Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Mein Wochenrückblick…

Gefreut: Dass es in der vergangenen Woche doch ein paar Tage gut abgekühlt hat, vor allem Nachts. So konnte ich mich etwas regenerieren. Es gibt etliche Wetterexpert:innen, die nun verkünden, es könnte sich ab Mitte August das Wetter dahingehend ändern, dass es dann endlich wieder für längere Zeit gemäßigte Temperaturen und vor allem Niederschlag geben soll. Schaun ma mal.

Über den neuen Staubsauger. Die Frau R., meine Haushaltshilfe, darf ihn morgen einweihen. 😉

Geärgert: Hach, ich mal wieder… Anfang der Woche ging die Türklingel kaputt. Und der Paketbote vom Götterboten-Zustelldienst hatte angekündigt, dass er am Donnerstag den neuen Staubsauger vorbei bringen und den alten mitnehmen würde. Ich verbrachte zwei Tage und Nächte mit dem Zermartern meiner Denkbirne darüber, was ich wohl tun könne, damit der Paketbote wegen der defekten Klingel die Lieferung nicht wie sonst üblich in den unteren Hausflur wirft, sondern sie mir wirklich zustellt… Und dann ging alles so reibungslos, und ich habe mal wieder ganz umsonst turmhohe Wellen geschlagen: Ein Nachbar ließ den Boten ins Haus, der bei mir klopfte, mir freundlicherweise den schweren Karton in den Flur stellte und sich dann ohne viel Umstände das Altgerät unter den Arm klemmte… Ich glaube, ich werde das bis zum Ende meiner Tage nicht lernen, an sich kleine Problemchen nicht völlig unnötig aufzubauschen und völlig sinnlos Zeit und Energie auf alle möglichen Horrorszenarien zu verschwenden…

Gedacht: Eine junge „cdu“-Politikerin, die Ende Mai 2027 Präsidentin der Bremer Bürgerschaft werden möchte, hat mit ihrer Darlegung am Ende eines im übrigen guten Interviews, die Schwarzen könnten den Themen Umwelt- und Klimaschutz trotz ihrer immensen Wichtigkeit keinen Vorrang einräumen, weil davon die Grünen profitieren würden,  ausgesprochen präzise in Worte gefasst, was viele Bürger:innen seit langem schon wissen: Dass die Grünen den meisten Schwarzen ein Dorn im Auge sind. Das ist ein unumstößlicher Fakt. Und dafür gibt es schier ungezählte hieb- und stichfeste Beweise: Hass- und Hetzreden von „csu/cdu“-Mitgliedern in diversen Bierzelten und während anderer Großveranstaltungen, auch in Landtagen und dem Bundestag, für Vernunftbegabte nicht nachvollziehbare Entscheidungen einiger Landesregierungen und der Bundesregierung, sowie Äußerungen unseres Zweite-Wahl-Kanzlers, der vor kurzem die krude Behauptung aufstellte, die Grünen und die Linken würden sich der gleichen Rhetorik bedienen wie die AfD.

Gefragt: Obst- und Gemüseplantagen und Getreidefelder verdorren, es sind Ernte-Einbußen in Milliardenhöhe zu erwarten, dem Vieh droht Futtermangel, es finden sogar schon  Notschlachtungen statt – und was fordert die Mehrheit der deutschen Landwirt:innen? – Billigeren Diesel, mehr Freigaben von Pestiziden und eine Senkung des Mindestlohns für Erntehelfer:innen! Forderungen nach mehr Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen? Fehlanzeige! Und was meinte der Bundesagrarminister Alois Rainer nach der Hauptalmbegehung in den bayrischen Bergen neulich, als viele betroffene Almbauern klagten, dass zunehmend Quellen versiegen würden und dadurch und wegen der Dürre die Almwirtschaft zunehmend unmöglich werden würde? „Ich kann es leider nicht regnen lassen.“, lautete seine Antwort. Und: Man werde aber im Ministerium die Lage weiterhin konzentriert beobachten. – Und wo bleiben eigentlich die Demonstrationen und Kundgebungen zigtausender Landwirt:innen angesichts ihrer misslichen Lage? Die aufgestellten Galgen für den Kanzler und seine Cheflobbyistin für fossile Energien – ähem – die Wirtschaftsministerin, so wie im Jahr 2024 für Scholz und Habeck?… Oh, wait! Diesmal werden die Landwirte ja auch nicht von Nius und anderen Medien sowie von gewissen Altparteien aufgehetzt!

Gewundert: Darüber, dass dem neuen Verkehrsminister wohl noch gar kein Licht diesbezüglich aufgegangen ist, dass es wenig Sinn macht, bei extremem Niedrigwasser Flußrinnen tiefer ausbaggern zu lassen. Auch scheint er nicht wirklich durchdacht zu haben, was es bedeutet, den Lastenverkehr von der Flussschifffahrt auf die Straße zu verlegen: Für den Transport einer einzigen Schiffsladung benötigt man ca. 100 LKWs. Wo will der Herr Bilger die immense Menge an Fahrzeugen und die Fahrer denn hernehmen, die erforderlich sind, um das in großem Maße umzusetzen? Und noch dazu das Personal für die Logistik? Und ist ihm auch schon mal ernsthaft durch die „Denkbirne“ gegangen, was das für Auswirkungen auf den Straßenverkehr und die CO2-Werte bedeuten würde?

Gelitten: An nichts. All die Blessuren meines unseligen Sturzes vor einigen Wochen sind nun gut verheilt.

Genervt: Immer wieder vom Kneipenlärm ringsum, der nun in den Sommermonaten geradezu exorbitante Ausmaße angenommen hat.

Gewesen: In der Stadtbib., auf gewohnten Routen durchs Viertel, ein wenig einkaufen, auf der Bank das monatliche Taschengeld abholen, und an Hitzetagen natürlich zuhause.

Getroffen: Jene steinalte Nachbarin, die mir jedesmal in den Ohren liegt, wie böse, unsympathisch und dumm unser Hausverwalter sei, und dass sie sich bei der nächsten Mieterhöhung umbringen wird. Diesmal haben wir uns aber richtig lange und auch gut miteinander über Gott und die Welt unterhalten.

Gesucht: Meine Sonnenfinsternisbrille und die Schutzfolie fürs Kameraobjektiv.

Gefunden: Aber ja, natürlich! 🙂 Solch wichtige Dinge bewahre ich immer gesondert auf.

Gegessen: Reiberdatschi mit Apfelmus, Minutensteaks mit Kartoffeln und Salat, Fischstäbchen mit Kartoffeln und Maiskolben, Bratwürst‘ mit Kartoffeln und Maiskolben, Nudelsalat, Pfannenkuchen mit Apfelmus, Müsli, diverse Melonen und viel anderes frisches Obst und Gemüse.

Getrunken: Orangensaft, Wasser und Tee, und am Samstag einen Wodka-Orange.

Genascht: Dunkle Schokolade mit Orangenmarzipan.

Gelacht: Aber ja!

Geweint: Nein.

Gehört: Unter vielem anderem einen gar herrlichen Klassiker aus den Goldenen Achtzigern! 😀

 

Gesehen: Das ist so herzig, schön und interessant!

Sowie einen vielstündigen RoadTrip durch Xingjiang, die autonome Provinz der Uiguren in Nordwestchina. Das ist schon eine fremde Welt dort, obwohl es in den Bergen landschaftlich ab und zu genauso aussieht wie bei uns in den Alpen. Es gibt viele Jurten-Ansiedlungen, manche so groß wie Städte. Beiderseits der Straße grasen große Herden Rinder, Pferde, Schafe, und die Viecher schlendern oft auch auf der Fahrbahn dahin, wobei sie der rege Verkehr nicht im Geringsten stört. – Mir kam einer meiner Lieblingskollegen in der Münchner Residenz in den Sinn, ein ehemaliger Professor für Geschichte in Ürümqi, der Hauptstadt der Uiguren, der von den Chinesen wegen seines Widerstands zum Tode verurteilt worden war, und zum Glück mit seiner Familie fliehen konnte. Und eine andere uigurische Kollegin: Marwayit Hapiz, eine freischaffende Malerin, die es vor vielen Jahren schon auch nach München verschlagen hat.

Gelesen: Zu Ende gelesen habe ich nun „Das Glück hat acht Arme“, und das schöne Happy End hat mir gut getan. Angefangen habe ich mit der Lektüre von Tom Bauers „Bestatters Diary“, ein unverkrampfter und interessanter, autobiographischer Einblick in das Tagwerk des jungen Mannes.

Gelernt: Dass ich das nächste Mal den dunkelblauen Fleckerlteppich in der Küche nicht mehr zusammen mit anderen Textilien waschen sollte, das Teil färbt schon sehr ab.

Gekauft: Einen neuen Staubsauger – echt g***, das Teil – war im Herbst auch Testsieger bei Stiftung Warentest. – Und was Frau so zum Leben braucht.

Gewerkelt: Etwas geputzt und gewaschen.

Geschlafen: Gut und schlecht.

Geträumt: Oh, ich kann mich leider an keinen Traum mehr erinnern.

Geplant: Heute mit Frau R. Klarschiff in der Bude machen und den Großeinkauf erledigen. Am Mittwoch Abend in jedem Fall die Sonnenfinsternis anschauen, und natürlich auch fleißig Bilder machen. Und dann werde ich mich meinem Besuch widmen, die G. aus Schweinfurt gibt sich mal wieder die Ehre. 🙂

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Kommt gut in die neue Woche, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund!

 

 


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