… Den erklärenden Text findet ihr im ersten Teil… 😉
… Und jetzt die nächste „Ladung“ Blümchen satt…

Glück ist die Summe schöner Momente
… Dorthin hatte mich meine „Flucht“ mit Bahn, Katamaran und Bus geführt…
… Es war Samstag, und ganze Heerscharen hatten die gleiche Absicht gefasst wie ich, bisweilen musste man bei besonders schönen Blumen und Ausblicken sogar beinahe Schlange stehen, um fotografieren zu können. Ich hatte gut vier Stunden Zeit, bevor ich das letzte Schiff zurück nach Friedrichshafen nehmen musste, bin sehr viel auf den Beinen gewesen, und habe doch bei weitem nicht alles gesehen, so ist mir unter anderem das Schmetterlingshaus entgangen. Aber ich bin sicher, dass dies nicht mein letzter Mainau-Besuch gewesen ist…
… Oben beim Schloss fand das Gräfliche Gartenfest statt. Zunächst vermeinte ich, dass es da viel lecker Essen und Trinken, elegant gekleidete Menschen, und ein bisschen prominenten Schischi geben würde (vielleicht sogar die gräfliche Familie), doch beim Näherkommen stellte sich die Veranstaltung dann als eine Art Verkaufsmarkt für Gartenbedarf, -Stehrums und -Schnickeldi heraus. Am interessantesten fand ich den wandernden Drehorgelspieler, der auch im kleinen, barocken Schlosskircherl für eine etwas andere Art Kirchenmusik sorgte, und wagemutige Kinder, die im weitläufigen Wald mit Klettergurten angeseilt gar so manch Schwindel erregende Akrobatik darboten…
… Nun genug der Worte, jetzt lasse ich Bilder sprechen. Und zwar viele, mit sehr, sehr vielen Blümchen. In mehreren Teilen. Denn obwohl ich dreimal die weit über zweihundert Fotos aussortiert hab‘, ist immer noch eine erkleckliche Anzahl übrig geblieben, die ich euch gerne zeigen möchte…
… „Dort, wo die Idee entspringt, Vision und Mut das Herz bestimmt, beginnt die Reise durch die Zeit, und Träume werden Wirklichkeit.“… (Verfasser/in mir unbekannt) Dieser Spruch ist an der Stirnseite der Zeppelin-Lounge zu lesen…
… Bereits kurz nach dem Start, wir hatten die Halle und das Flugfeld grade hinter uns gelassen, durften wir uns abschnallen und frei in der Kabine bewegen. Rechts vorne und links hinten ließen sich zwei der großen Fenster öffnen, so dass wir nach Herzenslust reflektionsfrei fotografieren konnten. Im Heck befindet sich eine Art Aussichtskanzel mit einer nach außen gewölbten Sichtscheibe, wenn man sich auf die Sitzbank dort fletzte und in die Krümmung der Scheibe schmiegte, hatte man ein wenig das Gefühl, über der Landschaft zu schweben…
… Die ersten Ausblicke auf Friedrichshafen, den Bodensee, und das unregelmäßige Schachbrettmuster der Wiesen, Wälder und Felder etwa dreihundertfünfzig Meter unter uns…
… Man kann übrigens jederzeit – mit Ausnahme der Start- und Landephase – dem Piloten auf die Pelle rücken und über die Schulter gucken. Gesteuert wird der Zeppelin mit einem erstaunlich kleinen Joystick…
… Die Hülle des Zeppelin NT ist im Inneren in mehrere voneinander abgeschottete Abschnitte, sogenannte Ballonetts, gegliedert, welche mit unbrennbarem Helium gefüllt sind…
… Das Wort „Fliegen“ drückt übrigens das Sichbewegen eines Zeppelins nicht so treffend aus. Es ist eher ein Gleiten, absolut ruhig, da die drei Rotoren sich an der riesigen Hülle oberhalb der Kabine befinden, ist diese völlig frei von irgendwelchen Vibrationen und Erschütterungen. Turbulenzen oder plötzliche Seitenwinde werden von dem Riesen so sanft und gelassen schwankend pariert, als würde ein großes Boot ein paar lästige Wellen abreiten. Es fühlt sich irgendwie so an, als würde man am Bauch eines Riesenwales friedlich und geruhsam durch das Himmelsmeer ziehen… 
… Dressur- und Springtraining im Geviert eines Reiterhofs…
… Eine Schafsherde im Obsthain, rechts unten an der Wegbiegung kann man den Schäferwagen erkennen…
… Schloss Salem, einst das prachtvollste aller Zisterzienserklöster, im Jahre 1137 gegründet. Heutzutage befindet sich dort das renommierteste Internat Deutschlands…
… Grüne Insel…
… Die wunderschöne Barock-Klosterkirche Birnau…
… Mainau, die weltbekannte Blumeninsel…
… Die Halbinsel von Konstanz…
… Anflug auf das traumhaft schöne Meersburg…
… Die historische Altstadt von Meersburg, in der Bildmitte links das alte, rechts davon das neue Schloss…
… Das Anwesen der Jungfer Wendelgard – die Geschichte dazu gibt es hier – mittlerweile ein gut florierendes Ausflugslokal…
… Ein Blick zurück auf den See, von der voll verglasten, gewölbten Aussichtskanzel im Heck aus…
… Fortsetzung folgt!…
… Morgens und zur Mittagszeit ist der Himmel über dem Bodensee noch strahlend blau gewesen, mit ein paar Wölkchen hier und da. Doch je mehr der Nachmittag voran schritt, umso mehr trübte sich das Firmament ein, über den Schweizer Bergen am gegenüber liegenden Seeufer und im fernen Westen bauten sich finstere Wolkentürme auf. Oh, nein!, dachte ich, oh, nein! Bitte, bitte, liebes Universum, lass‘ nicht zu, dass mein Zeppelinflug schon wieder verschoben werden muss!!!…
… Ich hatte im kleinen Bodenseedörfchen Nonnenhorn Quartier bezogen, ein winzig kleines, aber piccobello sauberes Zimmerchen im winzig kleinen Hotel „Seehalde“. Eigentlich wollte ich mir bei einer Runde durch die angrenzenden Weinberge und Obstgärten die Zeit vertreiben, bis ich nach Friedrichshafen fahren musste – doch bereits nach wenigen Metern kehrte ich um, und kletterte in den nächsten Regionalzug…
… Man hatte mich per Brief vor ungefähr zehn Tagen darum gebeten, mich spätestens eine Stunde vor dem Starttermin in der sogenannten Zeppelin-Lounge nahe der großen Halle einzufinden, ich meldete mich schon gut zwei Stunden vor Abflug am Tresen der Zeppelin-Reederei an…
… Komfortabel lässt sich’s in der vornehmen – und teuren! – Zeppelin-Lounge warten…
… Zwischendurch eilte ich immer wieder an den das Flugfeld abgrenzenden, übermannshohen Maschendrahtzaun, um ja keinen Start und keine Landung des Luftschiffs „Friedrichshafen“ zu verpassen…
… Etwa eine Stunde vor dem Start wurden wir Passagiere, insgesamt zwölf an der Zahl, von einer der freundlichen Betreuerinnen in einen separaten Raum gebeten, man wies uns an, scharfe Gegenstände in eine bereit stehende Schale zu legen und scannte uns mit einem Metalldetektor. Danach wurde ein kurzer Dokumentarfilm mit wunderschönen Bildern gezeigt, anschließend erhielten wir eine Sicherheitseinweisung – so ziemlich genau wie im Flugzeug, wo sich die Schwimmwesten und Notausgänge befinden, und wie der Sicherheitsgurt anzulegen sei…
… Es war so weit. Mit einem Kleinbus wurden wir auf das Flugfeld gefahren. Der Zeppelin setzte grade zur Landung an, wobei er, anders als ein Flugzeug, die Nase senkt…
… Mit ca. 75 Metern Länge und ungefähr 17,4 Metern Höhe hat der Zeppelin NT (Neue Technologie) beinahe die gleichen Abmessungen wie ein Airbus A 380 – wiegt allerdings wesentlich weniger, nämlich nur um die neun Tonnen (ein voll beladener A 380 kommt auf 500 Tonnen Gesamtgewicht). Lediglich das Bugrad der Kabine berührt nach erfolgter Landung den Boden, und nur eine Person hält das Tau an der Spitze der Hülle. Da das Luftschiff wegen seiner Leichtigkeit und Abmessungen enorm windanfällig ist, und beim Aufkommen einer stärkeren Strömung durchaus seine Position verändern kann, müssen die Passagiere in einer sicheren Entfernung von etwa 30 Metern warten…
… Dann beginnt das Aus- und Einsteigen, und zwar stets paarweise, um Gewichtsschwankungen und damit ein plötzliches Abheben zu vermeiden…
… „Boarding is completed, all passengers on board!“…
… Scharf brummen sie auf, die drei jeweils zu 120 Grad schwenkbaren Rotoren, die dem Zeppelin NT beinahe die Wendigkeit eines Hubschraubers verleihen – die „Friedrichshafen“ reckt die stumpfe Nase gen Himmel – wir werden für eine kurze Weile in die komfortablen Ledersessel gedrückt – und dann geht sie los, die Traumreise über den Himmel am Bodensee…
… fliegt man nicht, fährt man nicht, sondern reist man in der schönsten Art, die man mit dem Worte Reisen verbindet.“ (Hugo Eckener, Luftschiffpionier)…
… Besser kann man’s nicht ausdrücken…
… Alles Weitere morgen Abend, wenn ich wieder in München bin! Ich muss mir jetzt einen ersten Überblick über ca. 400 Fotos verschaffen… 😉
… der auf Kirschblüten fällt…
… Kurz nachdem ich heute morgen so gegen halb acht Uhr das „Nobelhotel“ erreicht hatte, setzte ein Schneesturm ein – und zwar dermaßen heftig, dass ich das Nebengebäude jenseits unseres kleinen Parks kaum mehr erkennen konnte. Danach erinnerte die Welt ringsum eher an Weihnachten denn an Ostern…
… Ich versichere hiermit hoch und heilig, dass ich folgendes Foto, welches ich heute Nachmittag in Salzburg in der Nähe des Doms aufgenommen habe, in keinster Weise verändert bzw. bearbeitet hab’…
… Ich habe den Kerl von sämtlichen Seiten äußerst gründlich beäugt. Und ihn auch ganz direkt gefragt: „Werter Herr, wie machen Sie das?“ Allerdings keine Antwort bekommen – außer einem rätselhaften Lächeln…
Aus dieser Nacht, die mich umhüllt,
von Pol zu Pol schwarz wie das Grab,
dank ich welch immer Gottes Bild
die unbezwung’ne Seel mir gab.
Wenn grausam war des Lebens Fahrt,
habt ihr nie zucken, schrein mich sehn!
Des Schicksals Knüppel schlug mich hart –
mein blut’ger Kopf blieb aufrecht stehn!
Ob zornerfüllt, ob tränenvoll,
ob Jenseitsschrecken schon begann:
das Grauen meines Alters soll
mich furchtlos finden, jetzt und dann.
Was kümmert’s, daß der Himmel fern
und daß von Straf‘ mein Buch erzähl‘,
ICH bin der Herr von meinem Stern,
ICH bin der Meister meiner Seel‘!
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