Gefreut: Über eine weitere kleine Wanderung entlang des Isar-Ostufers. Daraus ist nun eine Serie von Blogposts entstanden, die ich in der nächsten Zeit gerne noch um einige Folgen erweitern würde.
Darüber, dass ich mit meinem monatlichen Budget wider Erwarten und trotz einiger nicht eingeplanter Ausgaben so gut über die Runden gekommen bin.
Und auch darüber, dass meine leichten, orthopädischen Sommerschuhe noch passen. Damit läuft es sich bei hohen Temperaturen schon wesentlich leichter als mit den rundum geschlossenen Tretern.
Und über einen schönen kleinen Ausflug in die Spargel- und Lenbachstadt Schrobenhausen.
Geärgert: Nur über Kleinigkeiten.
Gedacht: Wie ist das schön, dass man in einem Live-Chat Personen blockieren kann, mit denen man trotz bester Absichten auch nach einer geraumen Weile nicht zurecht kommt. Ich weiß, dass ich manchmal eine recht kurze Zündschnur habe, und auf diese Weise erspare ich den Anderen nun eine unschöne Auseinandersetzung.
Am liebsten würde ich ja die Idee aktiv weiterverfolgen, die ich neulich hatte: Eine Wanderung entlang der Isar von der Mündung bis zur Quelle. Aber das geht ja nun leider, leider aus körperlichen Gründen nicht.
Diese Hitze! Die tut mir mittlerweile gar nicht mehr gut. Ich hatte vergangene Woche zwei Tage, an denen ich es mir lieber in der relativ kühlen Bude gemütlich machte, und nicht nach draußen ging.
Gefragt: Wäre es denn nicht besser, die FDP würde auch weiterhin in der politischen Versenkung bleiben?
Gewundert: Da spazierte ich nun am Dienstag in der Spargelstadt Schrobenhausen kreuz und quer durch durch die Straßen und Gassen – und stieß nur auf einen einzigen Obst- und Gemüseladen, der Spargel feil bot – und der war gegen zwei Uhr nachmittags bereits ausverkauft. Aber ich vermute mal, dass das an den beiden Wochenmarkttagen Donnerstag und Samstag schon ganz anders aussieht.
Gelitten: Erfreulicherweise an nichts, außer dass ich der Hitze wegen recht unruhig geschlafen habe. – Doch – ein bisschen an Herzeleid, weil die Altstörchin im Nest von Kolbermoor am Mittwoch Abend das jüngste und kleinste Küken aus dem Nest geworfen hat. Xaverl, so haben wir ihn genannt, ist im Abstand von drei Tagen zu seinen Geschwistern geschlüpft und hätte den Rückstand an Größe und Gewicht nie und nimmer aufholen können. Dass Mama Storch ihn unversehens am Schlafittchen gepackt und quasi „entsorgt“ hat, mutet sehr hart an, aber wahrscheinlich hat sie dem Kleinen dadurch eine lange Leidenszeit erspart. Und ich war mal wieder diejenige, die das live mit angesehen hat – das ging wieder so schnell, dass ich nicht rechtzeitig wegklicken konnte.
Genervt: Von der Hitze. Und so manchen Zeitgenoss:innen, die das noch immer nicht begriffen haben bzw. begreifen wollen, dass diese unzeitig hohen Temperaturen Auswirkungen des Klimawandels sind.
Gewesen: In Schrobenhausen, an der Isar, im Lieblings-Discounter, im Viertel unterwegs.
Getroffen: Eine Nachbarin, die seit siebenunddreißig Jahren ständig darüber schimpft, wie ungern sie hier leben würde, wie teuer die Miete sei – wir zahlen als Altmieter:innen nur ungefähr die Hälfte von dem, was die Neumieter:innen mittlerweile für eine Zweizimmerwohnung hinblättern müssen! – und dass sie am liebsten sofort ausziehen würde, wenn sie sich das leisten könnte. 🙂
Gesucht: Bei der Fahrplanauskunft der DB nach der besten Verbindung nach Schrobenhausen.
Gefunden: Yepp. Hat prima geklappt, und die Fahrzeit betrug auf der einfachen Strecke nur knapp eineinhalb Stunden.
Gelacht: Aber ja.
Geweint: Ein paar Tränen habe ich für das kleine, tapfere Storchenkind verdrückt, das so früh sterben musste.
Gegessen: „Quietschkäse“ (Halloumi) mit Kartoffeln und Mischgemüse, Eiernudeln, Lachsforellenfilet mit Kartoffeln und Ruccola-Salat, gebratene Hähnchenschenkel mit gemischtem Salat, einige Schalen Erdbeeren, viel frisches Obst und Gemüse, Müsli.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen sehr aromatischen Silvaner.
Gehört: Einen gar feinen Oldie aus den Achtzigern:
Gesehen: Wieder sehr viel Live-Geschehen im Storchennest Kolbermoor, einige Tier-Dokus, einige Folgen „Nash Bridges“, hin und wieder die Nachrichten.
Gelesen: „Eine Spur von Verrat“ von Anne Perry aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in London handelnden Serie rund um den ehemaligen Inspektor und Privatermittler William Monk. Das ist erschütternd zu lesen, wie damals mit den Themen sexueller Missbrauch von Kindern und Frauen umgegangen wurde! Die Rechte Minderjähriger und von Frauen waren im viktorianischen Zeitalter noch so gut wie gar nicht vorhanden. Und so was wie Inzucht und die mehrfache Vergewaltigung von Kindern wurde vor allem in der gehobenen Gesellschaft geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Ein Meisterwerk ist dieser Krimi nicht, aber er ging mir beim Lesen bisweilen sehr unter die Haut.
Gelernt: Wieder einiges über Störche. In einem Artikel des Max-Planck-Instituts habe ich gelesen, dass die schönen Schreitvögel zwar nur durchschnittlich sehen und hören können, allerdings einen geradezu phänomenalen Geruchssinn haben. Sie können z. B. den Duft einer frisch gemähten Wiese noch in ca. 25 Kilometern Entfernung wahr nehmen.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Unter anderem habe ich Schmuck aussortiert. Vor einigen Jahren habe ich sehr viel davon geerbt, und ich trage kaum Geschmeide. Nächste Woche möchte ich deshalb den ganzen Modeschmuck als Spende zum nahen Oxfam-Laden bringen.
Geschlafen: Der Hitze wegen ziemlich unruhig und auch schlecht. Bin schon froh, dass es demnächst wieder mal für eine Weile abkühlen wird.
Geträumt: Viel und lebhaft, leider ist mir nichts in Erinnerung gebleiben.
Geplant: Am Montag kommt die Haushaltshilfe, da werde ich wieder ein bisserl herumstöbern. Dienstag möchte ich auf den Wochenmarkt. Und vielleicht auch wieder ein wenig an der Isar spazieren, falls das Wetter mitspielt.
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund! 🙂

9 Kommentare zu “Mein Wochenrückblick…”
gefreut – und mich hat es gefreut, dich lesend auf diesen Isar-Spaziergängen zu begleiten.
LG
Vielen Dank! Das ist ein Ansporn für mich, mit dieser Serie weiter zu machen. 🙂
Liebe Grüße!
Das würde mich freuen, wenn ich noch mehr solcher Beiträge von dir lesen würde :-)!
LG
Schrobenhausen ist notiert. Da fahr ich auch mal hin
Am besten am Donnerstag oder Samstag. Da ist Wochenmarkt.
So verschieden ist das. „Meine“ Weißkopfadler können zwar hervorragend sehen, aber ihr Geruchsinn ist schlecht. Das ist vielleicht auch gut so, denn manchmal horten sich erjagte Fische in der Nestecke, der Speisekammer, in der Kalifornischen Sonne. Ich möchte da nicht schnuppern wollen.
Es ist traurig, was du gesehen hast, aber ich glaube, die Tiere wissen, wann so etwas nötig ist.
Ich freue mich sehr, dass du gut unterwegs warst an der Isar. Solche Ausflüge wünsche ich dir noch ganz, ganz viele.
Ich grüße dich herzlich, liebe Martha.
Ja, so hat jede Tierart ihre ganz eigenen Besonderheiten und Fähigkeiten. – Bei deiner Beschreibung bin ich jetzt wirklich froh, dass ich kein Weißkopfadler bin. 😉
Davon bin ich überzeugt. Das geschah ja nicht aus Bosheit oder Grausamkeit, es war eine instinktgesteuerte Tat.
Danke, das ist lieb von dir! 🙂 Diese Spaziergänge waren eine reine Wohltat, und ich habe auch noch viel gelernt dabei.
Ich grüße dich ganz herzlich zurück, liebe Gudrun.
Da hast du ja eine gute Woche gehabt.
Es freut mich, dass dir Schrobenhausen gut gefallen hat. Meine dort lebende Freundin holt sich ihren Spargel immer direkt von einem Bauernhof!
Deine Isarspaziergänge sind sehr schön und ich freue mich auf Fortsetzungen!
LG Christa
Ja, und das hat sehr gut getan!
Ich möchte demnächst noch einmal nach Schrobenhausen, und zwar entweder Donnerstag oder Samstag, wenn Wochenmarkt ist.
Das freut mich, dass dir meine Abstecher an die Isar gefallen. 🙂 Demnächst geht es damit weiter.
Liebe Grüße!