… Gesehen heute Nachmittag während eines ausgedehnten Bummels über den riesigen Flohmarkt auf der Münchner Theresienwiese…
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… Habt einen schönen Samstag Abend!…

Glück ist die Summe schöner Momente
“Liebe Enkelkinder,
ihr seid noch nicht auf der Welt und ich weiß nicht, ob ich euch jemals treffen werde, deshalb hab ich beschlossen, euch diese Nachricht hier aufzuzeichnen, ich befinde mich gerade auf der internationalen Raumstation im Cupola Aussichtsmodul und schaue auf euren wunderschönen Planeten.
Und obwohl ich bis jetzt schon fast ein Jahr im All verbracht habe und an jedem einzelnen Tag da runter geschaut habe, kann ich mich einfach nicht daran satt sehen. Ich weiß, es hört sich für euch vermutlich komisch an, aber zu der Zeit als die ISS gebaut wurde und hier oben im Orbit war, konnte noch nicht jeder Mensch in den Weltraum reisen und die Erde von außen sehen. Vor mir waren es gerade mal um die 500 Menschen. Im Moment leben 7 Milliarden Menschen (mittlerweile sind es acht) auf diesem Planeten. Und nur einige einzelne davon leben im Weltraum. Und wenn ich so auf den Planeten runterschau, dann denke ich das ich mich bei euch wohl leider entschuldigen muss. Im Moment sieht es so aus als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen wird.
Im Nachhinein sagen natürlich immer viele Leute, sie hätten davon nichts gewusst, aber in Wirklichkeit ist es uns Menschen schon sehr klar, dass wir im Moment den Planeten mit Kohlendioxid verpesten, dass wir das Klima zum Kippen bringen, dass wir Wälder roden, dass wir die Meere mit Müll verschmutzen, dass wir die limitierten Ressourcen viel zu schnell verbrauchen und dass wir zum Großteil sinnlose Kriege führen.
Und jeder von uns muss sich da an die eigene Nase fassen und sich überlegen, wohin das gerade führt. Ich hoffe sehr für euch, dass wir noch die Kurve kriegen und ein paar Dinge verbessern können und ich würde mir wünschen, dass wir nicht bei euch als die Generation in Erinnerung bleiben, die eure Lebensgrundlage egoistisch und rücksichtslos zerstört hat.
Ich bin mir sicher, dass ihr die Dinge sehr viel besser versteht als meine Generation und wer weiß, vielleicht lernen wir ja auch noch was dazu. Dass ein Blick von außen immer hilft. Dass dieses zerbrechliche Raumschiff Erde sehr viel kleiner ist als die allermeisten Menschen sich das vorstellen können. Wie zerbrechlich seine Biosphäre ist und wie limitiert seine Ressourcen. Dass es sich lohnt, mit seinen Nachbarn gut auszukommen. Dass Träume wertvoller sind als Geld. Und dass man ihnen eine Chance geben muss. Dass Jungen und Mädchen Dinge genauso gut können, aber dass doch jeder von euch eine Sache hat, die er besser kann als alle Anderen. Dass die einfachen Erklärungen oft die falschen sind und dass die eigene Sichtweise immer unvollständig ist. Dass die Zukunft wichtiger ist als die Vergangenheit und dass man niemals ganz erwachsen werden soll. Dass Gelegenheiten immer nur einmal kommen. Und dass man für Dinge, die es wert sind auch mal ein Risiko eingehen muss. Dass ein Tag, an dem man was Neues entdeckt hat, über seinen Horizont hinaus geschaut hat, ein guter Tag ist.
Ich wünschte mir, ich könnte durch eure Augen in die Zukunft schauen in eure Welt und wie ihr sie seht. Das geht leider nicht und deswegen ist das einzige was mir bleibt zu versuchen, eure Zukunft möglich zu machen. Und zwar die Beste, die ich mir vorstellen kann.
Internationale Raumstation, Kommandant der Expedition 57,
Alexander Gerst, 25. November 2018, 400 Kilometer über der Erdoberfläche

… bei meinen Runden durchs WWW, was für skurrile Scheinargumente gegen E-Autos angeführt werden. Das Gerücht, dass unser Stromnetz zusammenbrechen würde, wenn alle Deutschen ein schadstoffarmes Fahrzeug ihr eigen nenne würden, hält sich da an oberster Stelle. Ich habe das hier schon einmal zur Sprache gebracht. Selbst wenn es 45 Millionen Besitzer:innen von E-Autos geben würde – was ganz wunderbar für unser Klima und die Umwelt wäre, und die Öl-Multis ganz schön dumm dastehen lassen würde! – und diese gleichzeitig die Akkus aufladen würden – was hundertprozentig so gut wie nie der Fall sein würde – würde unser Stromnetz ganz sicher nicht die Grätsche machen. Unsere Netze sind so ausgelegt, dass sie alles abdecken können, was üblicherweise an ihnen hängt. Und das funktioniert seit Jahrzehnten perfekt, und wird immer perfekter. E-Autos werden bald schon durch das sogenannte bidirektionale Laden bei Strommangel sogar die Netze unterstützen. E-Autos sind also Teil der Lösung, und nicht das Problem…
… Noch ein anderes wirres Gerücht ist mir gestern Abend beim Stöbern in Bloggershausen untergekommen: Man könne sich ja nur dann ein E-Auto anschaffen, wenn man ein eigenes Haus besitzen würde. Das hat mich sehr ins Grübeln gebracht, denn in der Münchner Innenstadt nimmt die Zahl der schadstoffarm betriebenen Fahrzeuge stetig zu, obwohl es hier fast nur Mieter:innen bzw. Wohnungseigentümer:innen gibt. Also habe ich ein bisschen nachgeforscht: Man kann sich selbstverständlich auch ein E-Auto zulegen, wenn man nur zur Miete in einer Wohnung lebt oder eine solche besitzt. Seit dem 1. Dezember 2020 sind Vermieter:innen dazu verpflichtet, Mieter:innen die Installation einer Wallbox an einem Stellplatz zu erlauben (gemäß § 554 BGB). Der Einbau der Wallbox kann nicht einfach verboten werden, es sei denn, es liegen berechtigte Gründe wie z. B. Denkmalschutz vor. Nötig ist lediglich eine vorab erteilte schriftliche Zustimmung des/der Vermieter:in. Die Kosten der Installation trägt der/die Mieter:in…
… Es würde in Deutschland noch viel zu wenig Ladesäulen geben. Das ist zumindest in Teilen richtig. Grade in ländlichen Gegenden muss da schon noch ordentlich an der Infrastruktur geschraubt werden. Doch der Ausbau der Ladepunkte schreitet lt. Bundesnetzagentur sogar schneller voran als ursprünglich geplant. An Normalladepunkten gibt es in Deutschland aktuell 147.935, an Schnellladepunkten 50.449…
… Wer solche Märchen in die Welt setzt und weiter verbreitet, um E-Autos und die Energiewende möglichst schlecht dastehen zu lassen, dem tut es nach dem Tanken im Geldbeutel wohl noch nicht weh genug. – Es sieht überhaupt nicht nach einer schnellen Lösung des Konflikts im Nahen Osten aus, und ich denke nicht, dass man die Straße von Hormus so schnell wieder freigeben wird. Was natürlich die Preise für Benzin und Diesel noch weiter in die Höhe treiben wird. – Wenn ihr dann irgendwann feststellen werdet, dass ihr euch zwischen euren Streamingdiensten, die ihr nach Feierabend so gerne nutzt, oder der nächsten Tankfüllung, zwischen Essen, anstehenden Reparaturen oder Autofahren entscheiden und auf eure geplanten Urlaubsreisen verzichten müsst, dann werdet ihr ja vielleicht doch umdenken. Bis dahin wünsche ich euch noch viel Freude mit euren Verbrennern! – Kleiner Fun Fact zum Schluss: Eine Kilowattstunde Strom kostet zur Zeit ca. ein Drittel bis maximal die Hälfte des Preises, der für einen Liter Sprit bezahlt wird. Und Sonne und Wind lassen sich jederzeit nutzen, ohne irgendwelchen irren Staatschefs, Erpressern, Konzernriesen und Kriegsstiftern in den A*** kriechen zu müssen…
Quellen:
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/verkehr/elektromobilitaet/strombedarf-und-netze
https://klimareporter.de/verkehr/quaschning-erklaert-elektroauto-apokalypse
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/start.html
Eine interessante Ergänzung und auch Berichtigung meines Textes durch @Christian Buggisch – vielen Dank dafür!:
Ich sehe das alles genauso 🙂
Nur der Vergleich „1 kWh Strom kostet ein Drittel bis die Hälfte eines Liters Sprit“ ist etwas irreführend. Für Strom zahlt man im Schnitt etwa 0,30–0,40 €/kWh (je nach Lademöglichkeit auch mehr), für Benzin etwa 1,80 €/Liter (aktuell bekanntlich auch mehr). Das entspricht eher einem Verhältnis von 1/5 bis 1/6.
Entscheidend ist aber: Mit 1 kWh kommt man nicht so weit wie mit 1 Liter – sinnvoll ist daher der Vergleich pro Strecke. Ein E-Auto braucht etwa 15–20 kWh/100 km, ein Verbrenner 6–8 Liter. Durch den deutlich besseren Wirkungsgrad fährt man elektrisch in den meisten Fällen trotzdem günstiger.
Beispiel aus meiner Praxis:
Verbrenner: 7 L × 1,80 € = 12,60 € / 100 km
E-Auto: 18 kWh × 0,35 € = 6,30 € / 100 km
Unterm Strich etwa halb so teuer, wobei es bei viel Schnellladen auch deutlich teurer werden kann.
… „Mama, Papa, Gschwisterln – so wartet’s doch auf mi!“…
… Fotografiert habe ich dieses entzückende Entenküken am 14.04.2019 im Nymphenburger Schlosspark. Gleich nach dem Heimkommen habe ich die vielen Bilder jenes Tages bearbeitet und dann in die Mediathek hochgeladen… 😉
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… Einen schönen Wochenteiler wünsche ich euch Lieben!…
… … Auch als Drabble bekannt. Keine Blogaktion, nur Spaß an der Freud und Lust am Fabulieren. Die drei Begriffe Kaffee, Bombe, nackt die mir irgendwo im WWW zugeflogen sind, sollten in einen möglichst sinnvollen Text von nur einhundert Worten eingefügt werden… 😉
Mit Spannung waren die Informationen des Betriebsrats über die neuesten Beschlüsse der Firmenleitung erwartet worden. Tanja räusperte sich und trat ans Mikro. „Und jetzt lassen wir mal die Bombe platzen, kommen wir zu den nackten Tatsachen. In Zukunft werden wir Arbeiter:innen für jeden Becher Kaffee statt fünfzig Cent einen Euro berappen müssen. Dafür bekommen die Manager:innen ihn weiterhin für lau, und zwar aus einem KI-gesteuerten, zigtausende Euro teuren Vollautomaten. Aber das ist nur der kleinste Aufreger… Nachdem sie geendet hatte, blickten sich die meisten betroffen an und riefen dann aufgebracht: „Wir werden nicht mehr wertgeschätzt! Wir sollten streiken!“
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… Kommt gut durch den Tag, ihr Lieben!…
… während und nach der Bergung an Bord der USS John P. Murtha. Ganz deutlich sind die Spuren des wilden Flugs durch die Erdatmosphäre zu erkennen. Sie ist ihrer Crew neun Tage lang ein sicheres Zuhause gewesen – obwohl es oft ziemlich kalt, zugig, laut und beengt gewesen ist…
… Gezeichnet von den Strapazen der neuntägigen Artemis-II-Mission – was nur allzu verständlich ist -, doch in erstaunlich guter Verfassung: Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen, die Besatzung der Raumkapsel Orion/Integrity. Nur ca. zwanzig Stunden nach dem spektakulären Höllenritt durch die Erdatmosphäre und der Wasserung im Pazifik nahe San Diego trafen sie in Houston, Texas, zu ihrem ersten öffentlichen Auftritt ein…
… Danke für all das, was wir Menschen in den vergangenen Tagen durch euch sehen und erleben durften. Danke für euren unerschütterlichen Zusammenhalt, für euren Einsatz und Mut, für eure Menschlichkeit, für euer Lachen, für euren Humor, der euch auch in kritischen Momenten nicht verließ. Danke für eure Emotionen, eure unbändige Freude und Begeisterung. Danke, dass wir unseren wundervollen Planeten und unseren Trabanten nun mit ganz anderen Augen sehen und hoffentlich wieder mehr wertschätzen und achten. Danke für so viele schöne und bewegende, spannende und aufregende Stunden. Danke, dass ihr uns so eindrucksvoll gezeigt habt, dass es in der Menschheit immer noch herausragende, positive, schöne, erfüllende Dinge gibt, und nicht nur Krieg, Hass, Düsternis, Pessimismus, Größenwahnsinn und Ungerechtigkeit. Danke, dass ihr mir so sehr ans Herz gewachsen seid und für mich nunmehr menschliche Vorbilder sein werdet. I love you! ❤️ …
… Das Trumpel ließ sich (zum Glück) während der Ehrung der vier Raumfahrenden nicht blicken, auch Texas‘ Gouverneur, Greg Abbott (ebenfalls ein „demokratischer Sonnenschein“), glänzte durch Abwesenheit. Vertreter der US-Regierung war der republikanische Chairman Brian Babin. Er ist aktuell Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie und zählte 2020 zu jenen, die Trumps Märchen vom Wahlbetrug unterstützten. Obwohl die US-Regierung Anfang des Jahres das Budget für die NASA um ca. sechs Milliarden Dollar gekürzt hatte und die einzigartige NASA-Bibliothek in Greenbelt, Maryland, dauerhaft schließen ließ, betonte er, dass die großzügige Unterstützung der Raumfahrtbehörde durch den aktuellen Präsidenten viel zum Erfolg der Artemis-II-Mission beigetragen habe. Man applaudierte seiner Rede – was hätte man auch sonst tun sollen. Wir wissen ja, wie der Irre im Weißen Haus tickt. Ein unbedachtes Wort, eine zweifelhafte Geste, und er könnte der NASA immensen Schaden zufügen…
… Wie ich mittlerweile herausfand, entsprechen die Gerüchte, die Astronaut:innen hätten sich nach der Mondumrundung geweigert, mit dem Trumpel zu sprechen, nicht der Wahrheit. Allerdings gab es während des Gesprächs mit dem POTUS ein peinlich lange dauerndes Schweigen an Bord der Orion, nachdem er die Vier überschwänglich gelobt hatte, bis er schließlich nachfragte, ob denn die Verbindung unterbrochen worden sei. Kommandant Reid Wiseman erklärte im Nachhinein, diese Minute der lauten Stille wäre durch ein technisches Problem entstanden…
… Wie stets vielen Dank an @Rina für diese schöne und inspirierende Blogaktion…
Gefreut: Natürlich über die ganz wunderbare Artemis-II-Mission, und ganz besonders über die Mondumrundung und die geglückte Landung am 10.04.2026. Ich hatte ungemein viel Freude beim Beobachten der Mission, Forschen, Recherchieren und Schreiben der vielen Blogposts während der langen Stunden, in denen sich an Bord oft nichts tat. Dass es so viele Artikel werden würden – damit hatte ich nie gerechnet. Aber die alte und jahrzehntelange Leidenschaft für das Thema Raumfahrt hat mich halt nach einer etwas längeren Flaute wieder voll gepackt, ich bin sozusagen zur Höchstform aufgelaufen. 😉 Ich habe mir während dieser Woche manche Nächte um die Ohren geschlagen – und meistens gar nicht registriert, wie die Zeit verging. Aber das war’s mir wert. – Und nun werde ich beginnen, die Tage bis zur Mondlandung 2028 zu zählen. 😉
Über den tollen Sound meines neuen Kopfhörers.
Und dass dank des neuen Handmixers die Sauce Hollandais zum Spargel sensationell gut geworden ist.
Geärgert: In etlichen Medien stand am Samstag zu lesen, dass aufgrund starker Meeresströmungen die Artemis-II-Astronaut:innen ganz spontan per Helikopter zur USS John P. Murtha gebracht werden mussten, und nicht wie geplant an Bord ihrer Raumkapsel. Das ist definitiv falsch. Schon lange vor der Landung war in jedem Informationsblock während der Live-Übertragung der NASA über den geplanten Ablauf des Splashdowns glasklar zu vernehmen, dass nach Anbringen des großen Floßes, der „Front Porch“, an die Orion /Integrity die Raumfahrenden an Bord zweier Hubschrauber gehievt werden würden. – Nach der Wasserung gab es zunächst Probleme mit der Kommunikation zwischen Orion/Integrity und dem Bergungsschiff. Diese konnten aber bald behoben werden. Aufgrund der Strömung hatten es die Navy-Taucher:innen nicht leicht beim Anlegen des stabilisierenden „Schwimmgürtels“ der Raumkapsel sowie der „Front Porch“. Dennoch verlief die Bergung genau so wie von langer Hand geplant. Genau so war es und nicht anders.
Die Meldung über die glückliche Rückkehr der Artemis-II-Astronaut:innen landete beim Bayrischen Staatsrundfunk am Samstag unter ferner liefen, und war auch nach nur wenigen Stunden wieder aus dem Newsfeed verschwunden. So als wäre es mittlerweile verpönt, dass gute und schöne Nachrichten im Newsfeed ganz oben stehen.
Die PDC – Professional Darts Corporation will zukünftig keine Transgender-Personen mehr an Turnieren teilnehmen lassen. Das bedeutet unter anderem das Aus für die vielversprechende Karriere der niederländischen Darts-Spieler:in Noah Lynn Van Leuven und ist in höchstem Maße diskriminierend. Damit ist dieser Verein für mich nun entgültig gestorben.
Wie WordPress seit einer Weile schon mit meinem Like-Button verfährt. Nach dem Verfassen meiner Posts setze ich im Classic Editor jedesmal das Häkchen beim Kästchen „Likes erlauben“. Oft wird allerdings nach dem Online-gehen des Artikels im Reader kein Like-Button angezeigt. Also muss ich den Post wieder aufrufen und das Häkchen erneut setzen… Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, mich nicht mehr darüber aufzuregen.
Gedacht: Ja, hui, da laufen die ganzen Verschwörungsschwurbler:innen, Flacherdler:innen und christlichen Fundamentalisten zur Höchstform auf!, als ich einmal am letzten Tag der Artemis-II-Mission versehentlich auf einen NASA-Kanal bei YouTube geriet, auf dem Kommentare erlaubt sind. Mir sind die Augen schier aus dem Schädel gefallen, als ich da eine kleine Weile mitlas – das war so grenzenlos dumm, realitätsfern, irre und völlig abgefahren, was da herumgeschwurbelt, gehetzt und gelogen wurde!
Gefragt: Ob sich das Trumpel jetzt eines Besseren besinnen und die NASA wieder mehr fördern wird. (Im WWW habe ich ein paar Mal ein Gerücht aufgeschnappt: Die vier Astronaut:innen an Bord der Orion/Integrity sollen sich ja nach ihrer Mondumrundung zunächst geweigert haben, mit dem Trumpel zu sprechen. Bestätigung habe ich noch keine gefunden – aber vorstellen kann ich mir das sehr gut.)
Gewundert: Gestaunt habe ich während der letzten Woche voller Ehrfurcht und sehr bewegt viel über die zarte Schönheit unseres Planeten umgeben vom unermesslichen, schwarzen Weltall.
Genervt: Von Fake News deutscher Schmierfinken über die Artemis-II-Mission – siehe oben.
Gelitten: Einige Male an großem Schlafmangel.
Gewesen: Im Lieblings-Discounter, auf dem Bauernmarkt, und Spazieren.
Getroffen: Einen sehr sympathischen Paketboten von der DHL.
Gesucht: Ganz oft und ganz viel im WWW nach Informationen über die zivile Raumfahrt.
Gefunden: Hell, yeah! Über das, was ich alles während der letzten Woche darüber gelesen habe, könnte ich noch mindestens wenn nicht sogar mehr Posts verfassen. 😉
Gelacht: Aber natürlich! 😀 Viel über die Karikatur vom Tee-ziehen – der ist jetzt mein Lieblings-Cartoon.
Geweint: Ja. Als bei „Dahoam is Dahoam“ die Uroma gestorben ist, habe ich geheult wie ein Schloßhund.
Gegessen: Auch wenn ich mir ein oder zweimal aus Unlust oder mangelnder Energie zum Kochen Dosenfisch mit Brot einverleibt habe, gab es doch auch einige Schmankerln: Fangfrische Bachforelle, Spargel mit Sc. Hollandaise, Putenschnitzel mit Kartoffeln und Salat und Blumenkohlauflauf. Und natürlich den üblichen Berg an frischen Obst und Gemüse.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft und diverse Glaserln Grau- bzw. Weißburgunder.
Genascht: Kekse, ein paar Mozartkugeln und von Marzipan und Bitterschokolade umhüllte und in Brandy getränkte Pflaumen.
Gehört: Den Wecksong der Orion/Integrity-Crew am letzten Tag ihrer Mission:
Und aus Gründen 😉 :
Aufgenommen wurde diese Interpretation von David Bowies Klassiker auf der International Space Station. Der kanadische Astronaut Chris Hadfield hat gesungen und Gitarre gespielt, die musikalische Begleitung, das Abmischen und der Schnitt hat zuhause einer seiner Söhne gemacht.
Gesehen: Einen Großteil der Artemis-II-Mission. Da lief bei mir das TV-Gerät letzte Woche fast ununterbrochen. 😉 – Ein paar Folgen „Nash Bridges“ und zu Ehren von Ursula Erber zwei Folgen „Dahoam is Dahoam“ – wobei ich das eher selten anschau.
Gelesen: Immer noch „Alles Blau vom Himmel“. Es ist schön und eindringlich geschrieben, ohne rührselig zu wirken und ohne falschen Pathos. Die Beschreibungen der Autorin der kleinen Dörfer in den Pyrenäen gefallen mir sehr und auch wie die beiden so gegensätzlichen Hauptfiguren – Joanne und Emilé – ganz langsam zusammenfinden.
Gegoogelt: Bis die Finger und die Tastatur rauchten! 😀
Gelernt: Sehr viel über die Raumfahrt.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht. Und ein Buch, das mir in einem Raumfahrt-Forum empfohlen wurde: „Houston, wir haben ein Problem“ von Ulrike Schmitzer und Martin Thomas Pesl über Anekdoten, Scherze und Kuriositäten in der bemannten Raumfahrt.
Geschenkt/bekommen: Was für eine Woche! Ich war den überwiegenden Teil völlig losgelöst von der Erde! 😀
Geschlafen: Nicht viel.
Geträumt: Alle haben mich ziemlich doof angeguckt, weil ich im tiefsten Winter mit einem silbernen, palettenbesetzten, hoch geschlitzten und tief ausgeschnittenen ärmellosen Abendkleid auf der Straße herumflanierte.
Geplant: Am Montag wird wieder mit der Haushaltshilfe fleißig geputzt und gestöbert – ich mag die Frau, die ist auch so ne Marke, wir passen da gut zusammen. Dienstag geht’s wie gehabt auf den Bauernmarkt, und irgendwann muss ich einen kurzen Einkehrschwung bei der Hausärztin machen, Medikamente abholen. Ansonsten wie üblich leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen geruhsamen und unbeschwerten Sonntag. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
… Etwa zwei Stunden vor dem Splashdown – die Erde spiegelt sich in einem der Solarpaneele des Servicemoduls…
… Die Crew hat ihre Raumanzüge und Helme angelegt und sich in ihren Sitzen festgeschnallt…
… Knapp eine halbe Stunde vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre wird das Servicemodul der europäischen Raumfahrtbehörde esa abgesprengt. Es hat die Crew der Orion/Integrity neun Tage lang zuverlässig mit Energie, Wasser, Sauerstoff und dem nötigen Schub bei Kurskorrekturen und Flugmanövern im All versorgt…
… Wenige Minuten vor der kritischen Phase des Wiedereintritts ist die Anspannung im Houston Control Center deutlich zu spüren…
… Glühendes Plasma hüllt die Orion/Integrity ein…
… Nach der gut sechsminütigen Funkpause während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre meldet sich die Orion/Integrity zurück und landet nur wenig später im Pazifik…
… Im Houston Control Center wird gefeiert!…
… Von der „Front Porch“ – Veranda -, so wird scherzhaft das Floß genannt, auf das man mittlerweile die Crew der Raumkapsel verbracht hat, werden die Raumfahrenden einzeln an Bord zweier Hubschrauber gehievt…
… Anflug auf die USS John P. Murtha…
… Kurze Zeit später marschiert das Team der Orion/Integrity aus eigener Kraft ins Bordhospital…
… Victor Glover und Christina Koch…
… Neun aufregende, bewegende und spannende Tage sind vorbei. Ich kann gar nicht sagen, wann mich das letzte Mal ein Thema, ein Ereignis, so gefreut und so befeuert hat…
… Nun werde ich mich ein wenig von den langen und auch anstrengenden Tagen und Nächten erholen, und mich dann wieder anderen Themen zuwenden. Und die Tage bis zur Artemis-III-Mission zählen, die hoffentlich im Jahr 2028 stattfinden wird – und da werden dann seit 56 Jahren wieder Menschen auf dem Mond landen… 😉
… Habt ein schönes Wochenende, ihr Lieben!…
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