Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Mein Wochenrückblick…

… Wie stets vielen Dank an @Rina für dieses feine und inspirierende Blogprojekt…

Gefreut: Über eine schöne Aktion der Stadtbibliothek, die seit Anfang Februar bis zum 23. April – dem Welttag des Buches – stattfindet: Man will sich in „meiner“ Filiale in achtzig Tagen einmal um die Welt lesen. „Je mehr Seiten geschafft werden, desto schneller geht die Reise um den Globus, denn jede Seite zählt als ein Kilometer. Dabei können alle mitmachen. Einfach ein Buch lesen, und uns die genaue Seitenzahl mitteilen.“ Es liegen kleine Formulare auf, in die man den/die Autor:in des Buches eintragen kann, das man zuletzt gelesen hat, dazu den Titel und natürlich die Anzahl der Seiten. Ich bin dabei, und habe am Freitag meinen ersten Beitrag geleistet. Da markierte die grünköpfige Nadel auf der großen Weltkarte Suez als vorläufigen Haltepunkt – ich denke mal, dass wir inzwischen schon wieder ein Stückerl weiter gekommen sind. 😉

Viel Freude hat es mir am letzten Sonntag bereitet, während des Münchner Gaudiwurms endlich mal wieder ausgiebig mit der großen Nikon zu fotografieren.

Geärgert: Nur über Kleinigkeiten.

Gedacht: Was sind die USA doch für ein gewaltiges und großartiges Land, mit solch einer beeindruckenden Vielzahl von Naturschönheiten! Ich genieße jeden YouTube Road Trip durch die Wüsten, Wälder, Berge, Nationalparks und entlang der Küsten. Und auf meinen Reisen im Amiland haben mich die freundlichen und zuvorkommenden Menschen immer sehr berührt. Dieser riesige Staat hätte so sehr eine bessere, vertrauenswürdigere, verantwortungsbewusstere Regierung verdient als dieses furchtbare Trumpeltier und seine Spießgesellen.

Gefragt: Welche Intelligenzbestie die Münchner Sicherheitskonferenz in der Innenstadt ausgerechnet auf das Faschingswochenende gelegt hat? Muss man den Polizist:innen etc. wirklich den Job noch schwerer machen als er ohnehin schon ist? Und warum wählt man für so eine Zusammenkunft mit so hohem Gefährdungspotenzial stets ein stark belebtes Stadtzentrum aus und veranstaltet das nicht auf einer kleinen, leicht überschaubaren Insel, oder irgendwo in der Pampa, oder auf einem Flugzeugträger?

Gewundert: Wenn bei den sogenannten Altparteien ein Skandal aufgedeckt wird, dann wird in Deutschland laut Zeter und Mordio geschrien. Die Blaunen werden seit einer Weile schon von zahlreichen Skandalen gebeutelt, beinahe täglich tauchen neue Verfehlungen auf – und das wird anscheinend billigend und ziemlich stillschweigend hingenommen. Was hat man verbal auf den Herrn Habeck eingedroschen, als 2023 seine „Graichen-Affäre“ ruchbar wurde! Nun scheinen die Blaunen in einem Sumpf aus Korruption und Vetternwirtschaft sondergleichen zu stecken – und wo bleiben da die medialen und internetten Entrüstungen?

Genervt: Ach, mal wieder von meiner Schusseligkeit. Und vom starken Wind in der Wochenmitte, wegen dem ich zwei Tage lang zuhause bleiben musste.

Gelitten: Ein wenig an Muskelschmerzen.

Gewesen: Am Sonntag Nachmittag in der Innenstadt, um den Gaudiwurm – Faschingszug – zu bestaunen, Montag beim Großeinkauf, Dienstag auf dem Bauernmarkt, in der Stadtbib., im Drogeriemarkt.

Getroffen: Niemand Spezielles.

Gesucht: Nachdem es das kleine Säckchen, in dem ich stets beim Waschen die Lorbeerblätter für frischen Duft verstaue, neulich zerlegt hat, nach einem adäquaten Ersatz.

Gefunden: Yepp. Eine einzelne Feinstrumpfsocke eignet sich hervorragend dafür. Lorbeerblätter rein, fest verknoten, ab in die Waschmaschine damit.

Gelacht: Aber ja! 😀

Geweint: Nein.

Gegessen: Eine Portion Forellen-Matjes-Salat, den neulich der Fischhändler am Bauernmarkt im Angebot hatte – hat geschmeckt, hatte aber wenig „Pepp“. Die obligatorische Bachforelle mit Kartoffeln und Erbsen. Gnocchi mit Schwammerlsoß. Schnitzel natur mit Gnocchi und Chicoree-Orangen-Salat. Mal wieder einen Kartoffelgratin mit viiiiieeeel Käse überbacken. Müsli mit viel Früchten und Joghurt, Tomaten mit Mozzarrella und dem ersten frischen Basilikum des Jahres, Vollkornbrot mit diversen Frischkäsen.

Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und am Mittwoch einen Melissengeist-Grog, weil ich wieder mal des nachts gar heftiges Gedankenkarrussell hatte.

Genascht: Italienische Mandelkekse und Zitronenbonbons. Und Popcorn, das während des Faschingszugs im Rollator-Körbchen gelandet ist.

Gehört:

Gesehen: Ich habe keine Kosten gescheut und HB.O M.ax abonniert, weil ich unbedingt „The Pitt“ anschauen möchte, die Krankenhausserie, von der (fast) jede/r spricht, und die in den meisten Kritiken mit Lob überhäuft wird. Ich habe jetzt fünf Folgen gesehen, und schließe mich den Lobeshymnen gerne an. Das ist ausgesprochen fesselnd gemacht, nahe an der Realität, teilweise drastisch, auch mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Humor gewürzt. Es gibt Emotionen, aber die sind nie zu dick aufgetragen. Die einzelnen Folgen wirken teilweise auch ein wenig wie eine Handy-Doku, und viele der Darsteller:innen sind erfrischend unbekannt. „The Pitt“ hat definitiv Suchtpotenzial.

Außerdem einige Folgen „Heartland“, und natürlich wieder ein paar Roadtrips, unter anderem von Salt Lake City nach Denver. Zur Zeit cruise ich virtuell über Viti Levu, die Hauptinseln von Fidschi Islands – sehr tropisch, herrliche Pazifikstrände, tiefblauer Himmel, üppig grünende und blühende Regenwälder – genau das Richtige für winterliches Schmuddel- und Sturmwetter. 😉

Gelesen: Ich schmökere mich grade durch „Der Tote am Tiber“, ein Krimi, der in Rom spielt, eine Stadt, die ich recht gut kenne und liebe. Verfasser: Enzo Maldini, Übersetzer:in ist nicht angegeben. Liest sich gut, spannend und flüssig, und beim Schmökern werden viele Erinnerungen an meine Exkursionen und Erlebnisse durch und in Rom wieder wach.

Gegoogelt: Na, klar! 😀

Gelernt: Vunidogoloa, ein Dorf an der Südküste von Vanua Levu, der zweitgrößten Insel von Fidschi, war eine der weltweit ersten Ortschaften, die aufgrund des Klimawandels umgesiedelt wurden. Lange Zeit wehrten sich die Bewohner:innen gegen diesen drastischen Schritt, doch als der Ort immer öfter Verwüstungen durch Zyklone und Überflutungen erlitt, gaben sie nach. Etwas landeinwärts entstanden rund um einen Hügel ca. zwanzig neue Häuser. Als die Umsiedelung erfolgte, musste man feststellen, dass es in keinem einzigen Haus einen Raum für eine Küche gab – an den jahrelangen Planungen sind ausschließlich Männer beteiligt gewesen, Frauen hatten kein Mitspracherecht. Das soll sich mittlerweile zum Glück geändert haben.

Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.

Geschenkt/bekommen: Wieder eine schön ruhige Woche.

Geschlafen: Überwiegend gut.

Geträumt: Ich sollte an einer Kreuzfahrt teilnehmen. Kurz bevor ich an Bord ging, stellte ich voller Schrecken fest, dass ich meinen Reisepass und das Ticket nicht dabei hatte. Hektisch durchwühlte ich all meine Sachen – ohne Erfolg – und dann flehte und bettelte ich das Personal an, leider vergebens – als ich halb ohnmächtig vor Frust sah, wie das schmucke große Schiff ohne mich ablegte, wurde ich wach.

Geplant: Leben und leben lassen.

…………………………

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.


9 Kommentare zu “Mein Wochenrückblick…”

  1. Ach, das klingt aber nett. Schön, dass die Stadtbibliothek so aktiv ist.

    genervt – Ja – diese Susseligkeit – sehr nervig. Der Wind war wirklich sehr heftig.

    gewesen – Fasching kam diesmal so schleichend. Hab fast vergessen, dass es dieses Wochenende ist.

    gefunden – manchmal ist das einfachste das beste und ist überall zu kaufen

    gesehen – zum Glück, da hat sich das Abo wenigstens gelohnt

    • Gefreut: Ja, und es macht auch Spaß, sich daran zu beteiligen. Ich werde jetzt bei jedem Besuch bis zum 23. April gespannt auf der Weltkarte nachgucken, wie weit wir schon gekommen sind. 😀
      Genervt: Ich hatte wirklich Bedenken, dass es mich außer Haus umblasen könnte.
      Gewesen: Seltsamerweise nehme ich heuer den Fasching recht bewusst wahr, obwohl ich an sich überhaupt kein Fan davon bin.
      Gefunden: Genau!
      Gesehen: Ich werde mir jetzt beide Staffeln ansehen, und wenn das Angebot auf dieser Plattform mir nicht weiters zusagt, wieder kündigen. Geht ja zum Glück ganz einfach.

      • Bei uns ist fast nichts. Nicht mal Deko in den kleinen Geschäften, deswegen ist es so bisschen an mir vorbei geschlittert. Bin ja auch kein Karnevaler – deswegen.

        Das mache ich auch oft so mit den Streamingdiensten. Gerade mal für ein Monat und dann wieder raus.

    • „The Pitt“ ist ungemein fesselnd! Eine außergewöhnliche Serie!
      Ich habe beim Lesen von „Der Tote am Tiber“ immer Goo.gle Ma.ps offen, um nachzuschauen, wo die Handlung sich grade abspielt. Und da sind mir schon viele sehr schöne Erinnerungen an die Ewige Stadt in den Sinn gekommen.
      Ja, die Aktion ist originell und spannend. Mittwoch werde ich ein neues Buch abholen – bin schon gespannt, wie weit wir Leser:innen inzwischen gekommen sind.

      • Hu, hab Deinen Kommentar gerade erst angezegt bekommen.
        Die zweite Staffel kann ich definitiv auch empfehlen.
        Ah, Google Maps zu benutzen ist eine super Idee, das muss ich mir mal merken, vielen Dank!

        • Ich bin gestern mit der ersten Staffel fertig geworden, und muss das erst mal sacken lassen, weil ich mir die letzten drei Folgen in einem Rutsch angesehen hab. 😉
          Gerne. 🙂 Als ich vor gut zehn Jahren begonnen hatte, die Venedig-Krimis von Donna Leon zu lesen, hatte ich noch kein Smartphone. Da habe ich mir extra einen detaillierten Stadtplan von Venedig besorgt, um genau Bescheid zu wissen, wo die Handlungen rund um Commissario Brunetti grade spielen. 😉

Ich freue mich über eure Kommentare! Also haut in die Tasten, ihr Lieben!

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