19 Kommentare zu “Alltags-Rassismus – und die Frage nach dem Warum…

  1. Ja, liebe Margot, in meiner Heimat Sachsen soll das ja daran liegen, dass die DDR-Bürger keine Demokratie gelernt hätten, meinen jetzt viele kluge Menschen erkannt zu haben. Aber bei Euch, im erzkonservativen Bayern? ich kann nur vermuten, dass die Menschen voller Neid und durch die Medien geschürte Angst sind. Da steckt mit Sicherheit Methode dahinter, denn Angst macht die Menschen bekanntlich manipulierbar. Und irgendwie hat Euer Seehofer da auch seine Aktien dran. Ich bin schon sehr gespannt, wie das mit der Regierungsbildung weitergeht, Liebe Grüße und Hut ab für Deinen Mut für solch kritische Gespräche

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    • Solche Sprüche, solches Gedankengut hat es auch in meiner Heimat immer schon gegeben, liebe Hedwig. Wenn sich die alten Kriegsveteranen vor vierzig Jahren in ihrer Stammtischwirtschaft versammelten, dann hat man sich schon mal den „oidn Adi“ zurück gewünscht, denn so schlimm sei der ja in Wirklichkeit gar nicht gewesen. Oder man hat sich damit gebrüstet, wie viel „Russnweiba“ und „Franzmänner“ man angeblich vergewaltigt bzw. erschossen hatte. Aber das waren Stammtischsprüche, in der Regel abgesondert, wenn man schon mehr als genug Halbe Bier intus hatte! Inzwischen kommt es mir so vor, als seien fremdenfeindliche und politisch rechte Parolen sozusagen salonfähig! Als würde man nicht dazu gehören, wenn man sich diesem Tenor nicht anschließen, ja, sogar entgegen stellen würde!… Ich habe schon einige Male zu hören bekommen, dass man „dieses linksversiffte Gutmenschengesocks“, das gegen die Pegidioten etc. in München protestieren würde, „zusammen mit diesem Asylantengesindel vergasen oder abknallen sollte“. Da ballt sich in mir schon stets ein Knoten aus Zorn zusammen. Und es kommt mir stets ein altes arabisches Sprichwort in den Sinn: „Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter.“ 😉
      Liebe Grüße!

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  2. Leider sind solche Gespräche keine Seltenheit, ich habe sie auch schon erlebt.
    Warum?
    Da gibt es sicher viele Gründe und jeder Einzelne hat seine eigene mehr oder weniger oder nicht mal ansatzweise reflektierte Überzeugung.
    Die Medien spielen eine nicht geringe Rolle, aber Vorurteile bauen sich nicht im Übernehmen irgendwelcher Äußerungen ab, sondern nur im Er-Leben und in der gemeinsamen Auseinandersetzung.
    Nur so ist Annäherung möglich, Verständnis füreinander und ein wirkliches Miteinander.

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    • Dass es durchweg keine armen Leute sind, sondern solche, die mit dem, was sie haben, eigentlich ein schönes und zufriedenes Leben führen können, erschüttert mich stets am meisten, wenn ich mit solch rechtslastigen Äußerungen konfrontiert werde. Und völlig aus den Socken haut es mich jedesmal, wenn ich feststellen muss, dass sogar jene, die selber zu uns eingewandert oder auch geflohen sind, gegen Asylsuchende hetzen und rechtes Gedankengut verbreiten…
      Schwierig sind die Auseinandersetzungen mit jenen Menschen, sehr schwierig. Da ist die braune Beitze schon so tief eingezogen, dass selbst die besten Argumente nicht mehr durchdringen.

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  3. Wenn solche Gespräche nicht so wahr, so allgegenwärtig und real wären … man müsste eigentlich tief traurig sein, dass es solche Menschen gibt, oder? Und mit Wut kommt Sprachlosigkeit daher, die keinen weiterbringt. Wie kann man so empathielos und dumm sein? Danke Martha … du bist immer so klar und traust dich unbequem zu werden – Respekt!

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  4. Da sollten unsere lieben Politiker_innen einmal klare Worte auch und vor allem in deren Vereinigungen finden. Wenn man wie ca. zwei Jahre zurückliegend hier in der Gegend eine „Veranstaltung gegen Rechts“ in eine „Veranstaltung für Toleranz“ umbenennt zeigt mir dies, dass hier etwas im Argen liegt. Natürlich gab vom „Hofmarschallamt“ dieser Stadt keinerlei Erklärung/ Rückantwort, welche dies zumindest im Nachhinein sinnvoll erklären hätte können. ;-( LG Michael

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  5. das ist ja ein ding! selber eingewandert und katholisch und dann solche sprüche. unglaublich!
    ich habe einen lieben schwarzen, kubanischen schwiegersohn, der mit meiner tochter und den gemeinsamen süßen mischlingskindern in wien lebt. leider hat er schon viele anfeindungen bekommen und ist auch in der u-bahn von rechtsradikalen zusammengeschlagen worden .

    ich glaube, menschen, die so arg ausländerfeindlich sind, haben ein total schlechtes selbstbewußtsein und enorme ängste, dass ihnen etwas genommen werden könnte von ihrem wohlstand und besitz. viele politiker tun aber auch alles dazu um solche ängste zu schüren.

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    • Ja… Als ich das hörte, war ich fassungslos. Eigentlich sollten Menschen, die selbst einen Migrationshintergrund haben, doch eigentlich Verständnis für Flüchtlinge aufbringen…
      Furchtbar… Wie können Menschen einander so etwas antun…
      In einem deutschen Song heisst es so schön, dass Ausländerfeindlichkeit und politisch rechte Einstellungen im Grunde genommen nichts anderes sind als Schreie nach Liebe und Anerkennung. Und ja, ich finde auch, dass es Vielen an gesundem Selbstbewusstsein mangelt. Das gilt auch für jene, die Verschwörungstheorien anhängen, und diese verbreiten…
      Politiker/innen schüren seit langem schon sehr gerne den Rechtsdrall hierzulande – das lenkt so schön von Vielem ab, was in unserem Staate in eine mittlerweile starke Schieflage geraten ist, vom Gesundheitssystem über den Pflegenotstand angefangen bis hin zu höchst lahmen bzw. nicht vorhandenen Aktionen gegen Steuerflüchtlinge und ausufernden Lobbyismus…

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