42 Kommentare zu “Warum ich der Bewegung Fridays For Future…

  1. Nun stehe ich gewissen ideologischen Auswüchsen der FFF-Bewegung ja ebenfalls eher irritiert-ablehnend gegenüber, wie du weißt.

    Trotzdem möchte ich hier mal einhaken und eine Lanze für die Jungspunde brechen. Nicht für die von FFF, sondern generell.

    Es mag ja sein, dass deren Kritik, man würde ihnen während der Pandemie „das Leben stehlen“ irgendwie überdramatisiert klang, aber: Dinge wie den 18. Geburtstag, die bestandene Fahrprüfung, die Schulabschlussfeiern oder auch Kursfahrten, die kann man eben einerseits nur einmal im Leben machen, zum anderen sind das wichtige Meilensteine für junge Menschen. Und zwei Jahre im Leben einer 18-Jährigen machen zusätzlich etwas ganz anderes aus, als zwei Jahre im Leben eines 50-Jährigen.

    Dass es sich dabei vermeintlich um „first world problems“ handelt, mag ebenfalls sein. Nur sollte man die mit Hinweis darauf, dass es anderen Menschen deutlich schlechter geht, eben aber auch nicht verharmlosen. Mit der Argumentation hätte nämlich niemand mehr in diesem Land wirklich die Berechtigung, sich schlecht zu fühlen, und das wiederum wäre ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die sich hierzulande mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen herumschlagen.

    Die „Feierlichkeiten“ während der Pandemie an unterschiedlichsten Orten des Landes fand ich ebenfalls deplatziert. Ich berücksichtige mittlerweile aber, dass es sich dabei eben um junge Leute handelte, die hinsichtlich Resilienz und ähnlicher Faktoren noch nicht das Rüstzeug älterer Generationen mitbringen können und die, salopp gesagt, einfach mal die Schnauze voll hatten. Weswegen die Veranstaltungen natürlich trotzdem deplatziert waren. Ebenso übrigens wie die von Pegida und zahlreichen Corona-Schwurblern, die zeitweise stattfanden und das zum Teil noch tun …

    Inwieweit es aber zwischen Feiernden und FFF eine Überschneidungen gab, weiß ich nicht. Schließlich hat FFF diese Veranstaltungen doch nicht organisiert, oder!? Es mag zwar sein, dass ein mahnendes Wort aus der Ecke, das mutmaßlich einen höheren Einfluss auf die jungen Leute gehabt hätte, als mahnende Worte von Polizei oder Eltern, ganz wünschenswert gewesen wäre. Nachdem das aber nicht deren Veranwortung fällt, hätte ich das jetzt nicht vorausgesetzt. Sonst würde ich auch heute noch auf eine Entschuldigung der unbeteiligten Dresdner Bürgerinnen und Bürger für „Pegida“ oder eine der Bayern für Seehofer warten. Wobei Letzerer nicht zu entschuldigen ist.

    Was die Onlinenutzung angeht, so findet das Leben der jungen Menschen heute eben größtenteils online statt. Sicherlich nicht nur, aber eben halt auch, weil Jugendpolitik in diesem Land schon seit Ewigkeiten – oder überhaupt jemals – nicht wirklich groß geschrieben wird und Ausgaben für Jugendarbeit keine Prioritäten haben. Will sagen: Schon „zu meiner Zeit“ – ich wollte die Formulierung immer schon mal nutzen – gab es hier auf dem platten Land Klagen darüber, dass man als Jugendlicher nirgendwo hingehen könnte. An der Situation hat sich, zumindest hier vor Ort, eher weniger zum Positiven geändert. Und hätten wir damals das Internet gehabt: Ich hatte es auch genutzt!

    Außerdem holt insbesondere die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen bei der Internetnutzung deutlich auf. Nur mit dem Unterschied: Diese Gruppe ist zahlenmäßig deutlich größer … Darüber hinaus fällt, wenn man entsprechende Zahlen – die zugegebenermaßen schon von 2018 stammen, sich inzwischen also etwas verändert haben dürften – mal vergleicht, auf, dass die größte Datenmenge mitnichten auf Medien und Unterhaltung fällt, sondern auf das produzierende Gewerbe. Auch Handel, Finanzdienstleistungen (!) und Infrastruktur liegen – oder lagen zumindest damals, noch vor Netflix, YouTube, Steam und dem ganzen Tralala.

    Die Zahlen zur Bekleidungsindustrie finde ich dagegen ziemlich spannend. Und ziemlich beschämend. Zwar hätte ich wirtschaftliche Zwänge dahinter vermutet, aber drei Viertel – nein, das kann nicht sein. 🙂 Scheint so, als hätte die entsprechende Altersgruppe diesbezüglich nachzusitzen. 😉

    Aber „Was ist der langen Rede kurzer Sinn?“, um mal den guten alten Schiller zu bemühen? Nun, grundsätzlich kann ich die von dir geäußerte Kritik in allen Punkten durchaus nachvollziehen, mir ging es lediglich um eine Erweiterung der Betrachtung.

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    • Ich danke dir für deine erweiternden Betrachtungen.
      Erwähnen möchte ich noch den krassen Gegensatz zwischen dem Verhalten der jungen Menschen bezüglich Rücksicht auf ihre Umwelt und den Forderungen von FFF. In meinem Haus leben mittlerweile überwiegend Mieter:Innen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Die meisten von ihnen scheren sich nicht darum, wenn ihnen etwas aus den Händen bzw. den Taschen fällt, egal, ob es sich um Papiere, vollgerotzte Taschentücher, Mund-Nasen-Masken, Essensreste oder gar Flaschen handelt, die dann in gefährliche Scherben zerschellen. Niemand bückt sich, um seinen Müll aufzuheben und zu entsorgen, niemand holt Kehrschaufel und Besen. Ganz nach dem Motto „Irgendein Depp wird meinen Unrat irgendwann schon aufräumen.“ Und das Zerteilen eines quadratischen Pizzakartons mit wenigen Handgriffen, damit er in einen runden Abfalleimer passt, scheint viele Youngsters intellektuell stark zu überfordern, da wird das Gelumpe stapelweise auf den Straßen und dem Bürgersteig abgeladen! Plastiktüten landen im Biomüll, elektrische Altgeräte im Restmüll, Kartons zerkleinern, bevor man sie in die Papiertonne gibt – um Himmels Willen! Das macht doch Mühe! Und das ist nicht nur hier im Haus das Benehmen vieler jungen Leute, sondern in der ganzen Stadt. Komm mal hierher und schau dich nach einem Wochenende hier im Univiertel bzw. in den Isarauen um! Nirgendwo zeigt sich deutlicher, welch geringe Wirkung FFF auf die jungen Menschen hat, als da…
      Ich muss jedesmal an meine Eltern denken, die ihre jungen Jahre während des Zweiten Weltkriegs und der bitteren Not der Nachkriegszeit verbracht hatten, wenn ein Teen oder Twen vollmundig behauptet, die Corona-Maßnahmen hätten ihm die Jugend und das Leben geklaut. Und dann schaudert’s mich. Tut mir leid, ich kann nicht anders, denn ich bin mit ungezählten Erzählungen über diese schrecklichen Jahre aufgewachsen…
      Ich habe als „Zaungast“ einer FFF-Demo mitbekommen, wie die Jugendlichen auf der Suche nach etwas Süßem und einem Snack nicht etwa den umweltfreundlichen Unverpackt-Laden mit Bio-Waren stürmten, sondern den Supermarkt am Eck, und haufenweise Essbares erstanden, das mit ordentlich Plaste und Elaste umwickelt war…
      Ich bin keine Jugendhasserin! Ganz sicher nicht! Aber ich finde es traurig und überaus ernüchternd, dass die Bewegung FFF bei den eigenen Altersgenoss:Innen nur sehr gering zu wirken scheint.

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      • Die Situation bei euch im Haus tut mir sehr leid. Das würde mich auch sehr wütend machen! Aber man verfällt da sehr schnell in Verallgemeinerungen. Bei uns im Haus haben wir Polnische Nachbar.mit einem kleinen Kind. Da landen auch immer wieder Windeln und Plastiktüten im Biomüll. Die Verallgemeinerung dazu wäre, die Ausländer kriegen es nicht hin. Aber es sind ja nicht alle so!

        Mich macht dieses „Gucken“ auf Andere teilweise einfach nur noch wütend! Und auch dieses „Ja, ihr macht doch auch nichts. Macht ihr doch erstmal was!“ Bei „Jüngeren“ wird jeder Fehler genau dokumentiert, während Andere korrupt sein dürfen und Milliarden EUROS verballern dürfen. Ohne jede Konsequenz! Vielleicht wird Donald Trump in ein paar Jahren wieder Präsident… Der hat ja auch nichts falsch gemacht… Der ist auch ordentlich zur Schule gegangen und hat Erfahrung. Ja, FFF machen Fehler. Und deshalb kann man sie jetzt nicht mehr ernst nehmen? Hat der Rest der Weltbevölkerung keine Fehler gemacht? Hat sich ein älterer Mensch mal vor ein Parlament gesetzt? FFF sind wenigstens die einzigen, die mal etwas sagen!

        Während der Rest der Welt nur auf Ignoranz geschaltet hat. Wenn der Herr Zelensky uns in seiner Rede im Bundestag vorwirft, uns würde nur „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft“ interessieren, dann wird der ja auch ignoriert. Der hatte sogar Glück, das er nicht gleich abgeschaltet wurde…

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        • Wir älteren Menschen haben uns nicht nur vor ein Parlament gesetzt, um besseren Umweltschutz einzufordern. Wir haben Greenpeace ins Leben gerufen, eine Organisation, die seit 1971 schon weitaus mehr bewegt hat, als es FFF jemals tun wird. Wir haben z. B. einen Öl-Großkonzern blockiert, um das Versenken einer Ölplattform in der Nordsee – Brent Spa – zu verhindern – mit Erfolg. Macht das mal nach! Da seid ihr Jungen noch mit den Mücken geflogen, da hat Greenpeace bereits gute Erfolge in punkto Umwelt- und Naturschutz und Politik erzielt. Und tut das weiterhin. Und das deshalb, weil diese Organisation die Finger in alle Wunden legt, und nicht nur gegen die politisch Verantwortlichen und die „Boomer-Generationen“ wettert und die durchaus recht bestürzenden Umweltsünden der eigenen Altersklasse völlig außen vor lässt. Es war unsere Generation, die Mülltrennung, Flaschenpfand, den Katalysator für Kraftfahrzeuge und das Recycling eingeführt hat.
          Es gibt einen verdammt guten Spruch: Willst du die Welt retten, dann beginne bei dir selbst. Das sollte jede/r beherzigen! Und das brächte weitaus mehr, als auf Großdemos wortreich gegen korrupte Politiker:Innen und Geldverschwender:Innen zu wettern.
          Hat FFF schon jemals eine sogenannte Clean Up Aktion in Wäldern, Parks und anderen Naherholungsgebieten initiiert, wie das bei den Grünen und Greenpeace mittlerweile gang und gäbe ist? Oder sich an ähnlichen Projekten praktisch beteiligt? Das würde mich jetzt sehr interessieren. Denn bislang habe ich darüber noch nie etwas vernommen. Und das wäre doch so ungemein wichtig, den Worten auch Taten folgen zu lassen, um die Glaubhaftigkeit und Ernsthaftigkeit der Bewegung zu demonstrieren und zu festigen, und Zweifler:Innen wie mich umzustimmen.
          Ganz ehrlich gesagt, habe ich eher den Eindruck, dass FFF diejenigen sind, die jeden Fehler der Älteren und der politisch Verantwortlichen genauestens dokumentieren, nicht unbedingt umgekehrt.
          Und was das Verhalten gegenüber Ronja Maltzahn anbelangt – das war nicht nur einfach ein Fehler, tut mir sehr leid. Das war ein höchst intelligenzbefreiter Affront.

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          • Das sind alles tolle Erfolge und Ideen, die leider durch das Verhalten auf der Welt teilweise schlecht gemacht werden. Ich versuche es bewusst irgendwie noch positiv zu formulieren. Die Mülltrennung ist eine wirklich gute Sache und es ist gut das es sie gibt. Was daraus gemacht wird ist aber absurd!
            Wir sitzen alle wie die Doofen zu Hause und trennen den Müll und anschliessend wird der Plastikmüll nach Malaysia und in die Türkei verschifft, wo dann wer weiss was damit gemacht wird! Und natürlich ist der Katalysator eine herausragende Erfindung, aber wenn ich immer mehr Autos baue, nützt mir das auch nicht viel.

            Das sind alles Sachen die von Älteren orgensiert werden. Denn als jüngerer Mensch (oder auch als Frau) kommt man ja gar nicht in eine Position in der man mitreden und entscheiden darf. Also gut, vielleicht nehmen wir mal eine Frau mit in den Aufsichtsrat, wenn es denn sein muss. Da bleibt einem ja nicht viel anderes übrig, als jeden Fehler der Älteren und der politisch Verantwortlichen zu dokumentieren.

            Greenpeace ist eine tolle Organisation und die Welt wäre noch sehr viel schlechter ohne sie! Ich bekomme meinen Strom und mein Gas von Greenpece. Das Gas kommt dann auch nicht aus Russland. Zumindest vertraue ich darauf.

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            • Man kann als junger Mensch durchaus mitentscheiden, was Umwelt- und Klimaschutz anbelangt. Durch das eigene Verhalten. Durch Aktionen wie z. B. der aktiven Organisation von Clean Up Days, vielleicht einmal pro Woche während der Ferien – ach, nein, das geht ja nicht, weil man da dann mit den Eltern in den Urlaub „muss“, immer noch gerne per Flugzeug, dessen Treibstoffverbrauch im Schnitt bei ca. 4,18 Liter pro 100 Kilometern liegt – verzeih mir meine Ironie. Zudem muss man bei solchen Clean Ups halt körperliche Arbeit verrichten und sich die Hände schmutzig machen, das ist nicht ganz so einfach wie ein paar Kilometer durch die Straßen zu latschen, Plakate hochzuhalten und alle Schuld an den Umweltschäden den Älteren und korrupten Politiker:Innen zuzuschieben. Oder aber auch – wie in meinem Post angeführt -indem man die Altersgenoss:Innen eindringlich davon abrät, unter inhumanen und die Umwelt schädigenden Bedingungen hergestellten Billigklamotten zu kaufen, dazu aufruft, den Handygebrauch einzuschränken, und elektronische Geräte etliche Jahre lang zu gebrauchen. Indem man nämlich den eigenen Energieverbrauch und den Verbau von sogenannten Seltenen Erden in Handys, Laptops, Tabletts etc. minimiert, ein anspruchsvolles Qualitätsbewusstsein entwickelt und mit Bedacht nur hochwertige Textilien erwerben würde, würde man den bösen, bösen Großkonzernen viel intelligenter und eindringlicher das Wasser abgraben. So wie wir bösen, bösen Menschen der Boomer-Generation das seinerzeit mit dem Esso-Konzern beim Thema Versenkung der Brent Spa gemacht haben…
              Ich nehme doch an, dass FFF ausreichend Beweise für die Korrumpiertheit der Volksvertreter:Innen hat? Ansonsten sind das nämlich nichts anderes als verleumderische Fake-Behauptungen…
              Das hat schon seine guten Gründe, dass man ein politisches Amt erst ab einem gewissen Alter bekleiden darf, glaube mir. Weil man nämlich erst mit einem gewissen Grad an menschlicher Reife und Erfahrungen abwägen und mögliche Konsequenzen einer Handlung bedenken kann. Nehmen wir z. B. die von FFF grade vollmundig geforderte sofortige Einstellung sämtlicher Öl- und Gasimporte aus Russland. Da bin ich ganz sicher, wenn das wirklich in der unmittelbaren Zukunft von jetzt auf gleich der Fall wäre, würde sich binnen kurzem aufgrund der massiven Einschränkungen unserer Lebenswandel jede/r FFF-Anhänger/in bitterlichst wünschen, so etwas niemals gefordert zu haben. Und – etwas überspitzt formuliert – bei der Vorstellung, wir hätten hier eine/n 18-jährige/n Bundeskanzler:In und lauter 14 bis 16jährige Minister:Innen im Bundeskabinett, wie FFF-Anhängerinnen das so in etwa wohl vorschweben mag, wird mir äußerst blümerant zumute…
              Ich gehe jetzt zwei Wetten ein: Die eine ist, dass sich FFF in ein paar Jahren erledigt haben wird, und lediglich als eine der ungezählten Trotzbewegungen junger Menschen in die Geschichte eingegangen sein wird. Und die zweite Wette: Dass in zwanzig, dreißig Jahren die Anzahl angeblich korrupter Politiker:Innen unter den jetzigen und dann einstigen Anhänger:Innen von FFF mindestens genauso groß sein wird wie bei uns Boomern heutzutage.

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              • Liebe Martha, heute früh habe ich, mit Abstand zu gestern und mehr Ruhe, alles hier noch einmal gelesen. Vieles kann ich gut nachvollziehen, vor allem aus den geschilderten konkreten Situationen. Wir haben zum Beispiel eine lange Hofeinfahrt, da schmeißen viele ihre Fastfoodverpackungen hin, nachdem sie beim Burgerbrater am Ende des Ortes waren. Es sind auch Schüler dabei, aber beileibe sind die nicht die Einzigen, das nervt mich auch total. Unsere Feldmark wird gern genutzt, um LKW-Ladungen an Autoreifen (!) oder Renovierungsmüll abzuladen, das sind häufig Geschäfts- oder Privatleute, die sich die Entsorgungskosten sparen wollen (und sie damit der Allgemeinheit aller Steuerzahler aufbürden).

                Lass mich bitte einmal einhaken bei dem „mit den Eltern in den Urlaub fliegen“, meiner Erfahrung nach sind das eher Jugendliche in einem Alter, wo sie noch nicht so wirklich viel Einfluss auf die Urlaubsvorstellungen der Eltern haben, außerdem wirkt ja auch dort eine Sozialisation des Elternhauses. Aus unseren Töchtern sind Campingfans geworden, weil wir mit Wohnwagen und Kajaks unterwegs gewesen sind. Unsere Jüngste freut sich aufs Segeln, seit sie das erste Mal mitgesegelt ist. In den Osterferien sogar allein mit ihrem Papa, weil ich nach dem Wochenende für einen Arzttermin und die Arbeit wieder nach Hause muss.
                Und hier bei uns in der Gegend fangen die Jugendlichen sehr oft an, auf Freizeiten zu fahren, die von Kirchengemeinden, AWO, kommunaler Jugendarbeit oder auch Sportvereinen organisiert werden. Auch die fahren nach Norwegen oder Kroatien, aber mit dem Reisebus.

                In der Politik finde ich es übrigens richtig cool, wenn sich Lebenserfahrung und ein jugendlich-unkonventionelles Herangehen sinnvoll ergänzen. Bei den Grünen und der SPD haut das momentan bereits relativ gut hin, in den anderen Parteien ist da deutlich mehr Luft nach oben.
                Insgesamt finde ich es eminent wichtig, dass wir Älteren auch öfter mal out of the Box denken und gleichermaßen auch der jüngeren Generation etwas auf die Finger schauen -aber auf eine liebevolle Weise. In Minden gibt es übrigens die Gruppierungen „Omas gegen Rechts“ und „Oldies for Future“, die arbeiten sehr gut mit den Jungspunden zusammen und machen unter anderem genau das.

                Manchmal denke ich aber auch, in einer Großstadt wie München, Berlin oder Köln ist doch so viel Anonymität, dass die Situation nicht mit unserem Landleben zu vergleichen ist😉

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                • Das stimmt, auf dem Lande läuft gerade was das Verhalten, soziale Einbindungen und Engagement junger Menschen anbelangt, so manches anders ab. Ich bin in einem Dorf in den Bergen aufgewachsen, da nimmt man sich als Jugendliche/r doch mehr zusammen, weil halt Jeder Jeden zu kennen pflegt… Und ich gebe dir vollkommen Recht, bei den Grünen und der SPD geschieht das Einbinden junger Menschen ins politische Geschehen bereits auf recht positive Weise. Aber da muss man halt dann als Mitglied der „Generation Future“ aktiv werden, und nicht ausschließlich lautstark und bisweilen recht unüberlegt fordern, sondern sich auch tatkräftig einbringen, und Interesse für die Abläufe politischer Prozesse haben. Und da sehe ich bei sehr vielen Anhänger:Innen von FFF noch enorm viel Luft nach oben. Das ist wahrscheinlich ein Vorurteil von mir – man möge mir verzeihen, aber hier sitze ich, und kann momentan noch nicht anders. Ich werde aber in Zukunft ganz wachsam meine Augen und Ohren offenhalten, und genau hinhören und -sehen, und versuchen, in punkto FFF sachlich und objektiv zu bleiben… 😉 Und ich lasse mich hier und da auch gerne eines Besseren belehren…

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  2. Liebe Martha, Du sprichst mir aus dem Herzen. Die Sache mit der ausgeladenen Sängerin ist wahrlich absurd.
    Mir gehen auch die Forderungen zum sofortigen Importstop für Gas und Öl aus Russland entschieden zu weit. Klar ist Putins Krieg furchtbar, aber nicht nur Deutschland sondern auch Österreich und wahrscheinlich auch andere sind voll abhängig von den Gaslieferungen. Das Haus, in dem ich wohne, wird mit Holz beheizt. Da habe ich Glück, aber die ca. 4700 Wohnungen bei den beiden großen Vermietern in unserer kleinen Stadt und viele, viele Eigenheime werden mit Gas beheizt. Da wird sich manch eine Familie in Zukunft überlegen müssen, ob sie sich eine warme Stube oder oder eine warme Suppe leisten kann. Aber das wird die Protagonisten von FFF wahrscheinlich wenig interessieren, denn die stecken die Beine vermutlich noch unter Mamas Tisch.
    Seit über 60 Jahren wird Öl aus Russland über die Pipiline „Drushba“ nach Schwedt an der Oder geliefert, wo u.a. das Benzin für große Teile Ostdeuschlands und auch Polens hergestellt wird. Die Spritpreise sind jetzt schon jenseits von gut und böse und das „Entlastungspaket“ geht voll an uns Rentnern vorbei. Klar ich wohne in der Stadt und kann alles zu Fuß oder mit dem Rad erledigen, aber es gibt viele abgehängte Dörfer, ohne Nahverkehr, ohne Einkaufsladen, ohne Arzt und Apotheke, ohne Post und was weiß ich noch alles. Da ist man auf das Auto einfach angewiesen, aber das interessiert die jungen Leute von FFF vermutlich auch nicht, denn die lassen sich vermutlich von Mama oder Papa zur Schule kutschieren…

    Als gelernte DDR-Bürgerin war ich Gorbatschow lange dankbar, dass er die Wiedervereinigung möglich gemacht hat. Allerdings verstehe ich bis heute nicht, warum er sich zwar per Handschlag zusichern ließ, dass es keine Osterweiterung der Nato gäbe, es aber versäumte, das schriftlich zu vereinbaren. Trotzdem gibt das natürlich Putin kein Recht, diesen unsäglichen Krig in der Ukraine z führen.

    Hoffen wir, dass es in Istanbul bald fruchtbringende Friedensgespräche gibt und der Größenwahnsinnige endlich mit der Zerstörung der Ukraine aufhört!

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    • Ich kann mir sehr gut vorstellen, wer am lautesten heulen und mit den Zähnen klappern würde, wenn die Bundesregierung tatsächlich die russischen Gas- und Öl-Importe von jetzt auf gleich einstellen würde. Das wäre mit Sicherheit nicht unsere Generation, da gehe ich jede Wette ein…
      Über drei Viertel der Teilnehmer:innen von FFF sind Sprößlinge aus materiell gut situierten Familien, aus der gehobenen Mittel- und Oberschicht, und besuchen höhere Schulen. Das sagt schon ziemlich viel aus, denke ich…
      Ach, ich hoffe jeden Tag aufs Neue, dass sich so etwas wie ein Wunder ereignen und dieser Krieg endlich ein Ende finden würde!

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  3. Einiges, was du schreibst, kann ich durchaus nachvollziehen, aber ich frage mich, ob denn die Gruppen von jungen Leuten, die sich antisozial verhalten, deckungsgleich sind mit den fff-Aktivisten.
    Möglicherweise ist es in München anders als in der ostwestfälischen Provinz, aber hier bei uns gibt es beides und meiner Erfahrung nach sind es unterschiedliche junge Menschen. Es gibt auch Leute im selben Alter, die pöbeln bei den Klimademos lieber am Rande herum und werfen ihre Zigarettenkippen in den Demozug, das habe ich schon selbst erlebt hier.
    Was die Art und Weise der Müllbeseitigung angeht, da steckt sehr viel Erziehungserfolg oder eben Misserfolg dahinter. Die nicht gerade wenigen Menschen, die seit Jahren jede Autobahnauffahrt und jeden Waldrand (teilweise sogar mit Sperr- oder Sondermüll) zumüllen, sind erwachsene Menschen, denen die Welt um sich herum einfach rechts und links am Ar… vorbeigeht.
    Wie gesagt, deinen Ärger kann ich gut nachvollziehen, aber meiner Erfahrung nach (ich mache ehrenamtlich seit vielen Jahren Jugendarbeit) ist die junge Generation ebenso vielfältig wie alle Generationen vorher. Und macht genauso viel Unsinn und Fehler, nur teilweise andere.

    Die Episode in Hannover, wo die Musikerin ausgeladen wurde, da schlage ich mir auch vor den Kopf und denke mir, Leute, jetzt fallt ihr auf der anderen Seite vom Pferd. Und trotzdem fällt mir ein, dass ich mit 14 Jahren noch mit absoluter Gewissheit behauptet habe, wer einmal ein Glas Wein trinkt, ist schwerer Alkoholiker und ich werde nie, nie, nie im Leben Alkohol anrühren. Ja, was soll ich sagen, mit knapp 18 gab es ein paar Filmrisse, die sich gewaschen hatten😏 und eindeutig nicht auf das Konto von zu viel Cola zurückzuführen waren. Jedenfalls nicht pur.
    Auch bei unseren Töchtern habe ich diverse Absolutismen kommen und auch wieder gehen sehen.
    Was ich damit sagen will: bei Jugendlichen und Hernanwachsenden kann ich solche Ausfälle, so blöd sie auch sein mögen, wesentlich besser ver´knusen als bei verschiedenen anderen gesellschaftlichen Gruppen, die sich hier in Deutschland überfremdet fühlen oder in einer Diktatur wähnen. Ich fände es einfach schade, wenn wir aufhören, zu differenzieren.
    Liebe Grüße aus dem kälter werdenden Norden,
    Anja

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    • Ich habe nirgendwo behauptet, dass die sich antisozial verhaltenden Jugendlichen identisch sind mit den FFF-Anhänger:Innen. Und ich habe meines Wissens in diesem Text auch nirgendwo davon geschrieben, dass alle jungen Menschen sich so verhalten würden. Aber meiner Meinung nach hätte sich FFF da schon regen und die Angehörigen der eigenen Altersklasse mindestens genauso medienwirksam wie bei den zahlreichen Protesten dazu aufrufen sollen, sich an die Corona-Maßnahmen, umweltbewusst und rücksichtsvoll gegenüber den Anwohner:Innen in den jeweiligen „Partyzonen“ zu verhalten. Dass FFF ausschließlich demonstrieren geht, und gegen korrupte Politiker:Innen und die Versäumnisse der Boomer-Generationen in Bezug auf den Klimawandel zu Felde zieht, das erregt meinen Unmut.
      Und ich bin auch ziemlich sicher, dass ich nirgendwo in meinem Text alle Jugendlichen über einen Kamm geschoren habe. Ich habe auch so manche Aussetzer in Erinnerung, die ganz bestimmt nicht von alkoholfreien Getränken verursacht wurden. Und sehr oft habe ich in jungen Jahren manch dummes Zeug daher geredet. Aber ich hätte nie – und da bin ich mir ganz sicher – von einem anderen Menschen verlangt, sich die Haare zu schneiden, um an einer öffentliche Veranstaltung teilnehmen zu können, und dieser Person auch nie eine unbotmäßige kulturelle Aneignung unterstellt – mir wäre dieser Begriff erst gar nicht eingefallen.

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      • Also, ich rolle das mal gerade von unten auf: Deinen letzten Punkt sehe ich ja ähnlich. Ehrlich gesagt, dieser Begriff war mir bis vor ein paar Tagen zwar entfernt bekannt, aber nicht geläufig.
        Und jetzt weiter oben: Ich gebe dir recht, dass du es nicht explizit so geschrieben hast, viellicht ist es tatsächlich eher mein Problem, dass ich es so empfunden habe beim Lesen.
        Weißt du, ich habe mir in den letzten Jahren so vieles darüber anhören müssen (in Zusammenhang mit der Jugendarbeit und einigen Menschen, die vermutlich als Erwachsene auf die Welt gekommen sind), dass ich dazu neige, in solchen Punkten etwas empfindlich zu reagieren.
        Wenn ich dir damit etwas unterstellt habe, was du nicht so gemeint hast, dann bitte ich um Entschuldigung.
        Im Übrigen kenne ich ja Situationen selbst sehr gut, in denen ich mich über etwas so geärgert habe, dass ich Dampf ablassen muss. Manchmal ist einfach das Ende der Fahnenstange erreicht. Und die letzten zwei Jahre, jetzt noch mit der politischen Situation im Hintergrund, waren auch ganz bestimmt nicht geeignet, uns alle resilienter zu machen. Mich jedenfalls nicht. Also nichts für ungut, bitte.

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  4. Jessas… ich kann nicht mal Kontra geben 😆 Der Text könnte fast von mir sein 🙂
    Hast du gut gesagt. Respekt.
    Bei FFF hab ich seit langer Zeit nur das Gefühl, da ist „Freitags Schule schwänzen“ das wichtigste Argument geworden und nicht mehr das, wofür es am Anfang mal gestanden hatte.

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    • Das tut mir aber sehr leid, dass du hier nicht Kontra geben kannst! 😀
      Dass das Schule schwänzen der Hauptgrund für die FFF-Demos wäre, würde ich jetzt nicht behaupten. Allerdings kommt es mir durchaus merkwürdig vor, dass noch nie eine FFF-Aktion bzw. ein FFF-Projekt zum Umweltschutz und gegen den Klimawandel wie z. B. Clean Up Days in Wäldern, Parks etc. an einem Wochenende bzw. in den Ferien stattgefunden hätte – wenn es denn so etwas bei dieser Bewegung bislang jemals gegeben hat, ich habe darüber noch nie etwas gehört bzw. gelesen. Zudem müsste man beim Mülleinsammeln körperlich arbeiten und sich die Hände schmutzig machen, das ist weitaus weniger „hipp“, als ein paar Kilometer durch die Stadt zu latschen, Plakate hochzuhalten und sich darüber beschweren, was die älteren Generationen alles kaputt und verkehrt gemacht haben.

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  5. Liebe Freidenkerin du sprichst mir in fast in allen Punkten aus der Seele!
    Ich freue mich immer wieder, daß meine 3 (20-22) Enkeltöchter da anders sind und andere Werte und Engagement haben.
    Als schon immer politisch und sozial engagierter Mensch wurde bei uns schon immer viel diskutiert – früher mit den 2 Töchtern und jetzt zusätzlich mit den 3 Enkelinnen. Da prallen zwar manches Mal die Meinungen über Gründe. Veränderungen und Wege aufeinander aber in den Grundzügen und vor allem den Werten sind wir uns immer einig.
    So sind wir ( ich, Töchter + Enkeltöchter) der Meinung daß die heutige Jugend nur so gut oder schlecht sein kann wie sie von ihren Eltern geprägt bzw als Vorbild/Vermittler von Werten geprägt wurde. Wenn ich also heute von manchen jungen Leuten enttäuscht oder auch schockiert bin und ihr Verhalten kritisiere, so gilt diese Kritik auch den Eltern bzw. allen die mit dem Begleiten und Vermitteln betraut waren.
    Ich habe in meinem Leben für meine Demos und für meine offenen Auseinandersetzungen mit den „Autoritäten“ so einiges einstecken müssen und so ärgert es mich schon auch wenn ich von diesen verwöhnten „Wohlstandskindern“ angegriffen und für alle Übel verantwortlich gemacht werde.
    Von außen kritisieren ist einfach. Man kann auch als junger Mensch die Politik beeinflussen. Die heutigen Grünen waren auch mal jung und sitzen schon lange im Bundestag. Es gib in allen demokratischen Parteien Jugendorganisation aus denen heraus man von unten etwas bewirken kann. Aber da muß man mehr tun als Freitags Schule schwänzen oder in Talk Shows Selbstdarstellung zu praktizieren.
    LG 🌼

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    • Danke für deinen Kommentar, liebe Grethe!
      Und ich stimme dir vollkommen zu, dass die Erziehung durch die Eltern und auch teilweise durch Lehrer:Innen viel dazu beiträgt, wie junge Menschen sich verhalten, und welche Sicht der Dinge sie haben. Wenn die Anhänger:Innen von Fridays For Future ausschließlich Forderungen stellen, ohne sich auch mal an den eigenen Nasen zu packen, in sich zu gehen, eigene Fehler einzugestehen und einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten, dann lässt das verdammt tief blicken…
      Liebe Grüße!

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  6. Ich hatte nach der Dreadlock-Geschichte vor ein paar Tagen mal ein wenig rumgelesen und einen Vorfall gefunden, auf den dieses seltsame Ding zurückgehen könnte. Es gab nämlich 2020 ein Foto von einer FFF-Veranstaltung, bei der vier führende Klimaaktivistinnen abgebildet waren. Irgendjemand fand heraus, dass eine Fünfte abgeschnitten worden war: Vanessa Nakate aus Uganda.
    Anscheinend versucht man gerade von dieser weiße, gebildete, reiche Jugend-Schiene wegzukommen.

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  7. FfF ist, wie meist bei Gruppierungen, eine Ansammlung von Individuen und damit ist es natürlich auch schwierig, zu pauschalisieren. Dass die Bewegung im Grunde ein sehr wichtiges Ziel verfolgt (hat), ist hier ja auch unbestritten.
    Was mich umgehauen hat, war diese Geschichte mit den Dreadlocks, was mir zeigt, dass es an manchen Stellen einfach an „Reife“ fehlt.
    Und dieses ewige „Schießen“ auf die „Alten“, die angeblich den Jungen die Zukunft kaputt machen … Ich glaube, dass diese verantwortungslose Klientel gleichmäßig verteilt ist und FfF gut daran täte, ihren Einfluß auch auf „die Jungen“ auszuüben.
    Bin gespannt, wie viele der FfF Aktivisten nach ihrer Ausbildung und ihrem Studium genau da sind, wo sie in einem Konzern ihren Bonus kassieren, wenn sie gewinnbringende Entscheidungen getroffen haben, ohne Rücksicht auf die Umwelt.
    Da fällt mir das Lied von PUR ein:“Wo sind all die Indianer hin“

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    • „… FfF gut daran täte, ihren Einfluss auch auf „die Jungen“ auszuüben…“ Genau meine Rede! Und ich würde es begrüßen, wenn es in Zukunft „Mondays for Future“ heissen würde, die Anhänger:Innen der von Greta Thunberg ins Leben gerufenen Bewegungen an den Montagen im frühen Morgengrauen angetan mit Greifzangen und Müllbeuteln durch die Parks und Naherholungsgebiete streifen und dabei feststellen würden, wie rücksichtslos viele ihrer Altersgenoss:Innen von der „Generation Future“ die Gegenden mit Unrat aller Art an den Wochenenden völlig verwüsten. Vielleicht hätte das eine heilsame Wirkung auf so manche der Kids, die so gerne pauschalierend und wüst beschuldigend auf „die Alten“ weisen…

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