… heiße Sommer hat es früher auch schon gegeben.“…
… Ja – aber das waren Ausnahmen. Wie man aus der Grafik, erstellt aus unzähligen Wetterbeobachtungen und -aufzeichnungen, unschwer erkennen kann. Und die heißen Sommer früherer Zeiten stehen in keinem Vergleich zu den Temperaturextremen heutiger Tage. Man nennt so was übrigens Klimawandel – und nein, diese Grafik ist kein Fake, die Daten, die ihr zugrunde liegen, stammen auch nicht von irgendwelchen selbsternannten dubiosen You-Tube-, Facebook- und Instagram-„Experten“, sondern von studierten und sehr erfahrenen Fachleuten…
… Gestern nacht hat es hier in München ordentlich geregnet und gut abgefrischt. Ich habe sofort alle Fenster und Türen sperrangelweit aufgerissen, nun habe ich zum Glück in der Bude wieder erträgliche Temperaturen. Gestern nachmittag wäre ich nach einigen fast schlaflosen Nächten ums Haar aus den Latschen gekippt, ich habe fast den ganzen Tag im Bett liegend verbracht und während der vergangenen Nacht so gut geschlafen wie seit langem nicht mehr. Nun gibt es einige wenige Tage Pause – und dann steht ab Sonntag der nächste „Hitzehammer“ bevor…
… Kommt gut durch den Tag, ihr Lieben!…

8 Kommentare zu “„Jetzt habt euch nicht so,…”
Der Mensch hat ein unerschöpfliches Talent, was das Verdrängen betrifft.
Ich erinnere mich noch gut an das Gestöhne gegen Ende der 1990er Jahre, wenn es 28 Grad Celsius hatte.
Wie gruselig es war, als ich im Sommer 2003 nach Österreich kam und von den Waldbränden in der Umgebung erfuhr. 2003 ist für mich die Zäsur. Seitdem sind die Sommer – mit wenigen Ausreißern – Jahr für Jahr heißer geworden.
Das stimmt, im Verdrängen sind so manche Mitmenschen einsame Spitze.
In meiner Kindheit mussten wir Schüler:innen uns ein Feuerzeug besorgen und heimlich im Lehrerzimmer das Thermometer in der großen Pause auf über 27° Grad aufheizen, wenn wir hitzefrei haben wollten. 😀 Weil es so eine Temperatur so gut wie nie auf natürliche Weise gehabt hat.
Den Sommer 2003 habe ich auch noch sehr gut in Erinnerung. Ich arbeitete damals in einer kleinen Gasthaus in Münchens Ludwigsvorstadt mit einem entzückenden Wirtshaus. Wir machten damals das Geschäft unseres Lebens, aber die sechswöchige trockene Hitze ging uns sehr an die Substanz.
In Wien auch unerträglich heiß, aber nicht ein Tropfen Regen …
Ach, herrjeh… Ich habe gestern einen Artikel einer jungen Journalistin gelesen, die mit ihrer Familie Urlaub auf der tunesischen Insel Djerba gemacht hat. Dort hatte es wochenlang Tagestemperaturen zwischen 42° und 46° Grad, die Nachttemperatur fiel nie unter 30° Grad, es gab häufig vor allem nachts Stromausfälle, und sie mussten versuchen, ohne Klimaanlage zurecht zu kommen.
Tja, tut mir leid für sie, aber welcher vernünftige Mensch kommt auch auf die Idee sich in diesem Sommer in Nordafrika erholen zu wollen.
Hat vielleicht schon sehr früh gebucht. Und ein Freund der Familie, der seit langem schon dort lebt, sagte, so eine extreme Hitze hätte er noch nie erlebt, auch nicht im Sommer.
Schiffsersatzverkehr – Klasse 🙂
Wenn es nicht so ernst wäre.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht, heißt es. Aber da bleibt einem das Lachen schon im Halse stecken…