14 Kommentare zu “Züge ins Leben – Züge in den Tod…

  1. Die Klemperer-Tagebücher haben mich sehr ergriffen, eben weil er den „Alltag“ beschrieb, in dem man keine Gelegenheit ausließ, um die jüdische Bevölkerung zu drangsalieren. Ich habe das mit Pausen gelesen, weil es für mich so schwer zu begreifen war. In seinen Notizen eines Philologen schreibt er über die Sprache und wie sie sich veränderte in der NS-Zeit, wie Dinge auszusprechen normal wurde, wo eigentlich ein Aufschrei hätte folgen müsste. Und ich war erschrocken, weil ich Analogien zu heute fand.
    Danke für deine Bilder und für deine Worte.

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    • Während der Gedenkveranstaltungen zur „Kristallnacht“ vor ein paar Jahren hatten SchauspielerInnen der Münchner Kammerspiele und des Residenztheaters aus V. Klemperers Tagebüchern vorgetragen… Die Verrohung der Sprache in den dreißiger Jahren und jetzt gleicht sich schon höchst erschreckend…
      Sehr gerne! Immer wieder Blogposts mit dieser Thematik online zu stellen ist für mich ein Muss.

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  2. An dem Kinderdenkmal bin ich auch etliche Male vorbeigekommen. Eindrucksvoll fand ich auch das Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald von wo aus die Züge in den Tod fuhren

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  3. Die Gesichter sind so klar ausgeprägt, man erkennt in ihnen die Situation, denen die Menschen ausgesetzt waren.
    Diese Gruppe kann man nicht übersehen, und ich denke mal, jeder wird dadurch an die schlimme Zeit erinnert. UND DAS IST GUT SO.

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    • Ja… So jung noch waren all diese 1,5 Mill. Kinder und Jugendliche. Hatten noch so viel Lebenszeit, Träume, Hoffnungen vor sich…
      Nie waren solche Mahnmale und Gedenksteine so wichtig wie jetzt.

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  4. Das Denkmal finde ich wirklich sehr gelungen, so traurig der Anlaß der Erinnerung auch ist. Im Gegensatz zur „Nebelleuchte“, die sich München m.W. über Jahre hingestellt hatte. LG Michael

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            • Mir gefällt dieses Mahnmal, grad weil es so schlicht ist, und eben nicht schön. Die grauenvollen Untaten, die sich in der NS-Zeit ereigneten, waren ja alles andere als schön…

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                • Ja, es ist halt nicht grad prominent platziert, obwohl durchaus an der richtigen Stelle, denn in unmittelbarer Nähe gegenüber befand sich das Wittelsbacher Palais, das Hauptquartier der Gestapo. Im Keller dort wurden ungezählte Verhöre mit Folter durchgeführt, schräg gegenüber saß man auf der Terrasse des Café Luitpold und hat angeblich bei Kaffee und Kuchen von nichts gewusst…

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