gern gesehener Gast gewesen.
Dann kamen die Trennung von seiner Frau, Probleme mit Drogen und Alkohol. Sein letztes Buch floppte, er wandelte sich von einem angesehenen Polit-Promi zum weinerlichen, einsamen Wrack.
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Völlig überraschend ging eine Anfrage per Mail ein, ob er Lust hätte, bei einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus eine Rede zu halten. Die NGO, welche die Veranstaltung organisierte, war ihm nicht bekannt. Er hatte seine Absage bereits formuliert, doch dann löschte er sie und bestätigte den Termin.
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Er stand im Zelt neben der Bühne und spähte nach draußen. Man hatte mit ein paar tausend Protestierenden gerechnet, und nun war der große Stadtplatz vor dem Rathaus zum Bersten voll.
„Mindestens Dreißigtausend – und es kommen immer noch Leute.“, jubelte der junge Organisator mit leuchtenden Augen. Er gab Daniel einen Schubs. „Du bist dran! Toi, toi, toi!“
Daniel lockerte den scheuernden Hemdkragen, er hatte einen säuerlichen Geschmack in seinem trockenen Mund und tastete in der Jackentasche nach dem Flachmann. Langsam erklomm er mit weichen Knien die Bühne, verspürte Panik und den Drang, davon zu laufen. Die Moderatorin kündigte ihn an, tosender Jubel brandete auf, Sprechchöre riefen seinen Namen. Er schluckte verkrampft, nahm das Mikrophon und setzte an, zunächst mit krächzender, unsicherer Stimme. Doch je länger er sprach, je öfter er in die vielen gebannt lauschenden Gesichter blickte, desto mehr wichen Angst und Unsicherheit. Er knüllte seine Stichwortzettel zusammen und sprach lange, frei und stark.
Unter donnerndem Applaus verließ er die Bühne. Er nahm seinen Flachmann und warf ihn in den Mülleimer.