… begab ich mich am Dienstag in aller Frühe endlich mal wieder in die Berge. Zusammen mit einem Spezl aus dem hohen Nordosten, der jedes Jahr einige Tage nahe Mittenwald weilt, um dort zu wandern und Bergluft zu tanken, fuhr ich im Wanderbus hoch zum idyllischen, romantischen Ferchensee. Dank des gut ausgebauten Wegs ist es auch für mich kein Problem, das kleine, stille Gewässer zu umrunden…
… Während der kurzen Fahrt machte ich mir Gedanken über den Wasserstand. Wie wird es nach diesem mehr als trockenen Hitzesommer wohl darum bestellt sein? Aber sowohl der etwas weiter unterhalb liegende Lautersee als auch der Ferchensee waren randvoll mit kristallklarem Bergwasser…
… Auch nach vielen Jahren ist der Blick über den See auf das Karwendelmassiv immer noch atemberaubend für mich. Da werde ich immer ganz andächtig und es dauert eine Weile, bis ich mich davon losreißen und die Wanderung fortsetzen kann…
… Auf den Buckelwiesen im obigen Bild pflegt stets eine Schafherde den Sommer zu verbringen. Mitte September werden die wolligen „Rasenmäher“ dann zurück auf den im Tal gelegenen Hof getrieben…
… Kaum ein Windhauch kräuselte die Oberfläche des Ferchensees, und die schier himmelhoch ragenden Gipfel und Wände des Karwendels spiegelten sich darin. Daran kann ich mich gar nicht satt sehen…
… Auch sehr schön, wenn auch weniger dramatisch, ist der Blick gen Osten…
… Eine kleinblütige, violette Enzianart…
… Nach der Seeumrundung kehrten wir in der Wirtschaft am östlichen Ufer ein und ließen uns große Teller dicker Erbsensuppe mit Würstln schmecken, wobei wir von einem gar nicht scheuen Rotkehlschen neugierig beäugt wurden. Und dann stand auch schon der letzte Wanderbus Richtung Tal vor der Tür, um uns zurück nach Mittenwald zu bringen…
… Habt einen möglichst unbeschwerten Tag, ihr Lieben!…
… als ich diese Zielanzeige über der Front eines auf dem Mittenwalder Bahnhof abgestellten Regionalzuges sah, musste ich zuerst schallend lachen, dann ein Foto machen, und anschließend den jungen, molligen „Rollwagerl-Admiral“ unbedingt fragen, ob er denn nun Jim Knopf oder Lukas der Lokomotivführer sei…
… Eine Weile sah er recht verdattert drein, dann ging ihm ein Licht auf und er schmunzelte. „Sie sind die erste, die mich das gefragt hat. Wir haben viele coole Feierabend-Zielanzeigen auf Lager, aber Lummerland ist unser absoluter Favorit.“ Ich hätte mich so gerne noch nach diesen anderen Anzeigen erkundigt, doch mein Zug Richtung München fuhr ein…
… Zur Zuganzeige darf jetzt natürlich auf gar keinem Fall das Lummerlandlied fehlen:… 😉
… Habt einen möglichst unbeschwerten Tag, ihr Lieben!…
… Diesmal fiel mir die Umsetzung mit einem passenden Begriff sehr leicht, aus aktuellen gesundheitlichen Gründen:… 😉
… Ein Strumpf- und Sockenanzieher ist ein höchst probates, Kraft sparendes und den Alltag erleichterndes Gerät. Die Fußbekleidung wird über das halbrunde, mittige Gestell gestreift, dann fährt man mit dem Fuß hinein und zieht das Gerät an den beiden Griffen Richtung Körpermitte. Danach muss man vielleicht noch ein paar klitzekleine Korrekturen am Sitz durchführen – fertig. Es sind Erfindungen wie diese, die mich dann doch immer wieder davon überzeugen, dass wir Menschlein eine intelligente Spezies sind… 😉
… Habt ein schönes und entspanntes Wochenende, ihr Lieben!… 😀
… Am frühen Nachmittag fand auf einer Wiese im Schlosspark eine kleine Raubvogel-Flugschau statt. Der erfahrene Falkner, der schon des Öfteren in Schleißheim aufgetreten war, wusste viel Interessantes über die fliegenden Beutegreifer zu erzählen. Sein Federvieh allerdings hatte ausgerechnet an diesem Sonntag so gar keine Lust, sich in die Lüfte zu erheben, Falken, Habichte und Adler gingen viel lieber gemächlich zwischen den Zuschauer:innen spazieren, was nicht nur bei mir für gutmütige Heiterkeit sorgte…
… Ein Sakerfalke, einer der größten Falkenarten weltweit, seine Spannweite kann bis zu 1,30 Metern betragen. Er bewohnt offene Landschaften wie Steppen, Halbwüsten und Agrarflächen in Osteuropa und Zentralasien…
… Der in Amerika verbreitet vorkommende Buntfalke hingegen gehört zu den Winzlingen, er wird nicht viel größer als eine Amsel…
… Der größte heimische Greifvogel ist der majestätische Steinadler. Er kann eine Spannweite bis zu 2,30 Metern erreichen. Er ist in Deutschland fast ausschließlich in den Alpen zu finden. Er kann Tiere schlagen, die weitaus größer sind als er – Gemsen z. B., oder junge Steinböcke…
… Anmut, Grazie, Eleganz und Kraft hoch zu Ross…
… Gut beschirmt geht’s zur Kutschen-Präsentation vor der großen Freitreppe des Schlosses…
… Was für ein bezauberndes Menschenkind!…
… Meine Lieben, das war der letzte Teil meiner Impressionen von der Historischen Reiter- und Kutschengala im Park von Schloss Schleißheim. Mal schauen, wohin es meine Kamera und mich demnächst hinverschlagen wird… 😉
Gefreut: Darüber, dass unser junger, fescher, grüner Oberbürgermeister das Anzapfen des ersten Faßes Wiesnbier auf dem Oktoberfest so fein hinbekommen hat – zwei Schläge hat er nur gebraucht. Und auch wenn der Söder sich ganz anständig benommen hat und sich seit einer Weile schon mit seinen verbalen Tiefschlägen und Hetzereien gegen die Grünen etwas zurückhält, war es für mich doch eine Augenweide zu sehen, wie er vom OB die erste Maß entgegen nehmen musste.
So wie’s aussieht ist die „cdu“ in Meck-Pomm wohl unter die 5 %-Grenze gerutscht. Da kann ich mir nun ein gerüttelt Maß an Schadenfreude nicht verkneifen. Wer eine solch desaströse Politik gegen die Mehrheit des eigenen Volkes betreibt, und einen Kanzler ungeschoren im Amt lässt, der seit fast eineinhalb Jahren immer wieder die Bundesbürger:innen auf arrogante und empathielose Weise beschimpft, belügt und verunglimpft, dem gehört das nicht anders.
Geärgert: Über die saudumme und völlig unpassende Frage des BR-Reporters während der Live-Sendung unmittelbar vor dem Oktoberfestbier-Anstich an die Gemahlin des Ministerpräsidenten, wer länger im Bad brauchen würde, er oder sie.
Gedacht: Als ich am Sonntag Vormittag im Münchner Merkur las, dass am Ratstisch nach dem Anzapfen der Hubsi Oiwonger immer wieder gegen den Münchner Oberbürgermeiste gestichelt habe: „Ach, hätten’s dem Hubsi doch bloß statt dem Wiesnbier a Maß Opfesoft gegeben!“ 🤣
Als kurz vor Schließung der Wahllokale in Berlin und Meck-Pomm der Fritze verkündete, er wolle gleich nach den ersten Hochrechnungen eine Rede halten, war ich voller Hoffnung: Erklärt er jetzt endlich seinen Rücktritt? Aber dem war leider nicht so. Im Prinzip gab er das gleiche Geschwafel von sich wie vor zwei Wochen nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Und die Blaunen müssten ihm eigentlich eine Auszeichnung als eifrigster Wahlkampfhelfer überreichen.
Von irgendwoher kenne ich den Verlobten unseres Oberbürgermeisters, aber ich kann noch so viel in meinen Erinnerungen forschen, ich komm partout nicht drauf, wo und wann ich dem sympathischen jungen Mann begegnet bin.
Gefragt: Warum zwickt mich denn niemand und raunt mir zu: Du kannst jetzt wach werden, das mit der AfD war nur ein riesiges, mehrjähriges, psychologisch-soziales Experiment?
Gewundert: Ein bisschen darüber, dass ich im Friedrich Baur Institut nun von einer Professorin Dr. untersucht und betreut wurde und nicht wie üblich von einer Assistenzärztin.
Gelitten: Nach der Überfülle an Informationen, die mir während meines Termins beim Friedrich Baur Institut zuteil wurden, schwirrte mir der Kopf, und ich verspürte auch ein wenig Panik und Hilflosigkeit. Ich verordnete mir zwei Tage Ruhe und ein Verwöhnprogramm, um alles Gehörte und Gesagte richtig einzuordnen und zu verarbeiten.
Genervt: Davon dass das Tempo während der VdK-Demonstration am Donnerstag gegen den Abbau des Sozialstaates zu schnell für mich war. Ich hätte gerne die ganze Strecke bis zur Schlusskundgebung am Siegestor durchgehalten und nicht nach der Hälfte des Wegs aufgeben müssen.
Gewesen: Spazieren und Einkaufen, und am Donnerstag bin ich ein Stück weit bei der VdK-Demo gegen den Abbau von Sozialleistungen mitmarschiert.
Am Mittwoch hatte ich in aller Frühe nach sieben langen Jahren einen Kontrolltermin im Friedrich Baur Institut für Muskelerkrankungen. Eine Frau Professor Dr., ein ganz hohes Tier im „FBI“, nahm sich meiner an. Sie untersuchte mich und bestätigte dann, was mir schon lange klar war: Der Muskelschwund hat sich um einiges verschlimmert, aber sie war sichtlich erstaunt darüber, dass ich überhaupt noch etwas gehen kann. Sie legte mir nahe, ab sofort täglich Proteinpulver und Keratinmonohydrat zu mir zu nehmen, es gäbe viele Patient:innen, die damit gute Erfahrungen gemacht hätten. Es würde die Titinbasierte Myopathie nicht stoppen, aber verlangsamen. Zudem verschrieb sie mir 36 Einheiten Krankengymnastik, meine tägliche Stunde Gehen wäre zwar vorbildlich, aber eine zusätzliche Therapie dennoch enorm wichtig. Sie empfahl mir einen Antrag auf Erhöhung des GdB von 70 GB (gehbehindert, mit Begleitperson) auf 100 aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) zu stellen, in der Psychosozialen Sprechstunde würde man mir anschließend dabei behilflich sein. Zudem verschrieb sie mir einen Rollstuhl. „Ich weiß, das gefällt Ihnen gar nicht, aber Sie haben ein Anrecht darauf. Und wenn Sie ihn vorerst nicht nutzen wollen, dann klappen Sie ihn halt zusammen und stellen ihn ins Eck.“ Insgesamt, mit langen Gesprächen beim Psychosozialen Dienst und der Abteilung für Hilfsmittelberatung, sowie einem Lungenfunktionstest, verbrachte ich fast drei Stunden in dem modernen, ochsenblutrot gestrichenen Anbau des LMU Klinikum Innenstadt. Positiv ist, dass ich in den Armen und Händen noch sehr viel Kraft habe, dass die Lungenfunktion im Normalbereich ist und mein Herz fit und pumperlg’sund.
Getroffen: Eine ehemalige Kollegin vom Schutz- und Sicherheitsdienst. Das letzte Mal hatten wir uns vor etwa zwei Monaten gesehen, und da hatte sie mir erzählte, man habe bei ihr nach einem bösen Sturz eine kleine Gehirnblutung festgestellt. Ich hatte mittlerweile schon das Schlimmste befürchtet und war sehr erleichtert, als ich sie vor ein paar Tagen munter dahin spazieren sah.
Gesucht: Eine Rechnung für ein Paar orthopädische Maßschuhe und einen Arztbrief.
Gefunden: Leider nein. Aber ich habe schon Kopien angefragt. Und danach das Chaos in der Kiste ausgemistet und ordentlich sortiert, in der ich meine Unterlagen und Rechnungen aufbewahre.
Gegessen: Ein Geschnetzeltes aus Tomaten und Rinder-Minutensteaks mit Couscous. Noch einmal einen gar köstlichen Pflaumenauflauf. Rahmchampignons mit Nudeln. Ein pikantes Gemüseragout mit Nudeln. Bratwürst mit Kartoffeln und Rote-Bete-Salat. Müsli, und den üblichen Berg an frischem Obst und Gemüse.
Getrunken: Wasser, Tee und Orangensaft.
Genascht: Ein paar Stückchen Bitterschokolade mit Mousse au Chocolate gefüllt.
Gelacht: Ja, freilich! 😀 Unter anderem, als am gestrigen Abend in Berlin eine ARD-Reporterin den fast leeren Raum zeigte, in dem die „cdu“-Wahlparty hätte stattfinden sollen. Sie meinte, dass bis 18:00 Uhr sich sehr viele Leute dort versammelt hätten, die allerdings nach den ersten Hochrechnungen recht schnell wieder gegangen seien.
Geweint: Ja, neulich, als ich zufällig auf das Lied „Lass‘ nun ruhig los das Ruder“ von Reinhard Mey stieß.
Gehört: 2014 verstarb Reinhard Meys zweitältester Sohn Max nach fünfjährigem Wachkoma, in das er während einer furchtbaren Lungenentzündung gefallen war. Der berühmte Liedermacher hat ihm unter einigen anderen diesen Song gewidmet:
Gesehen: Aus oben beschriebenen Gründen nach vielen Jahren Abstinenz mal wieder das O’zapfn vom Oktoberfest. 😉
Und natürlich wieder mehrere RoadTrips – unter anderem einen wundervollen durch die Schottischen Highlands bis zur Spitze der Halbinsel Skye. Und eine interessante und beeindruckende Wanderung durch den Bryce Canyon im US-Bundesstaat Utah.
Gelesen: „Raumschiff Rettungswagen“ von Nicolas Prehsler. Der Autor ist Rettungssanitäter und erzählt in 26 Kurzgeschichten Skurriles, Spannendes, Groteskes und Trauriges aus seinem Berufsleben. Das Buch ist keine große Literatur, aber es bringt mich zum Lachen, zum Nachdenken, ist spannend und bewegend.
Gelernt: Ich fürchte, mal wieder nix Gscheits.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Meine Kiste mit Unterlagen, Dokumenten und Rechnungen ausgemistet, sortiert und ordentlich abgeheftet.
Geschlafen: Teils gut teils schlecht. In der Nacht vor dem Termin im Friedrich Baur Institut bekam ich kaum ein Auge zu.
Geträumt: Bunt und lebhaft, aber leider ist mir kein Traum in Erinnerung geblieben.
Geplant: Ich werde viel unterwegs und beschäftigt sein, all das in die Tat umzusetzen, was man mir im Friedrich Baur Institut verschrieben und nahe gelegt hat. Und am Samstag werde ich dann mit einem Spezl a bisserl meinen Siebzigsten feiern. 😉
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Ich wünsche euch eine gute und möglichst stressfreie neue Woche. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund. 🙂
… in Berlin und Meckleburg-Vorpommern. Aber bitte nicht die Blaunen. Lasst euch nicht von ihnen blenden, sie wären unser Untergang. Wählt für den Erhalt unserer Demokratie, aber nicht für deren Ende. Wählt bitte so, dass auch jenen, die nach uns kommen, das Glück eines Lebens in Frieden, Freiheit und Demokratie zuteil werden wird…
… Hier ist sie, die nächste Fuhre meiner bebilderten Eindrücke von dieser schönen Veranstaltung im Schleißheimer Schlosspark!… 🙂
… Er sei – und das könne man an seiner schönen, blank polierten Knopfleiste und der Uniform genau erkennen -, ein Königlich Bayrischer Bahnhofsvorstand der 1844 gegründeten Königlich Bayrischen Staatseisenbahnen, erfuhr ich von diesem stattlichen Herrn, und die Frau Gemahlin lächelte mich während seiner mit Stolz vorgetragenen Ausführungen huldvoll an… 😉
… Schloss Schleißheim in all seinem Glanz und seiner Herrlichkeit. Genau genommen ist es der neue Prachtbau. Das alte Schloss – es entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts -, befindet nur wenige Meter weiter westlich und macht einen weitaus bescheideneren Eindruck. Das war dem Kurfürsten Max Emanuel seinerzeit natürlich nicht zupass. Er wollte Kaiser werden, und da musste man als Landesfürst klotzen, nicht kleckern…
… Eine gute Freundschaft ist überhaupt nicht davon abhängig, wie man aussieht, oder welcher Spezies man angehört… 😉
… Die beiden freundlichen Damen sind mir seit langem schon bekannt, sie sind regelmäßig zu Gast bei der historischen Reiter- und Kutschengala. Und obwohl das prächtige Kutschpferd einen sehr hoch gewölbten Hals hat, ist es weder ein Hackney (alte englische Kutschpferderasse) noch ein Hengst, sondern ein Friesen-Wallach…
… Und immer wieder mischten sich Teilnehmende in aufwändigen historischen Kostümen unter die neugierig Flanierenden, zumeist waren es Menschen gehobeneren Alters. Bei den Jungen scheint das Interesse an solchen Verkleidungen gering zu sein, bei ihnen ist die Darstellung von Manga- und Cosplay- und Science-Fiction-Wesen viel mehr angesagt…
… Unser Kini! 😀 Schon recht fesch und schmuck schaut er aus – obwohl die Proportionen irgendwie nicht stimmen. Denn in dem Alter, das der Darsteller wohl hat, war Ludwig II. ein Schwergewicht, das locker über 100 kg auf die Waage brachte. Und viel größer war er auch, mit 1,91 ist der „Märchenkönig“ schon ein ordentlich langer Lulatsch gewesen…
… Ihro Gnaden, der verschwenderische Kurfürst Max Emanuel, himself…
… Eine Portion Fotos von der Historischen Reiter- und Kutschengala wird es wohl noch geben… 😉
… Habt ein schönes und möglichst unbeschwertes Wochenend, ihr Lieben!…
… mutet mich jedesmal die Historische Reiter- und Kutschengala im Park des Schleißheimer Schlosses nahe München an. Nachdem es wohl in den Jahren zuvor Unstimmigkeiten zwischen den Organisatoren, den Sponsoren und der Bayrischen Schlösserverwaltung gegeben haben soll, fand diese Veranstaltung in diesem Herbst nach 2023 endlich wieder einmal statt. Mehr als zwei Dutzend alte, auf Hochglanz polierte Fuhrwerke, viele Reiter:innen auf rassigen Pferden und dazu noch jede Menge Liebhaber:innen längst vergangener Zeiten in historischen Kostümen tummelten sich am vergangenen Sonntag von den späten Morgenstunden bis weit in den Nachmittag in der zauberhaften Anlage zwischen dem kleinen Schlößchen Lustheim und dem großen Prachtbau, bestaunt und natürlich vielfach fotografiert von Tausenden Besucher:innen…
… Ich nahm diesmal eine andere Route nach Oberschleißheim, nicht mit der S-Bahn, und dann einen doch recht langen Fußweg entlang, sondern mit der U-Bahn bis Garching-Hochbrück und von dort aus mit dem Bus direkt zum Schlosspark, wobei ich eine Station früher ausstieg als ursprünglich geplant und meinen Rundgang beim kleinen Schlösschen Lustheim begann. Langsam schob ich meinen Rollator am etwa 1.300 Meter langen Kanal entlang, die Kamera natürlich stets griffbereit…
… Und ich musste natürlich gar nicht lange gehen, um mich an den ersten schönen Motiven zu erfreuen:…
… Ein sehr schmucker Vierspänner, und der rassige Jagdhund auf dem Kutschbock scheint aufzupassen, ob die Zwoag’haxerten auch die richtige Strecke nehmen… 😉
… Seit vielen Jahren schon ist dieses Gefährt mit einer Kombination aus zwei Eseln und zwei Mauleseln mein absoluter Favorit jeder Reiter- und Kutschengala… 🙂
… Auf einer Lichtung nahe des Schlosskanals steht schon alles bereit für ein feudales Picknick…
… Schloß Lustheim, erbaut im Jahr 1685, ein Hochzeitsgeschenk des bayrischen Kurfürsten Max Emanuel an seine erste Gemahlin Maria Anna von Österreich. Rauschende Feste sind früher hier gefeiert worden. Heutzutage befindet sich in den Räumen eine höchst beachtliche Porzellansammlung…
… Der Kurfürst Max Emanuel höchstselbigst macht mit zwei Vertrauten seines Hofstaats einen kleinen Spaziergang… 😉
… Jetzt geht’s zuerst zur Sonntagsmess‘, und dann ins Wirtshaus… 😉
… Und ich fürchte, da werde ich schon noch a paar Buidln (eher ziemlich viele 😉 ) von der Historischen Reiter- und Kutschengala zeigen…
… habe ich heute endlich mal wieder einen Kontrolltermin im Friedrich Baur Institut für Muskelerkrankungen wahrgenommen. Während ich darauf wartete, aufgerufen zu werden, sah ich, wie eine der beiden Damen vom Empfang mit Unterstützung einiger Kolleg:innen und ihrem Mann Berge von Essen und Kuchen in einen Nebenraum schleppte…
… Als ich aufgerufen wurde, brachte mich diese Dame mittleren Alters den langen Flur hoch zum Büro der Frau Professor, die sich meiner annehmen würde. Ich lächelte sie an und fragte: „Haben Sie heute Geburtstag?“ Da blieb sie stehen, griff nach meiner Hand und strahlte übers ganze Gesicht. „Nein. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen. – Aber ja, doch, ist so etwas wie Geburtstag für mich. Ich freue mich so!“…
… Und solche Menschen wollen die Blaunen abschieben, „remigrieren“? Ernsthaft? Mitmenschen, die freundlich, oft selbstlos, mitfühlend, zuverlässig und kompetent in Berufen arbeiten, für die sich mittlerweile viele Deutsche – vor allem die „Bio-Deutschen“! – viel zu schade sind? – „Igitt! Körperliche Arbeit, und dann auch noch immer höflich und geduldig sein müssen – nee, das ist nix für mich, ich will im feschen Anzüglein und mit Krawatte im Büro sitzen, gefälligst pünktlich Feierabend und sechs Wochen bezahlten Urlaub haben, und mit Dreißig meine erste Million einfahren!“…
… Schon mal darüber nachgedacht, ihr AfD-Wähler:innen, wer dann im Gesundheitswesen arbeiten, in Seniorenheimen und Krankenhäusern während langer Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten Bettpfannen leeren, alte und schwerbehinderten Menschen zur Hand gehen, sie waschen, die Ä***e auswischen und Windeln wechseln, sie pflegen, für sie putzen, für sie Besorgungen erledigen soll, wenn eure vor Hass, Häme und Hetze nur so triefenden und bei euch fleißig Augenauswischerei betreibenden blaunen Obermuftis dieses unmenschliche Horrorszenario der „Remigration“ eines Tages wirklich durchführen würden, und alle, wirklich alle Mitmenschen mit ausländischen Wurzeln unser Land verlassen müssten? Wer dann die Mülltonnen leeren, die Straßen kehren, in der Gastronomie Essen und Getränke servieren, oft genug bis spät nachts, und sich dazu noch zahllose dumme Sprüche von vorlauten Kund:innen anhören soll? Wer im Einzelhandel Regale einräumen und an den Kassen Dienst tun soll? Wer Putzarbeiten in Büros, Banken, Supermärkten, Behörden, bei alten und kranken Privatpersonen verrichten soll? Wer dann hier die LKWs, die U- und S- und Straßenbahnen, die Busse, Züge und Taxis fahren, die Briefpost und Päckchen ausliefern soll?…
… Wie das in Zukunft so sein würde, wenn die Blaunen deutschlandweit an die Macht gelangen, könnt ihr euch ja nun vermutlich in Sachsen-Anhalt ansehen. Möge euch allen dabei ein heilsames Licht aufgehen…
Gefreut: Es hat wie immer viele kleine Freuden gegeben. Zum Beispiel, das es jetzt wieder frische Feigen und Äpfel gibt. Dass die Wassermelone Anfang letzter Woche so herrlich wie keine andere zuvor geschmeckt hat. Dass ich etliche liebenswürdige und freundliche Menschen getroffen habe. Über so manch rege und überwiegend fair verlaufenen, interessanten Diskussionen hier in Bloggershausen.
Große Freuden waren die friedliche Prüf-Demonstration am Samstag nahe der Münchner Uni und die Historische Reiter- und Kutschengala im Park von Schloss Schleißheim am Sonntag, auch wenn heuer bei weitem nicht so viele Teilnehmende anwesend waren als 2023.
Geärgert: Über die Reaktionen der Regierung und speziell unseres Zweite-Wahl-Kanzlers nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Gedacht: Trotz meines doch schon gehobenen Alters falle ich immer wieder auf die falschen Menschen rein…
Laut den neuesten Umfragen sind die Blaunen auch in Mecklenburg-Vorpommern leider die stärkste Partei, knapp eine Woche vor der Wahl, was mich sehr bedrückt. Aber ich empfinde durchaus Schadenfreude darüber, dass die „cdu“ knapp vor dem Rutsch unter die 5-%-Grenze ist. Vielleicht würde man ja dann endlich in Berlin ins Nach- und Umdenken kommen.
Gefragt: Und die Mitglieder unserer Regierung haben den doch so lauten Schuss immer noch nicht gehört und immer noch nicht begriffen? Auf welchem Planeten leben die denn?
Gewundert: Wie es möglich sein kann, dass an sich doch vernunftbegabte Menschen höchst begeistert sind vom verqueren und verstrahlten Schwurbeln über die „wahren Hintergründe“ der Wahl von Sachsen-Anhalt und dem völlig realitätsfernen Verharmlosen der Blaunen. Als wären sie gehirngewaschen.
Gelitten: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt war ich zwei Tage lang gesundheitlich vor Schock ziemlich durch den Wind.
Genervt: Seit dem neuesten Windoof-Update erhalte ich immer wieder die Meldung, dass Windoof-Sicherheit deaktiviert sei. Und wenn ich dann nachschaue, stelle ich jedesmal fest, dass da alles reibungslos läuft.
Gewesen: Im Viertel unterwegs, im nahen Alten Nördlichen Friedhof, endlich mal wieder dort eine ausgiebige Runde drehen, auf der Leopoldstraße, ein wenig einkaufen, auf der Ludwigstraße, ein wenig demonstrieren, und im Schleißheimer Schlosspark, ein wenig lustwandeln und ein wenig fotografieren. 😉
Getroffen: Viele freundliche, schöne, interessante und hilfsbereite Menschen und viele bezaubernde Vierbeiner.
Und unseren Märchenkönig, DER Kini aller Kinis, Ludwig II. von Bayern. Er hat mir huldvoll zugewunken, das Highlight eines schönen Tages. 😉
Gesucht: Ausnahmsweise mal nichts.
Gefunden: Nichts.
Gegessen: Einen Pflaumenauflauf, der vor einer Weile, als ich ihn das erste Mal genau nach Rezept zubereitete, zwar gut aber etwas leer schmeckte. Letzte Woche habe ich dann das Rezept mit Zimt, einer Prise Kardamon und einem wönzigen Schlock Rum aufgepeppt – und siehe da, das Ergebnis war sensationell – ich sollte mich vielleicht fürs Große Backen bewerben… Ansonsten gab es unter anderem Spaghetti mit Tomatensoß, Hackbraten mit Kartoffeln und Maiskolben, Bratwürst mit Kartoffeln und Erbsen, Kartoffelgratin, einen Strammen Max mit 2 Spiegeleiern, Müsli, Salate, Melonen und viel anderes Obst und Gemüse.
Getrunken: Wasser, Tee, Orangensaft und zum Beruhigen nach der Sachsen-Anhalt-Wahl meinen Lieblingslongdrink: 4 cl Latschenkiefersirup, 4 cl Gin, aufgefüllt mit Sprudelwasser. Und am Dienstag Abend einen doppelten Kirschgeist, denn einiges ist nur mehr angesäuselt zu ertragen.
Genascht: Dunkle Schokolade mit Orangenmarzipan. Eine höchst delikate Nervennahrung!
Gelacht: Ja. Ich hatte sogar einen sehr heftigen Lachanfall.
Geweint: Lachtränen.
Gehört: Die Ansprache des Schirmherrn der Historischen Reiter- und Kutschengala von Schloss Schleißheim, Hubert Aiwanger, bayrischer Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister (und Bayerns größter Bierzelt-Schreihals). Du meine Güte, was war das für ein armseliges, konfuses, verdrehtes Geschwafel! Ich war einige Male ganz nah dran zu rufen: „Hubsi, was ham’s da denn heut für Drogen in dein Opfesoft neikippt!“, konnte mich aber grade noch beherrschen. Nicht verkneifen konnte ich mir allerdings einige Male ein lautes Hohngelächter, was mir ringsum böse Blicke einbrachte.
Gesehen:
Und natürlich wieder so einige RoadTrips, vor allem spannende Touren durch die grandiose Alpenwelt der Schweiz, Frankreichs und Italiens.
Gelesen: Viele Blogbeiträge über die Wahl in Sachsen-Anhalt, davon etliche wirklich gut fundierte und fein geschriebene, die mir Wissenswertes und auch interessante neue Einsichten beschert haben. Manche Mitblogger:innen, die politisch engagiert sind, können es, was Ausdruckskraft und Wissen anbelangt, meiner Meinung nach durchaus mit Profi-Journalist:innen aufnehmen. – Besonders negativ ist mir der Post einer deutschen Künstlerin aufgefallen, die im Ausland lebt. In epischer Breite wurde versucht darzulegen, warum die AfD völlig harmlos sei. Das Geschreibsel war gequirlte Scheiße hoch Zehn. Meine Gefühle rangierten beim Lesen zwischen purem Entsetzen, angeekelter Faszination, und ungläubigem Staunen, und am Schluss hatte ich angesichts dieses höchst grotesken Schwachfugs einen lang andauernden Lachanfall. Nachdem ich mir die Lachtränen aus dem Gesicht gewischt hatte, kredenzte ich mir ein großes Stamperl Schnaps, das hatte ich jetzt dringendst nötig.
Immer noch „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery, übersetzt von Heide Sommer. Das ist ein sehr wohltuendes Buch, eine interessante und bewegende Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, Tagebuch und Autobiographie. Schon wenige Absätze lassen mich das Ungemach ringsum völlig vergessen, ich tauche ein in eine bislang unbekannte Welt mit einer faszinierenden, auf eine uns oft so fremd wirkenden Form hoher Intelligenz.
Gelernt: Ein vierjähriger Hengst der englischen Rasse Shire Horse ist mit 1,99 Metern Stockmaß (gemessen wird mit einem stockähnlichen Längenmaß vom Boden bis zum Widerrist des Pferdes) das derzeit größte Pferd der Welt. Und es könnten durchaus noch ein paar Zentimeter Höhe dazu kommen, denn Shire Horses sind erst mit acht, neun Jahren völlig ausgewachsen.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Nur das Übliche im Haushalt.
Geschlafen: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt sehr schlecht und unruhig.
Geträumt: Wie stets bunt und lebhaft.
Geplant: Gleich kommt die Frau R., um meine Bude auf Vordermann zu bringen, und da werden wir wieder viel Spaß haben. Dienstag werde ich eine Runde über den kleinen Bauernmarkt drehen. Und am Mittwoch muss ich in aller Frühe zu einer sieben Jahre lang hinaus gezögerten Kontrolluntersuchung ins FBI – Friedrich-Baur-Institut für Muskelerkrankungen. 😉 Am 17. September findet eine Demo des VdK zum Thema soziale Ungerechtigkeit und die Schwächen der Gesundheits“reform“ statt. Und dann werde ich ganz, ganz feste alle Daumen für die Wahlen in Berlin und Meck-Pomm drücken.
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Ich wünsche euch eine gute und möglichst stressfreie neue Woche, habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
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