… Manchmal muss man nur ein wenig an Höhe gewinnen, um den trüben, dunklen Wolken zu entfliehen und wieder ins strahlende Licht zu gelangen…
… Ganz Südbayern lag Ende Januar 2017 unter einer dicken, tiefliegenden Nebelschicht. Was lag da näher, einen Kurztrip nach Salzburg zu machen und auf den Untersberg zu fahren, einem sehr interessanten, klobigen Gebirgsmassiv in meiner Heimat. Denn dort oben strahlte die Sonne von einem wolkenlosen, wundervoll blauen Himmel und durchdrang und erfreute Körper, Geist und Seele…
… Hochgeladen habe ich dieses und etliche andere Fotos von diesem schönen Ausflug am 27.01.2017…
… Immer wieder gerne ein herzliches Dankeschön an @Rina für diese feine und inspirierende Blogaktion…
Gefreut: Über den Tanz der Münchner Schäffler am Donnerstag auf dem nahen Josephsplatz. Und dass das Video, welches ich davon machte, doch nicht gar so schlecht geworden ist wie befürchtet.
Über das Lob eines sehr erfolgreichen und preisgekrönten Journalisten zu diesem Blogpost.
Darüber, dass ich immer noch so leidenschaftlich wissbegierig sein kann.
Darüber, dass mir das Schreiben so viel Freude macht.
Geärgert: Nicht, dass ich wüsste.
Gedacht: Wochenlang nicht lesen oder am PC arbeiten zu dürfen wäre für mich Höchststrafe. Einer Nachbarin, die als Expertin für mittelalterliche Schriften in der Bayrischen Staatsbibliothek arbeitet, ist es so ergangen, wegen einer Netzhautablösung musste sie am Auge notoperiert werden. Natürlich gibt es Hörbücher, aber da ich quasi ein Augenmensch bin, würde es mir vermutlich schon schwer fallen, mich umzustellen.
Wenn ich hier etwas zu sagen hätte, dann würde ich angesichts des grassierenden und sich verschärfenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum den Kauf und Besitz von mehreren Immobilien von Privatpersonen rigoros unterbinden. Während Gutbetuchte zwei, drei oder sogar noch mehr Häuser/Wohnungen ihr eigen nennen, von denen in der Regel die meisten den Großteil des Jahres über leer stehen, haben Normal- und Kleinverdiener:innen oft jahrelang zu kämpfen, eine wenigstens halbwegs bezahlbare Bleibe zu finden. In meiner Heimat gibt es ganze Ortsteile, die mit Ausnahme von nur wenigen Wochen im Sommer und zur Winterzeit jahrein jahraus so ausgestorben wirken wie Geisterstädte – die Rollos heruntergelassen, kein Mensch zu sehen – das sind samt und sonders Zweitwohnungen – und natürlich auch jede Menge Spekulationsobjekte!
Gefragt: Liebes Universum, könnten wir bitte, bitte so eine beherzte, integere und charakterstarke Persönlichkeit wie Mark Carney (kanadischer Premierminister) als Bundeskanzler:in haben?
Ob ich in sieben Jahren wohl noch einmal die Schäffler werde tanzen sehen können?
Gewundert: Immer wieder darüber, dass ein einziges ganz offensichtlich geistesgestörtes Subjekt die ganze Welt in Atem halten kann, und so Viele, die keine Bange davor haben, sich in ihrem eigenen Land aufzuplustern und auch gerne mal nach unten treten, sich scheuen, ihm auch nur den Hauch eines Widerstands entgegen zu bringen.
Genervt: Von einem Schwächeanfall, der mich von Samstag Nachmittag bis Sonntag fast völlig lahmlegte.
Gelitten: Siehe oben. Außerdem habe ich in letzter Zeit wohl zu üppigen Gebrauch vom Schaumfestiger gemacht, um meine Locken zu bändigen, und nun ist über und seitlich der Stirn der Haaransatz etwas entzunden und gerötet.
Gewesen: Auf meinen üblichen Runden.
Getroffen: Eine Nachbarin, die in der Bayrischen Staatsbibliothek arbeitet, und die ich schon länger nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte.
Gesucht: Im Internet nach diversen Informationen.
Gefunden: Yepp.
Gelacht: Uuuups, ja. 😀 Im Drogeriemarkt bekam ich mit, wie eine junge Frau am 21. Januar eine Angestellte fragte, warum denn die Weihnachtsschokolade von … nicht mehr im Sortiment sei. Und da – es tut mir ja so leid! 😂 – ist mir ein lautes Lachen entfleucht…
Geweint: Nein.
Gegessen: Statt der üblichen Forelle ein großes Filet Grasfisch, die eine Hälfte am Dienstag in Butter gebraten, die andere am Mittwoch in der Folie gegart. War köstlich – aber sehr teuer. Außerdem einen Eimer Hühnersuppe, Spiegeleier mit Kartoffeln und Rosenkohl, Müsli, und den üblichen Berg frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: English Breakfast Tea – bald geht die große Dose, die G. mir geschenkt hat, zur Neige -, Früchtetee, Orangensaft, Wasser.
Genascht: Die üblichen drei Stück Jaffa-Kekse pro Tag. 😉
Gehört:
Gesehen: Natürlich die Rede von Kanadas Premierminister Mark Carney in Davos. Das Gespräch mit ZDF-Sonderkorrespondentin Katrin Eigendorfer in der NDR-Talkshow – ganz interessant fand ich, als sie erzählte, wie am Abend vor Trumpels Rede im großen Saal Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft in Erwägung zogen, diesem Ereignis fern zu bleiben. Wahrscheinlich haben sich dann doch alle das irre Gebrabbel dieses Subjekts angehört. Ein paar Folgen „The Good Doctor“ und „Heartland“. Und natürlich wieder diverse Road Trips – durch den Zion Nationalpark, von dort aus nach Las Vegas, und eine Weile auf der Panamericana durch Alaska.
Gelesen: Mittlerweile habe ich den zwanzigsten Band der Krimiserie rund um den kanadischen Chief Inspector Armand Gamache von Louise Penny ausgelesen, und ich bleibe dabei: Es ist das bislang beste Buch dieser Reihe. Die letzten ca. einhundert Seiten sind eine wilde und nervenzerfetzende Achterbahnfahrt ständig wechselnder Schauplätze, Menschen, die man für vertrauenswürdig hielt, werden zu Verrätern – und umgekehrt, Fakten zu geschickt platzierten Fake News – und umgekehrt, bald weiß man trotz aller Aufmerksamkeit nicht mehr so recht, wer ist Freund und wer Feind, was ist wahr und was gelogen, bis sich dann ganz am Schluss endlich, endlich herausstellt, wer nun der echte Strippenzieher, der echte Schwarze Wolf ist, und eine Theorie, die man anfangs noch für völlig abwegig hielt, sich als bestürzende Wahrheit entpuppt. Ein rundum glückliches Happy End gibt es nicht, das hätte auch den ganzen Plot des Romans ad absurdum geführt. Ich habe „Der schwarze Wolf“ sehr gerne gelesen, und dabei auch etwas dazu lernen dürfen.
Gegoogelt: Aber natürlich!
Gelernt: Ein wenig über das Leben und Wirken des Schneeflockenmannes Wilson A. Bentley.
Gebastelt/Gespielt/Geschrieben: Ein wenig habe ich wieder – sehr erfolglos – am alten Teppichboden im Wohnzimmer herumgepfriemelt, ein klein wenig im Haushalt gearbeitet, und etliche Blogpost geschrieben und sehr viel Freude dabei gehabt.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Geschenkt/bekommen: Eine weitere Woche interessanter und schöner Lebenszeit.
Geschlafen: Durchwachsen, von Samstag Nachmittag an bis Sonntag Vormittag beinahe durchgehend.
Geträumt: Wie stets sehr lebhaft, leider ist mir nichts in Erinnerung geblieben.
Geplant: Am Montag kommt die Haushaltshilfe, da werde ich auch ein wenig in der Bude stöbern, am Samstag kommt ein Spezl zu Besuch, und wenn alles gut läuft, werden wir ein wenig ausmisten und Krempel, den ich nicht mehr benötige, zum Wertstoffhof bringen. Ansonsten leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund.
… Wilson Alwyn Bentley wurde am 09. Februar 1865 auf der elterlichen Farm nahe der Kleinstadt Jericho im US-Bundesstaat Vermont geboren. Er war ein kleinwüchsiges, zierliches Kind, still, in sich gekehrt, das lieber seinen Gedanken nachhing und die Natur beobachtete als mit den Nachbarskindern herumzutoben. Bis zu seinem 14. Lebensjahr wurde er von seiner Mutter, einer ehemaligen Lehrerin, unterrichtet, danach besuchte er ein Jahr lang die Schule in Jericho. Schon früh entwickelte er eine ganz besondere Leidenschaft für die kleinen Wunder der Natur – Wassertropfen, Insekten, Spinnweben, Blüten, und vor allem Schneeflocken…
… Zu seinem 15. Geburtstag bekam er ein altes Mikroskop geschenkt – und dieses Instrument beflügelte seine Leidenschaft schier grenzenlos. Er versuchte, Schneeflocken zu zeichnen, was ihm allerdings nicht recht gut gelang, denn selbst bei Minusgraden verflüchtigten sich die hauchfeinen Kristalle binnen kurzem. Wilson benötigte dringend eine Kamera!…
… Es dauerte bis zu seinem 17. Geburtstag, bis es ihm mit seiner Mutters Hilfe gelungen war, den sehr widerwilligen Vater, der die seltsamen Ambitionen seines zweiten Sohnes stets befremdlich fand, zu überreden, solch einen außergewöhnlichen Apparat anzuschaffen, der die damals geradezu horrende Summe von einhundert Dollar kostete…
… Doch es gab weit und breit niemanden, der dem jungen Mann beibringen konnte, wie die Kamera zu bedienen und die belichteten Platten zu entwickeln waren. Wilson „Snowflake“ Bentley benötigte über zwei Jahre voller Tüfteleien, herber Rückschläge und schier unendlicher Geduld, bis ihm am 15. Januar 1885 die mikroskopische Aufnahme einer Schneeflocke gelang – die weltweit erste brachte im Jahr 1879 der deutsche Naturwissenschaftler Johann Heinrich Flögel zustande. Aber niemand fotografierte diese Gebilde mit einer solchen Intensität und Leidenschaft wie Bentley. Bis zum seinem Tod erstellte er 5381 Fotos der bezaubernden und filigranen Kristallwesen…
… Der Farmerssohn fing die Schneeflocken mittels einer Truthahnfeder und platzierte sie vorsichtig auf ein mit schwarzem Samt bespanntes Holzbrett. Das Objektiv der Kamera, welches er mithilfe von Schnüren scharf stellte, hatte er auf eine ausgeklügelte Weise mit dem Mikroskop verbunden. Er verwendete eine sehr kleine Blendenöffnung und fotografierte mit einer Belichtungsdauer von bis zu 100 Sekunden, dadurch gelangen ihm Aufnahmen von großer Präzision…
… Neben seinen fotografischen Tätigkeiten führte Bentley tagtäglich sehr genau Buch über das Wetter, er arbeitete zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Charles erfolgreich auf der heimatlichen Farm, spielte Klarinette und Klavier. Er heiratete nie, obwohl er zweimal verlobt gewesen war. Vor allem in den Wintern verbrachte er die meiste Zeit im eisig kalten Schuppen mit seinen Studien. Dabei entdeckte er im Laufe der Jahre auch, dass keine Schneeflocke der anderen glich, was erst Jahrzehnte nach seinem Tod wissenschaftlich bestätigt wurde…
… Nachdem er dreizehn Jahre im Stillen gearbeitet hatte, interessierte sich Professor George Perkins von der Universität von Vermont für den „Schneeflockenmann“, erstand einige Fotos für ein Seminar, und half ihm, einen Artikel in einem Fachmagazin für Meteorologie zu veröffentlichen. Die Anerkennung als Wissenschaftler blieb Wilson A. Bentley allerdings versagt – er war zu schüchtern, zu schlicht, hatte nie studiert, geschweige denn eine fundierte, anerkannte Schuldbildung genossen. Zu seinem ersten Vortrag über den Zauber und die Einzigartigkeit von Schneeflocken kamen lediglich sechs Zuschauer:innen…
… Aber er gelangte trotzdem nach und nach zu Ruhm und Anerkennung. Seine von ihm in geradezu poetischer Schönheit verfassten und bebilderten meteorologischen Abhandlungen wurden in renommierten Zeitschriften wie „Country Life“, „National Geographic“ und dem „New York Times Magazine“ gezeigt. Und noch heute sind Schneeforscher:innen von den Aufzeichnungen und Werken Willi „Snowflake“ Bentleys begeistert…
… Im November 1931 veröffentlichte der forschende und fotografierende Farmer sein Lebenswerk, das Buch „Snow Crystals“. Nur wenig später zog er sich während eines Schneesturms eine Lungenentzündung zu. Er starb einen Tag vor Weihnachten. Als Wilson Alwyn Bentley auf dem kleinen Friedhof von Jericho beigesetzt wurde, soll es ganz zart und sachte geschneit haben…
… Collage von Aufnahmen Wilson A. Bentleys mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia…
… Der „Schneeflockenmann“ und seine Kamera, die er als Siebzehnjähriger geschenkt bekommen hatte. Er arbeitete bis zu seinem Tode täglich mehrere Stunden damit…
… wurde München im Jahr 1517 von einer verheerenden Pest-Epidemie heimgesucht. Die Überlebenden hatten allen Mut, sämtliche Hoffnung und Zuversicht verloren, sie wagten sich nicht mehr aus den Häusern und vergingen vor lauter Gram und Angst…
… Da zogen die Schäffler (Faßmacher) ihre schmucke Zunfttracht an – rote Jacke, schwarze Kniebundhose, Lederschurz, weiße Kniestrümpfe, schwarze Haferlschuah (rustikaler, lederner Halbschuh) und grüne Kappe mit weißem Federbusch -, und umwanden hölzerne Bögen mit frischem Grün. Sie arbeiteten einen Schritt-Tanz mit komplizierter Abfolge aus und zogen durch die Straßen der Stadt, um den Bürger:innen der Stadt neuen Lebensmut zu verleihen und sie aufzumuntern. Begleitet wurden sie von zwei Kasperln, die allerlei Kapriolen schlugen und den Zuschauer:innen eine russige Nase verpassten – eine Erinnerung an den Schwarzen Tod und gleichzeitig als Glückszeichen gedacht…
… Es heisst, der damalige bayrische Herzog Wilhelm IV. habe daraufhin den Schäfflern die Erlaubnis erteilt, ihren Tanz alle sieben Jahre aufzuführen. Andere Quellen sprechen davon, dass die Faßmacher ein Gelübde abgelegt hatten, immer im Sieben-Jahres-Rhythmus aufzutreten, sollte die Pest fürderhin München verschonen. Wobei urkundlich der Schäfflertanz erstmalig im Jahr 1760 erwähnt wird…
… Und so ziehen nun alle sieben Jahre vom Heilig-Drei-König-Tag an bis zum Faschingsdienstag die Schäffler durch die Stadt und tanzen, und erfreuen mit dieser wunderschönen alten Tradition Jung und Alt…
……………………….
… Am Donnerstag Nachmittag traten die Schäffler ganz in meiner Nähe auf, und ich habe es mir nicht nehmen lassen, ihnen trotz bitterer Kälte zuzusehen und dabei zu filmen. Ich hoffe, das Video ist halbwegs ansehbar – eine Top-Kamerafrau werde ich wohl nicht mehr werden, zudem fiel es mir nach wenigen Minuten schon schwer, das Handy mit den eiskalten, klammen Fingern ruhig zu halten…
… Ich wünsche euch viel Freude beim Anschauen!…
… Ich mag es an sich überhaupt nicht, fotografiert zu werden – doch für ein Selfie mit einem schmucken Schäffler und dem Münchner Kindl machte ich gerne mal eine Ausnahme – stilgerecht mit Russnase natürlich… 😉
… Es ist aus Denkmalschutzgründen anscheinend nicht möglich, in der Münchner Residenz eine Heizung einzubauen. Deshalb gibt es dort Räume, wie den schmalen Durchgang von der Hofkapelle zu den Reichen Zimmern, an deren Fenstern in kalten Wintertagen und -nächten gar herrlich die Eisblumen sprießen…
… Mit diesem Foto, das ich am 19.01.2017 in die Mediathek hochgeladen habe, hatte ich übrigens den dritten Platz bei einem Fotowettbewerb belegt und eine Jahreskarte für sämtliche Schlösser und Burgen Bayerns gewonnen – die dann natürlich auch eifrig genutzt wurde… 😉
… Wieder einmal Danke schön an @Rina für diese stets interessante und inspirierende Blogaktion…
Gefreut: Darüber, dass es hier in meinem kleinen Leben nach wie vor ruhig und friedlich ist. Dass nach einem Tag, den ich mit viel Muskelschmerzen und mich schonend im Bett verbringen musste, die Kräfte allmählich zurückkehren.
Geärgert: Nur mal wieder über mich selbst.
Gedacht: Das war eine saudumme Idee, ohne fachkundige Unterstützung zu versuchen, einen Teil des alten Teppichbodens im Wohnzimmer zu entfernen. Ich hatte meine Kräfte völlig überschätzt, musste nach einem kleinen Stückchen bereits völlig ausgepumpt aufgeben und für den Rest des Donnerstags und am Freitag das Bett hüten, weil ich mich so verausgabt hatte. Ich darf mich ja nicht hinknien, weil ich ohne fremde Hilfe nicht mehr aufstehen kann. So muss ich, wenn ich am Boden arbeiten will, dies stehend in gebückter Haltung und leicht gebeugten Knien tun – und das raubt mir binnen kurzem sämtliche Energien.
Gefragt: Cui Bono? Wem nützen Verschwörungstheorien und Fake News – außer dass solches „Insiderwissen“ über die angebliche „amerikanisch-jüdische Weltverschwörung“, die „Klimawandel-Lüge“, die „Impf-Lüge“, die „Corona-Lüge“, „QAnon“ etc. das eigene, wohl unterentwickelte Selbstwertgefühl streicheln und man sich fühlt, als sei man jemand besonders Wichtiges, allen anderen überlegen? Will man sich wirklich durch das Weiterverbreiten, widerspruchslose Hinnehmen bzw. Tolerieren, als harmlos und ungefährlich Abtun zum/zur willigen Handlanger:in jener machen, die diese Schwurbeleien und Falschinformationen seit langem schon gezielt streuen: Großkonzerne, machtgeile Superreiche und Politiker:innen, sowie verfassungsfeindliche Parteien, welche die Zerstörung der Demokratie zu Ziel haben? Das sind nämlich diejenigen, die davon profitieren!
Gewundert: Dass meine „Lieblingsnachbarin“ mir immer noch mit ausgesuchter Höflichkeit und Freundlichkeit begegnet.
Genervt: Mal wieder vom mich lähmenden Muskelschwund und der damit einhergehenden beängstigend tiefen Erschöpfung.
Gelitten: Siehe oben.
Gewesen: Spazieren und Einkaufen, und im nahe gelegenen Oxfam-Laden stöbern.
Getroffen: Meine „Lieblingsnachbarin“ und die Haushaltshilfe.
Gesucht: Im Internet nach Hausmitteln, um alte Teppichkleberreste zu entfernen.
Gefunden: Jede Menge. Geholfen hat leider nichts, da muss definitiv eine qualifizierte Fachkraft ran.
Gelacht: Oh, ja!
Geweint: Nein. Außer ein paar kleinen Tränchen Selbstmitleids am Donnerstag.
Gegessen: Frische Kochelsee-Forelle, in der Folie gegart, Spiegeleier mit Rosenkohl und Kartoffeln, einen Kartoffel-Rosenkohl-Gratin mit gaaaaaanz viel Käse überbacken, Chili-Knoblauch-Garnelen mit Nudeln, Schnitzel natur gebraten mit Rosenkohl und Salzkartoffeln, Müsli, den üblichen Berg an frischem Obst und Gemüse.
Getrunken: Sehr feinen English Breaktfast Tea, Wasser, Orangensaft, Früchtetee.
Genascht: Belgische Waffelkekse, und natürlich Jaffa-Kekse. 😉
Gehört: 😀
Gesehen: Einen Road Trip von New York zu den Niagara Fällen und dann weiter nach Toronto. Ziemlich langweilig, von der Fahrt durch Manhattan am Anfang und durch Toronto am Ende des neuneinhalb Stunden dauernden Videos abgesehen. Der Fahrer hat erzählt – allerdings nur darüber, wo die nächste Tanke ist, dass er auf die Toilette müsse, wie lange die diversen Baustellen auf der Strecke und wie frech die kanadischen Autofahrer:innen angeblich sind. An den Niagara Fällen ist er einfach vorbei gefahren, von diesem so beeindruckenden Naturwunder war so gut wie gar nichts zu sehen. Da haben mir die Road Trips durch den Saguaro National Park bei Tucson in Arizona und durch den Glacier National Park in Montana schon weitaus besser gefallen. – Die besten Videos gibt es übrigens meiner Meinung nach auf dem YouTube-Kanal AdventureEveryDay, da wird bei schönen Ausblicken und Sehenswürdigkeiten auch mal stehen geblieben, mit ausführlichen Panorama-Aufnahmen, und es gibt oft kurze aber interessante Informationen per Texteinblendungen. Und auf dem YT-Kanal Relaxing Scenes.
Außerdem habe ich mir einige Folgen „The Good Doctor“, das BR-Magazin „Quer“ und ab und zu Nachrichten angesehen.
Gelesen: Als im Herbst „Der schwarze Wolf“, der zwanzigste Band der kanadischen Krimiserie von Louise Penny, in Deutschland veröffentlicht wurde, geriet ich an einige Kritiken, die dieses Buch ziemlich verrissen. Es sei lediglich ein nicht wirklich lesenswerter James-Bond-Verschnitt. Nichts könnte weniger zutreffen. Im Gegenteil. „Der schwarze Wolf“ ist in meinen Augen der bislang beste Roman der Kandierin. Sie versteht es wie kaum ein/e andere/r Krimi-Schriftsteller:in – ausgenommen vielleicht Donna Leon -, eine sehr spannende Handlung gekonnt mit Philosophie, Psychologie, Kunst, Kultur, warmherzigem Humor, vielen interessanten Hintergrundinformationen über die Geschichte ihres Landes und den Mund wässrig machenden kulinarischen Feinheiten zu verquicken. Und wem die Hauptfigur, der Chief Inspector Armand Gamache, auch nur halbwegs vertraut ist weiß, dass dieser seine Fälle ganz sicher nicht nach blut-, action- und gewalttriefender James-Bond-Manier, sondern mit viel Menschlichkeit, Intelligenz, Phantasie und Einfühlungsvermögen zu lösen pflegt. Zudem ist die Handlung dieses Krimis absolut brandaktuell. Louise Penny hat „Der schwarze Wolf“ 2024 vor den letzten US-Wahlen geschrieben und manche Ähnlichkeiten mit jetzigen tatsächlichen Ereignissen sind bestürzend.
Gegoogelt: Na, und wie! 😉
Gelernt: Das hoffe ich sehr, dass zumindest ein klitzekleines Bisschen von dem Vielen, was ich immer ganz eifrig in mich aufnehme, hängen bleibt! 😉
Gebastelt/Gespielt/Geschrieben: Zusammen mit der Haushaltshilfe habe ich ganz brav und fleißig abgestaubt und ein bisschen geputzt, und ein paar Tage später versucht, wieder mal ein Stück vom alten, abgewetzten Teppichboden zu entfernen – diese Aktion scheiterte grandios! Und gebloggt habe ich, wenn auch nicht ganz so fleißig wie in den Wochen zuvor.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht – und einen kleinen Läufer fürs Wohnzimmer. Und ein Buddelschiff, eine Karavelle namens „Roter Teufel“ (wie passend 😀 )! Schon immer wollte ich so ein Teil haben, und im nahen Oxfam-Laden gibt es zur Zeit eine ganze Sammlung davon zu höchst günstigen Preisen.
Geschenkt/bekommen: Ich bin immer noch und immer wieder so dankbar dafür, wie erfolgreich die Rücken-OP vor mittlerweile fast eineinhalb Jahren verlaufen ist. Selbst wenn ich mal Rückenschmerzen hab‘, sind diese nun nicht mehr der Rede wert und verschwinden nach kurzem meist von selbst wieder.
Geschlafen: Durchwachsen. Und von Freitag auf Samstag über zwölf Stunden lang, das hat die Energiespeicher wieder aufgefüllt.
Geträumt: Wie immer sehr lebhaft, aber diesmal kann ich mich leider an kein Traumgeschehen erinnern.
Geplant: Am Montag den üblichen „Einkehrschwung“ im Discounter meines Vertrauens, am Dienstag eine Runde über den Bauernmarkt, am Donnerstag möchte ich mir den Schäfflertanz auf dem Josephsplatz ansehen – und ansonsten leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund.
… die man zuvor noch nie gehört hat, und die einen beim Vorübergehen so unvermittelt treffen wie ein Blitzschlag…
… So etwas ist mir geschehen, als ich am Mittwoch Nachmittag während meines Spaziergangs mit dem Rollator an einem Taxistand vorbei zog, und von einer Wolke sanft rhythmischer Klänge umfangen und ein Stück weit begleitet wurde. Ich konnte nicht anders, nach einer Weile musste ich umkehren, weil mich dieses unbekannte Lied ungemein faszinierte. Dreist öffnete ich die Türe des Taxis, und fragte charmant lächelnd den freundlichen Mann am Steuer, wie der Titel der schönen Weise denn sei, die er sich grade anhören würde. Ich glaube, er hätte mich schon lieber eine längere Strecke für einen ordentlichen Fahrpreis chauffiert, aber er gab mir bereitwillig Auskunft…
… „Beautiful Strangers“ ist ein Lied der in Chicago geborenen und aufgewachsenen, mittlerweile gut 86 Jahre alten Blues- und Soul-Sängerin sowie Bürgerrechtlerin Mavis Staples. Die Dame steht seit ihrem achten Lebensjahr auf der Bühne, vor allem als Mitglied der von ihrem Vater gegründeten Staples Singers, die auch nach ca. siebzig Jahren immer noch existieren. Mavis Staples gewann in ihrer Solokarriere, die sie 1969 startete, etliche GRAMMYs, darunter einen für ihr Lebenswerk. Im Herbst 2025 wurde ihr neuestes Album „Sad and Beautiful World“ veröffentlicht…
… „Beautiful Strangers“ ist der Song, der sich am Mittwoch an mich heftete wie eine Klette, bis ich ihn nach ein bisschen Suchen im WWW gefunden hatte:…
… Die Zahl der Obdachlosen hierzulande steigt unaufhaltsam und hat im November 2025 einen neuen, sehr traurigen Rekordwert erreicht. Mehr als eine Million Frauen, Kinder und Männer sind ohne festes Wohnverhältnis. Davon leben ca. 56.000 Personen auf der Straße. In Deutschland, nach wie vor einem der reichsten Länder der Welt. Ein Ende dieses erschreckenden Trends ist nicht in Sicht. Die häufigsten Gründe für Wohnungslosigkeit sind Scheidung, chronische, oftmals psychische Krankheit, Jobverlust und Wohnungskündigungen aus diversen Gründen – „Eigenbedarf“ und „Luxussanierung“ z. B. -, sowie Mietschulden…
… Die Reform des Bürgergeldes sieht Kürzungen der Hilfsleistungen für Bedürftige einschließlich der Mietzahlungen vor. Dadurch wird sich höchstwahrscheinlich die Zahl der Obdachlosen in Deutschland noch weiter drastisch erhöhen – obwohl die derzeitige Bundesregierung zugesichert hat, alle Betroffenen bis 2030 von den Straßen zu holen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu verschaffen…
… In diesem Winter sind bereits vier wohnungslose Menschen erfroren. Zwar haben manche Städte ihre Notunterkünfte mittlerweile rund um die Uhr geöffnet, doch andernorts werden die Obdachlosen nach wie vor abends bzw. am frühen Morgen zurück auf die Straße geschickt, hinein in die ungesunde, todbringende Kälte…
… Draußen können im eisigen Winter Zehen und Finger viele Farben annehmen: Weiß ist zu kalt, lila ist gefährlich, schwarz ist tot. Es gilt: Nur ja nicht auskühlen! Schutz suchen! Wenn die Grundwärme aus dem Körper gewichen ist, dauert es Stunden, um wieder aufzutauen…
… Obdachlose sind an den meisten Orten nicht erwünscht. Sie sind häufig besoffen, krank oder auf einem Drogentrip. Sie sind ungewaschen und stinken. Sie werden hier im Abendland mit seinen christlichen Werten immer wieder verscheucht – aus dem Bahnhof, dem Einkaufszentrum, dem rettenden Hausflur. Zurück in die Kälte – weißkalt, lilakalt, schwarzkalt…
… Vor zwei Jahren unternahm ich mit einem guten Spezl eine spannende und hinreissend schöne Wanderung durch die vereiste Partnachklamm bei Garmisch Partenkirchen. Es war eine ganz besondere Tour, die mich so sehr fesselte, dass ich die frostige Kälte damals überhaupt nicht mitbekam. Nur wenige Tage nach diesem unvergesslichen Ausflug setzte Tauwetter ein, und die Klamm wurde für Besucher:innen gesperrt…
… Dieses und viele andere Fotos von der vereisten Partnachklamm habe ich am 12. Januar 2024 in meine Mediathek hochgeladen…
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… Ich wünsche euch einen guten und möglichst unbeschwerten Start in die neue Woche! Und passt auf euch auf, heute soll’s eisig glatt werden!…
… Gemeinhin auch als Drabble bekannt. Keine Blogaktion, nur Spaß an der Freud und Lust am Fabulieren. Die drei Begriffe Arzt – biegen – hoch, die mir irgendwo im WWW zugeflogen sind, sollten in einen möglichst sinnvollen Text von nur einhundert Worten eingefügt werden….. 😉
Schwurbeln bis der Arzt kommt – das ist grade jetzt die Devise der Verschwörungstheoretiker:innen, die nimmermüde auf Biegen und Brechen verkünden, dass dieser kälteste Winter seit fünfzehn Jahren die seit langem schon hieb- und stichfesten Beweise ungezählter Wetterforscher:innen weltweit bezüglich der Erderwärmung und den Klimawandel widerlegen würde.
Man muss keine hoch gebildete meteorologische Koryphäe sein, um den Unterschied zwischen Wetter und Klima zu begreifen, mittlerweile kann das nahezu jedes Schulkind. Nur die Verschwörungsschwurbler:innen, deren Intelligenz, Vernunft und logisches Denken – so scheint es mir oft – bezüglich Realität, Wissenschaft und Fakten auf geradezu perfide Weise auszusetzen pflegen, scheinen völlig unfähig dazu zu sein.
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… Kommt gut durch den Tag, ihr Lieben!…
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