… Die kleine Meise, die so eifrig die hungrigen Schnäbel ihrer Küken mit Futter versorgte, war so flink unterwegs, dass trotz sehr kurzer Belichtungszeit das Foto unscharf geriet… 😉

Glück ist die Summe schöner Momente
… von sage und schreibe fünf Stunden in der Praxis des Wirbelsäulenspezialisten kann eine orthopädische Ursache der Muskelschwächen in den Armen, Händen, dem rechten Bein und den Füßen so gut wie sicher ausgeschlossen werden. Es wurden MRTs von der Hals- und der Brustwirbelsäule gemacht, jedesmal ohne Befund, von ein paar altersbedingten, aber harmlosen Verschleißerscheinungen einmal abgesehen. Zweimal wurden die Aufnahmen vom Doktor I. mit mir durchgesprochen, zudem bekam ich noch einmal sieben Spritzen in die Lendenwirbelsäule, um die immer noch gereizten Nerven und verspannten Muskelpartien rund um die drei Bandscheibenvorwölbungen weiter zu beruhigen…
… Es muss also einen neurologischen Grund haben, warum ich bisweilen trotz maßangefertigter orthopädischer Spezialschuhe über meine eigenen Füße stolpere, im Liegen das rechte Bein nicht mehr anheben, und mit den Händen bei Widerstand nur mehr schwachen Gegendruck leisten kann…
… Dass da in oder an der Wirbelsäule nichts wächst, was dort nicht hingehört, und sich auch keine Bandscheibenvorfälle, gravierende Verengungen des Rückenmarkkanals etc. dort befinden, ist schon mal ein gutes Zeichen, meinte der Wirbelsäulen-Doc. Mir graut zwar immer noch vor der Möglichkeit, dass es sich um ALS oder eine andere Myopathie handeln könnte, aber mir ist nun schon ein wenig wohler zumute als noch vor zwei Wochen…
… Ich möchte ab kommenden Mittwoch wieder arbeiten gehen, und in der Zwischenzeit noch einige Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung „abarbeiten“, so z. B. Burghausen, die Ruhmeshalle auf der Theresienhöhe, und – schon so lange ein Wunschziel! – endlich die Residenz in Würzburg…
… Falls wir uns übers Wochenende nicht lesen sollten, möchte ich euch allen ein ganz wundervolles Osterfest wünschen. Habt es fein, macht es euch schön, und seid vor allem ehrlich und lieb zueinander…
… für die kommenden Wochen:…
… Am 10. April geht’s zum Endokrinologen…
… Am 13. April noch einmal ins Wirbelsäulenzentrum. Dort wird ein MRT der Halswirbelsäule gemacht und die bisherigen Befunde durchgesprochen – vielleicht weiß man da ja dann schon Näheres. Und der liebe Dr. Iversen wird mir die zweite von wahrscheinlich insgesamt vier Infiltrationen verpassen…
… Am 5. Mai ist dann der nächste Termin beim Neurologen…
… Ich bin bis einschließlich Ostersonntag krank geschrieben. Und habe fest beschlossen, ab dem Zeitpunkt wieder ins Museum zum Arbeiten zu gehen, höchstwahrscheinlich wird sich mein Zustand bis dahin nicht wesentlich verschlechtern. Außerdem werde ich mit den Kastellanen und der Dienstleitung vereinbaren, dass ich bei wenigen Besuchern sitzen bleiben und prophylaktisch einen Wanderstecken mit mir führen darf. Ich denke, dass mir die Schönheit der Residenz, die mir ja doch sehr ans Herz gewachsen ist, seelisch sehr gut tun wird. Und auch das Miteinander mit jenen Menschen dort, die mir vertraut geworden sind. Natürlich werde ich mich aber vor allem nach den Anweisungen der Ärzte richten…
… Heute hat mich Regenwetter zur Untätigkeit verurteilt, aber ab morgen werde ich beginnen, meine bei dem Fotowettbewerb der Schlösserverwaltung gewonnene 14-Tage-Dauerkarte für sämtliche bayerische Schlösser und Burgen einzulösen. Ich werde mit Schloss Nymphenburg beginnen, mich dann durch Schleißheim und Dachau arbeiten, und ein schöner Ausflug nach Linderhof mit meiner lieben Krankenhaus-Freundin S. ist auch schon fest geplant…
… in der vom Wirbelsäulenspezialisten (den ich am Donnerstag aufgesucht habe) empfohlenen Neurologischen Praxis in aller Herrgottsfrüh konnte noch keine definitive Diagnose gestellt werden. Der Doktor, sehr pünktlich, umgänglich und überaus gründlich, hat bei der beinahe einstündigen Untersuchung fest gestellt, dass die Nervenbahnen völlig in Ordnung sind. Und dass sowohl ein Defekt an der Wirbelsäule als auch ein Gehirntumor ausgeschlossen werden kann. Wie sich allerdings bei einer ganzen Menge Bewegungs- und Reaktionstests gezeigt hat, habe ich eine Muskelschwäche, die sich über den ganzen Körper erstreckt – buchstäblich von Kopf bis Fuß…
… Die Auswahlmöglichkeiten an Ursachen sind insgesamt nicht grade prickelnd: Borreliose – was behandelbar wäre, somit das kleinste Übel. ALS – so gerne ich dem großen Stephen Hawking auf irgend eine Weise nacheifern würde, diese Krankheit wäre Sch…e. Auch nicht viel besser die dritte Alternative: Muskeldystrophie – ebenfalls nicht heilbar, ein langer, und gegen Ende zu immer qualvoller werdender Krankheitsprozess. Viertens: Eine andere Art der Autoimmunschwäche – Myastenie z. B. Wäre behandelbar, Heilungsprozess zwar langwierig, aber immerhin. Fünftens: Eine ganz neue, bislang noch nicht entdeckte Krankheit – da könnte ich berühmt werden, und Medizingeschichte schreiben! 😉 …
… In einigen Tagen sind die Blutproben, die man mir entnommen hatte, fertig analysiert. Dann wird mich der Neurologe noch einmal einbestellen. Und dann wird es entweder eine klare Diagnose geben – oder er wird weiter suchen müssen…
… Kurz zusammengefasst: Derzeit sieht es nicht wirklich gut aus, also werde ich das Beste daraus zu machen versuchen 😀 …
… ist es Jahr für Jahr immer wieder das Gleiche, wenn die Wiedergeburt der Natur aus Eis, Schnee und Froststarre erfolgt. Und doch ist es stets anders, und je älter ich werde, umso mehr geht mir dieses ungebärdige Aufspringen der Knospen, Blüten und Blätter ans Herz. Dieses Grünen und Blühen fast über Nacht. Die überschäumende Lebendigkeit und wortlos machende Schönheit…
… „Es ist Frühling! Jawohl!“…
… Das festliche Eindecken einer Tafel mit schönen Servietten, Platztellern und allerlei Besteckteilen, der Gangfolge entsprechend, sowie den heutzutage gebräuchlichen, sogenannten amerikanischen Service, d. h. die Speisen werden in der Küche auf die Teller angerichtet, und von rechts dem Gast eingesetzt, kennt man im Grunde genommen erst seit dem 19. Jahrhundert…
… Im 16., 17. und 18. Jahrhundert deckte man für jeden Gast einer königlichen, kaiserlichen oder kurfürstlichen Festtafel einen Teller ein, der in der Regel für alle Gänge benutzt wurde – und das konnten im Laufe eines bis zu vier Stunden dauernden Gelages recht viele sein – sowie ein Besteck, bestehend aus Löffel und Messer, ab Mitte/Ende des 17. Jahrhunderts kam dann auch die Gabel hinzu. Die Tafel bestand aus Brettern, die auf Holzböcke gelegt, und mit aufwändig bestickten Tüchern belegt wurden. Die Speisen wurden auf Platten oder in Terrinen eingesetzt. Da die Hofküche nicht unbedingt in der Nähe des Festsaales lag, waren die Gerichte meist nur lauwarm, und zudem so verkocht, dass man sie leicht am Gaumen zerdrücken konnte – da Zahnpflege in jenen Tagen noch so gut wie unbekannt war, war der Zustand der meisten „Kauleisten“ der hochwohlgeborenen Geladenen üblicherweise höchst bedenklich. Geschmückt wurden die Festtafeln mit ungemein kunstvoll kreierten, ausladenden Aufsätzen, die bis Mitte des 18. Jahrhunderts, bevor die Porzellanherstelllung in Europa gebräuchlich wurde, aus Zucker gestaltet wurden. Sowie mehr als üppigen Blumengestecken, die bis zu zwei Meter hoch sein konnten, und die jeden Blick über den Tisch hinweg versperrten. Wußte man als Gast, wer einem gegenüber platziert war, und wollte dieser Person eine Schmeichelei, ein Kompliment, oder eine mit viel geraspeltem Süßholz verbrämte Stichelei, vielleicht gar Beleidigung zukommen lassen – schon damals ging man bei solchen Anlässen mit Sicherheit mit dem Klartext höchst sparsam um! – musste man im wahrsten Sinne des Wortes durch die Blume sprechen… 😉
… Wollte man nach dem Schmausen ein kleines Tänzchen wagen, hob die Dienerschaft auf ein Zeichen des Gastgebers die Tischplatten sowie die Holzböcke schlicht und ergreifend beiseite – und daher stammt die Redewendung: „Eine Tafel aufheben.“…
… ist nicht nur ein gutes Training für’s Oberstübchen, und auch höchst profund, um andere Menschen und Kulturen besser kennen zu lernen, sowie eine gastfreundliche Haltung zu pflegen, sondern kann einem zudem schöne, erheiternde Momente bescheren…
… Diese durchweg positive Feststellung darf ich recht häufig machen, wenn italienische Schülergruppen durch unsere prachtvolle und weitläufige Residenz marschieren. Südländische Menschen sind ja bisweilen ziemlich temperamentvoll veranlagt, vor allem, wenn noch recht jung an Jahren, und der Hafer sie sticht. So bleibt es nicht aus, dass man als aufmerksame Museumsaufsicht eine oder mehrere laute Mahnungen aussprechen muss. Ich mache das in der Regel voller Bedacht zunächst auf Englisch. Und darf daraufhin beobachten, dass die jungen Damen und Herren aus dem Lande, in dem die Zitronen blühen, so tun, als würden sie dieser Sprache nicht mächtig sein, und als hätten sie kein Wort von dem verstanden, was ich ihnen soeben ans Herz gelegt habe. Oft macht man sich auch über mich lustig, und das nicht eben sehr schmeichelhaft. – Und dann, ja, dann – Vorhang auf! – ist mein großer Moment: Dann komme ich nämlich mit geschliffenem und fließendem Italienisch einher (geschliffen und fließend deshalb, weil ich inzwischen die gängigen Floskeln und Redewendungen, die ich zur Ausübung meines „Handwerks“ benötige, in jener so melodisch, schön und romantisch klingenden Sprache auswendig gelernt habe – an den spanischen und französischen „Fachausdrücken“ arbeite ich grade, nur mit Russisch und Japanisch habe ich noch richtig große Probleme 😉 ). Das Beobachten, wie daraufhin recht viele noch jugendfrische Gesichtszüge der Ragazzi völlig entgleisen, bereitet mir jedesmal allergrößtes Behagen und Vergnügen. So lange die Leutchen sich dann noch in meinem Abschnitt befinden, habe ich nicht mehr die geringsten Probleme mit ihnen, ganz im Gegenteil. Und so ein ganz kleines bisschen diskrete, schlitzohrig-gutmütige Boshaftigkeit gehört doch auch zu den Würzmitteln, welche der bisweilen ziemlich fad oder bitter schmeckenden Suppe des Lebens einen feinen und bekömmlichen Geschmack zu verleihen pflegen… 😉
… Diese kleine Geschichte habe ich im Gesichtsbuch gefunden. Und ich finde sie geradezu ideal für den Beginn eines neuen Jahres:…
Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:
„Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.“
Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.
Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.
Nun lächelte der Professor und sagte:
„Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.
Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …….
Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund usw.
Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.
Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!“…
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