25 Kommentare zu “Szene am Sonntagmorgen…

  1. Ja, liebe Margot, da hast Du wohl recht. Diese Fäkalsprache nimmt derart zu, dass es einem graust. Erst kürzlich habe ich meinen jüngeren Enkel ins Gebet genommen. Der sich auch permanent dieser Sprache bediente. Ich stellte ihm die Frage, ob er sich mit unseren neuen Nachbarn, übelste unaussprechliche Mitmenschen, oder lieber mit odentlichen Menschen, so wie sein Lehrer oder Opa Werner auf eine Stufe setzen wolle. Nach kurzem Nachdenken entschied er sich für die zweite Variante. Zumindest in den fast zwei Wochen, die er hier war, hörte ich keine schlimmen Worte mehr. Nun haben sie ja mit der Mama drei Wochen Urlaub, auch das wird zu einer ordentlichen Sprache beitragen. Aber bald geht die Schule wieder los….

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    • Ich wohne in der Münchner Maxvorstadt, nahe der Universität! Das ist kein sogenanntes „Glasscherbenviertel“, sondern eigentlich ein eher gutbürgerlicher Stadtteil, in dem Kunst und Kultur quasi zuhause sind und gepflegt und gefördert werden! Dass auch hier das Niveau beständig sinkt, verfolge ich seit einigen Jahren schon mit großer Sorge. Und das hat nichts, oder zumindest nicht viel, mit dem angeblichen Thema Nummer Eins in Deutschland, dem „Flüchtlingsstrom“, zu tun. Sondern eher damit, dass ganz offensichtlich von „denen da oben“ kaum mehr Augenmerk auf eine gute und solide, umfassende Bildung gelegt wird. Auch die bei jeder Ansprache der führenden Köpfe der „CS“U so hervor gehobene Bedeutung der Sicherheit wird im Grunde genommen sträflich vernachlässigt – es fehlen nicht nur fast 5.000 Lehrkräfte hier in Bayern, sondern auch ca. 4.000 PolizistenInnen. Wenn wir hier in der Straße die Polizei rufen, weil der Lärm vor der benachbarten Kneipe in den späten Nachtstunden mal wieder schier unerträglich ist, dauert es in der Regel fast eine Stunde, bis endlich jemand zum Nachschauen kommt.

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      • Ja, das sind die Gründe, weshalb die AFD bundesweit soviel Aufwind hat. Die Menschen sind einfach unzufrieden und politikverdrossen. Außerdem haben „die da oben“ jeden Bezug zum Volk verloren. Früher hatten Lehrer auch einen Erziehungsauftrag. Heute muss er sich für Erziehungsversuche oft rechtfertigen. Ein Polizist war eine Respektperson und heute? Bildung, Bildung, bilden, das ist A und O. Wenn ich an unsere neuen Nachbarn denke, kommt mir das kalte Grausen. Dumm, faul und frech, Fäkalsprache als Umgangssprache, was will man dann von deren Kindern erwarten. Während meiner beruflichen Tätigkeit, die glücklicherweise vorbei ist, hatte ich es mit notorischen Nichtstuern in Dritter Generation zu tun. Schlimm, wenn Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben im Alter nicht mehr haben, als die eben genannten. Das ist ein weites Feld…..

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        • Dass unsere Volks(ver)treter seit langem schon den Bezug zu den normalen Menschen und damit zur Realität verloren haben, ist meiner Meinung nach mit einer der Hauptgründe für das Erstarken der AfD. Wie vor dem NS-Regime erhoffen sich die Menschen PolitikerInnen, die auf ihre wirklich drängenden Probleme eingehen – und wenden sich dabei jenen zu, die sie mit psychologisch raffiniert ausgetüftelten Schlagworten ködern – obwohl jedem halbwegs vernünftig Denkenden eigentlich auf Anhieb klar sein müsste, dass die Alternative für Doofe außer heißer Luft und grenzwertigen Sprüchen keinerlei umsetzbares Programm hat, und vor allen Dingen keines, das dem sogenannten kleinen Mann zugute kommen würde…
          Aber es sind nicht nur „die da oben“, die an der Bildungsferne und zunehmenden Verrohung Schuld haben. Der Hund liegt auch bei den Medien begraben. Was da im WWW, besonders in den „Sozialen Medien“, und auch den privaten TV-Sendern manchmal an Fäkalsprache gebraucht wird, macht mich schaudern.

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      • Wie wahr! Dafür hatte man aber schon vor Jahren bayerischd TV-Serien wie „Hubert & Staller“, „Die Rosenheim-Cops“, „München 7“, „München Mord“ geschaffen, um den Leuten in Bayern ein Gefühl der Sicherheit zu geben. MIt „Polizeiinspektion 1“ gings damals schon los, und jetzt gibts auch noch „Dahoam is dahoam“. ***lol***
        Unsere VolksvertreterInnen sind zu sehr mit sich selbst und derem Geld beschäftigt. So wie einst die Vasallen der Obrigkeit. LG Michael

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  2. Nicht nur fremdländisch aussehenden Menschen schlägt ein Hass entgegen. Auch behinderte Menschen spüren die zunehmende Kälte. Ganz offensichtlich wurde Carsten angepöbelt – als Affe bezeichnet – so etwas tut unendlich weh. Nicht nur den Junioren…

    Teile von Deutschland verrohren!

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    • Ich habe das grade erst im Englischen Garten erleben müssen, Petra, dass mich eine Horde Angetrunkener meiner Gehbehinderung und der klobigen Schuhe wegen, die ich tragen muss, völlig ungeniert ausgelacht hat.

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  3. traurig und bedrückend ist das und es verstört einen sehr, wenn man zeuge solcher verrohter gespräche und von so viel hass wird. wo wird das hinführen? leider lernen viele leute zuhause nicht mehr , wie man sich benimmt und dass solche umgangsformen der gesellschaft sehr schaden.
    dass der unschuldige hund mit einem tritt versehen wurde tut mir auch weh! besonders aber, wenn du und carsten ausgelacht werdet wegen einer krankheit und auch den benötigten klobigen schuhen. was haben menschen erlebt, dass sie so einen hass auf andere haben. das frage ich mich oft.

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    • Der Tritt ging zum Glück ins Leere und hat den Hund nicht getroffen. Aber alleine der Umstand, dass dieser ältere Herr so etwas aus heiterem Himmel getan hat, ist für mich völlig unverständlich! Und dann diese verbale Auseinandersetzung! Ganz arg war es für mich, als der Hundetreter dann von „wir anständigen Deutschen“ sprach…
      Diese jungen Burschen waren angetrunken. Auch wenn mich das ausgelacht werden im ersten Moment schon getroffen hat, ich ließ mir davon nicht den schönen Tag verderben. Allerdings habe ich den Herren insgeheim einen richtig fiesen Kater gewünscht. 😉
      Woher dieser zunehmende Hass in einem der reichsten Länder der Welt kommt, frage ich mich auch recht oft, liebe Christine. Und ich denke, dass es dafür mehrere Ursachen gibt. Er wird von bestimmten politischen Agitatoren gezielt geschürt. Zum einen. Und zum anderen ist es doch so, dass die sogenannte Umverteilung von Vermögenswerten bei uns schon seit längerem in absoluter Schieflage ist. Bei den unteren und mittleren Schichten kommt immer weniger an. Vom Mindestlohn können Viele nicht mehr leben, bezahlbarer Wohnraum wird zusehends knapper, der Sozialstaat immer weiter abgebaut. Das alles sind Umstände, die Hass wecken.

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  4. Der „Alte“ zeigt ganz deutlich seine Unzufriedenheit mit sich und seinem Leben, dadurch auch Verachtung für alles Lebendige. Und dann entstehen sehr leicht … und nicht nur verbale Eskalationen. Man kann diese Menschen nur als arm bezeichnen!

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