Freidenkerins Weblog

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Am Hinterbrühler See…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 23, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Flora und Fauna, Fotografie, Gedanken, Heimat, Inspiration, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Bayern, Floßkanal, Flora und Fauna, Fotografie, Heimat, Hinterbrühler See, Isar, Isarwerkkanal, Kunst, Lebensart/-genuß, MeineWelt, Muenchen, Naherholungsgebiet, Natur, Schönheit, Tierisches, Viechereien. 26 Kommentare

… Dieses idyllische Gewässer gibt es erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Es entstand beim Bau des Isarwerk- und des abzweigenden Floßkanals. Man hat damals einen Altwasserarm der Isar abgetrennt und im Süden teilweise zugeschüttet. Mittlerweile ist der See ein Landschaftsschutzgebiet. Vor allem während der Woche kann man dort schön herumspazieren, ohne auf viele Mitmenschen zu treffen, und dabei auch feine Naturbeobachtungen machen…

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… Gänse-Halbwüchsiger…  😉

 „Das juckt manchmal schon ganz schön, wenn die Federn wachsen.“

„Auch wenn das noch keine richtigen Flügel sind, trainieren muss man sie trotzdem.“

„Halt! So wartet doch auf mich!“

… Nicht weit vom Gänse-Teenager entfernt tummelte sich eine Schar noch ganz kleiner Gänschen unter den wachsamen Augen der Mama…

Fressen kann man auch im Liegen. Das ist so schön bequem.
Fressen kann man auch im Liegen. Das ist so schön bequem.
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… Am Wegesrand sonnte sich eine Plattbauchlibelle von imposanter Größe…

… Und Teichrallen hüteten und fütterten ihre Jungen…

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… Eine Wacholderdrossel hatte sich mit einer Krähe angelagt, und schimpfte sich nun im Geäst eines abgestorbenen Baumes schnarrend ihren Ärger von der Seele…

… Und so was habe ich in meinem langen Leben bisher noch nie gesehen! Eine Libelle ließ sich auf der Schnauze eines kapitalen Karpfens nieder, und machte dann eine kleine Spritztour durch den See…

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… Am südlichen See-Ende befindet sich die Bronzeskulptur des Flößer-Denkmals. Auch wenn dieses Kunstwerk Ende der Dreißiger des vorigen Jahrhunderts entstanden ist, finde ich, dass der Mann dem jungen Tobias Moretti recht ähnlich sieht…

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… Ich liebe Bachstelzen sehr – sie trippeln so schön zierlich, wippen, und wenden dabei das aparte Köpfchen hin und her…

… Langsam näherte sich mein Rundgang dem Ende. Ich habe diese Wanderung sehr genossen, und werde in Zukunft ganz bestimmt des Öfteren am Hinterbrühler See zu finden sein…

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Entlang des Isar-Werkkanals,…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 22, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Flora und Fauna, Fotografie, Gedanken, Gesellschaft, Heimat, Inspiration, Menschen, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Blauflügel Prachtlibelle, Flora und Fauna, Fotografie, Heimat, Isar, Isarfloße, Isarwerkkanal, Kunst, Lebensart/-genuß, MeineWelt, Muenchen, Natur, Schönheit, Surfer, Thalkirchen, Tierisches, Viechereien. 15 Kommentare

… von der Thalkirchner Brücke bis zum kleinen, idyllischen Hinterbrühler See, unternahm ich am frühsommerlichen Mittwoch einen Ausflug. Warum immer in die Ferne schweifen, wenn auch in München das Gute, sprich, etliche schöne Naherholungsgebiete, quasi vor der Haustüre liegen, sagte ich mir, und stiefelte nach einer etwa viertelstündigen Fahrt mit der U-Bahn wohlgemut los. Bereits nach wenigen Gehminuten hatte ich mit ihren Vierbeinern Gassi Gehende, Kinderwagenschiebende und vereinzelte Radler hinter mir zurück gelassen, und befand mich nun beinahe allein in der üppig grünenden Natur. Träge wälzten sich die smaragdenen Wasser des Kanals nordwärts…

… Nach kurzer Wanderung ließen mich schnelle, schwirrende Bewegungen am Hochufer stutzen, und ehe ich mich’s versah, befand ich mich Aug in Aug mit einer männlichen Blauflügel-Prachtlibelle…

… Musik und Lachen drangen nach einer Weile an mein Ohr, ich hatte die Floßlände erreicht. Dort endet von Mitte Mai bis Mitte September täglich ab den Nachmittagsstunden die Tour der Isarflöße, ein oft recht feucht-fröhliches Spektakel. Die Flöße werden anschließend auseinandergebaut, die Stämme auf Tieflader gehievt, und wieder zurück nach Wolfratshausen transportiert, wo sie am nächsten Tag im Morgengrauen wieder zusammengefügt und für neue Fahrten gerichtet werden. Das ist vier Monate lang ein überaus harter und nicht nur körperlich fordernder Job für die Flößer…

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… Die Welle eines Seitenkanals nahe der Thalkirchner Floßlände mag nicht so spektakulär sein wie jene weltberühmte des Eisbachs im Englischen Garten, wird aber von begeisterten SurferInnen – und ZuschauernInnen – auch überaus gerne frequentiert…

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Kampfhähne,…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 21, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Dies Und Das, Flora und Fauna, Fotografie, Gedanken, Heimat, Inspiration, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Blässhühner, Federvieh, Flora und Fauna, Fotografie, Hahnenkampf, Heimat, Hinterbrühler See, Kampfhähne, Kreislauf des Lebens, MeineWelt, Muenchen, Natur, Schönheit, Teichrallen, Tierisches, Vögel, Viechereien. 18 Kommentare

… beobachtet während eines sehr schönen und interessanten Spaziergangs rund um den Hinterbrühler See am Münchner Isarkanal…

… Friedlich und still ruhte die grüngoldene Wasserfläche des kleinen Sees, lediglich ab und an durch das klatschende Hochschnellen eines Fisches und das träge Quaken und Schnattern von Enten und Gänsen unterbrochen…

… Sich mächtig aufplusternd schwamm ein Teichrallenhahn über die benachbarte Reviergrenze…

… Eine geraume Weile lang warnten die Nachbarn mit scharfen, abgehackten Ruflauten. Doch der Eindringling ließ sich nicht beirren, unverdrossen hielt er zielstrebig auf das fremde Weibchen zu, um es zu bedrängen, obwohl sich dessen Gefährte in der Nähe befand. Nur kurze Zeit später entbrannte zwischen den beiden Teichrallenhähnen ein erbitterter Kampf. Das Wasser schien förmlich zu kochen, aufgepeitscht von den schlagenden Flügeln. Manchmal wurde einer der beiden Kontrahenten von den übergroßen und mit erstaunlich wehrhaften Krallen versehenen Füßen des Gegners in die Tiefe gedrückt. Das bedrängte Weibchen sah zunächst scheinbar unbeteiligt zu, mischte sich dann aber auch hin und wieder in die wilde Auseinandersetzung ein…

… Nach einer Weile erfolgte vom Revierinhaber noch einmal eine drohende Gebärde mit aufgestellten Flügeln, der Eindringling gab klein bei und schwamm von dannen. In sicherer Entfernung voneinander glätteten die Kontrahenten ihre Gefieder, und es herrschte erneut friedliche Ruhe am kleinen See…

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Seit meinen Kindertagen…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 20, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Gesellschaft, Heimat, Inspiration, Menschen, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Fotografie, Heimat, Kunst, Lebensart/-genuß, Münchner Stadtgründungsfest, MeineWelt, Menschen, Menschenbilder, Muenchen, Musik, Open-Air-Konzert, Schönheit, The Munich All Stars. 11 Kommentare

… liebe ich Musik. Dabei ist mein Spektrum recht weit gefächert – von Barock bis Rock sozusagen – und beinhaltet eine erkleckliche Anzahl Stilrichtungen. Zwölftonmusik, Free Jazz, die sogenannten „volkstümlichen“ Weisen, sowie seichte Schlager und Techno gehen mir allerdings gar nicht gut ins Ohr…

… Als Zehn- oder Elfjährige hatte ich mal ein Weilchen Gitarrenunterricht, verlor dann aber das Interesse am Musizieren nach etwa einem halben Jahr, weil der teuer bezahlte Unterricht beinahe ausschließlich darin bestand, dass ich in den wöchentlichen Lektionen die eintönige Bassbegleitung zu den Darbietungen zweier Fortgeschrittener zupfen durfte/musste. Aber ich singe und pfeife gerne – nicht unter der Dusche, sondern beim Kochen. Und ich liebe das Tanzen, ach nein, eigentlich ist es eher ein hingebungsvolles, bisweilen auch wildes Sichbewegen im jeweiligen Rhythmus, mittlerweile wegen der Muskelschwäche in den Beinen nur noch mehr von den Hüften aufwärts. Das sieht vermutlich ziemlich seltsam und ulkig aus. Aber ich kann nix dafür, das stellt sich seit ewigen Zeiten schon ganz automatisch ein…  😉

… Nach einem recht anstrengenden Dienst im Museum kroch ich am frühen Sonntag Abend erschöpft auf meine Gehstöcke gestützt aus der Residenz, da schmeichelten sich schöne Singstimmen und der sonore Klang eines Tenorsaxophons in meine Gehörgänge. Und sofort verflogen ein Gutteil der Müdigkeit und des entnervten Überdrusses. Ich pirschte mich nahe an die große Bühne heran, die wegen des zweitägigen Stadtgründungsfestes auf dem Odeonsplatz errichtet worden war, und war schon nach wenigen Takten dabei, losgelöst und begeistert den kräftezehrenden und entnervenden Tag „auszutanzen“ – gemäß meiner Lieblingsfernsehserie Grey’s Anatomy (für Nichtkenner: wenn die beiden Ärztinnen Dr. Christina Yang und Dr. Meredith Grey Probleme hatten, dann pflegten sie einander zu sagen: „Komm, wir müssen das jetzt austanzen!“ Und dann rockten sie ein Weilchen zu recht fetzigen Songs ab 😉 )…

… Die vier Damen auf der Bühne gehörten zur Band The Munich All Stars, und sie verhalfen mir durch ihr hervorragend dargebotenes und breit gefächertes, musikalisches Spektrum nicht nur zu einer sehr kurzweiligen und vergnüglichen guten Stunde, sie verliehen mir auch neue Kräfte, die Art, wie sie ihre Songs darboten, vertrieben jeglichen Stress und Frust. Als ich mich nach Ende des Konzerts Richtung Zuhause bewegte, fühlte ich mich wie neu geboren…

… Den Munich All Stars sei Dank – ach, überhaupt allen guten MusikernInnen. Und dem Universum dafür, dass es uns die Gabe verliehen hat, so etwas Wundervolles wie Musik zu „erfinden“ und mit Wonne zu genießen…

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Fotoparade 1-2018 – meine schönsten Reisefotos…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 18, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Flora und Fauna, Fotografie, Gedanken, Reisen, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Foto-Aktion, Foto-Projekt, Fotografie, Fotoparade 1-2018, Herausforderung, Kunst, MeineWelt, Reisen, Schönheit, Schönste Reisefotos. 23 Kommentare

… Bei einer lieben Mitbloggerin bin ich auf diese Aktion eines Super-Fotografen gestoßen, und da habe ich mich nun recht spontan dazu entschlossen, ebenfalls daran teilzunehmen. Mit großen Fernreisen kann ich nicht aufwarten, aber in diesem Halbjahr habe ich schon einige feine Ausflüge – Kleinreisen sozusagen 😉 – unternommen…

… Gefragt werden mindestens sechs Aufnahmen zu den erforderlichen Kategorien. Und zu gewinnen gibt es auch etwas. Ich rechne mir zwar keinerlei Chancen aus, aber wie heisst es doch so schön: Dabei sein ist alles…  😉

Nahaufnahme:

Die erste Mandelblüte des Frühlings, entdeckt nahe Bad Schachen am Bodensee im Garten einer höchst feudal wirkenden Villa. Als ich die Dame des Hauses freundlich darum bat, näher treten und ein Foto machen zu dürfen, nach dem langen Winter sei ich so ausgehungert nach allem, was da blüht, lächelte sie verständnisvoll und gewährte mir Einlass.

Nachts:

Kurz nach dem Jahreswechsel – also bereits im ersten Halbjahr 2018 (wenn auch nur ganz knapp 😉 ) erblühen die bunten, feurigen Sträuße des Feuerwerks über der Feldherrnhalle und der Residenz in München.

Nass:

Ein unerschrockener Surfer müht sich im vom Fönsturm aufgewühlten Bodensee ab, auf sein Brett zu gelangen. Aufgenommen in der Nähe von Wasserburg.

Kontrast:

Der Dämon und das Licht. Aufgenommen in der Kirche St. Mang in Füssen.

Farbtupfer:

Ein schon etwas baufälliges Haus in Mittenwald.

Schönstes Foto:

Diese Kategorie war für mich die größte Herausforderung. 😉 Ich habe mich letztendlich für eine Aufnahme vom Heidelberger Kornmarkt entschieden, einem stattlichen, ruhigen Platz mit einer schönen Mariensäule, über dem die Schlossruine thront.

 

 

In München gibt es…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 17, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Autobiographisches, Bayerische Geschichte, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Geschichte, Gesellschaft, Heimat, Münchner Geschichte, Menschen, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Event, Fantasie, Feier, Fest, Fotografie, Heimat, Kunst, Münchner Stadtgründungsfest, MeineWelt, Menschen, Menschenbilder, Muenchen, Musik, Palo Santo, Schönheit, Skurriles. 8 Kommentare

… etliche sich Jahr für Jahr wiederholende Festivitäten – Sommer- und Winter-Tollwood, CSD, Auer Dult, Frühlingsfest, Klassik am Odeonsplatz etc. Zu diesen „Events“ (eines meiner denglischen Lieblings-Hasswörter 😉 ) zählt natürlich auch der Münchner Stadtgeburtstag, welcher immer Mitte Juni zwei Tage lang mit jeder Menge Musik, Handwerkskunst, Shows und vielen Buden, die Hüte, Mode, Stehrums und Schnickeldis feil bieten, begangen wird – es spielt sich also im Grunde genommen immer das Gleiche ab – und doch ist es immer wieder interessant, einen Bummel zwischen Odeons- und Marienplatz zu unternehmen…

… Sehr feiner Baumkuchen – ich musste von der Erinnerung zehren, da ich zur Zeit etwas abspecke…  😉

… Musik in allen Ecken und Winkeln der Innenstadt…

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… Diese Gruppe – Palo Santo – hat mich sehr an meine absolute Lieblingsband Santana erinnert…

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… Moritatensänger gaben nahe des Max-Joseph-Platzes grade die gar schröckliche G’schicht vom Mariechen, das weinend im Garten saß, zum Besten… 😉

… Diese Marionetten liebe ich seit Jahren schon sehr!…

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… Ein abschließendes kleines Sammelsurium meiner Eindrücke…

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Seit gut einer Woche…

Veröffentlicht von freiedenkerin am Juni 13, 2018
Veröffentlicht in: 1, Allgemein, Autobiographisches, Bayerische Geschichte, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Geschichte, Heimat, Inspiration, Münchner Geschichte, Politik und Zeitgeschehen, Schönheit, Sonstiges. Schlagwort: Bayerische Staatsbibliothek, Fotografie, Heimat, Herzog Albrecht V., König Ludwig I., Kunst, MeineWelt, Muenchen, MVV-Bus-Ringlinie, Schönheit, Walter Klingenbeck. 23 Kommentare

… gibt es hier in München eine Neuerung im Öffentlichen Nahverkehr, auf die Viele schon seit langen Jahren gewartet haben: Eine Bus-Ringlinie, die wichtige Touristenziele und Verkehrsknotenpunkte miteinander verbindet, ohne das man umsteigen muss. Mit dem Bus rund um die Münchner Innenstadt – das ist natürlich etwas, das ich mir auf gar keinem Fall entgehen lassen wollte. So unternahm ich gestern eine sehr abwechslungsreiche Fahrt mit der Linie 68, und entdeckte dabei sehr viel bislang Unbekanntes bzw. längst wieder Vergessenes…

… Wieder zuhause angelangt – dank eines infernalischen Wolkenbruchs, in den ich auf dem kurzen Weg von der nächst gelegenen Haltestelle bis zur Haustür geraten war, bis auf die Haut durchnässt – kam mir die Idee, mir in loser Folge all jene Orte mal genauer anzusehen, die mir während der Bustour aufgefallen waren…

… Begonnen habe ich mein „Projekt“ gestern ich mit der Besichtigung der Bayerischen Staatsbibliothek an der Ludwigstraße. An der nördlichen Seite des riesigen, im Stil der Früh-Renaissance zwischen 1832 und 1843 im Auftrag des Bayerischen Königs Ludwig I. errichteten Gebäudes befindet sich ein schmales, aber sehr bemerkenswertes Gässchen, dessen Name an den im jugendlichen Alter von grade mal neunzehn Jahren vom NS-Regime hingerichteten Widerstandskämpfer Walter Klingenbeck gemahnt…

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… Am Hauptportal wird man von den Statuen der Gelehrten Aristoteles, Homer, Thukydides und Hippokrates in Empfang genommen…

… Gegründet wurde die Bayerische Staatsbibliothek bereits im Jahr 1558 vom Bayerischen Herzog Albrecht V. Damals befand sich die literarische Sammlung des Herrschers noch zum Teil im Kanzleigewölbe des Alten Hofs in München, sowie über dem Antiquarium der Münchner Residenz. Im Jahr 1600 umfasste der Bestand bereits 17.000 Bände. Durch die Säkularisation und der Überführung der Kurpfälzischen Hofbibliothek erfolgte 1803 ein Zuwachs von weiteren 550.000 Bänden und 18.600 Handschriften. Der Neubau an der Ludwigstraße war dringendst erforderlich geworden…

… Im Zweiten Weltkrieg kam es trotz Auslagerungen zum Verlust von fast einer halben Million literarischer Werke. Das Gebäude wurde zu über drei Viertel zerstört. 1946 erfolgte der Wiederaufbau sowie die Rückführung der ausgelagerten Bestände, 1966 wurde die Sta-Bi um einen Ostflügel erweitert, 1970 die Restaurierung des Südflügels abgeschlossen…

… Die Bayerische Staatsbibliothek hat zur Zeit 69.500 eingeschriebene und aktive Nutzer und ca. 1,5 Millionen Entleihungen. Täglich nutzen ca. 3.000 Menschen den Allgemeinen Lesesaal. Zum Bestand gehören neben 10,22 Millionen Bänden auch rund 130.000 Handschriften, 63.400 gedruckte und elektronische Zeitschriften, ca. 9660 Inkunabeln, darunter eine Gutenberg-Bibel, sowie zahlreiche Drucke des 16. Jahrhunderts, eine gigantische Sammlung Notenblätter und -bücher, Atlanten, Landkarten aus allen Ländern der Welt usw. usf. Die Sta-Bi ist mittlerweile eine der bedeutendsten europäischen Forschungs- und Universalbibliotheken mit internationalem Rang. Meine Lieblingsnachbarin arbeitet dort, ihr gelang vor einigen Jahren die Entzifferung einer alten Schrift aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1668 existiert das sogenannte Pflichtexemplarrecht, das heisst, dass von jedem in Bayern aufgelegtem Buch zwei Exemplare an die Bayerische Staatsbibliothek abgegeben werden müssen. Gut möglich, dass sich meine kleine „Spanschachtel“ auch in der Sta-Bi befindet…  😉

Herzog Albrecht V.
Herzog Albrecht V.
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König Ludwig I.
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