Gefreut: Über einen sehr schönen Ausflug in die Berge am Dienstag. Und die wohltuende Wanderung mit einem guten alten Spezl um den zauberhaften Ferchensee. Über gute Gespräche über viele Themen.
Darüber, dass ich im Zug von Mittenwald zurück nach München eine Menge interessanter und netter Menschen kurz kennen lernen durfte.
Darüber, dass gestern die „Intersuff“ (Oktoberfest) zu Ende gegangen ist. Seitdem ich einige Male auf dem weltgrößten Volksfest gearbeitet habe, und dabei Vieles gesehen habe, was mich intensiv an der Intelligenz der Menschen zweifeln lässt, bin ich immer heilfroh, wenn dieses Spektakel wieder vorüber ist.
Geärgert: Am Dienstag mal wieder ausgiebig über die Deutsche Bahn. Auf den ca. 160 Kilometern nach Mittenwald und retour gab es insgesamt acht Langsamfahrstellen, eine Signalstörung, sechsmal Warten auf verspätete Gegenzüge und über eine Stunde Verspätung.
Gedacht: Deutschlands ewiger „cdu“-Jüngling Philipp am Thor hat genauso das Recht wie jeder andere Mensch, sich sein Büro nach seinem Gusto einzurichten, da hat kein Hahn danach zu krähen, und es gibt verdammt noch mal weitaus wichtigere Themen als ob der Typ einen Strandkorb auf seinem Balkon stehen hat oder nicht. Aber an dem üppigen Shitstorm, den er damit entfacht hat, ist er selber nicht ganz unschuldig, was muss er das auch gar eifrig in den (a)sozialen Netzwerken verbreiten und dabei schon etwas großkotzmäßig rüberkommen.
Gefragt: Die 131 Euro monatliche Unterstützung für Schwerbehinderte und Pflegebedürftige für eine Haushaltshilfe soll ja nun ab 2027 wegfallen. Laut Linnemann soll diese finanzielle Zuwendung durch „Beratungsangebote“ ersetzt werden. Wie wird das aussehen? Kommt dann jemand zu mir und gibt mir Tipps, wie ich mit dem Rollator bzw. im Rollstuhl am besten die Böden wische und staubsauge?
Gewundert: Über den regen Zuspruch meines Blogs durch Leser:innen aus China seit einigen Wochen. Im Schnitt habe ich derzeit ca. 500 Visits pro Tag, und gut zwei Drittel davon sind aus dem Reich der Mitte. Dabei werden täglich völlig unterschiedliche Blogposts angeklickt, die aktuellsten genauso wie ältere. Zuerst war ich sehr misstrauisch – vielleicht führen die rechtsdrehenden Exildeutschen in China ja etwas Übles im Schilde. Aber dem scheint wohl nicht zu sein. Mittlerweile erfreue ich mich an den neuen, eifrigen Leser:innen. Willkommen hier!
Gelitten: Nach der anfänglichen Euphorie stellt sich zusehends heraus, dass ich die zusätzliche Einnahme von Protein-Pulver nicht gut vertrage. Ich fühle mich danach stundenlang, als hätte ich einen Mühlstein im Bauch, und auch schlapp und ausgelaugt. Ich werde jetzt das Zeug auf ein Mindestmaß reduzieren und nur mehr das Kreatin täglich zu mir nehmen.
Genervt: Vom lauten Organ einer Frau meines Alters, die Dienstags am Bahnhof München-Pasing in den Zug Richtung Mittenwald stieg. Kaum saß sie, begann sie, ihre Umgebung zu beschallen: Dass sie so eine kleine Rente habe, sei die Schuld von der Merkel, weil die 2015 Millionen von Flüchtlingen ins Land geholt und mit Geld förmlich überhäuft hätte. Die ganzen Milliarden, die für die Corona-Maßnahmen draufgegangen seien, seien völlig unnötig zum Fenster rausgeworfen worden, sie habe vor zig Jahren schon Corona gehabt, und das sei völlig harmlos verlaufen. Und wenn in Deutschland Krankenschwestern Spritzen verabreichen dürften, wie das in anderen Ländern der Fall sei, dann hätte man in der Pandemie viel Geld sparen können (Krankenschwestern dürfen in D. auf Anordnung eines Arztes/einer Ärztin subkutane und intramuskuläre Injektionen verabreichen, wenn sie die entsprechende Qualifikation haben). In Garmisch-Partenkirchen stieg eine junge Muslima zu, setzte sich in Nähe der Quasselstrippe, und begann, mit gedämpfter Stimme zu telefonieren. Die olle Schrapnelle ätzte von da an permanent gegen diese Frau und wieder einmal ausgiebig gegen Flüchtlinge. Nachdem die Muslima ihr Telefonat beendet hatte, wurde sie von der Trulla mit laut quäkender Stimme angegangen, sie hätte sie mit ihrem Geschrei gestört. Und da platzte mir der Kragen. Ich machte ihr mit bedachtsam gewählten Worten sanft klar, dass sie selbst mit ihrem endlosen, überlauten Geschwurbel seit Pasing sehr unangenehm auffallen würde, und dass es ratsamer wäre, mal vor der eigenen Türe zu kehren, anstatt anklagend und verurteilend auf Andere zu zeigen. Danach herrschte für den Rest der Fahrt himmlische Ruhe.
Gewesen: Endlich mal wieder in den Bergen! Und auf den üblichen Runden durch’s Viertel. Und mit der Frau R. beim Großeinkauf im Lieblingsdiscounter.
Getroffen: Einen lieben alten Spezl. Und im Zug zurück nach München etliche interessante und sympathische Menschen.
Gesucht: Einen kleinen Trichter.
Gefunden: Yepp.
Gegessen: Kartoffelgratin, Spinat mit Kartoffeln und Spiegeleier, Rühreier mit Garnelen, Nudeln mit Rahmschwammerln, eine gar herrliche dicke Erbsensuppe mit Würstln im Gasthaus am Ferchensee. Müsli mit vielen Früchten und Walnüssen, zwei Avocados, und jede Menge frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft.
Genascht: Nix, da war ich ganz brav. 😉
Gelacht: Natürlich! 😀
Geweint: Nein.
Gehört: Diesen bemerkenswerten Song – wieder einmal Danke an @Herba für’s Darauf-aufmerksam-machen.
Gesehen: Ein paar Folgen „Chicago Med“. Einige schöne RoadTrips. Und nach langer Abstinenz mal wieder ein Darts-Turnier. War spannend und hat Spaß gemacht.
Und eine Reportage des RTL-Magazins „Life – Menschen, Momente, Geschichten“ über den ungeheuerlichen Missbrauch an jungen Frauen und ihren unehelichen Kindern in von Nonnen geführten irischen Kinderheimen. Allein auf dem Gelände des Mutter-Kind-Heims in der Kleinstadt Tuam wurden die in einem ehemaligen Abwassertank „entsorgten“ Leichen von fast 800 Babys und Kleinkindern entdeckt. Insgesamt sollen an die 7.000 Babys, junge Frauen und kleine Kinder zwischen 1922 und 1950 aufgrund von extremer Mangelernährung, Vernachlässigung und fehlender ärztlicher Behandlungen auf oft grausame Weise in diesen kirchlichen Einrichtungen verstorben sein. Tausende andere Kinder wurden ohne das Wissen und Einverständnis der Mütter und der Angehörigen an wohlhabende Familien im Ausland, überwiegend USA, verkauft. Hier der Link zur Doku: https://plus.rtl.de/suche?query=irlands+verlorene+kinder
Gelesen: Ich ackere zur Zeit erneut die Donnerstags-Mordclub-Bücher durch. Habe Einiges bei der Stadtbib. bestellt, aber aufgrund vieler Vorbestellungen zieht sich das wohl noch eine Weile hin, bevor ich zumindest eines der Bücher werde schmökern können.
Gelernt: Viel Interessantes über China in der Samstagsausgabe des TV-Magazins „Stadt-Land-Kunst“ auf arte. Besonders fasziniert hat mich der Beitrag über die Entstehung und Weiterentwicklung der chinesischen Schriftzeichen, sowie des Bildungssystems im Reich der Mitte. Es gibt in diesem riesigen Land nur ca. 3,26 % Analphabeten, im Vergleich dazu in Deutschland: ca. 12,1 %.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: So gut wie nix! Ich wollte am Montag das Wohnzimmer stöbern und staubwischen, da nahm mir die Frau R. sanft den Wischlappen aus der Hand und meinte, das sei ihr Job, ich solle mich ausruhen, fernsehen oder lesen. 😀 Wenigstens meinen Laptop durfte ich absaugen und vorsichtig säubern!
Geschlafen: Überwiegend gut!
Geträumt: Wie immer viel, bunt und lebhaft.
Geplant: Heute nachmittag treffe ich eine interessante Dame, die seit einer Weile meinem Blog folgt. Dienstag und Donnerstag habe ich die ersten Termine meiner Neurologischen Krankengymnastik. Zwischendrin werde ich noch meinen Lieblings-Discounter heimsuchen. Und ansonsten leben und leben lassen.
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Kommt gut in die neue Woche, ihr Lieben! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund… 🙂
