… Schon mal eine Vorwarnung: Ich werde während der nächsten Blogposts ganz furchtbar viele Fotos zeigen. 😉
… Beim Spenglerbrunnen an der östlichen Rathausecke fand ich den perfekten Platz zum Beobachten und Fotografieren. Auf dem Brunnenrand saßen bereits viele Menschen dicht an dicht gedrängt, ich fragte freundlich nach, ob ich jemandem die Sicht nehmen würde, wenn ich mich davor niederlassen würde, was gutmütig lächelnd verneint wurde, und nahm dann auf meinem Rollator Platz…
… Es war noch ein bisschen Zeit, bis die Parade bei uns eintreffen würde, also daddelte ich ein wenig nach Informationen suchend auf dem Handy herum…
… Die Geschichte des Samba Festivals in Coburg begann 1992 als „kleine Schnapsidee“ des Schauspielers und Musikers Michael Häfner. Dieser hatte Südamerika bereist und in Brasilien Feuer für den Samba gefangen. Anfangs stieß er auf große Skepsis, wurde dann aber vom damaligen Oberbürgermeister Norbert Kastner und dessen Büroleiter Frank Rebhan unterstützt. Zur „Premiere“ hatten sich grade mal ca. zwanzig Gruppen gemeldet. Mittlerweile ist die Veranstaltung das größte Samba Festival weltweit außerhalb Brasiliens, ungefähr 3.000 Künstler:innen aus aller Herren Länder nehmen alljährlich daran teil. Stets Mitte Juli verwandelt sich die bezaubernde und gediegene Altstadt von Coburg in ein „kleines Rio de Janeiro“. Das Festival ist für die Region ein immenser Wirtschafts- und Imagefaktor. Aufgrund der Qualität und kulturellen Bedeutung wurde es in Rio de Janeiro 2014 sogar mit dem Edison-Carneiro-Preis für die beste Samba-Veranstaltung außerhalb von Brasilien ausgezeichnet…
… Vom Albertplatz hörte ich bereits die Trommeln der ersten Bateiras näher kommen – da stellte sich doch so ein Berg von einem Mann, über und über mit Kameras und Objektiven behängt (vermutlich ein Pressefritze) direkt vor mich und versperrte mir den feinen Ausblick! Ich begann lautstark zu zetern und fragte den Kerl, wie er sich wohl vorkommen würde, wenn das jemand mit ihm machen würde! Er zuckte entschuldigend mit den Schultern und hockte sich dann neben mich auf den Boden. Na, bitte! Wie heisst es doch so schön: Wer spricht, dem kann geholfen werden!… 😉
… Das rhythmische Trommeln kam näher – und da tauchten auch schon die ersten hin und her schwingenden Federbüsche elegant tanzender Passistas über den Köpfen der Zuschauer:innen auf. „Wow!“, gellte ich begeistert – und während der nächsten Stunde bekam ich den Zeigefinger nicht mehr vom Auslöser meiner Kamera… 😉
… Ich hoffe, euch haben die Bilder Freude gemacht. Kommt gut ins Wochenende, ihr Lieben – morgen folgt der zweite Teil meines Berichts von der Coburger Samba Parade… 😉














