… Hogwarts ist überall – auch in einem knapp 35 qm kleinen Studenten-Bungalow… … Und auch in die Villa Bavaria wäre ich ohne zu zögern sofort eingezogen… … Es hat ungefähr 45 Jahre gedauert, bis ich mal wieder durch das Olympische Dorf spaziert bin – ich war dort in sehr, sehr jungen Jahren eine Weile […]
… Was habe ich da während meines gut zweistündigen Spaziergangs durch das Bungalowdorf an Kreativität, Phantasie, Farben, Formen entdecken dürfen! Und mir auch so manche Inspiration einverleibt, denn zum Großprojekt während der kalten Jahreszeiten habe ich mir die künstlerische Verschönerung meiner mittlerweile doch sehr renovierungsbedürftigen Bude auserkoren… … Ich fürchte, es wird noch ein dritter […]
… Münchens befindet sich zweifelsfrei im ehemaligen Olympischen Dorf, und zwar in der Studenten-Bungalow-Siedlung. Die winzigen Reihenhäuschen, jedes hat eine Wohnfläche von grade mal knapp 35 qm samt kleiner aber feiner Dachterrasse, entstanden bereits vor dem Bau des Olympiadorfs, und wurden in den Jahren 2005 bis 2009 großenteils abgerissen, neu errichtet und umfassend modernisiert. Gut […]
… Eine ABC-Etüde – vielen Dank an @Christiane für diese schöne Blogaktion. Lange Zeit konnte ich mich nicht zum Schreiben aufraffen, hatte auch keinerlei Inspiration, aber jetzt scheint so ganz allmählich meine schreiberische Kreativität wieder zum Leben zu erwachen…
… Abglanz – säuerlich – scheuern – diese drei Begriffe sollen in einen Text mit einer Länge von maximal dreihundert Worten eingebaut werden…
Daniel sah nur mehr flüchtig in den Spiegel. Das aufgedunsene Gesicht mit den schlaffen Lidern und den überbordenden Tränensäcken war ein schmerzvoller Abglanz seines einstigen schillernden Ichs.
Vor Jahren war er ein international bekannter Politikwissenschaftler gewesen. Seine Bücher erreichten schwindelerregende Verkaufszahlen, in so gut wie jeder Talkshow war er gern gesehener Gast gewesen.
Dann kamen die Trennung von seiner Frau, Probleme mit Drogen und Alkohol. Sein letztes Buch floppte, er wandelte sich von einem angesehenen Polit-Promi zum weinerlichen, einsamen Wrack.
.
Völlig überraschend ging eine Anfrage per Mail ein, ob er Lust hätte, bei einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus eine Rede zu halten. Die NGO, welche die Veranstaltung organisierte, war ihm nicht bekannt. Er hatte seine Absage bereits formuliert, doch dann löschte er sie und bestätigte den Termin.
.
Er stand im Zelt neben der Bühne und spähte nach draußen. Man hatte mit ein paar tausend Protestierenden gerechnet, und nun war der große Stadtplatz vor dem Rathaus zum Bersten voll.
„Mindestens Dreißigtausend – und es kommen immer noch Leute.“, jubelte der junge Organisator mit leuchtenden Augen. Er gab Daniel einen Schubs. „Du bist dran! Toi, toi, toi!“
Daniel lockerte den scheuernden Hemdkragen, er hatte einen säuerlichen Geschmack in seinem trockenen Mund und tastete in der Jackentasche nach dem Flachmann. Langsam erklomm er mit weichen Knien die Bühne, verspürte Panik und den Drang, davon zu laufen. Die Moderatorin kündigte ihn an, tosender Jubel brandete auf, Sprechchöre riefen seinen Namen. Er schluckte verkrampft, nahm das Mikrophon und setzte an, zunächst mit krächzender, unsicherer Stimme. Doch je länger er sprach, je öfter er in die vielen gebannt lauschenden Gesichter blickte, desto mehr wichen Angst und Unsicherheit. Er knüllte seine Stichwortzettel zusammen und sprach lange, frei und stark.
Unter donnerndem Applaus verließ er die Bühne. Er nahm seinen Flachmann und warf ihn in den Mülleimer.
… Feld – überheblich – Poster – so lauten die drei Begriffe, die es diese Woche in eine Kurz-Kurz-Kurz-Geschichte von genau einhundert Worten einzubauen gilt…
Schon bevor beide Mannschaften sich auf das Spielfeld begaben, ätzte der Kapitän der gegnerischen Mannschaft gegen Kasper: „Mit dem Vornamen solltest du zum Puppentheater gehen und das Fußball spielen lieber sein lassen.“, „Das Kinn von einem Kasper hast du definitiv, daran könnte man einen Suppenkessel aufhängen.“… Nach einer Weile wurde es dem jungen Mann zu bunt und er fauchte: „Halt die Fresse, du überheblicher Posterboy! Du hast ne große Klappe und nix dahinter, und das werde ich dir jetzt beweisen!“
Kasper war ein Mann der Tat. Noch vor Ende der ersten Halbzeit lag seine Mannschaft mit 6 : 0 vorne.
………………………………..
… Kommt gut und ohne Querelen durch den Tag, ihr Lieben!… 😉
Gefreut: Über eine im Großen und Ganzen gute und unbeschwerte Woche. – Darüber, dass ich die Protein-Shakes inzwischen gut vertrage, nachdem ich herausgefunden habe, dass ich laktoseintolerant bin. Jetzt nehme ich am Morgen eine kleine Laktase-Tablette ein und habe keine Probleme mehr. – Darüber, dass mir die Umstellung auf eine überwiegend eiweißbasierte Ernährung und die tägliche Einnahme von Kreatin gut tun, nicht nur körperlich, auch in der Denkbirne werde ich von Tag zu Tag wieder fitter. Sogar meine schreiberische Kreativität erwacht zu meiner großen Freude allmählich aus ihrem sehr langen Tiefschlaf. – Über ein interessantes und aufschlußreiches Treffen mit einer Blogleserin, und unseren Spaziergang durch den schönen Alten Nördlichen Friedhof.
Geärgert: Ach, herrjeh, was bin ich dumm gewesen, mir zwei Jahre lang keine Krankengymnastik verschreiben zu lassen!
Gedacht: Hut ab, Bayrische Motorenwerke! Die haben vor kurzem das Leasingangebot für den Dienstwagen von Sachsen-Anhalts Landtagspräsidenten Rausch zurückgezogen. Die Blaunen sind darüber natürlich not amused und reagierten mit ganz viel Mimimi. Man fragt jetzt beim Musk an, ob der eine Limousine zur Verfügung stellen würde. Die AfD bettelt darum, ein E-Auto nutzen zu dürfen, ist das nicht herrlich grotesk! 🤣
Und Hut ab, Frau Schwesig! Als sie neulich in Berlin weilte, erhielt sie viel Zuspruch und Anerkennung nicht nur aus den Reihen der SPD. Aber nicht vom Fritze. Augenzeugen zufolge kanzelte der sie sehr barsch und ungehalten wegen ihres Wahlkampfs ab. Frau Schwesig konterte: „Wenn Sie mir etwas zu sagen haben, dann vereinbaren Sie einen Termin.“, wandte sich um und schritt von dannen. Diese kleine Episode zeigt sehr deutlich, welche Atmosphäre rund um den Zweite-Wahl-Kanzler herrscht. Wenn es nach einem Koalitionstreffen mal wieder wie üblich heisst, dass die Stimmung sehr gut und entspannt und die Gespräche sehr konstruktiv waren, sollten wir dem keinen Glauben mehr schenken.
Gefragt: Muss ich wirklich jedesmal ein PDF-Formular ausdrucken und händisch ausfüllen, und danach einscannen, oder geht das weitaus einfacher auch am PC? – Natürlich geht das, wie ich ziemlich schnell im WWW herausgefunden und dann auch gleich angewandt habe.
Gewundert: Geschockt trifft es eher – über die Höhe der Zuzahlung zu 36 Einheiten Neurologische Krankengymnastik.
Gelitten: Nach meiner ersten Einheit Krankengymnastik wäre ich am liebsten auf allen Vieren aus der Praxis gekrochen, so hat mich der Therapeut durchgewalkt.
Genervt: Davon, dass mir jemand mehrmals ins Wort gefallen ist. Ich hasse diese Unsitte!
Gewesen: Im Alten Nördlichen Friedhof, in der Physiotherapie-Praxis, auf dem kleinen Bauernmarkt am Josefsplatz, im Drogeriemarkt, im Discounter meines Vertrauens, auf der Prüf!-Demo am Geschwister-Scholl-Platz.
Getroffen: Dank der Wissbegierde der Blogleserin, die mich am Montag besucht hat, einen interessanten jungen Mann, der an mehreren Tagen in der Woche im Alten Nördlichen Friedhof ein riesiges Foto zur Schau stellt, und den ich schon öfters mal ansprechen wollte, mich aber bislang nicht recht getraut habe.
Gesucht: Am Sonntag Morgen meine Brille. Die lag nicht wie gewohnt auf dem Nachtkästchen.
Gefunden: Yepp. Ich muss sie wohl im Schlaf zu Boden gefegt haben.
Gegessen: Fangfrische Forelle, Hühnerbrust gebraten mit Nudeln und Chicoree-Orangensalat mit Joghurtdressing. Einen Apfel-Quark-Auflauf. Matjesfilet mit Kartoffeln. Müsli und den gewohnten Berg an Obst und frischem Gemüse.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft. Und einige Male zum Obst-Nachtisch ein Glaserl gar herrlich mundenden Portwein.
Genascht: Nix! Die gesteigerte Zufuhr von Eiweiß macht so schön satt, dass ich meistens gar keine Lust auf Naschereien habe.
Gelacht: Aber ja! Immer gerne, und diese Woche vor allem über die Dienstwagen-Posse der Blaunen! 🤣
Geweint: Nein.
Gehört: Mit ein Grund, warum ich des Öfteren auf Demos und Kundgebungen gegen Rechts zu finden bin ist, dass man dort bisweilen gratis sehr feine Musik von namhaften Interpret:innen und Bands hören kann. Den krönenden Abschluss der „Prüf!“-Demo am Samstag bildete ein Auftritt der bayrischen Kultband Dreiviertelblut, und es dauerte nur Augenblicke, bis wir allesamt voller Begeisterung trotz strömendem Regen das lodernde Feuer in der Brust verspürten, von dem im wohl berühmtesten Song der Musikgruppe „Deifidanz“ (Teufelstanz) die Rede ist:
Gelesen: Zu schmökern angefangen habe ich eine Biografie von Salvador Allende. – Und neulich ist mir irgendwie beim Betrachten meiner Büchersammlung Andy Weirs „Der Astronaut“ in die Hände gefallen und ich dachte mir, dass ich diesen genialen Sci-Fi-Roman auch mal wieder lesen könnte. Dieses Buch erweist sich auch bei der zweiten Lektüre als absolut fesselnd.
Gesehen: Interessante RoadTrips entlang des riesigen Huronsees und durch die Berg- und Fjordwelt Norwegens, ein Darts-Turnier – so allmählich kehrt zumindest teilweise die frühere Begeisterung wieder zurück. Und ein paar Folgen von Christopher Clarks Welten Saga. Ich mag diesen australischen Historiker und seine Art, Geschichte lebendig und verständlich zu erklären sehr.
Gelernt: Wie unterschiedlich die Menschen Gestalten, Pflanzen, Tiere, Fabelwesen etc. in ein riesiges Foto hinein interpretieren, das an sich nichts weiter zeigt als sich kräuselndes Wasser über einem steinigen Untergrund. Dieses übermannshohe Bild wird an mehreren Tagen pro Woche von einem ehemaligen Profi-Fotografen im Alten Nördlichen Friedhof ausgestellt. Aus den Interpretationen der Betrachter:innen entwickeln sich dann oft ausgesprochen interessante und auch tiefgründige Gespräche.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Nix.
Geschlafen: Meistens gut.
Geträumt: Wie immer bunt und lebhaft.
Geplant: Heute kommt die Frau R., um Klarschiff in meiner Bude zu machen und mit mir den Großeinkauf beim nahen Discounter zu erledigen. Am Dienstag habe ich wieder Physiotherapie und anschließend möchte ich die gewohnte kleine Tour über den Bauernmarkt unternehmen. Und am Samstag will ich mir die große Parade anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Münchner Trambahn anschauen, und natürlich ausgiebig dabei fotografieren. 😉 Und ansonsten leben und leben lassen.
…………………….
Kommt gut in die neue Woche. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund.