Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Mein Wochenrückblick…

Gefreut: Darüber, dass ich am Samstag Nachmittag Glück im Unglück hatte. Leichtsinnigerweise hatte ich meine Kamera auf die Sitzfläche des Rollators gelegt, um sie gleich wieder zur Hand zu haben. Als ich über einen mit Kopfsteinen gepflasterten Fußweg ratterte, geriet die Knipse ins Rutschen und fiel auf den Boden. Zum Glück knallte sie nicht mit voller Wucht aufs Pflaster, mein linker Fuß milderte den Aufprall. Ich bin ganz elendiglich erschrocken, aber nur kurz – das geliebte Teil funktioniert zu meiner großen Erleichterung nach wie vor reibungslos.

Über einen ausgedehnten Rundgang in Haidhausen, dort ist am Samstag mal wieder der große Hofflohmarkt gewesen, den ich in diesem Lieblingsviertel immer ganz besonders malerisch finde.

Dass meine körperliche Schwächephase überwunden ist und meine Energien und die Unternehmungslust wieder aus ihrem kleinen Dornröschenschlaf erwacht sind.

Geärgert: Über sogenannte „Tierfreund:innen“.

Gedacht: Dass für mich solche Menschen nicht zu den Tierfreunden zählen: Jene, die ihre qualgezüchteten, degenerierten, mit neckischen Kostümchen versehenen Hündchen im Kinderwagen spazieren fahren, anstatt sie laufen zu lassen, wie die Natur das nun mal für Caniden vorgesehen hat. Jene, die Nacktkatzen kaufen, weil sie sich zu schade oder zu faul für die nötige Fellpflege sind. Jene, die fleischfressende Tiere ausschließlich vegetarisch ernähren. Jene, die mit Schaum vorm Mund und voller Zorn harte körperliche Strafen für die Besitzer:innen fordern, wenn ein Hund zu Tode gequält wurde, aber ohne jegliche Gewissensbisse Billigfleisch aus Massentierhaltungen kaufen und verzehren. Jene, die mit Feuer und Flamme und geradezu hysterisch die völlig unnötige und von sämtlichen Medien irrsinnig aufgeblasene Rettungsaktion für einen ohnehin dem Tode geweihten Wal gut hießen und unterstützten. Jene, die voller Ignoranz und falsch verstandener Tierliebe Personen, die sich für ein freies Leben von z. B. Störchen in der Natur ohne ein Eingreifen von Menschen einsetzen, mit ihrem Hass, ihren kruden Scheinargumenten, ihren Beleidigungen überschütten.

Gefragt: Was mag wohl bei so manchen Menschen in den Köpfen und Seelen so vor sich gehen?

Gewundert: Manchmal bin ich zu erschüttert, um mich noch zu wundern.

Gelitten: Sehr. Das war herzzerreißend, als letzte Woche alle drei noch verbliebenen Storchenküken in meinem Lieblingshorst binnen weniger als zwei Tagen verstarben.

Genervt: Von Dummschwätzer:innen und Besserwisser:innen.

Gewesen: Auf dem Bauernmarkt, im Lieblings-Discounter, in der Stadtbib., Spazieren an der Isar, und auf dem Hofflohmarkt in Haidhausen. Und heute Nachmittag geht’s noch aufs Münchner Stadtgründungsfest.

Getroffen: Eine ehemalige Nachbarin, die seit langen Jahren schon in der Fahrschule im Haus arbeitet und mit der ich mich immer sehr gerne unterhalte.

Gesucht: Eine Knopfbatterie für meine Küchenwaage – ich dachte, ich hätte noch eine zuhause rumliegen.

Gefunden: Nein – aber im nahen Drogeriemarkt habe ich dann eine gekauft.

Gelacht: Ja.

Geweint: Ja. Das Unglück, das mein Lieblings-Storchennest getroffen hat, hat mich sehr bewegt. Und als dann am Samstag aus einem der malerischen Haidhauser Hinterhöfe ein bezaubernder, aber sehr melancholischer, französischer Chanson erklang, schossen mir die Tränen in die Augen.

Gegessen: Eine riesige Bachforelle, Spargel mit Kartoffeln und Sc. Hollandaise (ich trauere schon dem Ende der Saison in zehn Tagen entgegen), Grießbrei mit Erdbeerkompott, Rahmschwammerl mit Couscous, Fleischpflanzerln mit Mischgemüse und Kartoffeln, Müsli, Tomaten mit Mozzarella, mindestens eine Tonne Erdbeeren 😉 und viel, viel anderes frisches Obst und Gemüse.

Getrunken: Wasser, Tee, Orangensaft, einen leichten Silvaner als Speisenbegleiter.

Gehört: Den melancholisch-schönen Ruf des Eistauchers.

Gesehen: Wieder viel Live Stream vom Lieblings-Storchennest – die Kamera ist nun seit Donnerstag Abend aufgrund der tragischen Ereignisse während des tagelangen Starkregens deaktiviert, wer weiß, wann und ob sie wieder online gehen wird.

Eine Kabarettsendung des Bayrischen Fernsehen vom Feinsten: „Andreas Giebel – Das Rauschen in den Bäumen“. Der gstandne Bayer kann nicht nur schauspielern (u.v.a. als grantelnder Kommissar Benedikt Beissl in „Watzmann ermittelt“), sondern auch hervorragend Kabarett. Mit viel schelmenhaftem, gutmütigem Augenzwinkern nahm er in der Sendung nicht nur seine Mitmenschen sondern auch sich selbst gar fein aufs Korn. Da blieb kein Auge trocken. Dieses kabarettistische Highlight hat mir Freitag Abend sehr gut getan.

„Mit dem Zug entlang der japanischen Westküste“ – BR-alpha. Interessante und schöne Eindrücke aus einem Land, das mich sehr anzieht, und doch auch immer ein wenig befremdet.

„Die Stimme der Wildnis – Tiere vor der Kamera“, eine Doku der berühmten Tierfilmer Ernst Arendt und Hans Schwaiger über die Vogelart Eistaucher in der nordamerikanischen Wildnis. Immer gerne gesehen, nicht nur wegen der feinen Aufnahmen sondern auch wegen der trocken-humorvollen Erzählweise.

„Spielfeld der Macht“, eine groß angekündigte einstündige TV-Doku von Ingo Zamperoni und Philip Awounou darüber, welch einen wichtigen Stellenwert der Sport in den USA inne hat – und dann verlieren die beiden Moderatoren in ca. sechzig Minuten Sendezeit nicht ein einziges Wort über Baseball, eine der beliebtesten Sportarten Amerikas!

Gelesen: Bin zur Zeit bei der Lektüre von „Damaskus Station“, einem Spionage-Thriller. Neben der spannenden und vielschichtigen Handlung bietet das Buch auch interessante Einblicke in das Schreckens-Regime von Baschar al-Assad und seinen Schergen.

Gelernt: Wieder ein bisschen mehr über Störche und deren Verhalten.

Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht. Und am Samstag in Haidhausen in einem Hinterhof ein entzückendes kleines Brotkörbchen aus Porzellan. So ein Teil habe ich mir schon lange gewünscht!

Gewerkelt: Ich habe meine Balkonbepflanzung um einen weiteren Blumenkasten erweitert.

Geschlafen: Diese Woche gemischt – gut und schlecht.

Geträumt: Viel, bunt und lebhaft.

Geplant: Heute Nachmittag möchte ich aufs Münchner Stadtgründungsfest, am Montag kommt die Haushaltshilfe, da werde ich ein bisschen mitstöbern und putzen, dann muss ich noch in die Stadtbib. und auf den Bauernmarkt, und dann möchte ich auch noch einen weiteren Spaziergang an der Isar machen, um mir die neue Ludwig-II.-Büste auf der Corneliusbrücke beim Deutschen Museum anzusehen, und vielleicht nach Memmingen fahren. – Ansonsten leben und leben lassen.

………………………….

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund.

 


9 Kommentare zu “Mein Wochenrückblick…”

    • Schaden würde es mir, wenn ich es in mich hinein fressen würde. Ich gehöre halt nicht zu dem Typus Mensch, der für alles und jeden Verständnis hat.
      Und ich möchte kurz anmerken, dass der Großteil dieses Blogposts von Freude, Interesse, Trauer, Kritik, Genießen, Lernen, eigenen Erfahrungen handelt, und nicht vom Ärger über Andere.

  1. Sehr, sehr traurig, dass die kleinen Störche es nicht geschafft haben 🙁

    Puh. was für ein Glück, dass Deine Kamera den Sturz scheinbar gut überstanden hat!

    Komm gut in die neue Woche

    • Wer hätte noch zu Anfang dieser Woche gedacht, dass die Wetterunbillen und das Schicksal so erbarmungslos zuschlagen würden… Mir brach schier das Herz, als ich sah, wie der weibliche Altstorch immer wieder die toten Jungen zärtlich beknibbelte, als würde er flehen: „Steht doch bitte auf, meine Lieben!“ Tiere können definitiv trauern…
      Oh, ich wäre schier verzweifelt, wenn das gute Stück den Geist aufgegeben hätte!
      Danke schön!

Ich freue mich über eure Kommentare! Also haut in die Tasten, ihr Lieben!

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