Gefreut: Oh ja! đ Ăber die neuen Lichtschutz- und WĂ€rmeisolier-VorhĂ€nge im Schlafzimmer. Sie bestehen aus mehreren Schichten, die AuĂenseite ist hell, die Innenseite dunkelbraun, und die Temperatur im Raum ist jetzt sehr angenehm, obwohl dort von in aller HerrgottsfrĂŒh bis in den Nachmittag die pralle Sonne auf die groĂe Fensterfront scheint.
Ăber den neu erworbenen Ventilator, der mir nach etlichen Verzögerungen am Freitag endlich zugestellt wurde. Der Zusammenbau war schon eine ordentliche Pfriemelei. Aber nun steht das Ding und funktioniert, und der sanfte kĂŒhle Luftstrom fĂŒhlt sich sehr gut an.
Ăber viel schöne und richtig gute Live-Musik und schöne Begegnungen und Beobachtungen bei Swinging Prien, dem Musikfestival am Chiemsee.
GeĂ€rgert: Bei der RĂŒckfahrt von Prien am Samstag Abend hatte der Regionalzug fast eine Stunde VerspĂ€tung, der Grund war anscheinend ein Böschungsbrand irgendwo auf der Strecke zwischen Salzburg und MĂŒnchen. Als der Zug am MĂŒnchner Hauptbahnhof eintraf, quoll der Bahnsteig von der wartenden Menschenmasse, die Richtung Salzburg wollte, schier ĂŒber. Kaum hatten sich die TĂŒren geöffnet, begann die Meute sehr aggressiv, einander rempelnd und stoĂend, in den Zug zu strömen, ohne jegliche RĂŒcksicht darauf, dass wir Passagiere aussteigen wollten. Nach einigen Augenblicken Panik, in denen ich an der TĂŒr stehend befĂŒrchtete, ĂŒber den Haufen gerannt zu werden, packte mich die Wut und ich bellte im Kasernenhofton: „Himmelherrgottsakrament, habt ihr denn alle den Verstand verloren! Verdammt noch mal, lasst doch zuerst mal in Ruhe die Leut‘ aussteigen, der Zug fĂ€hrt euch schon nicht davon!“ Mir kommt es immer noch wie ein Wunder vor, dass daraufhin die rĂŒcksichtslos vorwĂ€rts DrĂ€ngenden innehielten, sich kurz besannen und dann gehorsam zur Seite traten, damit wir aus dem Zug konnten…
Gedacht: So etwas wie am Samstag Abend am MĂŒnchner Hauptbahnhof hatte ich noch nie erlebt, und ich hoffe, dass ich das nicht noch einmal durchmachen muss. Es war schier traumatisierend! Was ist nur in diese Menschen gefahren, dass sie dermaĂen rĂŒcksichts- und besinnungslos agierten! An einer der TĂŒren habe ich fassungslos beobachtet, wie eine mit riesigem Rucksack bepackte Frau allen Ernstes versuchte, ĂŒber einen Schwerbehinderten hinweg zu klettern, der in seinem groĂen Elektro-Rollstuhl die TĂŒr blockierend auf den Zugbegleiter wartete, damit dieser die Rampe auslegte.
Gefragt: Seid ihr allesamt mit Ăberschallgeschwindigkeit durch die gute Kinderstube geschossen worden bzw. habt ihr ĂŒberhaupt so etwas gehabt?
Gewundert: DarĂŒber, wie schnell sich angeblich zivilisierte Zeitgenoss:innen wegen nichts und wieder nichts in völlig rĂŒcksichtslose Zombies verwandeln können.
Gelitten: Ich habe zur Zeit auf den Augenlidern mal wieder einen Neurodermitis-Schub. Die Cortison-Salbe hilft zwar, trocknet aber die empfindliche Haut ziemlich aus, und das juckt und zwickt dann trotz gewissenhaftem Eincremen immer ein wenig.
Genervt: Vom der RĂŒckfahrt per Bahn von Prien nach MĂŒnchen. Ich hĂ€tte auf mein inneres Stimmchen hören sollen, das mir weise vorschlug, einen spĂ€teren Zug zu nehmen und noch ein StĂŒnderl das Musikfestival zu genieĂen.
Gewesen: Im Lieblings-Discounter, auf dem Bauernmarkt, ein wenig durchs Viertel spazieren und auf dem Musikfestival Swinging Prien am Chiemsee.
Getroffen: Eine alte Nachbarin, die mir seit zwanzig Jahren schon erzĂ€hlt, dass sie sich bei der nĂ€chsten Mieterhöhung umbringen wird. Und einen jungen und sehr freundlichen Nachbarn, der mir das Packerl, das der Zusteller vom Götterboten-Paketdienst mal wieder in den Hausflur geschmissen hat, an die WohnungstĂŒr brachte.
Gesucht: Ein VerlÀngerungskabel. Das Kabel vom Ventilator ist zu kurz, um das Ding sinnvoll im Schlafzimmer platzieren zu können.
Gefunden: Ja, aber auch das ist mir zu kurz.
Gegessen: Frische Forelle gebraten, die war so groĂ, dass ich sie zerteilen musste, damit sie in die Pfanne passte. Reiberdatschi (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus. RĂŒhrei und dazu eine Schinkensemmel. Heringsfilets in Sahnesauce mit Kartoffeln. Selbst gebautes MĂŒsli. Jede Menge diverser Melonen, BeerenfrĂŒchte aller Art und anderes Obst und GemĂŒse wie ĂŒblich in rauen Mengen.
Getrunken: Wasser, Tee, Orangensaft.
Gehört: Oooooh, so viel schöne und gute Musik am Samstag in Prien!
Gesehen: Wieder diverse RoadTrips, die meisten davon entlang der Mother Road Route 66. Was ich an dem YouTube-Kanal RVerTV so mag ist, dass der Betreiber ein sehr gutes GespĂŒr fĂŒr die originellen und anrĂŒhrenden Kleinigkeiten abseits der groĂen Wege und StĂ€dte hat. Eine FĂŒhrerstandsmitfahrt im Zug von Garmisch-Partenkirchen nach Reutte in Tirol – das muss ich unbedingt mal nachfahren! Eine richtig interessante und schöne Tierdoku auf arte ĂŒber GĂ€nse!
Gelesen: Fertig gelesen habe ich „Damaskus Station“ von David McCloskey (Ăbersetzer: Michael Benthack). Mag sein, dass dieser Spionagethriller ĂŒberwiegend gute Kritiken bekommen hat, aber wenn Gehirn, Eingeweide, Blut und Knochen des Ăfteren durch die Gegend spritzen und Foltermethoden recht detailliert beschrieben werden, dann ist das nichts fĂŒr mich. Einige Male wollte ich die LektĂŒre schon aufgeben, habe mich aber dann doch bis zum Ende durchgequĂ€lt. AuĂerdem wimmelt die deutsche Ăbersetzung nur so von Tipp- und Grammatikfehlern, da hat man sich wohl das Lektorat erspart.
Gelernt: Wie oft wieder mal nix Gscheits.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Das Zusammenbauen des Standventilators hat mich eine geraume Weile ordentlich beschĂ€ftigt und mir etliches Geduld abverlangt, denn die statt einer Montageanleitung beigefĂŒgte Zeichnung war recht klein und zudem ziemlich schwierig zu deuten.
Geschlafen: Recht unruhig.
GetrĂ€umt: Unter vielem anderem einen ganz furchtbaren Albtraum: Der Söder war mein Chef, und ich wurde von jemandem von der Presse befragt, wie er denn so sei. Und ich gab zur Antwort, dass er zwar seine schwierigen Momente hĂ€tte, aber als Mensch schon ziemlich in Ordnung sei… đ€Ł
Geplant: Heute Nachmittag möchte ich einen kurzen Abstecher in die FuĂgĂ€ngerzone machen, zum groĂen ElektrogeschĂ€ft, ein schön langes VerlĂ€ngerungskabel kaufen. FĂŒr Dienstag steht der Bauernmarkt auf dem Programm und dann möchte ich so nach und nach klar Schiff in meiner Bude machen, denn wahrscheinlich bekomme ich am Wochenende Besuch von G. aus Schweinfurt.
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Kommt gut und möglichst unbeschwert durch die neue Woche. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund!