Schlagwort: Heimat
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… Unweit des Münchner Schlachthofs gibt es eine Unterführung, auf deren Mauerwerk immer wieder interessante Wandmalereien zu sehen sind. Nach meinem Rundgang durch die kleine Roncalli-Zirkussstadt habe ich mich dorthin gewandt, und euch ein paar Aufnahmen von den auffälligsten Graffitis mitgebracht…
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… Zur Zeit gastiert im Münchner Schlachthofviertel der weltbekannte, wunderschöne Zirkus Roncalli. Ich geriet per Zufall nach einem Kurzbesuch im nahen „Hauptquartier“ meines Arbeitgebers dorthin, eigentlich bin ich auf der Suche nach etwas gänzlich anderem gewesen. Doch davon morgen…
… Habt ihr als Kind nicht auch oft davon geträumt, mit einem Zirkus auf große Wanderschaft zu gehen? In einem der bunt bemalten, abenteuerlich anmutenden Wohnwägen zu hausen? Mit Tieren zu spielen und atemberaubende, akrobatische Verrenkungen zu proben, anstatt zur Schule gehen zu müssen? Und dann eines Tages im glitzernden, schimmernden Prunkgewand in der nach Sägemehl und Schweiß duftenden Manege zu stehen, und den frenetischen Applaus eines begeisterten Publikums zu genießen?…
… Als ich mit meiner Kamera in den Händen durch die kleine Roncalli-Wagenburg pirschte, sind mir all diese Kindheitsträume nach langer Zeit wieder einmal in den Sinn gekommen…
… Danach war mir nach einer ausgedehnten Busfahrt mit den Öffentlichen durch die Stadt. Dabei machte ich von der Prinzregentenbrücke aus diesen Schnappschuß vom Bayerischen Landtag, der grade von der untergehenden Sonne angestrahlt wurde…
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… Bevor vielleicht noch mehr liebe Mitmenschen als ohnehin schon auf die Idee kommen sollten, folgendes Foto online zu stellen, und sich über die unverschämten Ausländer und Asylbewerber/innen furchterbar aufzuregen, wie das vor einer kleinen Weile erst mit der bösen Mär von der Umbenennung deutscher Feiertage aus Rücksicht auf ausländische Mitbürger/innen geschehen ist:…
… Dieses Foto ist eine Fälschung, ein Fake, gefunden auf der sehr rechts orientierten FB-Seite „Keine weiteren Asylantenheime in Deutschland!“, und es wurde bereits nach kurzem wieder einmal fleißig und ohne nachzuprüfen weiter verbreitet…… Das Original – copyright by DPA – sieht so aus, wie hier links dargestellt:…
… So lügen und betrügen und maninpulieren die rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Elemente in diesem Lande!… -
… ist mir heute zur Aufsicht zugeteilt worden. Diese Abteilung, die ein klein wenig an ein halbrundes Amphi-Theater erinnert, ist hauptsächlich Michael Thonet gewidmet, einem Schreinermeister, der Ende des achtzehnten Jahrhunderts in Boppard am Rhein geboren wurde, und Mitte des neunzehnten Jahrhunderts nach Wien übersiedelte. Herr Thonet und seine Söhne erfanden das sogenannte Bugholz-Verfahren, starke Birkenholz-Stangen werden mithilfe von Wasserdampf und Druck gebogen und verformt. „Gebrüder Thonet“ war die erste moderne Möbelfabrik, die Firmeninhaber sozusagen die ersten „Global Players“. Stühle, Sofas und Tische von Thonet waren Ende des neunzehnten Jahrhunderts weltweit zu finden, in so manchen traditonsreichen Kaffeehäusern und Bistros sind sie heute noch zu sehen…
… Hier ein paar Einblicke in einen Originalkatalog aus dem Jahre 1904. „Gebrüder Thonet“ hat sogar Kirchenmobiliar angefertigt – sogenannte Betstühle…
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… der größte Klettermax…“…
… An diesen sehr bekannten und überaus beliebten Song aus Walt Disney’s legendärem Zeichentrickfilm „Dschungelbuch“ musste ich unentwegt denken, als ich zusammen mit Claudi im Münchner Tierpark ganz fasziniert die Schaukel- und Kletterkünste unserer nahen Verwandten beobachtete…
… Für alle großen und kleinen Dschungelbuch-Fans:… 😉
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… Die ausgesprochen großzügig und bunt gestalteten Aquarien des Münchner Tierparks haben sogar einen rechten „Fisch-Muffel“ (außer wenn’s ums Essen geht) wie mich begeistert. Und von den still, sanft und ätherisch schwebenden Quallen, die wie geheimnisvolle Wesen aus einer anderen Welt anmuten, haben Claudi und ich uns kaum mehr losreissen können…
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… der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dorthin hat es mich völlig zufällig nach einem ausgedehnten Besuch beim nahe gelegenen Friseur verschlagen…
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… Heute mittag saß ich während meiner großen Dienstpause in der Pinakothek der Moderne im Aufenthaltsraum mit einer Handvoll Kollegen/innen zusammen. Einer davon war ein sehr attraktiver Schwarzafrikaner, so Anfang/Mitte Dreißig, der große, gehäufte Löffel Nudelsalat aus einer nicht eben kleinen Schüssel in sich hinein schaufelte. Ein ihm gegenüber thronender, milde ausgedrückt recht üppig geformter älterer Herr sah ihm eine Weile mit kugelrunden, neidvoll staunenden Augen zu, dann seufzte er: „Wenn ich so essen würde wie du, dann hätte ich gleich noch fünf Kilo mehr auf den Rippen.“ Der Angesprochene stutzte und musterte sein Gegenüber. Dann lächelte er weise, und gab in wohl akzentuiertem, wunderbar klarem Deutsch zur Antwort: „Weisst du, ich esse mit BEGEISTERUNG (!!!). Deshalb werde ich nicht dick.“ Er resümierte weiter, den erhobenen Löffel wie einen Taktstock schwingend, um seine Worte zu unterstreichen: „Man muss alles, was man tut, mit BEGEISTERUNG (!!!) machen – essen, trinken, schlafen, arbeiten, lieben… Wir sind doch alle Sklaven des Geldes. Wir sind hier, und machen diesen manchmal ganz furchtbar langweiligen Job im Museum, weil wir Sklaven des Geldes sind, und allein aus dem Grund kennen wir uns ja auch. Wären wir keine Sklaven des Geldes, würden wir uns höchstwahrscheinlich noch nie begegnet sein… Und weil das so ist, und weil es so furchtbar schwer ist, im Lotto oder einem anderen Glücksspiel einen Hauptgewinn zu haben, werden wir wohl bis zu unserem Ende Sklaven des Geldes bleiben. Allein aus diesem Grund sollte man alles, was man tut, mit BEGEISTERUNG (!!!) tun.“…

