Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Gestern schreibt sie vom Krieg,…

… und heute postet sie Blümchen und Vögel…

… Yepp. Weil es nämlich grade jetzt neben dem drohenden Schrecken des Krieges und all dem Unheil, des Leids und der Trauer in der Ukraine auch die aufschäumende, überwältigende Schönheit des sich anbahnenden Frühlings gibt. Und ist es seit gestern nicht so, dass unsere friedvolle Welt hier ins Wanken zu geraten droht? Unsere Zukunft mit einem Male so unsicher und ungewiss geworden ist? Sollten wir denn uns aus diesem Grunde nicht mit vollstem Herzen an jedem kleinen bisschen Schönheit erfreuen? Die wunderbaren Augenblicke mitnehmen, und ganz fest halten, in unsere „Inneren Reiserucksäcke“ packen für das, was noch vor uns liegt? Den Zauber einer filigranen Blüte, eines leise singenden Vogels einfangen, damit sie uns eines Tages vielleicht ein tröstender Balsam sein mögen?…

… Im nahen Alten Nördlichen Friedhof gibt es zur Zeit einen riesigen Teppich blassvioletter und weißer Krokusse. Ungezählte Blütenkelche sind dicht an dicht geöffnet, und Wildbienen tun sich emsig an ihnen gütlich…

… Ein kleiner Baumläufer huschte flink an einem teilweise von Flechten bewachsenen, hochragenden Stamm entlang, leise und melodisch sein Liedchen singend…

… Friede sei mit euch, bleibt bzw. werdet gesund!…


37 Antworten zu “Gestern schreibt sie vom Krieg,…”

  1. Was soll ich sagen, liebe Martha… Es ist doch völlig in Ordnung, Blümchen und Vögel zu posten (= oder von „Hündchen und Blumen“ zu reden, um mich selbst zu zitieren 😉), sofern man damit nicht genussvoll und überzeugt der Ignoranz frönt.

    Gerade, *weil* du zuvor von Krieg geschrieben hast, würde dir niemand Gleichgültigkeit und Schönfärberei vorwerfen. 😮

    Ganz anders sähe es aus, wenn hier stünde: „Der Krieg/Leid/Verlust ist so ein doofes Thema, damit mag ich mich nicht befassen, ich hab es doch schön und veröffentliche lieber ein paar Blümchen.“

    Aber… Das bist du ja absolut nicht. 😊

    Also: einfach weiter so. Mit allem. VVN

  2. Unsere Natur entwickelt sich gerade jetzt so wunderschön, liebe Martha und gerade in solchen wieder schwierigen Zeiten ist es eine Wohltat so Schönes zu sehen, was das Herz erfreut.
    Wunderschöne Bilder, danke dafür!!!

  3. Gestern war ich auch wie gelähmt. Meine Nachbarn und Freunde auch. Ich habe Angst, aber ich möchte mich nicht davon beherrschen lassen. Und deshalb habe ich auch wieder davon geschrieben, was mir Freude macht. Das ist schon richtig so, heißt aber nicht, dass man die Augen verschließt.
    Dein Blütenmeer ist eine Augenweide! So schön sieht es aus. Herr E. hat mir erzählt, dass es in unserem Garten auch reichlich blüht. Jahrelang haben wir uns darum bemüht, aber es wurde nie etwas im ursprünglichem Flussbett der Elster. Jetzt blüht es und ich war noch nicht da. Vielleicht schaffe ich es jetzt, mit der Kamera los zu ziehen.
    Ich schick dir herzliche Grüße.

    • Ja, diese Lähmung und Angst habe ich gestern auch verspürt. Deshalb habe ich meinen Schwarzroten Blitz gepackt, und bin spazieren gegangen. Vorgestern hatte ich dieses Krokusfeld auf dem Weg zum kleinen Wochenmarkt bereits entdeckt, da waren aber noch fast alle Blütenkelche geschlossen.
      Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du es in den Garten schaffen wirst! Und dass sich deine Augen und dein Herz an vielen schönen Dingen erfreuen wird.
      Herzliche Grüße!

  4. So hart es sich anhört und so bitter es auch ist, das Leben geht weiter bei jedem von uns. Man kann sich einerseits an der Natur erfreuen, es teilen (worüber ich mich persönlich sehr freue, da ich im Moment aus gesundheitlichen Gründen nicht auf die Fotopirsch kann) und trotzdem mitfühlen, was dort passiert. Ich denke dabei an meine polnischen Kolleginnen und hoffe, das es für sie nicht ernst wird. Mach weiter so

  5. Ich finde gerade in dieser traurigen Zeit ist es auch wichtig noch etwas positives wahrzunehmen. Bei uns tummeln sich ca. 2 Wochen die ersten Stare an meinen Futterstellen. Ausgehungert von ihrem Flug über die Alpen fressen sie mir förmlich die Haare vom Kopf 😉 Auch sie kündigen den Frühling an.
    Hoffentlich bringt er uns auch baldigen Frieden! 🙏

    • Das ist – so finde ich – sogar überlebenswichtig!…
      Ich bekommen nächste Woche Besuch, und wir werden auch mal wieder aufs Land fahren, und ich hoffe sehr, dass mir dann auch ein paar Stare oder Störche über den Weg fliegen werden…
      Ich hoffe auch sehr, dass sich der Frühling als Friedensbringer erweisen möge.

  6. Was sind das für wunderschöne Foto, die du uns Lesern präsentierst. Es ist aber nicht nur ein Augenschmaus für den Betrachter. Das ist auch eine riesige Futterstelle für die frühen Sandbienen und für die Hummelkönigen . Grad jetzt im Frühjahr, wo es nicht viel Futter für diese Insekten gibt , ist die Krokus eine gute Futterpflanze für die geschwächten Hummelköniginnen .

    • Ich danke dir für dein Lob, lieber Werner, und freue mich sehr darüber… Ja, da waren sehr viele Wildbienen und Hummeln auf diesem Krokusteppich sehr emsig zugange.

  7. Solche schönen Bilder schenken dann doch wieder ein bißchen Zuversicht, lassen uns die Situation gut tausend Kilometer östlich von uns , zumindest zeitweise, in den Hintergrund schieben. Der Frühling zeigt nach vielen grauen Tagen auch hier an der pommerschen Küste wieder ein sonniges Gesicht, wenn auch die „Krokanten“ noch nicht soooo üppige Teppiche gebildet haben. Aber es geht auch hier los. Der Winter war dieses Mal hier oben ein Totalausfall. Jetzt kann er auch wegbleiben.
    Lieben Dank für Deine schönen Bilder! Sei und bleib behütet! Ganz lieben Gruß aus dem Pommerschen Plattland vom Wolf, dem grauen.

  8. Frieden ist heute wohl ziemlich dehnbar, etwas Frieden wäre schon ein Erfolg und ich denke dabei an die vielen Helfer momentan, die so viel unterstützen, was man vorher für unmöglich hielt…LG