… zog am frühen Sonntag Abend wie jedes Jahr während des Pride Month in München durch die Innenstadt. Und ich fand es sehr schön und beschwingend, dass die Phalanx der bunten, lauten und fröhlichen Feiernden wieder einmal direkt an meiner Bude vorbei defilierte. Natürlich saß ich schon eine geraume Weile vorher mit der Kamera am Fenster und fieberte dem Event entgegen… 😉
… Hier ein paar Impressionen, und ihr wisst ja längst, wenn ihr euch ein Bild genauer ansehen wollt, braucht ihr nur darauf zu klicken 😉 :…
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… Ich wünsche euch einen beschwingten und möglichst stressfreien Start in die neue Woche!…
Gefreut: Darüber, dass mir die Bearbeitung eines Behördenantrags diesmal so leicht von der Hand gegangen ist. Nun hoffe ich, dass er genauso flott bearbeitet werden wird.
Dass Münchens Samba-Zug anlässlich der Pride Week 2026 am frühen Sonntag Abend direkt an meiner Bude vorbei gezogen ist.
Und dass ich auf dem nahen Bauernmarkt am Dienstag die ersten Pflänzlein für mein Balkönchen erstanden habe. Ich werde auch dieses Jahr ziemlich planlos vor mich hinpflanzen, was mir an Blümchen, Kräutern etc. gefällt, wird erstanden und kommt in die kleine sonnendurchflutete Oase. Nur so weit wie letztes Jahr, als ich dann vor lauter Töpfen und Blumenkästen selber kaum mehr Platz auf dem Balkon hatte, möchte ich’s dann doch nicht mehr treiben. 😀
Darüber, dass sich in meinem Lieblings-Storchennest eine zunächst tragisch anmutende Situation zum Guten gewendet hat: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag herrschte durchgehend Starkregen bis in die Morgenstunden. Das kleinste der verbliebenen drei Küken lag Freitag früh schlaff und teilnahmslos im Nest und wollte nicht fressen. Das sah sehr traurig aus und nahm uns alle mit. Denn Störchlein im Alter von dreieinhalb Wochen haben noch überwiegend ihre flaumigen weichen „Baby-Daunen“ und kein wasserabweisendes Gefieder, nasses und kaltes Wetter kann deshalb für sie lebensgefährlich sein. Am Vormittag wurde es wärmer und die Sonne zeigte sich, und nach wenigen Stunden hatte sich Klein-Henri zum Glück wieder erholt, war lebhaft und wohlauf und frass seinen Geschwistern bei der nächsten Fütterung fast die ganze große Portion Würmer, Käfer, Schnecken etc. vor den Schnäbeln weg. 😀
Geärgert: Nach Wal Timmy – oder Hope – ist es nun die traurige Geschichte der Hündin Lette, die von einem Paar grausam zu Tode gequält worden war, die für einen sogenannten Hype in den Medien sorgt, vor allem im Internetz. Ich mag Tiere, keine Frage, und für mich sind sie auch wertvolle Lebewesen, aber ich ärgere mich sehr über jene Zeitgenoss:innen, die da mit Schaum vorm Mund in den (a)sozialen Netzwerken lautstark fordern, man möge diesen Menschen die gleichen Leiden zufügen. Gewalt mit Gewalt zu vergelten ist noch nie eine Lösung gewesen.
Gedacht: Ich sollte mal wieder einen Kontrolltermin im Friedrich Baur Institut für Muskelerkrankungen vereinbaren, der letzte ist mittlerweile schon fast sechs Jahre her, und ich habe den Verdacht, dass die Titinopathie nicht nur in meinen Beinen inzwischen flott vorangeschritten ist.
Gefragt: Sollte ich nicht doch vielleicht mal bei der Hausärztin einen Test auf Demenz bzw. Alzheimer machen lassen?
Gewundert: So übermäßig viel wird bei uns geschwafelt – doch kaum etwas bewegt sich politisch in die richtige Richtung…
Gelitten: Zur Zeit bin ich ziemlich schlapp und habe Muskelschmerzen. Seit Tagen schon fühle ich mich wie ein Schluck Wasser in der Kurve, und vom Bloggen angefangen über neue Isarspaziergänge bis hin zu häuslichen Pflichten hindert mich das grade ziemlich an der Durchführung geplanter Vorhaben.
Genervt: Davon, dass ich momentan sehr zerstreut und vergesslich bin.
Gewesen: Im Viertel unterwegs, auf dem Bauernmarkt, im Lieblings-Discounter, im Lieblings-Drogeriemarkt.
Getroffen: Einen hilfsbereiten jungen Nachbarn. Die jungen Leute, welche zur Zeit im Haus wohnen, sind recht angenehm. Nur dass viele von ihnen Türen nicht leise schließen können, sondern immer mit Karacho ins Schloss donnern, stört mich.
Gesucht: Die Verschlüsse für zwei Lieblings-Ohrringe.
Gefunden: Leider nur einen. Aber im Netz habe ich sehr schnell passenden Ersatz entdeckt.
Gelacht: Ja, natürlich! 🙂
Geweint: Nein.
Gegessen: Diesmal eine Renke, in der Folie gegart, wieder mal Pfannkuchen mit Pistaziencreme, Gnocchi mit Rahmschwammerln, gebratene Rinderlendenstreifen mit geschmorter Tomate und Paprika und Gnocchi, Spargel mit Kartoffeln und Sc. Hollandaise (vermutlich zum vorletzten Mal in diesem Jahr), viel Obst – vor allem Erdbeeren – und frisches Gemüse, Müsli
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen aromatischen Silvaner
Gehört: Ein hinreissendes musikalisches und optisches Highlight!
Gesehen: Die letzten Folgen von „Nash Bridges“, sehr viel Live-Cam vom Lieblings-Storchennest und eine Doku der Tierfilmer Hans Schweiger und Ernst Arendt aus dem Jahr 1979 „Alltag der Spatzen/Tiere vor der Kamera“. Ich mag die Beiden sehr, nicht zuletzt wegen ihrer humorvollen und liebevollen Kommentare über die gefilmten Viecherln. – Die NDR-Talkshow – das ist normalerweise nicht so mein Ding, aber diesmal war die Sendung richtig interessant. Allein schon Ingo Zamperoni und Philip Awounou, Thomas Helmer, der Richter und Buchautor Thorsten Schleif, die „Hamburger Goldkehlchen“ – 70 Mann und keiner kann singen! 🙂 – waren das Einschalten wert.
Gelesen: „Rosen im Asphalt“ von Felicitas Fuchs. Wird von vielen Leser:innen gelobt, mich überzeugt dieses Buch jedoch leider nicht. Die beiden Frauen – Irmi und Linda – deren Schicksale über vier Jahrzehnte erzählt werden, gehen mir nicht so recht unter die Haut. Das liegt für mich am Schreibstil, der mir manchmal ziemlich oberflächlich erscheint, auch an der Erzählweise – oft geschieht im Umfeld der Beiden Tragisches und Spannendes – und dann ist auf einmal das Kapitel zu Ende und beim nächsten werden gleich mehrere Jahre übersprungen, ohne dass näher auf die vorigen Handlungen eingegangen wird. In die Handlung eingeflochten sind bemerkenswerte Ereignisse der deutschen Geschichte seit Mitte der fünfziger Jahre, auch oft nur stichpunktartig und eher oberflächlich. Für mich ist diese „Melange“ aus Roman und Geschichtsbuch nicht wirklich gelungen.
Gelernt: Wie oft nix Gscheits. 😉
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht. Und Ohrring-Verschlüsse.
Gewerkelt: Zusammen mit der Haushaltshilfe habe ich am Montag die Bude sauber gemacht.
Geschlafen: In letzter Zeit viel zu viel.
Geträumt: Viel, bunt und lebhaft.
Geplant: Dienstag habe ich einen Termin bei der Lieblings-Haarkünstlerin, dann möchte ich auf den Bauernmarkt, und endlich auch mal wieder ein Stück der Isar entlang spazieren. Am 13. und 14. ist Stadtgründungsfest und Hofflohmarkt in Haidhausen. Beides möchte ich mir nicht entgehen lassen. Ansonsten leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
… geht nun schon in die sechste Runde. Und wie stets danke ich @Royusch für dieses schöne Blogprojekt…
… HABICHTSKAUZ…
… Dieses Schlüsselwort habe ich Anfang des Jahres gewählt. Und bei meiner kleinen Würfelei zeigte sich nach schwungvollem Wurf eine Vier. Bildhaft umzusetzen ist also diesmal der vierte Buchstabe, das „i“. War nicht ganz leicht, doch nach zwei Tagen Hin- und Herüberlegen hatte ich die rettende Idee 😉 :…
ISIS
… ist eine Göttin der ägyptischen Mythologie, die himmlische Muttergestalt der Wiedergeburt, der Geburt und der Magie, sowie die Schutzherrin und Bewacherin aller Wesen, die leiden oder in großer Sorge sind. Sie war die Frau – und Schwester – des Gottes Osiris, Herrscher über die Unterwelt, über Tod und Wiedergeburt und Vorsitzender des Totengerichts. Als er von seinem eifersüchtigen Halbbruder Seth getötet und zerstückelt worden war, setzte Isis seine in alle Winde verstreuten Teile wieder zusammen und erweckte ihn erneut zum Leben. Beider Sohn Horus wurde von Isis in den Nilsümpfen versteckt, bis er alt genug war, von Seth den Thron des Vaters zurück zu fordern. Die Kämpfe dauerten achtzig Jahre, bis Horus schließlich als Sieger hervorging…
… Im Münchner Staatlichen Museum ägyptischer Kunst gibt es eine schöne Statue der Isis, dargestellt mit der Sonnenscheibe und Kuhhörnern auf dem Kopf, auf dem Schoß sitzt ihr Sohn Horus. Man geht davon aus, dass Abbildungen dieser Art später quasi als Vorlage vieler Darstellungen der Gottesmutter Maria mit ihrem Sohn Jesus dienten…
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… Ich wünsche euch ein schönes und erholsames Wochenende!…
… Nadel – trist – prägnant – das sind die drei Begriffe, die es diesmal in eine Geschichte von grade mal einhundert Worten Länge einzubauen gilt…
Sie hatte es sich mit ihrem Nähzeug in der Wohnküche bequem gemacht. Mit rhythmischen Bewegungen glitt die lange Stopfnadel dahin und schloss allmählich das Loch in der Ferse einer dicken Socke. Handarbeiten wie Nähen, Stricken, Häkeln und Stopfen erfreuten sich nun, da immer mehr Menschen von Armut betroffen waren, einer Renaissance.
Nadja ließ kurz die Hände in den Schoß sinken und starrte durchs Fenster. Das triste, neblige Wetter spiegelte ihre niedergeschlagene Stimmung wieder. Dutzende Bewerbungen hatte sie in diesem Jahr schon geschrieben, ohne Erfolg. Ein Mann mit einem prägnanten, asketischen Raubvogelgesicht ging draußen vorüber und ihre Blicke trafen sich kurz…
… So eine kleine Halsmassage tut gut und wirkt vorbeugend gegen ein Doppelkinn… 😉
… Aufgenommen habe ich dieses herzige Foto zweier junger Kühe während einer schönen Wanderung durch das Klausbachtal im Berchtesgadener Land. Und in die Mediathek hochgeladen habe ich es am 1. Juni 2023… 😉
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… Habt einen guten Start in die neue Woche, ihr Lieben!…
Gefreut: Über eine weitere kleine Wanderung entlang des Isar-Ostufers. Daraus ist nun eine Serie von Blogposts entstanden, die ich in der nächsten Zeit gerne noch um einige Folgen erweitern würde.
Darüber, dass ich mit meinem monatlichen Budget wider Erwarten und trotz einiger nicht eingeplanter Ausgaben so gut über die Runden gekommen bin.
Und auch darüber, dass meine leichten, orthopädischen Sommerschuhe noch passen. Damit läuft es sich bei hohen Temperaturen schon wesentlich leichter als mit den rundum geschlossenen Tretern.
Und über einen schönen kleinen Ausflug in die Spargel- und Lenbachstadt Schrobenhausen.
Geärgert: Nur über Kleinigkeiten.
Gedacht: Wie ist das schön, dass man in einem Live-Chat Personen blockieren kann, mit denen man trotz bester Absichten auch nach einer geraumen Weile nicht zurecht kommt. Ich weiß, dass ich manchmal eine recht kurze Zündschnur habe, und auf diese Weise erspare ich den Anderen nun eine unschöne Auseinandersetzung.
Am liebsten würde ich ja die Idee aktiv weiterverfolgen, die ich neulich hatte: Eine Wanderung entlang der Isar von der Mündung bis zur Quelle. Aber das geht ja nun leider, leider aus körperlichen Gründen nicht.
Diese Hitze! Die tut mir mittlerweile gar nicht mehr gut. Ich hatte vergangene Woche zwei Tage, an denen ich es mir lieber in der relativ kühlen Bude gemütlich machte, und nicht nach draußen ging.
Gefragt: Wäre es denn nicht besser, die FDP würde auch weiterhin in der politischen Versenkung bleiben?
Gewundert: Da spazierte ich nun am Dienstag in der Spargelstadt Schrobenhausen kreuz und quer durch durch die Straßen und Gassen – und stieß nur auf einen einzigen Obst- und Gemüseladen, der Spargel feil bot – und der war gegen zwei Uhr nachmittags bereits ausverkauft. Aber ich vermute mal, dass das an den beiden Wochenmarkttagen Donnerstag und Samstag schon ganz anders aussieht.
Gelitten: Erfreulicherweise an nichts, außer dass ich der Hitze wegen recht unruhig geschlafen habe. – Doch – ein bisschen an Herzeleid, weil die Altstörchin im Nest von Kolbermoor am Mittwoch Abend das jüngste und kleinste Küken aus dem Nest geworfen hat. Xaverl, so haben wir ihn genannt, ist im Abstand von drei Tagen zu seinen Geschwistern geschlüpft und hätte den Rückstand an Größe und Gewicht nie und nimmer aufholen können. Dass Mama Storch ihn unversehens am Schlafittchen gepackt und quasi „entsorgt“ hat, mutet sehr hart an, aber wahrscheinlich hat sie dem Kleinen dadurch eine lange Leidenszeit erspart. Und ich war mal wieder diejenige, die das live mit angesehen hat – das ging wieder so schnell, dass ich nicht rechtzeitig wegklicken konnte.
Genervt: Von der Hitze. Und so manchen Zeitgenoss:innen, die das noch immer nicht begriffen haben bzw. begreifen wollen, dass diese unzeitig hohen Temperaturen Auswirkungen des Klimawandels sind.
Gewesen: In Schrobenhausen, an der Isar, im Lieblings-Discounter, im Viertel unterwegs.
Getroffen: Eine Nachbarin, die seit siebenunddreißig Jahren ständig darüber schimpft, wie ungern sie hier leben würde, wie teuer die Miete sei – wir zahlen als Altmieter:innen nur ungefähr die Hälfte von dem, was die Neumieter:innen mittlerweile für eine Zweizimmerwohnung hinblättern müssen! – und dass sie am liebsten sofort ausziehen würde, wenn sie sich das leisten könnte. 🙂
Gesucht: Bei der Fahrplanauskunft der DB nach der besten Verbindung nach Schrobenhausen.
Gefunden: Yepp. Hat prima geklappt, und die Fahrzeit betrug auf der einfachen Strecke nur knapp eineinhalb Stunden.
Gelacht: Aber ja.
Geweint: Ein paar Tränen habe ich für das kleine, tapfere Storchenkind verdrückt, das so früh sterben musste.
Gegessen: „Quietschkäse“ (Halloumi) mit Kartoffeln und Mischgemüse, Eiernudeln, Lachsforellenfilet mit Kartoffeln und Ruccola-Salat, gebratene Hähnchenschenkel mit gemischtem Salat, einige Schalen Erdbeeren, viel frisches Obst und Gemüse, Müsli.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen sehr aromatischen Silvaner.
Gehört: Einen gar feinen Oldie aus den Achtzigern:
Gesehen: Wieder sehr viel Live-Geschehen im Storchennest Kolbermoor, einige Tier-Dokus, einige Folgen „Nash Bridges“, hin und wieder die Nachrichten.
Gelesen: „Eine Spur von Verrat“ von Anne Perry aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in London handelnden Serie rund um den ehemaligen Inspektor und Privatermittler William Monk. Das ist erschütternd zu lesen, wie damals mit den Themen sexueller Missbrauch von Kindern und Frauen umgegangen wurde! Die Rechte Minderjähriger und von Frauen waren im viktorianischen Zeitalter noch so gut wie gar nicht vorhanden. Und so was wie Inzucht und die mehrfache Vergewaltigung von Kindern wurde vor allem in der gehobenen Gesellschaft geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Ein Meisterwerk ist dieser Krimi nicht, aber er ging mir beim Lesen bisweilen sehr unter die Haut.
Gelernt: Wieder einiges über Störche. In einem Artikel des Max-Planck-Instituts habe ich gelesen, dass die schönen Schreitvögel zwar nur durchschnittlich sehen und hören können, allerdings einen geradezu phänomenalen Geruchssinn haben. Sie können z. B. den Duft einer frisch gemähten Wiese noch in ca. 25 Kilometern Entfernung wahr nehmen.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Unter anderem habe ich Schmuck aussortiert. Vor einigen Jahren habe ich sehr viel davon geerbt, und ich trage kaum Geschmeide. Nächste Woche möchte ich deshalb den ganzen Modeschmuck als Spende zum nahen Oxfam-Laden bringen.
Geschlafen: Der Hitze wegen ziemlich unruhig und auch schlecht. Bin schon froh, dass es demnächst wieder mal für eine Weile abkühlen wird.
Geträumt: Viel und lebhaft, leider ist mir nichts in Erinnerung gebleiben.
Geplant: Am Montag kommt die Haushaltshilfe, da werde ich wieder ein bisserl herumstöbern. Dienstag möchte ich auf den Wochenmarkt. Und vielleicht auch wieder ein wenig an der Isar spazieren, falls das Wetter mitspielt.
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund! 🙂
… Als ich den schönen alten Gassenhauer „In der Bar zum Krokodil“, im Jahr 1928 ursprünglich für die legendären Comedian Harmonists komponiert und getextet, zum ersten Mal hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich glaube, es war während einer der regelmäßig die Straßen leer fegenden Samstagabend-Shows, der „Goldene Schuss“ oder „Einer wird gewinnen“. Ich war wohl so um die acht, neun Jahre alt, und schmetterte danach sehr oft und sehr laut aus voller Kehle von morgens früh bis abends spät den frechen, witzigen Text, und ging damit der Familie nach einer Weile ganz gehörig auf die Nerven… 😉
… Die optische Qualität des Videos lässt zu wünschen übrig – aber mir gefällt die Interpretation von Max Raabe am besten von all den vielen Variationen, die ich mir gestern Abend noch zu Gemüte geführt hatte – und natürlich habe ich beim Auswählen fleißig und ganz laut mitgeträllert 😉 :…
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… Ich wünsche euch ein schönes und beschwingtes Wochenende!… 😀
… Ich war an der Wittelsbacher Brücke angelangt. Viele Jahre lang hatte sich unter den Brückenbögen ein Lager von Obdachlosen befunden, mit altem Mobiliar wie Betten, Sofas und Kommoden den Umständen entsprechend „wohnlich“ eingerichtet. Nachdem im Juni 2016 der Bereich wegen drohendem Hochwasser zum ersten Mal vorübergehend geräumt werden musste, entschied man sich im Winter 2018 aus humanitären Gründen sowie der Gefahr drohender Kälte und einiger Lagerbrände, denen wie durch ein Wunder niemand zum Opfer gefallen war, dazu, die kleine Schar der Wohnungslosen umzusiedeln…
… Nur einen Steinwurf von der Wittelsbacher Brücke entfernt, an der Südseite des Schyrenplatzes, steht seit 1847 das Standl, der älteste Kiosk Münchens, im Schatten stattlicher, alter Bäume. In jenen längst vergangenen Tagen gab es dort, wo nun ein Sportplatz und das Schyrenbad sich befinden, eine Pferderennbahn und der kleine Holzbau wurde ursprünglich als Mautstelle errichtet…
… Lange Zeit moderte das Standl vor sich hin, bis der gelernte Koch André Löwig im Jahr 2005 den Kiosk übernahm. Seitdem brummt der Laden im Sommer. Bier, Steckerleis und Currywurst mit Peperoni aus dem eigenen Garten zu günstigen Preisen sind immer noch die Renner und ziehen Spaziergänger, Touristen, Radfahrer und Einheimische aus dem nahen Viertel Giesing an. Löwig hat ein großes Herz für Obdachlose, arme, Flaschen sammelnde Rentner:innen, Arbeitslose sowie für die Senior:innen eines benachbarten Altersheim, die sich bei ihm immer gerne zum Ratschen oder Spielen treffen…
… Seit einigen Jahren steht das Standl unter Denkmalschutz. Bis heute verfügt es über keinen eigenen Wasseranschluss. Der Zahn der Zeit nagt an dem Holzhäuserl, zu reparieren gibt es immer was. Hilfe bekommt André Löwig von vielen seiner Stammgästen, von den armen Leuten, die ihre Zechen anschreiben lassen dürfen und sie dann so nach und nach gerne abarbeiten…
… Nur einen Steinwurf entfernt, auf der nördlichen Seite des Schyrenplatzes, liegt ein weiterer Münchner Kult-Kiosk. Wann er errichtet wurde, konnte ich leider nicht herausfinden, aber Fakt ist, dass die Bude zum Jahrtausendwechsel ziemlich heruntergekommen und baufällig war. Dann wurde sie von Cornelia und Gundolf Straub erworben und restauriert und bekam von den Beiden den gar herrlichen Namen „Isarwahn“ verpasst. Damals wurde noch selbstgemachter Erbseneintopf für 2,70 pro Portion serviert, und die Tasse Kaffee kostete 1,70 Euronen…
… Vor zwei Jahren fand ein Besitzerwechsel statt, zugleich stand das Fortbestehen des „Isarwahns“ aufgrund eines fehlenden Abwasserkanals eine Zeitlang sehr auf der Kippe. Letztendlich konnten sich Maximilian Heisler und Carsten Frey jedoch zum Glück mit der Stadt München einigen…
… Die Preise sind seitdem natürlich ordentlich gestiegen, Erbseneintopf wird nicht mehr angeboten, und auch das Klientel hat sich im Laufe der Jahre merklich gewandelt. Hier verkehrt ein im Vergleich zum Standl gegenüber durchschnittlich ein schon mehr gehobeneres Publikum. Viele Leut‘, die bei Film, Funk und Fernsehen beschäftigt sind, zählen nebst einigen Promis zu den Stammgästen. Überkandidelt geht es im „Isarwahn“ aber zum Glück nicht zu, auch wenn die Prosecco- und Sprizz-Genießer:innen überwiegen… 😉
… In der Nachbarschaft dieses Kult-Kiosks tritt einer der vielen großenteils unterirdisch verlaufenden Münchner Stadtbäche, der Auer Mühlbach, ans Tageslicht. Er schlängelt sich ca. sieben Kilometer weit entlang des Hochufers, bis er nahe des Karl-Müllerschen Volksbades in die Isar mündet…
… Die Sonne glühte am Himmel, die Temperatur hatte die 30°-Marke schon längst geknackt an diesem schon hochsommerlichen Maitag, doch der Fußweg verläuft großenteils durch den dicht bewaldeten Park. Obwohl ich schon eine für mich sehr respektable Strecke zurückgelegt hatte, war ich noch guten Mutes und beschwerdefrei unterwegs…
… Eine Lücke tat sich im Blattwerk auf, am gegenüber liegenden Isarufer sah ich St. Maximilian aufragen, die Pfarrei des weit über die Grenzen Münchens hinweg bekannten Rainer Maria Schießler. Auf der diesseitigen Uferbank tobte das Leben, auf dem letzten Stück des Flauchers, der sich ja vom Tierpark in Thalkirchen bis zur Reichenbachbrücke erstreckt, wuselte es nur so von Sonnenanbeter:innen…
… Blick von der Reichenbachbrücke aus die Isar entlang zurück gen Süden…
… Meine Wanderung beschl0ß ich bei einem weiteren Münchner Kultkiosk an der Isar. Der „Kiosk an der Reichenbachbrücke“ existiert seit 1904 und bietet nebst sage und schreibe 300 Biersorten ein höchst umfangreiches Sortiment feil, das kaum Wünsche offen lässt: kalte und warme Brotzeiten (die Leberkässemmel ist legendär!), Steckerleis und Kultgetränke, Kaffee und Kuchen sowie Hygieneartikel. Zudem ist er seit einigen Jahren rund um die Uhr geöffnet. Das Publikum ist bunt gemischt – von den Fahrer:innen der Tiertransporte zum Schlachthof, die eine kurze Kaffepause einlegen über feierwütige Nachtschwärmer:innen allen Alters, Früh- und Spätsportler:innen und Kirchgänger:innen der nahen St. Maximilians Kirche bis hin zu den üblichen „A-dabeis“ und Promis, und was sich dafür zu halten pflegt… 😉
… Ich wartete ein Weilchen an der nahen Trambahnhaltestelle und ließ mich dann gepflegt nach Hause schaukeln, glücklich, voller Eindrücke und sehr mit mir zufrieden…
… Weil mir dieser Isarspaziergang so gut getan und so sehr gefallen hat, habe ich mir ein paar Tage Ruhe gegönnt, und ihn dann fortgesetzt. Die nächste Etappe geht ganz bestimmt demnächst online… 😉
… Dieses Bild eines kreisenden Raubvogels – Habicht, denke ich mal – und viele andere Fotos habe ich am 28. Mai 2023 während einer schönen Wanderung in der Umgebung des oberbayrischen Storchendorfs Raisting nahe des Ammersees gemacht…
… Das ist ein ganz besonderes Kleinod am Isarufer, nur wenige Gehminuten von der Wittelsbacher Brücke entfernt. Das kleine, grünlackierte, schmiedeeiserne und recht unauffällige Tor, welches man leicht übersehen kann, bietet Einlass zu einem bezaubernden, schönen Refugium mitten in der großen Stadt…
…Der Rosengarten entstand aus der im Jahr 1901 gegründeten Baumschule Bischweiler. Er wurde 1955 zu dem Zweck angelegt, herauszufinden, welche Rosensorten am besten für Zierbeete und Grünanlagen in der Stadt geeignet wären. Zwischen 1986 und 1989 wurde er noch einmal umgestaltet. Mittlerweile gibt es dort an die 200 verschieden Arten von Rosen und vielerlei anderes Geblümtes, herrlich alte, knorrige Bäume, die an heißen Tagen großzügig Schatten spenden, eine Liegewiese, ein kleines, munter sprudelndes Bächlein, und einen sehr interesanten Schaugarten für Giftpflanzen. Auf weißen Stühlen oder einer der vielen Sitzbänke kann man es sich hier gemütlich machen, die Stille, das Treiben der Bienen und Hummeln und den Duft der geöffneten Blüten genießen und die Seele baumeln lassen…
… Als ich auf meinem Spaziergang dort einkehrte, blühte noch nicht allzu viel. Aber für eine Handvoll Impressionen reicht das Geknipste allemal:…
… Ich wünsche euch einen guten und möglichst stressfreien Tag!…