… Sehr empfehlen kann ich eine Rundfahrt über den Bodensee an Bord des über hundert Jahre alten, sorgfältig und edel im Jugendstil restaurierten Schaufelraddampfers „Hohentwiel“. Meine gut einstündige kleine Reise mit diesem prachtvollen Schiff ist nun schon etwa ein Dutzend Jahre her, aber nach wie vor unvergessen…
… Ich wünsche euch einen möglichst stressfreien und unbeschwerten Tag!…
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum,Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.O stört sie nicht, die Feier der Natur!Dies ist die Lese, die sie selber hält,Denn heute löst sich von den Zweigen nur,Was von dem milden Strahl der Sonne […]
… Modul – quetschen – elitär – das sind die drei Begriffe, die mir neulich im Internet zugeflogen sind, und die es in ein Drabble, eine Kurz-Kurz-Kurz-Geschichte von genau einhundert Worten einzubauen gilt…
… Mein Versuch einer Umsetzung:…
„Hier sehen Sie unser beliebtestes Ein-Zimmer-Modul dieser ausgesprochen vornehmen, ja, sogar elitär zu nennenden Wohnanlage.“ Mit breitem Grinsen und schwungvoll öffnete der Makler die schmale Tür. Frieder und Anneke, beide nicht eben schlank zu nennen, quetschten sich nach innen. „Das reicht ja grade mal für ein Schrankbett, ein paar Kleiderhaken an der Wand und einen Campingtisch mit Kochplatte! Und das für dreitausend Euro kalt im Monat!“ – „Für das Geld hätten wir früher ein Einfamilienhaus mit allem Drum und Dran bekommen! Da bin ich lieber obdachlos, als einem Gierschlund von Vermieter so viel hart erarbeitetes Geld in den Rachen zu stopfen!“
Gefreut: Über ein klärendes Gespräch mit dem gut informierten Juniorchef jener Firma, bei der die Frau R. beschäftigt ist: Der Wegfall der Zuzahlung von 131 Euro für eine Haushaltshilfe zweimal vier Stunden im Monat betrifft ausschließlich das Sozialgesetzbuch XI, in welchem die Leistungen für die diversen Pflegegrade geregelt sind. Die Zuzahlung durch das Sozialamt München in gleicher Höhe betrifft das nicht, weil dessen Leistungen durch des Sozialgesetzbuches XII bestimmt werden. Daher bleibt für die Bezieher:innen von Grundsicherung im Alter (bis auf Weiteres) alles wie gehabt, und die gute Frau R. wird mir auch zukünftig alle zwei Wochen zur Hand gehen. Das erleichtert mich sehr!
Geärgert: Wieder mal über mangelnde Recherche in den Öffentlich-Rechtlichen. Das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden, auch T-Haus, D-Haus oder Eagles Nest genannt, das ja in der Nacht von Freitag auf Samstag völlig abgebrannt ist, liegt nicht, wie in der BR-Rundschau und vielen anderen Nachrichtensendungen behauptet wurde, am Obersalzberg, sondern auf dem Rücken des Kehlstein, eines Ausläufers des Bergmassivs Hoher Göll.
Gedacht: Dass eine schriftliche Anfrage meiner Krankenkasse in der vergangenen Woche an den Sachbearbeiter des Sanitätshauses, bei dem ich meinen Aktivrollstuhl bestellt habe, schon recht rätselhaft ist. Denn da ist auf einmal von einem beantragten „Handfahrrad mit Elektroantrieb“ die Rede, und dem guten Mann wurden explizite medizinische Fragen zu meiner Krankheitsgeschichte, deren Verlauf und eventueller Therapiemöglichkeiten gestellt, die er überhaupt nicht beantworten kann. Natürlich haben wir Beide uns sofort mit der Krankenkasse in Verbindung gesetzt und um Aufklärung gebeten.
Gefragt: Ich hoffe doch sehr, dass es sich da jetzt um ein Missverständnis handelt?
Gewundert: Geschockt trifft es diesmal besser. Das Kehlsteinhaus, eines der markantesten und weithin sichtbaren Wahrzeichen meiner Heimat Berchtesgaden, erbaut in den Jahren 1937 – 1938 im Auftrag der NSDAP, brannte in der Nacht vom Freitag auf Samstag vollständig nieder. Man geht mittlerweile definitiv von Brandstiftung aus, ein 33-jähriger Tatverdächtiger, ein Deutscher, wurde noch in der Nacht festgenommen. Kurze Zeit nach Bekanntwerden des Großfeuers griffen im Berchtesgadener Land laut BGLand24 Hass, Schwurbeleien und Hetze per Sprachnachrichten, in den Kommentaren und natürlich auch in den (a)sozialen Netzwerken wüst um sich. So was ekelt mich jedesmal unfassbar an. Wie armselig mag es in jenen Menschen aussehen, die im Internet so gut wie jegliche Hemmungen verlieren, Gift und Galle versprühen und böse Gerüchte in die Welt setzen, deren Wahrheitsgehalt gegen Null tendiert?…
Hier eine trotz des reißerischen Titels sehr sachliche Zusammenfassung der Ereignisse:
Gelitten: An nichts. Ich bin zur Zeit richtig gut drauf. Und die Physiotherapie beginnt jetzt richtig gut zu tun.
Genervt: Von meiner Krankenkasse.
Gewesen: Einkaufen, auf dem kleinen Bauernmarkt, Spazieren, in der Physiotherapie.
Getroffen: Meinen Physiotherapeuten, den liebenswürdigen Außendienstmitarbeiter vom Sanitätshaus und eine Nachbarin, die sich seit letztem Jahr wegen der Kosten nicht mehr richtig zu heizen traut und jetzt Schimmel in der Wohnung hat.
Gesucht: Ein paar alte Blogbeiträge.
Gefunden: Seltsamerweise nur mehr die Überschriften der gesuchten Posts, die Beiträge selbst sind gelöscht, und ich kann mich nicht daran erinnern, das selbst getan zu haben.
Gegessen: Frische Forelle, Lachsforellenfilet, Birnenauflauf, Putenschnitzel mit Nudeln und Romanasalat, Ofenkäse, viel frisches Obst und Gemüse und selbstgebautes Müsli.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen feinen Zweigelt (Rotwein) aus Österreich.
Genascht: Ein paar Jaffa-Kekse. Und Mandeln.
Gelacht: Aber ja!
Geweint: Nein.
Gehört: Da sah ich am Freitag Abend beim Blick aus dem Küchenfenster einen jungen, etwas fülligen Mann dahinspazieren, der einen schwarz-gelb quergestreiften Pulli trug – und zack! hatte ich einen sehr penetranten Ohrwurm! 😉
Gesehen: Einen über vierzehn Stunden dauernden Monster-RoadTrip entlang der Nordküste Schottlands, den ich natürlich in mehrere „Häppchen“ aufgeteilt habe. 😉 Die ersten eineinhalb Stunden waren langweilig, doch dann wurde es sehr interessant, romantisch, wild, faszinierend und märchenhaft. – Eine zweiteilige Doku auf arte über den englischen König George VI., dem Stotterer (The Kings Speech), Vater von Queen Elisabeth, und seinem älteren Bruder Edward, der nach zehn Monaten auf dem Thron wegen seiner Beziehung zu der geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson abdankte.
Gelesen: Immer noch „Der Astronaut“. Und die Biographie von Salvador Allende.
Gelernt: Ich fürchte, wieder mal nix Gscheits. 😉
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Ein paar abgeblühte Balkonpflanzen ausgebuddelt und entsorgt.
Geschlafen: Ziemlich gut.
Geträumt: Wie stets bunt und lebhaft.
Geplant: Gleich kommt die Frau R. zum Putzen und Einkaufen. Dienstag und Freitag habe ich Physiotherapie-Termine, da werde ich dann auch meinen Orthopäden heimsuchen, denn ich benötige ein Rezept für ein Ersatzpaar orthopädischer Schuhe. Und ansonsten leben und leben lassen.
………………………
Habt einen möglichst unbeschwerten Start in die neue Woche! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund!
… Die drei Wortspenden von @Christianes aktueller Ausgabe der ABC-Etüden – Abglanz – scheuert – säuerlich – haben mich so inspiriert, dass mir dazu noch eine kleine Geschichte eingefallen ist… 😉
Nachdem Alma ihren schrillionsten klagenden und gehässigen Monolog über die Unarten ihres Ehemannes beendet hatte, sah ihre Freundin Christa die Augen genervt verdrehend zu ihr, während sie einen scheuernden Blusenkragen ausbesserte.
„So lass dich doch endlich scheiden!“
Alma schüttelte vehement den Kopf. „Nichts lieber als das. Aber ich befürchte, dass ich danach mittellos dastehen würde.“
„Dann musst du dir halt einen Job suchen.“
„Ich kann doch nichts! Ich habe nie eine Ausbildung gemacht! Bin doch seit dem Abi ‚nur‘ Ehefrau und Mutter gewesen!“
Christa holte tief Luft. „Und wenn du deinen Johann um die Ecke bringst?“
Alma nickte. „Ehrlich gesagt habe ich daran auch schon oft gedacht. Aber ich wüsste nicht wie… Und würde dann garantiert im Gefängnis landen.“
„Das muss nicht sein. Es gibt Gifte, die sind im menschlichen Körper nicht nachweisbar. Ich habe ein paar Beziehungen im Darknet, ich könnte dir so etwas besorgen, wenn du willst.“
Alma willigte ein…
… Drei Tage später überreichte ihr Christa eine winzige Phiole, in der sich einige Tropfen einer gelblichen Flüssigkeit befanden. „Das mischt du deinem Plagegeist ins Essen, es wirkt innerhalb einer Stunde.“…
… Johann saß am Abendbrottisch und machte sich daran, den Rotwein einzuschenken. Der Abglanz der untergehenden Sonne ließ die rubinrote Flüssigkeit glühen. Alma hatte das selbst gekochte Gulasch verteilt und reichte ihrem Mann seinen Teller. Sie aßen schweigend, dann hob Johann das Weinglas. „Köstlich, wie immer! Prost, meine Liebe!“
Sie nahm einen Schluck und verzog das Gesicht. „Schmeckt irgendwie säuerlich heute.“
Johann beugte sich lachend über den Tisch. „Alma, das angebliche Gift, das dir meine Liebste Christa gegeben hat, war nichts anderes als Speiseöl. Aber das Gift, das sie für mich geordert hat und das ich dir unbemerkt in den Rotwein gegeben habe, das ist echt. Und in wenigen Minuten bist du tot, du ständig nörgelnde, frigide Megäre.“
Noch ringt verzweifelt mit den kalten Oktobernächten um sein grünes Kleid mein Baum. Er liebt’s, ihm ist es leid, Er trug es fröhliche Monde lang, Er möchte es gern behalten. Und wieder eine Nacht, und wieder Ein rauher Tag. Der Baum wird matt Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder Gelöst dem fremden Willen […]
… Zu diesem Beitrag inspiriert hat mich ein älterer Post aus dem Jahr 2018 über die BMW Welt München nahe des Olympiazentrums München, den ich gestern rebloggt habe…
… Was moderne Architektur und vor allem Hochhäuser anbelangt, bin ich seit meinem ersten Aufenthalt vor etlichen Jahren eine Bewunderin der Wiener Donaucity. In der Altstadt schwelge ich bei jedem ausgedehnten Rundgang im überreichen Fundus schöner alter, gediegener, vornehmer Bauten, jenseits der Donau faszinieren mich allerdings die himmelwärts strebenden Türme aus Glas und Beton, sowie die UN-Gebäude mindestens genauso. Und der DC Tower 1 mit seiner die Donauwellen nachempfindenden Ostfassade ist für mich ohne Zweifel einer der schönsten Wolkenkratzer überhaupt…
… Wie immer: Wenn ihr euch ein Bild genauer ansehen wollt, braucht ihr nur darauf zu klicken… 😉
… Einen hervorragenden Blick auf Wiener Türme alt und neu hat man übrigens von der Dachterrasse des Haus des Meeres aus…
… was Architektur und Kunst anbelangt, eher früheren Epochen und Baustilen zugeneigt bin, kann ich durchaus auch an modernen Bauwerken Gefallen finden, so zum Beispiel der BMW-Welt nahe des Münchner Olympiaparks. Da ich mich an sich nicht für fahrbare Untersätze interessiere, ist mir bislang entgangen gewesen, dass man diese Ausstellungs- und Event-Location kostenfrei besichtigen kann. […]
… Im Frühsommer machte ich während eines Isarspaziergangs die folgenden Aufnahmen. Nach dem Hochladen auf den Schlepptop hätten sich die Bilder beinahe zu sogenannten „Festplattenschlafmützen“ entwickelt, wenn sie mir nicht gestern abend zufällig in den Sinn gekommen wären… 😉
… Seit langem schon dürfen sich Streetart-Künstler:innen an dem die Muffathalle umfassenden Mauerwerk nach Gusto kreativ austoben. Die Gemälde wechseln mehrmals pro Jahr und zeigen sowohl Abstraktes und Skurriles als auch Idyllisches mit einem Hauch Kitsch…
… Ich hoffe, euch machen die Bilder genauso viel Freude wie mir vor einigen Monaten, als ich sie entdeckt hatte…
… Blick vom ausgesprochen futuristisch und kühn konstruierten Bau der BMW-Welt München zum Olympiaturm. Da hat es mich, inspiriert von der ungewöhnlichen Architektur, sehr gereizt, mal eine etwas andere Bildbearbeitung auszuprobieren. – Sollte ich vielleicht öfter machen, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neues, Ungewohntes zu wagen… 😉
… In die Mediathek hochgeladen habe ich diese Aufnahme am 21.10.2018…