… Wie stets vielen Dank an @Rina für diese schöne und interessante Blogaktion…
Gefreut: Über eine im Großen und Ganzen unbeschwerte Woche. Und dass ich mich so schön fit fühle. Ich radle jetzt nebst meinen regelmäßigen Spaziergängen wieder öfter auf dem Heimtrainer, und das tut mir richtig gut. Über die winterlich weiße Pracht am Donnerstag und den unablässigen starken Regen am Samstag – auch wenn das bedeutete, dass ich nicht nach draußen konnte. Aber ich kann mich in der Bude ganz wunderbar beschäftigen. 😉
Geärgert: Eigentlich nicht.
Gedacht: Dass ich heuer während der warmen Jahreszeiten definitiv wieder mehr unterwegs sein möchte als im vergangenen Jahr. Irgendwie war es mir 2025 im Frühjahr und Sommer entweder zu heiß oder zu nass, oder ich hatte so gar keine Lust, die Stadt zu verlassen und in die Berge oder an die Seen zu fahren.
Gefragt: Sind unser „Außenkanzler“ Blackrock Freddy und sein/e Redenschreiber:in seinerzeit beim Geschichtsunterricht austreten oder Kreide holen gewesen? Wie käme es sonst zu der Behauptung, der vor vier Jahren begonnene Ukrainekrieg würde jetzt schon länger dauern als der Zweite Weltkrieg? Nur mal kurz zur Auffrischung: Der Zweite Weltkrieg dauerte vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945 in Europa, bis zum 2. September 1945 weltweit, das sind sechs Jahre!
Gewundert: Dass trotz angeblich so klammer Kassen anscheinend niemand unserer Volks(ver)treter:innen daran interessiert ist, endlich einmal der grassierenden Steuerflucht, Steuerhinterziehung und Geldwäsche entgegen zu treten. Das würde alljährlich 100 bis 160 Milliarden Euro einbringen, „die da oben“ könnten sich das permanente Gewinsel über zu wenig Geld und angeblich zu teuren Sozialstaat endlich sparen und aufhören, verbal ständig nach unten zu treten.
Genervt: Nur von Kleinigkeiten.
Gelitten: Erfreulicherweise an nichts.
Gewesen: Auf meinen üblichen Runden – diesmal aber wetterbedingt etwas eingeschränkter als normalerweise.
Getroffen: Auf dem Rückweg von der Stadtbib.-Filiale neulich sah ich, wie zwei junge Männer mit den Fäusten und den Füßen heftig auf ein Wahlplakat des „cs“U-Oberbürgermeister-Kandidaten eindroschen. Ich machte sie darauf aufmerksam, dass das Beschädigen von Wahlplakaten als Straftat gilt und bei der Polizei angezeigt werden kann. Einer der beiden Jünglinge erzählte mir daraufhin sehr aufgebracht, dass dieser OB-Kandidat das Wohnhaus gekauft habe, in dem er mit seiner Familie gelebt hätte, und dann mit wohl sehr fiesen Mitteln sämtliche Mieter:innen quasi auf die Straße gesetzt habe, weil er das Anwesen luxussanieren und in Eigentumswohnungen umwandeln wolle. Ich würde seinen Zorn verstehen, erklärte ich dem Burschen, aber Gewalt und Aggressivität seien definitiv keine Lösung. „Zeigt das an der Wahlurne, was ihr von dem Typen haltet.“, riet ich ihm, „Engagiert euch politisch, versucht, die Presse darauf aufmerksam zu machen. Erzählt davon im Internet. Aber macht das mit Vernunft und beweisbaren Fakten.“
Gesucht: In der ZDF-Mediathek nach der 13. Staffel von „Death in Paradise“.
Gefunden: Yepp.
Gelacht: Immer gerne!
Geweint: Nein.
Gegessen: Lachsforellenfilet in der Folie gegart mit Kartoffeln und Chicoree-Orangen-Salat, Kartoffel-Blumenkohl-Gratin, einen Eimer Hühnersuppe mit viel Gemüse, Fischstäbchen mit Kartoffeln und Erbsen, Nudeln mit Tomatensoß‘, Müsli, viel frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, einen Melissengeist-Grog gegen innere Unruhe.
Genascht: Haselnusskekse – drei Stück pro Tag. 😉 Und getrocknete Datteln – aber in Maßen, denn die regen meine Verdauung immer sehr an.
Gehört: Seit Urzeiten bin ich Fan von Huey Lewis and The News und habe mehrere CDs von ihnen zuhause, aber diese Acappella-Variation von „It’s alright“ kannte ich bislang noch nicht. Dabei hat diese Aufnahme so viel Charme, musikalisches Können und Witz:
Gesehen: Die restlichen Folgen der ersten Staffel „The Pitt“ – beste Krankenhausserie ever. Und ein paar Episoden der Serie „Dark Winds“, die auf den Romanen des amerikanischen Schriftstellers Tony Hillerman basiert und in den Siebziger im Navajo-Reservat nahe des Monument Valley in Arizona spielt – sehr gut gemacht, spannend, auch ein wenig unheimlich. Hat für mich definitiv Suchtpotenzial. Beide Serien gehen mir sehr unter die Haut, manchmal träume ich sogar nachts davon. -Und die ersten Folgen der dreizehnten Staffel von „Death in Paradise“.
Road Trips: Von Key West über die unzähligen Brücken, Inseln und Inselchen des Highway Nr. 1 East nordwärts nach Key Largo. – Rund um den Lake Tahoe – einfach schön! – Einen virtuellen Spaziergang durch den Londoner Battersea Park und Chelsea habe ich auch noch unternommen. – Und die angeblich sensationellste Tour durch den Yellowstone National Park – stinklangweilig, nicht zu empfehlen. Von den vielen Naturwundern dort wird nur ganz wenig gezeigt. – Alles andere als langweilig ist allerdings das zweistündige Video über eine waghalsige Tour entlang und durch den Shafer Canyon und den Potash Trail in der bizarren Felslandschaft Utahs, bislang der spannendste Road Trip, auf den ich gestoßen bin. Die Fahrt auf einer schmalen Schotterpiste mit vielen Haarnadelkurven die Steilwand des Shafer Canyons hinab hat absoluten Gänsehaut-Faktor, da sollte man sogar im bequemen Fernsehsessel schwindelfrei sein: https://www.youtube.com/watch?v=0XOSUA0K0fE&list=WL&index=4&t=3625s
Gelesen: Ich bin grade bei „Ein ganz neues Leben“, Jojo Moyes‘ Fortsetzung von „Ein ganzes halbes Jahr“. Ein schönes Buch, leicht zu lesen, traurig, spannend, humorvoll, steht dem ersten Teil in nichts nach.
Gegoogelt: Natürlich.
Gelernt: Wie so oft nix Gscheits. 😉
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Geschenkt/bekommen: Ein recht unbeschwerte Woche.
Geschlafen: Manchmal ziemlich unruhig.
Geträumt: Viel und sehr lebhaft, vor allem über die beiden Serien „The Pitt“ und „Dark Winds“, die mich wohl im Unterbewusstsein sehr beeindrucken und beschäftigen.
Geplant: Montags kommt die Haushaltshilfe, da werden wir Zwei wieder ordentlich putzen und stöbern. Dienstag ist nach der Faschingspause wieder der Besuch auf dem kleinen Bauernmarkt angesagt. Ansonsten leben und leben lassen. 😉
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund.
… Auch als Drabble bekannt. Keine Blogaktion, nur Spaß an der Freud und Lust am Fabulieren. Die drei Begriffe Packung, wirr, Osten, die mir irgendwo im WWW zugeflogen sind, sollten in einen möglichst sinnvollen Text von nur einhundert Worten eingefügt werden… 😉
„Heut’ geht die Sonn’ im Westen auf, und im Osten geht sie uuuuuuunter – trallallallallaaaa!“, gröhlte Benjamin, ansonsten der ruhigste der kleinen Studenten-WG, im Morgengrauen hingerissen und überlaut und weckte damit seinen Kommilitonen Hartmut sowie dessen Freundin Sonja. Benjamin saß in der Küche, hatte sich einen Spitzenvorhang wie einen Turban um den Kopf geschlungen, hielt einen Kochlöffel gleich einem Dirigentenstab und brabbelte nach seiner Gesangseinlage wirres, unverständliches Zeug, während er die beiden Mitbewohner grinsend anhimmelte.
Hartmuts Blick fiel auf eine kleine, leere, verknautschte Plastiktüte in der Mitte des Tisches.
„Der Depp hat die ganze Packung Cannabis-Gummibärchen gefressen – ich fass’ es nicht!“
… Wenn gegen Ende des Winters bei den Schwänen die Hormone hochkochen, dann kann es unter den Rivalen zu rasanten Verfolgungsjagden und erbitterten Kämpfen kommen…
… In die Mediathek hochgeladen habe ich dieses und etliche andere Bilder von einigen rivalisierenden Schwänen am 16.02.2o20…
………….
… Kommt gut und möglichst konfliktfrei in die neue Woche!… 😉
… Wie stets vielen Dank an @Rina für dieses feine und inspirierende Blogprojekt…
Gefreut: Über eine schöne Aktion der Stadtbibliothek, die seit Anfang Februar bis zum 23. April – dem Welttag des Buches – stattfindet: Man will sich in „meiner“ Filiale in achtzig Tagen einmal um die Welt lesen. „Je mehr Seiten geschafft werden, desto schneller geht die Reise um den Globus, denn jede Seite zählt als ein Kilometer. Dabei können alle mitmachen. Einfach ein Buch lesen, und uns die genaue Seitenzahl mitteilen.“ Es liegen kleine Formulare auf, in die man den/die Autor:in des Buches eintragen kann, das man zuletzt gelesen hat, dazu den Titel und natürlich die Anzahl der Seiten. Ich bin dabei, und habe am Freitag meinen ersten Beitrag geleistet. Da markierte die grünköpfige Nadel auf der großen Weltkarte Suez als vorläufigen Haltepunkt – ich denke mal, dass wir inzwischen schon wieder ein Stückerl weiter gekommen sind. 😉
Viel Freude hat es mir am letzten Sonntag bereitet, während des Münchner Gaudiwurms endlich mal wieder ausgiebig mit der großen Nikon zu fotografieren.
Geärgert: Nur über Kleinigkeiten.
Gedacht: Was sind die USA doch für ein gewaltiges und großartiges Land, mit solch einer beeindruckenden Vielzahl von Naturschönheiten! Ich genieße jeden YouTube Road Trip durch die Wüsten, Wälder, Berge, Nationalparks und entlang der Küsten. Und auf meinen Reisen im Amiland haben mich die freundlichen und zuvorkommenden Menschen immer sehr berührt. Dieser riesige Staat hätte so sehr eine bessere, vertrauenswürdigere, verantwortungsbewusstere Regierung verdient als dieses furchtbare Trumpeltier und seine Spießgesellen.
Gefragt: Welche Intelligenzbestie die Münchner Sicherheitskonferenz in der Innenstadt ausgerechnet auf das Faschingswochenende gelegt hat? Muss man den Polizist:innen etc. wirklich den Job noch schwerer machen als er ohnehin schon ist? Und warum wählt man für so eine Zusammenkunft mit so hohem Gefährdungspotenzial stets ein stark belebtes Stadtzentrum aus und veranstaltet das nicht auf einer kleinen, leicht überschaubaren Insel, oder irgendwo in der Pampa, oder auf einem Flugzeugträger?
Gewundert: Wenn bei den sogenannten Altparteien ein Skandal aufgedeckt wird, dann wird in Deutschland laut Zeter und Mordio geschrien. Die Blaunen werden seit einer Weile schon von zahlreichen Skandalen gebeutelt, beinahe täglich tauchen neue Verfehlungen auf – und das wird anscheinend billigend und ziemlich stillschweigend hingenommen. Was hat man verbal auf den Herrn Habeck eingedroschen, als 2023 seine „Graichen-Affäre“ ruchbar wurde! Nun scheinen die Blaunen in einem Sumpf aus Korruption und Vetternwirtschaft sondergleichen zu stecken – und wo bleiben da die medialen und internetten Entrüstungen?
Genervt: Ach, mal wieder von meiner Schusseligkeit. Und vom starken Wind in der Wochenmitte, wegen dem ich zwei Tage lang zuhause bleiben musste.
Gelitten: Ein wenig an Muskelschmerzen.
Gewesen: Am Sonntag Nachmittag in der Innenstadt, um den Gaudiwurm – Faschingszug – zu bestaunen, Montag beim Großeinkauf, Dienstag auf dem Bauernmarkt, in der Stadtbib., im Drogeriemarkt.
Getroffen: Niemand Spezielles.
Gesucht: Nachdem es das kleine Säckchen, in dem ich stets beim Waschen die Lorbeerblätter für frischen Duft verstaue, neulich zerlegt hat, nach einem adäquaten Ersatz.
Gefunden: Yepp. Eine einzelne Feinstrumpfsocke eignet sich hervorragend dafür. Lorbeerblätter rein, fest verknoten, ab in die Waschmaschine damit.
Gelacht: Aber ja! 😀
Geweint: Nein.
Gegessen: Eine Portion Forellen-Matjes-Salat, den neulich der Fischhändler am Bauernmarkt im Angebot hatte – hat geschmeckt, hatte aber wenig „Pepp“. Die obligatorische Bachforelle mit Kartoffeln und Erbsen. Gnocchi mit Schwammerlsoß. Schnitzel natur mit Gnocchi und Chicoree-Orangen-Salat. Mal wieder einen Kartoffelgratin mit viiiiieeeel Käse überbacken. Müsli mit viel Früchten und Joghurt, Tomaten mit Mozzarrella und dem ersten frischen Basilikum des Jahres, Vollkornbrot mit diversen Frischkäsen.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und am Mittwoch einen Melissengeist-Grog, weil ich wieder mal des nachts gar heftiges Gedankenkarrussell hatte.
Genascht: Italienische Mandelkekse und Zitronenbonbons. Und Popcorn, das während des Faschingszugs im Rollator-Körbchen gelandet ist.
Gehört:
Gesehen: Ich habe keine Kosten gescheut und HB.O M.ax abonniert, weil ich unbedingt „The Pitt“ anschauen möchte, die Krankenhausserie, von der (fast) jede/r spricht, und die in den meisten Kritiken mit Lob überhäuft wird. Ich habe jetzt fünf Folgen gesehen, und schließe mich den Lobeshymnen gerne an. Das ist ausgesprochen fesselnd gemacht, nahe an der Realität, teilweise drastisch, auch mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Humor gewürzt. Es gibt Emotionen, aber die sind nie zu dick aufgetragen. Die einzelnen Folgen wirken teilweise auch ein wenig wie eine Handy-Doku, und viele der Darsteller:innen sind erfrischend unbekannt. „The Pitt“ hat definitiv Suchtpotenzial.
Außerdem einige Folgen „Heartland“, und natürlich wieder ein paar Roadtrips, unter anderem von Salt Lake City nach Denver. Zur Zeit cruise ich virtuell über Viti Levu, die Hauptinseln von Fidschi Islands – sehr tropisch, herrliche Pazifikstrände, tiefblauer Himmel, üppig grünende und blühende Regenwälder – genau das Richtige für winterliches Schmuddel- und Sturmwetter. 😉
Gelesen: Ich schmökere mich grade durch „Der Tote am Tiber“, ein Krimi, der in Rom spielt, eine Stadt, die ich recht gut kenne und liebe. Verfasser: Enzo Maldini, Übersetzer:in ist nicht angegeben. Liest sich gut, spannend und flüssig, und beim Schmökern werden viele Erinnerungen an meine Exkursionen und Erlebnisse durch und in Rom wieder wach.
Gegoogelt: Na, klar! 😀
Gelernt: Vunidogoloa, ein Dorf an der Südküste von Vanua Levu, der zweitgrößten Insel von Fidschi, war eine der weltweit ersten Ortschaften, die aufgrund des Klimawandels umgesiedelt wurden. Lange Zeit wehrten sich die Bewohner:innen gegen diesen drastischen Schritt, doch als der Ort immer öfter Verwüstungen durch Zyklone und Überflutungen erlitt, gaben sie nach. Etwas landeinwärts entstanden rund um einen Hügel ca. zwanzig neue Häuser. Als die Umsiedelung erfolgte, musste man feststellen, dass es in keinem einzigen Haus einen Raum für eine Küche gab – an den jahrelangen Planungen sind ausschließlich Männer beteiligt gewesen, Frauen hatten kein Mitspracherecht. Das soll sich mittlerweile zum Glück geändert haben.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Geschenkt/bekommen: Wieder eine schön ruhige Woche.
Geschlafen: Überwiegend gut.
Geträumt: Ich sollte an einer Kreuzfahrt teilnehmen. Kurz bevor ich an Bord ging, stellte ich voller Schrecken fest, dass ich meinen Reisepass und das Ticket nicht dabei hatte. Hektisch durchwühlte ich all meine Sachen – ohne Erfolg – und dann flehte und bettelte ich das Personal an, leider vergebens – als ich halb ohnmächtig vor Frust sah, wie das schmucke große Schiff ohne mich ablegte, wurde ich wach.
Geplant: Leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen schönen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
… Jung und Alt, Rot und Grün, und bunt und laut, fröhlich, ausgelassen und lebendig… 😀
Und beut der Winter auch manche Leiden,
So will er doch nicht traurig scheiden:
Er bringt uns erst noch die Fastnachtszeit
Mit aller ihrer Lustigkeit.
Da gibt es Kurzweil mancherlei,
Musik und Tanz und Mummerei,
Pfannkuchen, Brezel, Kuchen und Weck‘,
Und Eier und Würste, Schinken und Speck.
Wir Kinder singen von Haus zu Haus
Und bitten uns eine Gabe aus,
Und machen’s hinterdrein wie die Alten
Und wollen heuer auch Fastnacht halten.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Auch uns, in Ehren sei’s gesagt,
Hat einst der Karneval behagt,
Besonders und zu allermeist
In einer Stadt, die München heißt.
Wie reizend fand man dazumal
Ein menschenwarmes Festlokal,
Wie fleißig wurde über Nacht
Das Glas gefüllt und leergemacht,
Und gingen wir im Schnee nach Haus,
War grad die frühe Messe aus,
Dann konnten gleich die frömmsten Fraun
Sich negativ an uns erbaun.
Die Zeit verging, das Alter kam,
Wir wurden sittsam, wurden zahm.
Nun sehn wir zwar noch ziemlich gern
Die Sach’ uns an, doch nur von fern
Ein Auge zu, Mundwinkel schief
Durchs umgekehrte Perspektiv.
(Wilhelm Busch 1822 – 1908)
Über die breiten Straßen hüpfen.
Einmal König oder Clown zu sein.
Närrisch in eine Rolle schlüpfen.
Feiern mit Bier oder leckeren Wein.
Der Karneval uns sehr viel erlaubt.
Die Regeln fallen heute von Bord.
Die Narrenzunft an ALLES glaubt.
Der Karneval zieht von Ort zu Ort.
Die Jecken sieht man überall.
Die Straße feiert Kostümball.
Damit man das Gesicht nicht sieht,
sich eine Maske überzieht.
Gegönnt sei uns das Volksvergnügen.
Die Welt darf heute niemand rügen.
Denn, was die Welt sich ausgedacht,
heißt Karneval, Fasching, Fassenacht.
… D‘ Schwanecker Rittersleut‘ aus Pullach halten wie die Münchner Damischen Ritter die feine Kultur des gekonnten Gaudi-Machens und Blödelns hoch. Sie organisieren etliche rauschende Faschingsbälle beiderseits des Isartals, übernehmen am Rosenmontag das Regiment im Pullacher Rathaus, und haben trotz all dieser Verpflichtungen stets noch die Zeit, am Münchner Gaudiwurm teilzunehmen… 😉
… schlängelte sich am Sonntag Nachmittag durch die Münchner Innenstadt – Gaudiwurm ist hier sowie im Umland die Bezeichnung für Faschingsumzug… 😉
… Angeführt wurde dieses rund fünfzig verschiedene Gruppen zählende Spektakel wie immer von den Damischen Rittern – so nennt sich die Gesellige Vereinigung der Turmfalken e. V. während der narrischen Zeit – allen voran und hoch zu (Holz)Ross Seine Merkwürden Herzog Kasimir. Der höchst befeuernde „Schlachtruf“ schallte laut durch die Straßen: „Oh mei, oh mei, oh mei!“, und Tonnen von Guatln (Kamelle) regneten auf die aufgeregt wartenden Scharen kleiner (und auch großer) Kinder nieder… 😀
(Ihr wisst ja, wenn ihr in einer Galerie ein Bild genauer ansehen wollt, braucht ihr nur darauf zu klicken 😉 )
… Das schmucke Prinzenpaar der Narrhalla München…
… Natürlich waren auch die Mitglieder der großartigen Kabarett-Veranstaltung Münchner Vorstadthochzeit anno 1905 zugegen – leider waren grad als sie vorbeizogen so viele Kinder auf der Jagd nach Süßigkeiten, dass mir bis auf das Brautpaar fast keine Fotos von dieser sehr illustren Gruppe gelungen sind…
… Die tanzenden Marktweiber vom Viktualienmarkt sind auch stets ein echter Hingucker…
… Das Prinzenpaar der Würmesia, der zweiten großen Faschingsgesellschaft Münchens…
… „Ob des ois gsund is… A Leberkassemme war ma liaba“… 😉
… Und schon biegt die nächste Attraktion um die Ecke: D‘ Schwanecker Rittersleut‘ aus Pullach…
… Fortsetzung folgt! – Oh mei, oh mei, oh mei… 😀
……………………
… Habt eine schöne und beschwingte Weiberfastnacht, ihr Lieben!…
… Der Schwan ist um einiges größer und stärker als die Möwe, doch deren Hunger, oder vielleicht auch Gier, lässt sie alle Vorsicht außer Acht lassen. Blitzschnell schnappt sie dem majestätischen Wasservogel das Brotbröckerl direkt vor dem Schnabel weg…
… Aufgenommen habe ich dieses Foto vor dem Nymphenburger Schloss, und in die Mediathek hochgeladen wurde es von mir am 11.02.2020…
………………
… Kommt gut durch den Tag, ihr Lieben – und lasst euch von niemandem das Brot oder andere Leckerbissen stiebitzen… 😉