… Wieder einmal Danke schön an @Rina für diese stets interessante und inspirierende Blogaktion…
Gefreut: Darüber, dass es hier in meinem kleinen Leben nach wie vor ruhig und friedlich ist. Dass nach einem Tag, den ich mit viel Muskelschmerzen und mich schonend im Bett verbringen musste, die Kräfte allmählich zurückkehren.
Geärgert: Nur mal wieder über mich selbst.
Gedacht: Das war eine saudumme Idee, ohne fachkundige Unterstützung zu versuchen, einen Teil des alten Teppichbodens im Wohnzimmer zu entfernen. Ich hatte meine Kräfte völlig überschätzt, musste nach einem kleinen Stückchen bereits völlig ausgepumpt aufgeben und für den Rest des Donnerstags und am Freitag das Bett hüten, weil ich mich so verausgabt hatte. Ich darf mich ja nicht hinknien, weil ich ohne fremde Hilfe nicht mehr aufstehen kann. So muss ich, wenn ich am Boden arbeiten will, dies stehend in gebückter Haltung und leicht gebeugten Knien tun – und das raubt mir binnen kurzem sämtliche Energien.
Gefragt: Cui Bono? Wem nützen Verschwörungstheorien und Fake News – außer dass solches „Insiderwissen“ über die angebliche „amerikanisch-jüdische Weltverschwörung“, die „Klimawandel-Lüge“, die „Impf-Lüge“, die „Corona-Lüge“, „QAnon“ etc. das eigene, wohl unterentwickelte Selbstwertgefühl streicheln und man sich fühlt, als sei man jemand besonders Wichtiges, allen anderen überlegen? Will man sich wirklich durch das Weiterverbreiten, widerspruchslose Hinnehmen bzw. Tolerieren, als harmlos und ungefährlich Abtun zum/zur willigen Handlanger:in jener machen, die diese Schwurbeleien und Falschinformationen seit langem schon gezielt streuen: Großkonzerne, machtgeile Superreiche und Politiker:innen, sowie verfassungsfeindliche Parteien, welche die Zerstörung der Demokratie zu Ziel haben? Das sind nämlich diejenigen, die davon profitieren!
Gewundert: Dass meine „Lieblingsnachbarin“ mir immer noch mit ausgesuchter Höflichkeit und Freundlichkeit begegnet.
Genervt: Mal wieder vom mich lähmenden Muskelschwund und der damit einhergehenden beängstigend tiefen Erschöpfung.
Gelitten: Siehe oben.
Gewesen: Spazieren und Einkaufen, und im nahe gelegenen Oxfam-Laden stöbern.
Getroffen: Meine „Lieblingsnachbarin“ und die Haushaltshilfe.
Gesucht: Im Internet nach Hausmitteln, um alte Teppichkleberreste zu entfernen.
Gefunden: Jede Menge. Geholfen hat leider nichts, da muss definitiv eine qualifizierte Fachkraft ran.
Gelacht: Oh, ja!
Geweint: Nein. Außer ein paar kleinen Tränchen Selbstmitleids am Donnerstag.
Gegessen: Frische Kochelsee-Forelle, in der Folie gegart, Spiegeleier mit Rosenkohl und Kartoffeln, einen Kartoffel-Rosenkohl-Gratin mit gaaaaaanz viel Käse überbacken, Chili-Knoblauch-Garnelen mit Nudeln, Schnitzel natur gebraten mit Rosenkohl und Salzkartoffeln, Müsli, den üblichen Berg an frischem Obst und Gemüse.
Getrunken: Sehr feinen English Breaktfast Tea, Wasser, Orangensaft, Früchtetee.
Genascht: Belgische Waffelkekse, und natürlich Jaffa-Kekse. 😉
Gehört: 😀
Gesehen: Einen Road Trip von New York zu den Niagara Fällen und dann weiter nach Toronto. Ziemlich langweilig, von der Fahrt durch Manhattan am Anfang und durch Toronto am Ende des neuneinhalb Stunden dauernden Videos abgesehen. Der Fahrer hat erzählt – allerdings nur darüber, wo die nächste Tanke ist, dass er auf die Toilette müsse, wie lange die diversen Baustellen auf der Strecke und wie frech die kanadischen Autofahrer:innen angeblich sind. An den Niagara Fällen ist er einfach vorbei gefahren, von diesem so beeindruckenden Naturwunder war so gut wie gar nichts zu sehen. Da haben mir die Road Trips durch den Saguaro National Park bei Tucson in Arizona und durch den Glacier National Park in Montana schon weitaus besser gefallen. – Die besten Videos gibt es übrigens meiner Meinung nach auf dem YouTube-Kanal AdventureEveryDay, da wird bei schönen Ausblicken und Sehenswürdigkeiten auch mal stehen geblieben, mit ausführlichen Panorama-Aufnahmen, und es gibt oft kurze aber interessante Informationen per Texteinblendungen. Und auf dem YT-Kanal Relaxing Scenes.
Außerdem habe ich mir einige Folgen „The Good Doctor“, das BR-Magazin „Quer“ und ab und zu Nachrichten angesehen.
Gelesen: Als im Herbst „Der schwarze Wolf“, der zwanzigste Band der kanadischen Krimiserie von Louise Penny, in Deutschland veröffentlicht wurde, geriet ich an einige Kritiken, die dieses Buch ziemlich verrissen. Es sei lediglich ein nicht wirklich lesenswerter James-Bond-Verschnitt. Nichts könnte weniger zutreffen. Im Gegenteil. „Der schwarze Wolf“ ist in meinen Augen der bislang beste Roman der Kandierin. Sie versteht es wie kaum ein/e andere/r Krimi-Schriftsteller:in – ausgenommen vielleicht Donna Leon -, eine sehr spannende Handlung gekonnt mit Philosophie, Psychologie, Kunst, Kultur, warmherzigem Humor, vielen interessanten Hintergrundinformationen über die Geschichte ihres Landes und den Mund wässrig machenden kulinarischen Feinheiten zu verquicken. Und wem die Hauptfigur, der Chief Inspector Armand Gamache, auch nur halbwegs vertraut ist weiß, dass dieser seine Fälle ganz sicher nicht nach blut-, action- und gewalttriefender James-Bond-Manier, sondern mit viel Menschlichkeit, Intelligenz, Phantasie und Einfühlungsvermögen zu lösen pflegt. Zudem ist die Handlung dieses Krimis absolut brandaktuell. Louise Penny hat „Der schwarze Wolf“ 2024 vor den letzten US-Wahlen geschrieben und manche Ähnlichkeiten mit jetzigen tatsächlichen Ereignissen sind bestürzend.
Gegoogelt: Na, und wie! 😉
Gelernt: Das hoffe ich sehr, dass zumindest ein klitzekleines Bisschen von dem Vielen, was ich immer ganz eifrig in mich aufnehme, hängen bleibt! 😉
Gebastelt/Gespielt/Geschrieben: Zusammen mit der Haushaltshilfe habe ich ganz brav und fleißig abgestaubt und ein bisschen geputzt, und ein paar Tage später versucht, wieder mal ein Stück vom alten, abgewetzten Teppichboden zu entfernen – diese Aktion scheiterte grandios! Und gebloggt habe ich, wenn auch nicht ganz so fleißig wie in den Wochen zuvor.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht – und einen kleinen Läufer fürs Wohnzimmer. Und ein Buddelschiff, eine Karavelle namens „Roter Teufel“ (wie passend 😀 )! Schon immer wollte ich so ein Teil haben, und im nahen Oxfam-Laden gibt es zur Zeit eine ganze Sammlung davon zu höchst günstigen Preisen.
Geschenkt/bekommen: Ich bin immer noch und immer wieder so dankbar dafür, wie erfolgreich die Rücken-OP vor mittlerweile fast eineinhalb Jahren verlaufen ist. Selbst wenn ich mal Rückenschmerzen hab‘, sind diese nun nicht mehr der Rede wert und verschwinden nach kurzem meist von selbst wieder.
Geschlafen: Durchwachsen. Und von Freitag auf Samstag über zwölf Stunden lang, das hat die Energiespeicher wieder aufgefüllt.
Geträumt: Wie immer sehr lebhaft, aber diesmal kann ich mich leider an kein Traumgeschehen erinnern.
Geplant: Am Montag den üblichen „Einkehrschwung“ im Discounter meines Vertrauens, am Dienstag eine Runde über den Bauernmarkt, am Donnerstag möchte ich mir den Schäfflertanz auf dem Josephsplatz ansehen – und ansonsten leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund.

13 Kommentare zu “Mein Wochenrückblick…”
Von Schäfflertanz habe ich ja noch nie was gehört
Das ist ein Schreittanz mit einer über fünfhundertjährigen Tradition, der einem alten Gelübde folgend alle sieben Jahre hier in München und einigen anderen ober- und niederbayrischen Regionen aufgeführt wird. Der Legende nach gingen im Jahr 1517 nach einer verheerenden Pestepidemie die Männer der Schäfflerzunft in ihren schönen bunten Trachten und Bögen mit Grünzeug und blauweißen Bändern umwickelt auf die Straßen, um mit dieser Aufführung die Überlebenden zu zerstreuen und ihnen neuen Lebensmut zu geben.
Fotos davon gibt es hier zu sehen:
https://freidenkerin.com/2020/03/27/nach-der-corona-krise/
Am Donnerstag möchte ich mal versuchen, den Schäfflertanz ein bisschen zu filmen.
Schön solche alten Traditionen!
Das finde ich auch – und der Schäfflertanz ist schon etwas ganz Besonderes, er macht fröhlich und man geht danach eine Weile beschwingter durchs Leben.
Oh Martha, das mit deinen Muskelschmerzen tut mir richtig leid. Aber du bist eine Stehauffrau (wenn du vom Boden auch nicht aufstehen kannst😉), so lässt du dich nicht unterkriegen und das ist ein großes Plus von dir.
Einen schönen Sonntag und Gruß aus dem Dorf
Immer wenn ich unter diesen Muskelschmerzen leide und bei geplanten Vorhaben sehr schnell an meine Grenzen stoße und dann diese große Schwäche verspüre, kommt mir zu Bewusstsein, dass ich an sich doch ziemlich schlimm krank bin – auch wenn ich das meistens gar nicht so recht wahrhabe…
Ein ganz herzliches Dankeschön, Piri. ❤️
gefreut – da kann man Dankbar sein, dass man es ruhig hat
gedacht – ohh – uhhhh – ja, das ist anstrengend. Richtig verklebt, nehme ich an? Uff…Du Arme..das kann ich mitempfinden.
gewundert – vielleicht hat sie gemerkt, dass du nett bist und hat das nicht erwartet?
gesucht – ja – solche Tipps nehme ich auch gerne und bin enttäuscht, dass sie nicht funktionieren. Hoffe du findest einen, der nicht zu teuer wird
geschenkt bekommen – Das ist toll. Man ist ja bei Rückenops immer skeptisch, da man schon soviel schlechtes gehört hat. Toll, dass es hier positiv ausging
Gefreut – Oh, ja!
Gedacht – Aber so was von verklebt! Dem Typen, der das verbrochen hat, würde ich am liebsten mit meinem Baseballschläger mal kräftig auf die Finger hauen!
Gewundert – Das müsste die Madame aber schon seit fünfunddreißig Jahren wissen, dass ich an sich ein netter Mensch bin. 😉
Gesucht – Ich muss ohnehin mit dem Renovieren bis Juli/August warten, bis ich mir das Geld dafür angespart habe.
Geschenkt/bekommen – Dank dieser OP habe ich gesundheitlich nun wenigstens ein schweres Päckchen weniger zu tragen.
Das war früher so üblich – schön fest verkleben. Ich mach das auch nicht – maximal so die Kanten, damit die sich nicht aufrollen. Aber es gibt ja diese richtigen Kleber, die grosszügig aufgerollt werden.
Der Mensch, der diesen Teppichboden einst verlegte, hat Klebeband verwendet, und zwar kilometerweise!
Mittlerweile darf man ja auch Teppichböden nur mehr an den Kanten festkleben.
Uhhh – das haben wir an der Treppe gemacht. Wir mussten wegen dem Hund, als er älter wurde Teppich legen und wenn ich den jetzt abmache muss ich alles abschleifen – aber ist bald fällig, die sehen auch schon übel aus.
Was deine „Lieblingsnachbarin“ betrifft -vielleicht ist das einer ihrer guten Vorsätze für 2026!
Das ist gut möglich. Dann hoffe ich mal, dass sie möglichst lange durchhält. 😊