… sah ich mal in den Nachrichten des Bayrischen Fernsehens einen Bericht über ein Samba-Festival in Coburg, der bezaubernden Stadt im nördlichsten Eckerl Frankens gelegen, das bereits seit den neunziger Jahren regelmäßig Mitte Juli stattzufinden pflegt. Das kurze Video hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich den festen Vorsatz fasste, mir dieses Ereignis einmal mit eigenen Augen anzusehen. Aber wie das halt so ist, entweder kam mir etwas dazwischen, oder ich dachte schlichtweg nicht daran…
… Doch am vergangenen Sonntag war es endlich so weit! Ich schälte mich bereits um halb sechs Uhr morgens aus dem Bettchen, um den Zug Richtung Nürnberg um kurz nach Acht ja zu erwischen. Die große Samba-Parade würde zwar erst um vierzehn Uhr stattfinden, da hätte der Regionalexpress kurz nach Neun auch gereicht, aber wer weiß, wie die Fahrt nach Coburg verlaufen würde, lieber einen Zug früher nehmen als vielleicht wegen irgendwelcher Kalamitäten unter Zeitdruck zu gelangen…
… Frohgemut traf ich um dreiviertel Acht am Münchner Hauptbahnhof ein – und erfuhr, dass der Regionalexpress um 8:04 nach Nürnberg wegen einer defekten Tür ausfallen würde, Ersatzzug würde es keinen geben, der nächste Zug würde fahrplanmäßig um 9:04 fahren. Sch***verein Deutsche Bahn…
… Ich grummelte eine gute Stunde lang auf Bahnsteig 24 vor mich hin, legte mir sogar ein Ausweichprogramm zurecht, falls es beim Folgezug auch zu Problemen kommen würde: Nach Hause fahren, ordentlich frühstücken und dann aufs Tollwood Festival gehen. Oder bis Ingolstadt, dann das Bähnlein nach Kelheim nehmen und von dort mit dem Hallertau-Erlebnisbus durch das größte Hopfenanbaugebiet der Welt langsam nach Freising gondeln…
… Aber die Deutsche Bahn hatte – zumindest vorübergehend – ein Einsehen: Der Zug um 9:04 fuhr pünktlichst und traf auch pünktlichst in Nürnberg ein, so dass ich ganz gemütlich von Gleis 12 zu Gleis 4 schlendern und mir einen schönen Platz im Regionalexpress Richtung Coburg sichern konnte. Auch diese Fahrt verlief absolut beschwerdefrei…
… Am Coburger Bahnhof angelangt fragte ich eine freundliche Dame der Stadtreinigung, die sich grade anschickte, mit ihrem kleinen Gefährt eine Nebenstraße zu säubern, nach dem schnellsten Weg in die Altstadt, kurz darauf marschierte ich so zügig als möglich die Mohrenstraße entlang. Und was da an Gebäuden links und rechts zu sehen war, versetzte mich binnen kurzem in Hochstimmung…
… Nach etwa einem Viertelstünderl entlang der leicht ansteigenden Mohrenstraße hatte ich das Spitaltor erreicht – und da drangen die ersten Samba-Trommelklänge an meine Lauscher…
… Ich wandte mich nach links, folgte den exotischen Rhythmen, und stand kurz darauf am Theaterplatz mitten im Geschehen. Jawoll!, dachte ich mir, die Fahrt hat sich gelohnt, das ist genau das, worauf ich mich so lange Zeit vorgefreut hatte… 😀
… Ich groovte meine Kamera und mich ein Weilchen ein, dann zog es mich Richtung Marktplatz…
…………………….
… Kommt gut durch den Tag, ihr Lieben!…













4 Kommentare zu “Vor etlichen Jahren…”
Tolle Aufnahmen. Sieht wahrlich nach einem fröhlichen Sommerspektakel aus 🙂
Danke! 🙂 Oh, das ist noch gar nichts! Das richtige, bunte, laute, hin- und mitreissende Sommerspektakel kommt noch! 😀 Wenn ich an den Sonntag zurückdenke, dann fange ich unverzüglich wieder an, im Samba-Rhythmus zu wippen. 😀
Haha, hoffentlich mit guter Ventilatorkühlung und einem frischen Eis 🙂
Gekühlte Wassermelone. 😉 Könnte ich zur Zeit tonnenweise essen. ;.D