Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Gaienhofen – das Haus Hermann Hesse’s…

… Beim kurzen Warten auf Einlass an der Pforte gewann ich durchaus den Eindruck, der berühmte und hoch verehrte Schriftsteller selbst sei zugegen, die Villa macht einen so lebendigen und authentischen Eindruck…

… Vor einer Weile sah ich im TV eine wirklich schöne Dokumentation mit dem Titel „Gärten am Bodensee“. Als ich vor kurzem im WWW herum stöberte, kam mir jene Sendung wieder in den Sinn. Die entsprechende Homepage ward schnell gefunden. Per E-Mail versuchte ich mein Glück – normalerweise finden die Führungen nur Samstags statt – und hatte selbiges, ich durfte mich am Freitag Vormittag einer Gruppe Damen anschließen…

… Eine überaus kompetente Kunsthistorikerin, die zudem eine mitreissende Gabe des Erzählens ihr Eigen nennt, gab uns zuerst im Garten einen kurzen Abriss der Geschichte des Anwesens, bevor wir ihr ins Haus folgten. Dank ihrer ausdrucksvollen Schilderungen, und durch die zum großen Teil detailgetreu und behutsam restaurierten Räume fühlten wir uns schnell in jene Zeit vor ziemlich genau hundert Jahren versetzt…

… Gegen den Widerstand ihrer äußerst wohlhabenden und namhaften, altehrwürdigen Baseler Familie hatte 1903 der noch sehr junge, sich erst am Beginn seiner Karriere befindende Hermann Hesse die neun Jahre ältere Mia Bernoulli, eine selbständig tätige Fotografin, geehelicht. Die Beiden waren glühende Anhänger der sogenannten Lebensreform – sie sehnten sich nach einem Dasein ohne die immer lärmender und schmutziger werdende Enge der Großstadt, den aufkeimenden Technikwahn, der Huldigung des Götzen Fortschritts, ohne Hetze, Eile und Entmenschlichung.  So kehrten sie 1904 Basel den Rücken. Sie mieteten sich bei einem Bauern im Dörflein Gaienhofen ein, ihr Domizil bestand aus einigen kleinen Zimmerchen. Es gab weder Elektrizität, noch fließendes Wasser, noch ein Badezimmer. Dort wurde 1905 Bruno, der erste Sohn, geboren…

… Von den Einheimischen wurde die kleine Familie nie akzeptiert, der Dichter und Denker und seine ungewöhnliche, sehr kultivierte und selbstbewusste Frau blieben für die Zeit ihres Aufenthalts in Gaienhofen Fremde. 1907 beschloss Hesse, oberhalb der Ortschaft, an einem Hang saurer Wiesen und in Nähe eines Birnbaums gelegen, ein Haus zu bauen. Ein entsprechendes zinsloses Darlehen über 30.000 Taler schoss der Schwiegervater vor, der namhafte Baseler Architekt Hans Hindermann entwarf die kleine Villa, entgegen des grade herrschenden Jugendstils ohne viel Zierrat und Schnörkeleien, mit klaren, schlichten Linien. Bereits nach neun Monaten war das Anwesen fertig gestellt…

… Das Leben an der Seite des Schriftstellers Hesse muss alles andere als einfach gewesen sein. Er zog sich oft wochenlang von seiner Familie zurück in den ersten Stock des Hauses, dort hatte er sein höchst eigenes Refugium, mit einer üppigen Bibliothek, seinem Schlaf- und mehreren Gästezimmer. Um sich vor der Geschäftigkeit im Erdgeschoss, dem Lärmen seiner mittlerweile drei kleinen Kindern abschotten zu können, ließ er im Treppenhaus eine fest verschließbare Türe anbringen…

… Seine einzige häusliche Pflicht sah er darin, das Haushaltsbuch zu führen. Darin sind einige recht interessante Posten zu verzeichnen, z. B. ca. 150 Taler im Jahr als Gebühren für den Fährmann von Steckborn, denn trotz Lebensreform war man nicht gewillt, auf gewisse Luxusgüter zu verzichten, welche recht mühsam zuerst übers Wasser von Konstanz, und dann per Leiterwagen auf die Anhöhe geschafft werden mussten. Die sehr exquisiten Zigarren, die Hermann Hesse eifrig rauchte, und die mit über 80 Talern jährlich zu Buche schlugen, pflegte er übrigens höchstselbigst im Ruderboot über die deutsch-schweizerische Grenze zu schmuggeln. Kam es zu häuslichen Katastrophen, wie das Explodieren des Kachelofens im Speisezimmer, packte er kurzerhand seinen Koffer und ging auf Reisen…

… Betrachtet man Portraitfotos von Mia Bernoulli, wird erschreckend klar, wie belastend die Ehe und die Führung des Hausstandes für Hesse’s erste Frau gewesen sein musste. Zu Beginn ihrer gemeinsamen Jahre zeigt sie sich schön, von innen gleichsam strahlend. Auf einem Abbild von 1911 dagegen wirkt sie desillusioniert, verhärmt, erschöpft und traurig…

… 1912 verkauften die Hesses ihre Villa in Gaienhofen, vorbei war die Zeit der Stadtflucht, man kehrte dem beschaulichen Bauerndorf auf der Halbinsel Hoeri den Rücken und zog nach Bern…

… Weitere lesenswerte Informationen, vor allem, wie Frau Eva Eberwein, die jetzige Besitzerin, 2003 das Anwesen vor dem Abriss gerettet, und mit unglaublich viel Mühen und Tatkraft in seinen Originalzustand zurück versetzt hat, finden sich hier

… Da es sich bei der Hesse-Villa um ein bewohntes Privathaus handelt, ist das Fotografieren in den Räumen nicht gestattet. Doch im wundervollen, nach Hermann Hesse’s Plänen rekonstruierten Garten rund um’s Haus darf man das. Hier nun meine Impressionen:…


41 Antworten zu “Gaienhofen – das Haus Hermann Hesse’s…”

  1. Danke für den recht interessanten Aufsatz 🙂 Er war wohl so etwas wie der typische Macho seiner Zeit. Die Frau für Heim und Herd…
    Sehr idyllisch sieht es ja aus. Schade, dass ihr drinnen keine Bilder machen konntet. Ist eigentlich schon heftig, wenn man sich eine Tür einbauen lässt, so dass man seine Ruhe vor Frau und Kindern hat…

    • Hermann Hesse ist mit Sicherheit kein Macho gewesen. So pflegt kein Macho zu schreiben und zu denken… Er wird wohl einerseits in seiner ersten Ehe Gepflogenheiten seines Vaters mit übernommen haben, und zweitens aber auch als höchst sensibler Mensch mit den alltäglichen Anforderungen des Familienlebens völlig überfordert gewesen sein…
      Wenn du auf den Link am Schluss meines „Aufsatzes“ klickst, dann kannst du in dem Artikel über Eva Eberwein und die Geschichte des Hauses einige Fotos der restaurierten Räume sehen.

  2. Das hast Du aber schön erzählt. Tolle Bilder, auch die Details, ich mag ja solche Häuser, und daß er einfach flüchtete, wenn es „Streß“ gab, das ist schon der Hammer. Kein Wunder wurde die Frau unglücklich. Wie so oft kennt man nur einen winzigen Bruchteil von Menschen, aber hinter den Kulissen sieht es meist eben ganz anders aus. Das war damals so, und heute auch noch …
    Einen schönen, sonnigen Tag wünsche ich Dir! 🙂

    • Danke sehr! 🙂
      Ich vermute, Hesse ist schlicht und ergreifend den Anforderungen des Familienlebens nicht gewachsen gewesen. Die Flucht ergriff er zweimal, jedesmal nach München, weil er dort Mitherausgeber einer Zeitung gewesen ist, dann allerdings ist er auch bei häuslichen Katastrophen brav zuhause geblieben, seine Frau muss ihm wohl ordentlich den Kopf gewaschen haben…
      Mia Bernoulli-Hesse hat vermutlich bereits damals unter Depressionen gelitten, ein „Familienerbe“. Und sie muss sehr einsam gewesen sein, denn in Gaienhofen und Umgebung gab es niemanden außer ihrem Mann, der ihr intellektuelles Niveau hatte.
      Danke schön, liebe Ellen, ich wünsche dir auch noch einen wundervollen Tag! 🙂

    • Danke sehr! 🙂 Ich fand es sehr erfrischend, dass man H. Hesse in Gaienhofen nicht verklärend auf ein Podest stellt, sondern ihn durchaus als Mensch mit ziemlichen Schattenseiten beschreibt – die es ja, wie wir wissen, stets auch gibt, wo viel Licht scheint. 😉

  3. Hermann Hesse war ein außergewöhnlicher Schriftsteller. Schön das du sein Anwesen besichtigen konntest. Tolle Bilder. L.g. Ludger

    • Das sehe ich auch so! Für mich ist er wie ein lieb gewordener, vertrauter Freund, der durch seine Werke zu mir spricht.
      Danke schön!
      Liebe Grüße!

  4. Danke für Deine ausführlichen Informationen. Vieles, was ich über Hesse noch nicht wußte. Das Haus ist ja zauberhaft idyllisch.

    • Sehr gerne, liebe Birte! 🙂 Für mich ist auch sehr Vieles neu gewesen.
      Das Haus ist so richtig zum Wohlfühlen. Kaum zu glauben, dass es sich jetzt den Besuchern so präsentiert, uns wurden während der Führung Fotos seines erschütternd desolaten Zustandes im Jahr 2003 gezeigt, kurz bevor Frau Eberwein und ihr Mann es erwarben.

  5. Architektonisch schön wirkt das Häuschen nicht wirklich, aber trotzdem ist es wunderschön, wegen des verwunschenen Gartens und auch wegen der individuellen Ausgestaltung drumherum. Da sind einige originelle Kunstwerke bzw. Dekostücke. Sehe ich das richtig, dass man eine schöne Aussicht auf den See hat?

    • Im Vergleich zu den recht modernen Häusern ringsum wirkt die Hesse-Villa irgendwie wie ein Schwan im Ententeich. 😉 Und der Garten ist schlicht und ergreifend bezaubernd und traumhaft!… Ja, man hat eine sehr schöne Sicht auf den See, vor allem vom Balkon der Bibliothek im ersten Stock aus.

  6. nun bin ich umfassen über H. Hesse informiert, wusste so etwas, aber nicht so umfassend viel, danke und weiter viel Freude an deinem Forscherdrang, schönen Pfingstmontag, KLaus

    • Vieles davon ist mir auch völlig neu gewesen, obwohl ich mich seit etlichen Jahren bereits mit Hermann Hesse, seinem Leben und seinen Werken beschäftige.
      Danke schön! Ich wünsche dir auch noch einen wundervollen Tag! 🙂

  7. Mein lieber Scholli, die Familie hatte ja nun wirklich einiges zu ertragen. Aber so ist wohl nun halt, wenn man mit einem Künstler zusammenlebt. Da müssen eigene Interessen hintenan stehen. Ich wage fast zu behaupten, dass es für ein solches Klientel vielleicht sogar besser ist, gar keine Familie zu gründen. So könnten sie sich in Ruhe ihrem künstlerischen Schaffen widmen. Nein, ich könnte so mit keinem Mann zusammenleben. Dafür muss man wohl geboren sein. Du schreibst von einer ersten Frau. Darf ich fragen, wieviel Ehefrauen er verschlissen hat? Oder kann man dies auf der Homepage nachlesen? Werd ich dann gleich mal lesen gehen. Dein Bericht jedenfalls ist sehr, sehr interessant und deine Fotos dazu wunderhübsch.

    • Ja-ein. Ich glaube, dass Hermann Hesse in seiner Höchstsensibilität schlicht und ergreifend mit dem Familien- und Eheleben überfordert gewesen ist. Er konnte ja auch anders, seine drei Söhne hatten erzählt, dass er mitunter viele lange Stunden in ihrem Kinderzimmer verbrachte, mit ihnen spielte, und selbst erfundene Märchen erzählte. Und niemand in der Familie hat mehr gelitten als er, als sein jüngster Sohn 1911 an einer lebensgefährlichen Hirnhautentzündung erkrankte…
      Mia Bernoulli-Hesse wird vielleicht auch nicht unbedingt ein „pflegeleichtes“ Eheweib gewesen sein. Immerhin ist sie neun Jahre älter gewesen als er, und durchaus sehr eigenwillig. Diese erste Ehe Hesse’s hielt doch gute 20 Jahre, bis 1924. Danach vermählte er sich mit einer berühmten Opernsängerin, mit der er zuvor eine gar heisse Affäre hatte, das war aber nur ein kurzes „Intermezzo“, nach etwa einem Jahr wurden die Beiden geschieden. Einiges später lernte er in Montagnola, Schweiz, eine österreichische Lektorin (oder Verlagsangestellte, ich bin mir da jetzt nicht sicher) kennen und lieben, neunzehn Jahre jünger als er. Diese Ehe ist für ihn die glücklichste und erfüllendste aller Beziehungen gewesen, sie dauerte bis zu seinem Tode an…
      Er hat übrigens stets äußerst respektvoll und mit Wärme über Mia Bernoulli-Hesse gesprochen, und sich in seinen späteren Jahren häufig Vorwürfe wegen seines damaligen Verhaltens gemacht. Mia, die 95 Jahre alt wurde, und bis zur letzten Stunde geistig klar, rege und vielseitig interessiert gewesen ist, hat mit den Jahren ihren Frieden mit ihrer Ehe gemacht, und Hermann Hesse nichts nachgetragen…
      Danke schön! 🙂

  8. Mir fiel bei deiner Erzählung auch sofort nur noch der Begriff „Macho“ ein. Die arme Frau. Aber der Garten ist wirklich wunderschön.

    • Nein, ich denke nicht, dass Hermann Hesse ein Macho gewesen ist. Dann hätte er keinesfalls dermaßen beseelt und eindringlich, und mit solch einer klaren und wunderbaren Sprache seine Gedanken, Träume und Phantasien zu Papier bringen können… Zudem ist man damals noch sehr, sehr weit entfernt von einer wenigstens teilweisen Gleichstellung der Frauen gewesen, Frauen hatten seinerzeit ja weder ein Wahl- noch ein Mitspracherecht, noch wurden sie als mündige Bürger(innen) akzeptiert. Dass sie studieren und einen Beruf ausüben durften, wie Mia Bernoulli-Hesse, die auch nach ihrer Heirat mit H. Hesse wenigstens zeitweise als selbständige Fotografin arbeitete, ist eine Ausnahme gewesen…
      An dem Garten konnte ich mich gar nimmer satt sehen…

  9. Oh ja, ich kann zeitweilige Stadtflucht gut verstehen, aber auch die Rückkehr. 😀
    Ich mag den Schriftsteller sehr und weiß nun etwas mehr über den Menschen. Danke.

    Liebe Grüße von der Gudrun, die gerade dabei ist, die Landflucht zu verändern
    (Mein Nachbar auf den Dorf bezeichnete mich letztens als Feldflüchter :D)

    • Ich liebe Hermann Hesse’s Werke! Lese ich darin, ist mir stets so, als würde ein guter, alter, lieber Freund zu mir sprechen. 😉
      Am 3. Juli gibt es hier im Münchner Literaturhaus eine Lesung aus dem neu erschienenen Buch „Hesse’s Frauen“. Den Termin habe ich mir schon ganz dick vorgemerkt. 😉
      Ich bin in einer sehr ländlichen Umgegend aufgewachsen, ganz leben möchte ich dort allerdings nicht mehr…
      Ich wünsche dir noch einen schönen Abend! Und ein problem- und möglichst müheloses Fortschreiten deiner Renovierungsarbeiten.
      Liebe Grüße!

  10. Welch wunderbarer Bericht, Margot. Das Haus ist ein Traum von einer Idylle, so viele liebevolle Details.
    Ich suche nun aber die vielen, in der Vorschau im „Reader“ klein gezeigten Fotos und das grosse von diesem enormen Berg, wo sind die hingekommen?
    GLG

    • Danke schön, meine Liebe! 🙂 Das Haus ist ein Schmuckkästchen, nicht wahr! Ich hätte am liebsten gefragt, ob noch ein Zimmerchen für mich frei ist. 😉
      Manchmal spinnt der Reader a bisserl, dann zeigt er nämlich einen Querschnitt aller im Blog veröffentlichten Fotos an. 😉

    • Meine Liebe, dieses Buch steht seit meinem Besuch in Gaienhofen ganz weit oben auf meiner Must-Have-Bücherliste. Dort ist es nämlich zum Durchblättern und Hineinschnuppern ausgelegt gewesen. Und das obertolle: Die Autorin hält am 3. Juli im Münchener Literaturhaus eine Lesung! 😀
      Liebe Grüße!

        • Aber geh! Das konntest du ja nicht wissen! 😉
          Ich bin auch schon sehr gespannt! – Und grade sehr zwiegespalten, denn am gleichen Tag würde eine Busreise nach Stein am Rhein – ein wunderschönes Städtchen! – statt finden. Zusätzlich zu meiner „Damenband“ streiten jetzt auch noch zwei Seelen in meiner Brust… *Seufz*

  11. … wenn ich mir vorstelle, dass damals bereits von Technikwahn, Hetze und Eile die Rede war ..die Menschen eine „Entmenschlichung“ empfunden haben .. wie würden die Leute von damals es wohl empfinden, wenn sie in unsere jetzige Zeit versetzt werden .. denn das ist ja heutzutage noch deutlich ausgeprägter …

    Ein faszinierender und spannender Bericht von dir, liebe Margot, und bei den Bildern hätte ich noch viel öfters den Stern klicken können – das sind ja herrliche Aufnahmen!

    „Geflüchtet“ ist Hesse, soweit ich weiß, schon früher ..als Schüler, aus einer Ausbildung, die ihm wohl nicht entsprach .. er war ja auch in unserer Gegend hier (also ganz grob) z. B. in Maulbronn .. korrigier mich, wenn ich da was falsch in Erinnerung habe 😉

    Ich komme auf jeden Fall nochmal wieder – denn deine Beiträge möchte ich mir noch in Ruhe anschauen ..lasse dir aber jetzt schonmal ganz liebe Grüße hier 🙂
    Ocean

    • Ja, die Schilderung der Umstände, die Hesse und eine erkleckliche Zahl weiterer Anhänger der sogenannten Lebensreform von den Städten auf’s Land fliehen ließen, fand ich auch sehr bemerkenswert…
      Danke schön, meine Liebe! 🙂
      Das haben hypersensible Persönlichkeiten so an sich, dass sie die Flucht ergreifen, wenn ihnen eine Situation bzw. gewisse Umstände unerträglich zu werden scheinen… Du hast Recht, er ist in Maulbronn im Internat gewesen. Von dieser Zeit handelt seine Erzählung „Unterm Rad“, dies und sein Roman „Gertrud“ sind übrigens die einzigen beiden größeren Werke, die er während der insgesamt acht Jahre in Gaienhofen zu Papier brachte.
      Ich freue mich sehr über jeden Besuch von dir!
      Herzliche Grüße!

  12. oh wei ..ich seh meinen Kommentar gar nicht und hatte ihn leider nicht kopiert ..hoffentlich hast du ihn dennoch erhalten, als Spam evt.?

    ich komm in jedem Fall nochmal wieder für deine anderen Beiträge 🙂 Ganz liebe Grüße 🙂

  13. ich kenne zwar keine hermann hesse werke, aber ich habe deinen eintrag hier so richtig verschlungen. und dann noch die tollen fotos dazu. die villa samt garten sehen so richtig einladend und wie sagt man bei euch…idyllisch(?) aus. da haette ich auch gerne mal eine „fuehrung“ mitgemacht.

    schade, dass der dichter mit seiner familie im ort immer als fremde galten. ich stelle mir das schrecklich vor, sich immer als fremde/ausgestossene familie zu fuehlen.

    du hast das alles so wirklichkeitsnah ruebergebracht mit deiner erzaehlung. dein eintrag hat mich bereichert und ich danke dir dafuer.

    lg
    Sammy

    • Die Villa und der Garten sind ein richtiges Kleinod, nicht wahr! 🙂
      Über lange Jahre hinweg niemandem nahe zu kommen, keine Freundschaften mit den Einheimischen schließen zu können – das ist schon hart. Zum Glück hatte vor allem Hermann Hesse Freunde und Bekannte genug, die auch immer wieder mal nach Gaienhofen kamen.
      Ich habe bei der Führung ganz fest meine Ohren gespitzt, und mir deshalb viel von dem merken können, was die Kunsthistorikerin erzählt hat. 😉
      Sehr gerne!
      Liebe Grüße!

  14. Danke für den lehrreichen Bericht und die schönen Bilder! 🙂 Falls dich dein Weg mal (wieder) in die Geburtsstadt oder in die Stadt der Lehrjahre Hesse’s führt, bin ich mit von der Partie…

    • Sehr gerne, liebe Hilde!
      In Calw bin ich bereits einige Male zu Gast gewesen, ich würde mir dieses hübsche Städtchen sehr gerne mal wieder besehen. 😉

      • Ja, weiß ich. Hatte nicht ich mal gelesen, dass du da recht flott unterwegs warst…? Und Tübingen? Sehenswertes Städtle. Grüsse 😉 HEIDI

        • Oh, ja! Da hab‘ ich mal wegen ordentlich Zu-schnell-fahrens einen Strafzettel einkassiert. 😉 Warum muss dort auch bei der einen Bergstraßenkurve die Stadt aufhören, und bei der anderen wieder anfangen? Das ist schon äußerst unfair! 😉
          In Tübingen bin ich bislang noch nicht gewesen. 😉
          Liebe Grüße! Hoffe, dir und deinem Daumen geht’s mittlerweile wieder gut!

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