46 Kommentare zu “ES…

  1. Es gibt viele Arten des Missbrauchs einer Kinderseele, wobei natürlich der sexuelle, der Schlimmste ist.
    Aber auch selbst eine Mutter schafft es die Seele eines Kindes für das ganze Leben zu verletzen. Das ist ständiger Liebesentzug oder ewige Herabsetzung, sogar Erpressung durch Nichtbeachtung.

  2. Ich kann dir nur voll zustimmen, liebe Margot. Weiter kein Kommentar, nur eine ganz dicke Umarmung.

  3. Meine Bulimie hat Ursachen und diese ist mit Sicherheit eine, wenn nicht DiE. Ich hab mich auch durch jahrelange Therapie da raus geackert, hatte ähnliche Probleme wie Du, wenn es um Bindungen und Partnerschaften ging. Auch heute bin ich noch nicht ganz frei, aber ich habe es für mich aufgearbeitet, der Täter lebt nur ein paar Kilometer von hier, unbehelligt. Dem wollte ich mich nicht aussetzen und ich habe heute meinen Frieden mit mir. Ich brauche weder Rache, noch einen Prozeß. Ich habe das über Jahre gehende losgelassen, verarbeitet und während der Täter heute in Einsamkeit vor sich hin lebt, habe ich mir mein Leben zurückgeholt. Hass oder Rachegefühle hege ich nicht, verzeihen muß ich aber auch nicht. Ich kann da sein, wenn ich um Verzeihung gebeten werde. Ich kann, muß aber nicht und ob es je so weit kommen wird, wage ich zu bezweifeln.
    Ich habe das Geschehene teuer bezahlt, jetzt lebe ich wieder. Aber so weit zu kommen, kostet unglaublich viel Kraft.

    • Ich glaube, dass meine Neigung zu alkoholhaltigen Getränken auch durch diesen Missbrauch in jungen Jahren ihre Ursache hat… Ich bin ja ebenfalls etliche Jahre lang in Psychotherapie und dann -analyse gewesen, habe dieses Geschehnis und viele andere ungute Begebenheiten aus meiner Kindheit und Jugend auch aufgearbeitet… Der Täter ist vor vielen Jahren bereits verstorben, die „Mittäterin“ lebt noch in meiner Heimat, ich habe aber seit dem Tode meines Vaters keinen Kontakt mehr zu ihr. Auch mich plagen weder Hass noch Rachegefühle, doch nachdem ich die Verbindung zu dieser Frau gekappt habe, fühle ich mich weitaus wohler in meiner Haut. Ich weiß, dass ich von dieser Person niemals um Vergebung gebeten werde, denn sie ist sich (nach außen hin) keinerlei Schuld bewusst…
      Das ist das Verfluchte an Kindesmissbrauch – dass die Opfer dafür weitaus teurer und länger bezahlen, als die Täter bzw. jene, die davon wissen, aber schweigen oder lieblos handeln…
      Und Kraft kostet es mitunter unendlich viel, nicht mit dem Schicksal zu hadern: Was hätte aus mir werden können, wenn nicht…

  4. Vergessen kann man solche Dinge wohl niemals. Es gibt so viel Leid in der Welt, von Menschen hervorgerufen, ich frage mich immer wieder, warum. Ich kann die Menschen einfach nicht verstehen. Ich mag die Welt und das Leben nicht. Es tut weh, das Leben.
    Liebe Grüße zu Dir!

    • Zumindest bin ich mittlerweile so weit, dass ich die meiste Zeit über durchaus Freude und auch Spaß am Leben haben kann… Und auch wenn ich diese Geschichte wohl bis zum Ende meiner Tage nicht vergessen und vergeben werde – das Leben tut nicht nur weh – es kann auch wundervoll und schön sein…
      Herzliche Grüße!

  5. So etwas kann man nicht vergessen und ich verstehe
    auch das man so etwas nicht vergeben kann.

    *lass dich fest in den Arme nehmen* Liebe Margot.

    • Es gibt schon Zeiten, da denke ich nicht bewusst daran. Doch dann geschieht etwas, oder ich sehe oder lese etwas – und dann ist sie wieder da, diese furchtbare und unselige G’schicht…
      Danke dir, liebe Elke!

  6. Ich hoffe ja immer, dass in der heutigen „aufgeklärten“ Zeit die Menschen genauer hinsehen,
    Ganz schwierig ist es leider, an die Kinder heranzukommen, denen sowas innerhalb der Familie passiert, da braucht es meistens ausgebildete Personen.
    Bei mir fängt Kindesmißhandlung schon bei „einfachen“ Dingen an:
    Ich hab dich nicht mehr lieb, wenn du dass und dass nicht….
    Schon da gehe ich dazwischen, ob es gerne gehört wird oder nicht.
    Juristisch sollte es schon mehr abschreckende Urteile geben, aber ganz verhindern würden auch schärfere Gesetze sowas nicht. Ich glaube, Machtbrissbrauch ect. liegt im Menschen drin.

    Grüßle

    • Ach, das würde schon viel helfen, wenn die Eltern, oder eine vertraute Bezugsperson, mit Liebe und Verständnis auf ein missbrauchtes Kind eingehen würden. Denn als kleiner Mensch fühlt man sich ja schuldig, und verwirrt ohne Ende…
      Ja, diese moralische Erpressung ist für mich auch schon eine Art Kindesmissbrauch!
      Ganz verhindern würden strengere Strafen diese Verbrechen nicht, aber doch etliche abschrecken, denke ich…
      Liebe Grüße!

  7. Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Es kann nicht hart genug bestraft werden und es darf auch keine Verjährung geben. L.G. Ludger

    • So lange der Staat bei Kindesmissbrauch nicht härter durchgreift, wird das in vielen Fällen so eine Art „Kavaliersdelikt“ bleiben…
      Liebe Grüße!

  8. Das berührt mich so sehr und läßt in mir Wut aufkeimen, was ich sonst nicht kenne. Alle Kinderschänder oder Sexualverbrecher müßten eine sehr harte Strafe bekommen, leider ist das bis heute noch immer nicht gegeben. Kastration würde ich auch noch beantragen und oftmals findet man diese Verbrechen in der eigenen Famile, das iat mehr als pervers.
    Deine Mutter hat so gehandelt, wie früher viele Frauen und Mütter gehandelt haben, alles unter dem Deckmantel verstecken, Kinder verstehen ja noch nicht so viel…meinen sie. Das war richtig schlecht von Deiner Mutter!!
    Schlimm ist das sehr schlimm und eine Bekannte von mir ist vergewaltigt worden. Sie trinkt, die Ehe ist kaputt und das Borderline Syndrom hat sie fest im Griff. Viele Suzide hinter sich, viele Therapien…ich weiß nicht, wie das weitergehen soll.
    Laß dich drücken ♥

    • Danke, liebe Marianne, für’s Drücken!
      Die Bestrafungen für Kinderschänderei sind nach wie vor viel zu milde, häufig gilt der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen als „Kavaliersdelikt“. Ich glaube, dass sehr viele Angehörige oftmals gar nicht nachvollziehen können (oder auch nicht wollen), was da in der Seele eines kleinen Menschen angerichtet wird…

      • Ich glaube leider eher „nicht wollen“ (Angehörige),
        besonders früher war es so.

        Ich las heute, bevor ich deinen Post gelesen habe, das

        „In Irland soll es künftig unter Strafe stehen, Hinweise auf Kindesmissbrauch nicht umgehend zu melden – auch eine solche Beichte muss gemeldet werden. Auslöser ist die Untersuchung eines Vertuschungsskandals in der Diözese Cloyne.“

        Ich hoffe sehr das es dieses Gesetz geben wird.
        Das wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
        Und vieleicht folgen dann andere Länder.

        • Ja, besonders früher ist dergleichen sehr beflissen unter den Teppich gekehrt worden…
          Es wäre sehr zu hoffen, dass sich das von dir erwähnte Gesetz in Irland, und dann auch in anderen Ländern etablieren wird. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es in jedem Fall…

  9. A therapist once told me two things a person never overcomes, abuse and abandonment. I know many people who have suffered both, and the therapist is correct. My wife is a therapist who works with these children. Every child has a story of abuse. The confusion of what is up or what is down, who can be trusted? I have no special fix to offer. I place my hand on your shoulder and simply say, no matter what the world has done to you, somehow you remained a good person. You are a good person and will always be so, into the future. That is your heart, my friend.

    Brother Ron

    • Thank you for your wonderful words, dear friend!
      I did have a therapy for over four years, it did help me a great deal…

  10. Es muss schrecklich für ein Kind sein ,wenn ihm so etwas passiert.Erschwerend denke ich kommt dann noch hinzu,wenn es in der eigenen Familie passiert,von Menschen denen ein Kind vertraut,wo es sich ja eigentlich geborgen fühlen sollte,aber dann auch noch von der Mutter im Stich gelassen,was muss das für Wunden hinterlassen.Der Staat müsste da viel härtere Strafen durchführen.Ich habe gerade den Fall in Österreich gesehen,wo ein Vater seine zwei Töchter 40 Jahre lang missbraucht und misshandelt hat,und das für mich unverständliche ist,die zwei Opfer werden sich jetzt vielleicht noch wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten müssen,weil sie ihren Vater,nachdem er während einer Misshandlung seiner Töchter gestürzt ist,zwei Tage liegen gelassen haben ohne ihm zu helfen,da verstehe ich die Welt nicht mehr.
    Es freut mich für Dich,dass Dir die Therapie geholfen hat und Du doch wieder Freude am Leben gefunden hast.Obwohl die Wunde in der Seele bleiben wird.Ganz liebe Grüße Erika

    • Als Kind versteht man in solch einem Fall die Welt nicht mehr. Und man fühlt sich so schuldig, man fragt sich beständig, was man Böses getan hat, um derart lieblos behandelt zu werden. Bis dann eines Tages diese ganze unselige G’schicht ins Unterbewusstsein verdrängt wird…
      Solche Fälle wie der in Österreich ekeln mich ungemein an…
      Ich glaube, hätte es die Therapie und die anschließende Analyse nicht gegeben, wäre ich bereits nicht mehr am Leben…
      Herzliche Grüße!

  11. Eine traurige Geschichte.!!!!!! Wie ist dein Verhältnis zur Mutter jetzt? Und war das eine einmalige Belästigung?
    L.G.
    Mrs. Jones

    • Ich habe vor etwa zweieinhalb Jahren nach dem Tod meines Vaters jeden Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Und das ist definitiv die richtige Entscheidung gewesen…
      Insgesamt bin ich von meinem Großvater zweimal sexuell belästigt worden, als Elfjährige, und dann im Alter von Zwölf massiv…
      Herzliche Grüße!

  12. Das ist eine ganz schreckliche Wahrheit. Es tut mir regelrecht weh, dass dir sowas passiert ist. Und ich finde es bewundernswert wie offen du damit umgehen kannst. Sicher ist das auch ein Teil der Verarbeitung. Und mit deiner Offenheit hilfst du garantiert anderen, die das gleiche Leid erfahren haben. Und du machst Mut sich zu wehren.

    Dafür und für dein Vertrauen in uns danke ich dir ganz herzlich, liebe Margot.

    • Oh, ja. Das furchtbarste an der ganzen G’schicht ist jedoch gewesen, dass ich bereits nach kurzem diesen sexuellen Missbrauch völlig aus meinem Bewusstsein verdrängt hatte, jedoch zunehmend von Komplexen, Neurosen und Traumata geplagt worden bin – und über Jahrzehnte hinweg nicht verstehen konnte, warum…
      Ich hoffe, dass ich mit diesem Post vielleicht ein kleines bisschen helfen kann…
      Sehr, sehr gerne, liebe Iris.

  13. Missbrauch ist schlimm und so was kann man nie Vergessen man muss stark sein um es zu verarbeiten aber es gibt Menschen die es nie schafen und ihr ganzes Leben darunder Leiden.lieber Gruss Gislinde.

    • Weil es immer noch sehr Viele gibt, die missbraucht worden sind, es vielleicht auch immer noch werden, aber davor zurück scheuen, psychologische Hilfe anzunehmen… Ganz los kommt man von einem Missbrauch ohnehin niemals. Auch wenn man therapiert worden ist und ein recht normales Leben führt, es genügt eine Bemerkung, ein Wortspiel, etwas, das man im Fernsehen sieht oder irgendwo liest – und sie ist wieder da, die Erinnerung…
      Herzliche Grüße!

  14. Es tut mir auch sehr, sehr Leid, dass du so was erdulden musstest. Und ich verstehe gut, dass durch das Verhalten deiner Mutter alles nur noch schlimmer wurde. Sie ist auch schuldig geworden, weil sie es verschwiegen hat. So lange das so geht, werden diese Typen es immer wieder tun. Für mich fängt das übrigens da an, wo einer vor allen Leuten ins Flugzeug pinkelt und keiner sagt was. Hier in Köln sagen wir (zwar in anderem Zusammenhang, aber das passt hier auch): Arsch huh un Zäng ussenander – A. hoch und Zähne auseinander – bzw. Steht auf und sagt was. Nicht schweigen! Dieser widerliche Großvater hätte doch mit Schimpf und Schande aus der Familie gejagt werden müssen. Das hätte ‚die Sache‘ zwar nicht rückgängig gemacht, aber wenigstens nicht noch eins drauf gesetzt. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre deine Mutter gewesen, was meinst du, was dann passiert wäre. Ich glaube, dass dieses verdammte Weggucken ganz ganz schlimm ist und sexuellen Missbrauch fördert.

    Liebe Freidenkerin, ich wünsche dir sehr, dass du deinen Frieden findest.

    • Das ist meine Mutter, jawohl, mit schuldig…
      Ich hätte in dem Flugzeug nicht sitzen dürfen, in welchem der Herr Department seiner Notdurft so unverschämt freien Lauf gelassen hatte, das kannst du mir glauben!…
      Das Aufstehen und den Mund aufmachen, die Finger auf den wunden Punkt legen, sich wehren, Zivilcourage zeigen – diese Dinge sind so sehr wichtig!
      Dass sich meine Mutter damals quasi schützend vor den Großvater gestellt hat, sich mir gegenüber dermaßen lieblos und abweisend verhalten hat, und die ganze Angelegenheit so verbissen unter den Teppich gekehrt hat, kann ich bis zum heutigen Tage nicht nachvollziehen. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich eigenhändig den Koffer dieses Kerls gepackt und ihn ohne Rücksicht auf Verluste vor die Tür gesetzt…
      Meistens habe ich ja meinen Frieden, liebe April. Nur manchmal geschieht es eben, dass ich durch Gesehenes, Gehörtes, Gelesenes wieder daran erinnert werde. Ich habe gestern Nachmittag die entsetzliche Geschichte des Lindbergh-Babies gelesen – und da ist sie unvermittelt wieder in mir aufgestiegen, die Erinnerung…
      Herzlichst!

  15. O-Weh, O-Weh, O-Weh ….
    Gehöre ebenfalls zu den Betroffenen.

    Und weiß im Moment nicht, was ich schreiben soll/kann.

    Wie schwer es ist,
    – sich selbst in die eigene Balance zu bringen,
    – die verschobene eigene Achse wieder ins Lot zu bringen,
    – den Glauben an die Menschheit (die Männer) zu behalten/erhalten/wieder finden,
    – mit dem Gefühl des Ekels trotzdem einen intimen Kontakt wagen
    – und immer wieder scheitern,
    – an sich und die eigene Liebenswürdigkeit zu glauben,
    – zu wissen, dass niemand hilft und sich auf sich allein gestellt zu fühlen – in allen Bereichen des Lebens,
    – nicht wissen, wie und wem man vertrauen kann, weil dieses misbraucht wurde,
    – und, und, und.

    Hab in mir das Bedürfnis, Deine Aura zu streicheln.
    Zu heilen, was verletzt wurde. Vielleicht schließen sich Wunden.
    Hoffen wir darauf!

    • Geholfen werden kann einem Missbrauchsopfer durchaus – durch eine gute und einfühlsame Psychotherapie bzw. -analyse. Ich bin ja diesen Weg gegangen, meine Behandlung hat sich über vier Jahre erstreckt, ich hatte das große Glück, an eine sehr verständnisvolle und einfühlsame Therapeutin zu geraten. Aufgearbeitet und auch geheilt wurde während dieser Therapie sehr vieles, und ich kann mittlerweile durchaus wieder Vertrauen empfinden, habe ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aufbauen können, meine Neurosen und Traumata sind so gut wie vollständig verschwunden, ich würde auch einer neuen Beziehung aufgeschlossen gegenüber stehen, vielleicht so aufgeschlossen wie niemals zuvor…
      Dennoch kann man als Missbrauchsopfer niemals vergessen… Auch wenn man gelernt hat, ein erfülltes und gutes und schönes Leben zu führen, vergessen kann man niemals…
      Herzliche Grüße!

      • Offenbar hab ich mich unklar ausgedrückt:
        Auch ich nahm therapeutische Hilfe/Begleitung in Anspruch und bin froh über diese Möglichkeit.

        Mein Leben finde ich schön, bereichernd, glücklich, vielseitig, interessant, bewegt.

        Vergessen kann ich nicht!
        Ein Geruch, eine „bekannte“ Berührung: die Bilder sind wieder da.

        Ebenfalls herzliche Grüße

        • Ich glaube, niemand wird so etwas jemals vergessen können…
          Ich habe gestern Nachmittag die so tragische Geschichte des Babies von Anne und Charles Lindbergh gelesen – und da ist sie auch ganz unvermittelt wieder da gewesen, die Erinnerung…
          Es freut mich sehr, dass auch du dir helfen hast lassen – es gibt leider, leider immer noch viele Missbrauchsopfer, die vor einer Therapie zurück scheuen. Grade in ländlichen Gegenden wird man ja nach wie vor mit dem Prädikat „Hat einen an der Klatsche“ versehen, wenn ruchbar wird, dass man zu einem/r Psychotherapeuten/in geht…
          Ich wünsche dir weiterhin alles, alles Gute und noch viel Freude und Schönheit auf deinem Lebensweg!

    • Ich frage mich sehr oft, wie mein Leben wohl verlaufen wäre, hätte es dieses furchtbare Erlebnis nicht gegeben…
      Danke, liebe Bärbel!

  16. Was für ein großartiger Text, der hinter diesem Beitrag steht! Und wie lange und wieviel Mut es dich gekostet haben muß, darüber zu schreiben! Ich beglückwünsche dich dazu und kann deine Appelle an junge Mißbrauchte und Mütter nur unterstützen!
    Ich bin dem Mißbrauch erst später begegnet, in Form von häuslicher Gewalt und weiß um die Befreiung durch das Schreiben. Meine Erfahrungen stelle ich heute im örtlichen Frauennotruf zur Verfügung und freue mich, so wenigstens ein bißchen etwas für Mißbrauchsopfer tun zu können
    Noch einmal Glückwunsch zu diesem beeindruckenden und aufrüttelnden Schreiben! Es stimmt – wer zuschaut und nichts macht, macht mit!
    LG Stella

    • Danke!… Es ist alles andere als einfach gewesen, diesen Text zu schreiben. Aber es musste ganz einfach aus mir ‚raus. Schweigen und still halten, verharmlosen und unter denTeppich kehren sind im Falle sexuellen Missbrauchs, auch häuslicher Gewalt, die falschen Reaktionen. Das bewirkt nur eines: Dass die Opfer weitaus mehr bestraft werden als die Täter…
      Ich bewundere dich sehr, dass du dich im Frauennotruf für missbrauchte Frauen engagierst!
      Herzliche Grüße!

      • „chweigen und still halten, verharmlosen und unter den Teppich kehren“ – genau das sind aber typische Reaktionen. Habe ich an mir selbst gesehen und sehe es im Notruf.
        Es dauert, bis den Opfern klar wird, daß sie damit den Täter unterstützen. Aber wenn sie soweit sind, das zu erkennen, sind sie schon ein großes Stück vorangekommen!
        Es ist mir ein großes Bedürfnis, diese Frauen zu unterstützen – und eine große Bereicherung!
        LG Stella

  17. Bei diesem Thema kommt mir immer eine ungeheuere Wut, ein Zorn auf die versagende Justiz hoch! Ich drücke Dich, schreibe aber besser nicht weiter!
    GLG

    • Wut habe ich weniger, eher ein Unverständnis, dass auch hierzulande die Bestrafung von Kindesmissbrauch nach wie vor so gering geahndet wird…
      Herzliche Grüße!

  18. Das erinnert mich an die Sache in Papenburg vor ein paar Tagen. Da hat doch so ein Dreckskerl seine beiden Töchter missbraucht und die 14jährige ist nun schwanger…
    Und die Mutter will all die Jahre nichts gemerkt haben *grrrrr*

    Das ist genauso schlimm, wie die Reaktion deiner Mutter…

    • Für Manche ist wegschauen immer noch einfacher als die Initiative ergreifen und handeln…
      Wäre ich meine Mutter gewesen, ich hätte meinem Großvater eigenhändig den Koffer gepackt und ihn vor die Tür gesetzt. Aber dazu hätte es Mut und Mutterliebe gebraucht…

      • Da hast du vollkommen recht.

        Was mir nie aus dem Sinn geht bei solchen Taten: Das die Mütter nie etwas merken wollen…. das fällt doch sofort auf, wenn sich ein Kind plötzlich nicht mehr „normal“ gegenüber seinem (Stief)Vater, Opa, Onkel etc. verhält.

        • Nein, das verstehe ich auch nicht… Ein solches Verhalten kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen. Höchstens damit, dass man in ländlichen Gegenden und konservativen Familien sehr darum beflissen ist, so eine „Schande“ möglichst unter den Teppich zu kehren – „was würden nur die Nachbarn von uns denken…“

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