Gefreut: Über zwei sehr schöne Spaziergänge entlang der Isar. Und über meine Kondition, die doch nicht so arg unter der Bronchitis gelitten hat wie angenommen. Darüber, dass das Fotografieren mal wieder so richtig Freude gemacht hat. Und auch darüber, dass sich mein Geschmacks- und Geruchssinn mittlerweile wieder völlig regeneriert hat.
Geärgert: Über jene höchst primitive unbekannte Person, die am Sendlinger Tor einen der Personenaufzüge als Toilette missbraucht und einen großen, übel stinkenden Haufen hineingesch***en hat.
Gedacht: Dass man an sich nur solche Mitmenschen zu Moderatoren eines LiveChats machen sollte, die persönlich gefestigt sind und ein gut fundiertes Fachwissen haben.
Tiere sind ohne Zweifel intelligent, doch auf eine völlig andere Weise als wir. Es wird uns wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, was in ihnen vorgeht, und was die Beweggründe für ihr manchmal uns brutal erscheinendes Handeln sind. Be- oder gar verurteilen sollten wir das Verhalten von Tieren auf gar keinem Fall, dazu fehlt uns die Einsicht, auch haben wir überhaupt kein Recht dazu. Was wir Menschen anderen Lebewesen oft genug für Greueltaten zufügen, überbietet an Grausamkeit so ziemlich alles, was sich in der Natur abzuspielen pflegt.
Gefragt: Ob ich am Dienstag einen Ausflug nach Schrobenhausen machen soll, eine der „Spargelhauptstädte“ Deutschlands.
Gewundert: Wie man sich nur von einer einfachen Verhaltensregel, die in einem LiveChat von der sehr kompetenten Moderatorin aufgestellt wurde, dermaßen persönlich angegriffen fühlen kann.
Gelitten: Freitag vormittag habe ich mitbekommen, wie im Freilassinger Storchennest ein Altvogel ein schon recht gut entwickeltes Küken gepackt und aus dem Nest geworfen hat. Ich wünschte, ich hätte das nicht mitangesehen, aber es ging so furchtbar schnell. Am Abend wurde dann ein zweiter Jungvogel brutal „entsorgt“ – das habe ich zum Glück nicht live mitbekommen. Warum das so geschehen ist, kann niemand sagen. Vielleicht waren die beiden Kleinen krank, und die Altvögel haben das gefühlt. Vielleicht spürten sie aber auch, dass eine Zeit großer Hitze und deshalb schrumpfendem Futterangebot bevor steht, und dass sie deshalb nicht mehr alle fünf Jungen würden versorgen können. Wer weiß…
Genervt: Von einigen chattenden Mitmenschen und deren Weltsicht.
Gewesen: Ordentlich unterwegs – Spazieren, auf dem Wochenmarkt, im Lieblings-Discounter, zweimal ausgiebig am Isarufer flanieren.
Getroffen: Niemand Spezielles.
Gesucht: Immer noch mit einem leisen Hoffnungsschimmer die vermisste Gegenlichtblende meines Lieblingsobjektivs.
Gefunden: Nope. Ich habe jetzt fast die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt. Das Ding ist leider wirklich weg.
Gelacht: Jawoll! 😀 Die Zeit des Trübsinns ist vorbei! Ich bin wieder gesund und kann mich erneut an so vielen Dingen erheitern! 😀
Geweint: Nein. Obwohl mir der Tod der beiden Küken im Freilassinger Storchennest schon ziemlich zugesetzt hat.
Gegessen: Gnocchi und Spaghetti mit Bärlauchpesto und Knoblauchgarnelen. Natürlich auch wieder frische Forelle und Spargel mit Sc. Hollandaise. Ein „Rumfort-Gericht“ (steht rum, muss fort 😉 ) aus geschmorten Tomaten, Paprika, Zucchini, Rinderlendenstreifen, Frühlingszwiebeln und einer Handvoll übrig gebliebener Gnocchi – hat sehr fein gemundet. „Quietschkäse“ (Halloumi) mit Kartoffeln und Mischgemüse. Erdbeeren satt. Müsli. Und jede Menge frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Wasser, Tee, Orangensaft – und einen duftigen Grauburgunder als Speisebegleiter.
Gehört: Diesen „Oldie“ habe ich vergangenen Sonntag bei @Aequitas gehört – ein Song, das mir auch nach so vielen Jahren beim Anhören immer noch Gänsehautschauer über den Rücken jagt.
Gesehen: Wie in Freilassing ein fast vier Wochen altes Küken aus dem Storchennest geworfen wurde. So was live mitzubekommen nimmt mich immer stark mit, auch wenn das ganz sicher nicht grundlos geschehen ist.
Viel Leben und leider auch Sterben in den Storchennestern Kolbermoor und Freilassing. Letzterem werde ich jetzt nicht mehr folgen, die Kamera ist total zugesch***en, man kann so gut wie gar nichts mehr erkennen, und so manches, was ich da im LiveChat während der vergangenen Tage mitbekommen habe, hat mich ziemlich abgestoßen.
Dafür habe ich eine Live-Cam in einem Blaumeisen-Nistkasten in England entdeckt. Die sieben Küken sind schon recht groß, ich vermute mal, dass die ersten schon heute den Erstflug wagen werden.
Einige Folgen „Nash Bridges“. Und eine weitere Zehn-Stunden-Etappe des schier endlos langen RoadTrips entlang der Panamericana von Alaska nach Peru.
Ein bisschen Giro d’Italia. Weniger des Radsports wegen, sondern weil es da oft viel Schönes von Italiens Landschaften und Städten zu sehen gibt.
Gelesen: „Zwischen Ende und Anfang“ von Jojo Moyes. Durchaus lesbar, obwohl es bei weitem nicht an ihren größten Erfolg „Ein ganzes halbes Jahr“ heranreicht.
Gelernt: Ich fürchte, wieder mal nix Gscheits. 😉
Gekauft: Neue Mittel- und Dessertteller aus feinem Porzellan mit einem ganz dezenten Muster zum absoluten Schnäppchenpreis, die mir während des Stöberns im nahen Oxfam-Laden untergekommen sind.
Gewerkelt: Ich habe altes Geschirr und alte Schuhe ausgemistet und entsorgt und meinen Balkon aufgeräumt und gekehrt. Denn demnächst möchte ich endlich mit der Bepflanzung beginnen – schön bunt und bienenfreundlich soll es werden.
Geschlafen: Zur Zeit etwas unruhig. Und kurz. Ich werde seit einigen Tagen immer ziemlich früh wach und kann dann nicht mehr einschlafen.
Geträumt: Recht angenehm und schön bunt, an Details kann ich mich aber nicht erinnern.
Geplant: Am Dienstag möchte ich gerne einen Ausflug nach Schrobenhausen machen. Und in weiteren Etappen meine Wanderung der Isar entlang fortsetzen.
………………………
Ich wünsche euch ein schönes und geruhsames Pfingstwochenende! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund. 🙂

5 Kommentare zu “Mein Wochenrückblick…”
Wenn ich jetzt auch noch wüsste, worum es in dem chat gegangen ist 😉
Da wurde gar wüst über die Gründe spekuliert, warum die beiden Küken sterben mussten. Einige Chatterinnen reagierten geradezu hysterisch. Und dann wurde über jemanden schlecht geredet, den ich sehr schätze. Ich habe dann ruhig und sachlich Partei für diese Person ergriffen, obwohl ich innerlich kochte, und bekam ziemlich dumme Antworten darauf.
Das klingt ziemlich fürchterlich …
Ich wuerde sagen, dass sich Schrobenhausen lohnt – eine Schulfreundin von mir, die mich demnaechst besuchen kommt, wohnt dort und hat mir die Stadt schon einige Male gezeigt.
Das mit den Storchenkueken tut mir leid, mehr kann ich dazu nicht sagen.
Uebrigens, vielleicht siehst du in Schrobenhausen auch Stoerche, auf der Spitze des Kirchturmes war auf alle Faelle bei meinem letzten Besuch ein Nest. Und es muss dort so eine Art „Storchenvater“ geben, der die im Winter nicht wegziehenden Stoerche dann ein bisschen versorgt!
Hab noch einen schoenen Pfingstmontag!
Christa
Meine Eltern sind vor vielen Jahren mal dort gewesen und haben ganz begeistert davon erzählt.
Je nun, wenn aufgrund von Hitze und Trockenheit das Futter knapp zu werden droht, dann muss beim Nachwuchs eine Auslese getroffen werden, so hart das auch ist. Das ist für mich die schlüssigste Erklärung…
Jetzt freue ich mich gleich noch mehr auf SChrobenhausen. 🙂
Vielen Dank, liebe Christa, das wünsche ich dir auch!
Herzliche Grüße!