41 Kommentare zu “Deutsche Leitkultur…

  1. Bis auf die Burka kann ich mich nur anschließen.

    Wenn wir alle unser Grundgesetz KENNEN und LEBEN würden und dies auch von Migranten verlangen, dann bräuchte es solche dämlichen Reden über deutsche Leitkultur und ähnlichen Käse nicht.

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    • Es gibt in Deutschland nachweislich ca. 300 Burka-Trägerinnen. Diese Zahl ist verschwindend gering, stellt man gegenüber, dass Deutschland zur Zeit 81,41 Millionen Einwohner/innen hat.
      Stimmt, wir haben ein Grundgesetz, was braucht es da eine sogenannte Leitkultur – dieser Begriff stammt ursprünglich übrigens aus der Landwirtschaft. 😀 Er zählt seit einigen Jahren zu den gängigsten Schlagwörtern der aufrechtdeutschen Besorgtbürger, Pegidioten und Anhängern politisch rechts gelagerter Parteien. Es ist Wahljahr, da war es vorauszusehen, dass sich die „Christlich Demokratischen“ und „Christlich Sozialen“ Parteien den Wortschatz ihrer „Tochterpartei“ AfD verstärkt zu Eigen machen.

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      • 800 gibt es insgesamt.
        7 davon wohnen hier in der Nachbarschaft, mir ist das unheimlich, man weiß nie, ob Männlein oder Weiblein drunter ist. Unangenehm finde ich auch, dass man nicht in die Augen schauen kann.

        Ja, im Wahljahr können wir uns auf einiges gefasst machen. Mal sehen, was sie sich noch einfallen lasssen.

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        • Zum Thema Burka-Trägerinnen in Deutschland:
          http://www.bento.de/politik/burka-in-deutschland-wie-viele-vollverschleierte-frauen-gibt-es-in-deutschland-773270/
          Woher hast du die Zahl 800? Das würde mich interessieren, denn bei meinen Recherchen bin ich darauf nicht gestoßen, sondern auf Zahlen zwischen 0 und 300, wobei die meisten Vollverschleierten sehr zurückgezogen leben.
          Verbal werden die „Christlichen“ Parteien wohl noch weiter nach rechts rücken, angeblich, um Afd und Konsorten Stimmen abzufischen.

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          • Ich habe die Diskussion um das Burka-Verbot verfolgt, da hieß es mehrmals, dass man wegen 800 Burka-Trägerinnen nicht so einen Wirbel machen müsse, bzw. dass es ca. 800 gäbe, die bekannt wären.

            Eine klare Position habe ich selbst nicht, ein Nachbar erzählte mir, dass ein Mann sich unter einer Burka versteckt hätte und Frauen aufgelauert hätte. Ob das wahr ist, das weiß ich leider nicht.

            Ich merke nur, dass mir Kopftücher völlig wurscht sind, so wie es mir auch egal ist, ob jemand ein Kreuz um den Hals trägt, oder eine Nonnentracht.
            Aber wenn ich den Burkaträgerinnen begegne merke ich, dass es mir total mulmig wird, du kannst wirklich nicht erkennen, ob Männlein oder Weiblein drunter steckt. das finde ich nicht ok.

            Schwierig ist es auch, wenn jemand mit Burka gefilmt wird bei einem Banküberfall, oder im Auto geblitzt wird, du erkennst ja niemanden.

            Wie gesagt, so ganz schlüssig bin ich mir selbst nicht, immerhin haben wir Religionsfreiheit. Aber wir haben auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die ist nicht gegeben, denn die Männer laufen oben ohne und in kurzen Hosen rum, während die Frauen oft zig Klamotten übereinander haben, und noch die Burka drüber.

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            • Ich bin ein Mensch, der ein Faible für klare Fakten und hieb- und stichfeste Beweise hat, liebe Ilanah. Daher wüsste ich ganz gerne, wann und wo hier in Deutschland Burka tragende Bankräuber/innen gefilmt wurden. Und Burkaträgerinnen beim Autofahren geblitzt – denn wenn ich mich nicht irre, dann dürfen strenggläubige Musliminnen gar nicht Auto fahren…
              Und wenn mir jemand etwas erzählt, was nicht belegbar ist, was z. B. der Arbeitskollege eines Schwipschwagers eines Freundes erzählt hat, dann bin ich da zunächst einmal äußerst misstrauisch. 😉
              Da wir im Museum Tag für Tag mit Menschen aus allen Ländern der Welt zu tun haben, sind mir schon des Öfteren Frauen in Burka untergekommen. Unter den Klamotten befinden sich in der Regel sehr intelligente, freundliche und aufgeschlossene Menschen, mit denen man sich gut unterhalten kann. Und im Gegensatz zu so manchen Deutschen, die lediglich eine Eintrittskarte erstehen, nur um nach dem Urlaub dann damit angeben zu können, dass sie auch in der Münchner Residenz gewesen seien, sind die kultivierten Damen aus dem Nahen Osten sehr an dem, was sie sehen, interessiert.
              Aber das Hauptthema meines Blogposts streift die Frauen in Burka eigentlich ja nur ganz am Rande. Und mir wäre es sehr lieb, wenn wir jetzt nach dieser kleinen Diskussion auf dieses Hauptthema wieder zurück kommen würden.

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              • Oh, da habe ich mich mal wieder total verquer ausgedrückt. Entschuldige bitte.

                Ich bin ja auch so, dass ich mir erstmal alles anschaue, bevor ich mir eine Meinung bilde, deshalb habe ich die Diskussion von allen Seiten über das Burkaverbot angeschaut bzw. angehört.
                Meine erste Reaktion war „warum macht man so ein Geschiss wegen 800 Burkaträgerinnen, selbst wenn es 2000 wären, fände ich es überzogen“.

                Dann kamen die Argumente auf den Tisch, wo es hieß, dass man die Identität desjenigen nicht erkennen könnte, WENN es denn mal einen Banküberfall, Tankstellenüberfall etc. geben würde, oder jemand im Auto geblitzt werden würde.
                Also das war rein hypothetisch argumentiert.

                Auf jedenfall, um auf das eigentlich Thema zurückzukommen, brauche ich keine deutsche Leitkultur, da ich finde, dass unser Grundgesetz voll und ganz ausreicht.

                Und mich nerven schon jetzt die noch wenigen Ansätze, um Wahlkampf zu machen….ich denke, wir werden noch mehr zu hören kriegen bis zum September.

                Ich stellte die Tage mal wieder fest, dass es mir genauso geht wie seit vielen Jahren…..ich weiß nicht, was ich mit gutem Gewissen wählen könnte.

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                • Das ist doch kein Problem, liebe Ilanah. 😉
                  Die Argumente dieser Burka-Diskussion sind aber schon holzhammermäßig, echt jetzt. 😆 Da müsste man ja auch das Habit von Klosterschwestern verbieten, denn damit könnten sich auch Männer verkleiden, die Schlimmes im Sinn haben. Zwar sind Nonnen nicht vollverschleiert, aber auch deren Kopfbedeckung könnte Gesichtszüge so „verstellen“, dass man nicht mehr sicher sein könnte, ob sich Männlein oder Weiblein darunter befinden würde.
                  Ich stimme dir voll und ganz zu, wir haben das deutsche Grundgesetz, das ist als Leitfaden völlig ausreichend…
                  Ich wähle seit vielen Jahren schon die ÖDP – Ökologisch Demokratische Partei -, weil mir deren Wahlplakate mit einem recht fettleibigen Löwen, der grad dabei ist, sich auf eine Reißzwecke zu setzen, sowie der dazu gehörige Wahlspruch „Auch ein kleiner Reißnagel kann einen großen Hintern bewegen“ so gut gefällt. 😉

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                  • Das liest sich gut mit dem Wahlplakat.
                    Diese PArtei ist mir allerdings noch nie aufgefallen.
                    Wobei ich gestehen muss, dass ich mir bewusst keine Wahlplakate anschaue und erst recht keine Wahlwerbung anhöre, da Wahlversprechen noch nie wirklich gehalten wurden.

                    Ich war von Anfang an, also seit ich wahlberechtigt war, eine Grünenanhängerin, da ich einige persönlich kenne, wie Joschka, Tom Königs, Danny Cohn-Bendit etc.
                    Später gingen sie mir auf den Keks, weil sie von ihren Visionen derart abgerückt sind…..naja….kennt man ja….dann war ich mal eine Nichtwählerin, aber das kam mir dann auch mies vor, weil es ja leider nichts bewirkt, dann habe ich aus der Not heraus die SPD gewählt, um schlimmeres zu verhindern…..ja, ich hatte und habe das Gefühl, dass mir nur übrig bleibt, das kleinere Übel zu wählen, denn 100% stehe ich hinter keiner der gelisteten Parteien.

                    Vom Prinzip her würden mir die „Violetten“ gefallen, aber die treten noch nicht überall an und die Zeit hier im Land ist auch noch nicht wirklich reif dafür.

                    Also steh ich wieder vor dem Zettel und weiß nicht, was richtig ist.

                    Hast Recht, die Burka-Diskussion war schon ziemlich überzogen und hypothetisch.
                    Ich schaue immer noch bei mir selbst, wie es mir geht.
                    Letztes oder vorletztes Jahr war ich beim ärztlichen Notdienst, weil ich meinen linken Arm nicht mehr bewegen konnte, dort war ein Arzt, der kaum deutsch sprach und eine vollverschleierte Schwester…..mir war es einfach nur mulmig, richtig übel war es mir, weil ich nichts verstanden habe, zu mir sagte ER, ohne meinen Arm zu untersuchen, „du alt, du Arthrose“, er gab mir ein Rezept über ein Schmerzmittel, das ich als Diabetikerin gar nicht nehmen darf, SIE fummelte an meinem Arm rum und murmelte in arabisch irgendwas vor sich hin.
                    Ich ging da raus und mir ging es schlechter als vorher…..SO will ich es nicht.
                    Wobei ich es klasse finde, wenn es viele Muttersprachler unter den Ärzten und Schwestern gibt, damit unsere ausländischen Mitbürger gut versorgt werden und keine Angst vor Arztbesuchen haben müssen.
                    Aber wenn es auf Kosten MEINER Gesundheit geht, dann habe ich kein Verständnis mehr.

                    Wenn ich so etwas sage, dann hört sich das immer so ausländerfeindlich an, dabei bin ich das gar nicht, ich liebe die Vielfalt, ich liebe das Multikulti und sehe es trotz aller Schwierigkeiten immer noch eher als Bereicherung an als als Belastung.
                    Aber in dieser Richtung muss sich noch vieles ändern.

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                    • Ich glaube, die ÖDP gibt es nur in Bayern. 😉 Eine wahlbare Alternative wären für mich noch die Linken, auch wenn es mir nicht so recht behagt, welchen Kurs diese Partei jetzt einschlägt, seitdem Gregor Gysi, den ich sehr liebe, nicht mehr den Parteivorsitz inne hat…
                      Mir ist das Gegenteil geschehen: Ich bin mal beim Skifahren sehr schwer gestürzt, und hatte mir dabei einen Halswirbel verrenkt. Ich bekam furchtbare Kopf- und Nackenschmerzen, und bin zu nachtschlafender Zeit in die Notaufnahme unseres heimatlichen Krankenhauses gefahren. Ein noch recht junger Arzt hatte Dienst, der nicht gut deutsch sprach, aber er verstand sich auf Chiropraktik, und hat mit einigen blitzschnellen Handgriffen meinen Hals wieder eingerenkt. 😉
                      An so einer Behandlung, wie sie dir widerfahren ist, sind wir hier in Deutschland aber auch zum Teil selber schuld. Weil wir nicht genügend auf eine sprachliche Ausbildung achten. In die USA wird man nur dann eingebürgert, wenn man sich gut im Amerikanischen ausdrücken kann, und eine Prüfung besteht. Ich finde, einen solchen Sprachtest sollte man bei uns auch einführen.

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                    • Schade mit der ÖDP.
                      Ich habe bei der letzten Wahl auch mal die Linke gewählt, einfach um mal was anderes zu tun.
                      Mir gefällt es auch nicht wie die Partei jetzt agiert, Gysi fehlt mir dort auch.
                      Ich denke, es könnte für mich dieses Jahr trotzdem wieder auf die Linke hinauslaufen.

                      Ich kann dir nur zustimmen, ein sehr guter Sprachunterricht ist immens wichtig, das würde bei beiden Seiten sehr viel entspannen, da bin ich fest von überzeugt. Aber wenn man so etwas sagt, dann kommt gleich das Gegenargument, dass es dafür kein Geld und keine Lehrkräfte gäbe 😦

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                    • Das ist ein doofes Argument. Denn dafür wäre in jedem Fall ausreichend Geld vorhanden. Man müsste nur mehr darauf achten, die alljährlichen Steuerverschwendungen nicht mehr gar so üppig ins Kraut schießen zu lassen, da gehen jedes Jahr zig Milliarden für nichts und wieder nichts den Bach runter. Und wenn man anständig bezahlt, dann findet man mit Sicherheit auch fähige Leute. 😉

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                    • Ja, als ich das gestern hörte, dachte ich auch, das ist ein saudoofes Argument, gerade angesichts von sovielen unsinnigen Ausgaben.

                      Und arbeitslose Lehrer gibt es auch genug, auch genug Freiwillige gibt es.

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            • Also, mir persönlich ist das völlig egal. Ob Burka-Trägerinnen wirklich einer bestimmten Gesinnung anhängen? Unter den ganzen Attentätern, die hier in Europa angeblich islamistische Anschläge verübt haben, befindet sich meines Wissens keine einzige Frau.

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  2. Auch ich unterschreibe dein Post komplett, bis auf die einzige Ausnahme, die Burka. Ich möchte meinem Gegenüber bei einem Gespräch gern ins Gesicht schauen, denn so kann ich empfinden, ob der Mensch mir sympathisch ist … Bei meinem Besuch bei Hagenbeck vor einigen Tagen begegnete wir so eine Gestalt.
    Es ist Wahlkampf!!! Keine der Parteien oder Wählergemeinschaften halten sich nach der Wahl an ihre Wahlversprechen. Das haben wir schon viel zu viel und zu oft erleben müssen! Ich komme zwar meiner Bürgerpflicht nach und gehe wählen, bin aber von KEINEM dieser Kandidaten im Kleinsten überzeugt!

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    • Der Herr Die Misere hat sich während seiner Amtszeit doch schon etliche Male im Ton vergriffen. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft mir schon schwindlig vor lauter Kopfschütteln über seine dummen und rechtslastigen Bemerkungen geworden ist.

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      • Ja, wirklich! Da steht er unseren „Verwaltern“ in Bayer in Nichts nach. Wie wärs mal, wenn die „deutsche Leitkultur“ (Was auch immer das ist.) auf die Qualität der deutschen, zumindestens bayerischen Lebensmittel angewendet würde? Da sind wir, was die „Zutaten“ angeht, mittlerweile globaler als der Rest der Welt. ;-( LG

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  3. Ich würde ein Welt-Leit-Kultur gut finden. Viel zu sehr stürzen wir uns auf Unterschiede. Gemeinsame Werte könnten Offenheit, Freundlichkeit oder schlicht gutes Essen sein.

    Hilfreich finde ich außerdem immer, nicht ÜBER andere Menschen zu reden, sondern MIT ihnen. Die Gründe, warum eine Kultur so oder so ausgelebt wird, sind immer sehr vielschichtig, also bei Zeiten doch einfach mal in den Dialog treten.

    Und zum Thema Frauen: Was tun wir denn aktiv um Frauen zu unterstützen, außer über ihre Männer zu meckern? Helfen wir Putzfrauen einen besseren Bildungsabschluss zu erhalten? Würden wir eine Frau unterstützen Chefärztin zu werden – auch wenn sie ein Kopftuch trägt? Das Thema Gleichberechtigung ist ein Deutschland auch noch ein sehr junges, also gerne mal vor der eigenen Tür kehren bevor man bei anderen anfängt. Das besieht sich jetzt alles eher auf die Kommentare, als auf deinen Text, aber gerade die entstehende Diskussion ist doch sehr wichtig und deswegen danke für deine Gedanken.

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