Das war nicht mein Tag. Zuerst zerdepperte ich eine der englischen Teetassen, die ich Jahrzehnte lang sorgsamer gehütet hatte als meine Augäpfel. Dann stellte ich beim Anziehen fest, dass ich meinen Lieblingspulli wohl falsch gewaschen hatte, denn er fühlte sich kratzig an und der rechte Ärmel war seltsamerweise um einiges länger als der linke. Im Supermarkt fand ich weder meine Lieblings-Karamellkekse noch das Thunfischfilet, nach dem mir seit langem schon der Sinn stand.
Frustriert spazierte ich kurz entschlossen in einen vor kurzem erst eröffneten Coffeeshop in der Nachbarschaft, um eine Pause zu machen. Vielleicht heiterte mich ja ein warmer Kaffee wieder auf. Ich machte am Tresen halt, wartete darauf, bedient zu werden und hing trüben Gedanken nach.
„Hallo! Was kann ich für dich tun?“ Ein junger Barrista zeigte freundlich auf mich.
Ich hasse es, wenn Unbekannte mich duzen und hatte schon eine bissige Bemerkung auf den Lippen, doch dann blickte ich in zwei schöne, zimtfarbene Augen, in denen etwas Sternenlicht zu glitzern schien – auch wenn es nur der Widerschein der Deckenleuchten war. Das etwas längliche Gesicht des vielleicht zwanzigjährigen Burschen hatte weiche, noch etwas kindliche, reine Züge, und sein Lächeln war von ungekünstelter Freundlichkeit und voller Charme. Ich war auf der Stelle schockverliebt, fühlte, wie ich errötete, und hatte Mühe, meine Bestellung zu artikulieren.
Ich zahlte, nahm den großen Kaffeebecher randvoll mit Latte Macchiato und einen dunkel glänzenden Schoko-Donut und suchte mir einen Tisch. All mein Unmut war verflogen. Der Barrista war fast noch ein Kind, und ich war eine siebzigjährige Frau, meine romantischen Anwandlungen kamen mir lächerlich und auch etwas „schräg“ und „ungehörig“ vor – und doch freute ich mich ungemein darüber, dass mein Herz immer noch jugendlich ungestüm sein konnte, und dass ich mich nach wie vor im Nu so herrlich stürmisch verlieben konnte wie in meinen jungen, wilden Jahren…
… Wenn ich richtig gezählt habe, müssten das 300 Worte sein… 😉
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… Habt einen schönen und geruhsamen Sonntag, ihr Lieben!…
… Nach dem erfrischenden Bad im Eisbach im Englischen Garten gibt’s noch eine kleine Dusche für’s Frauchen und alle anderen, die sich im Umkreis von zwei Metern aufhalten… 😉
… In die Mediathek hochgeladen habe ich dieses Bildnis eines ganz hingerissen sich das Wasser aus dem Pelz schüttelnden Wuffs am 04. November 2017…
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… Kommt gut und möglichst ohne kalte Dusche durch den Tag!… 😉
Gefreut: Über eine angeregte Unterhaltung mit der engagierten Ärztin, die nun seit vierundzwanzig Jahren schon neben mir wohnt, und ihrem Lebensgefährten. Der sympathische und gutaussehende Mann ist am Bodensee beheimatet, und da musste ich natürlich höchst ausführlich von den schönen Zeiten dort und meinen Erlebnisse und Eindrücken schwärmen. 😉
Und über eine im Großen und Ganzen unbeschwerte Woche.
Geärgert: Über diese unfassbare Menge an Hetze, Hass, Falschnachrichten, gefälschten Bildern, Videos und die absurdesten Verschwörungsschwurbeleien bezüglich des abgebrannten Kehlsteinhauses im Internetz, vor allem in den (a)sozialen Netzwerken.
Gedacht: Da haben die Kinder und Jugendlichen absolut berechtigte Forderungen an die Politik und die Gesellschaft, denen sie nun mit gewaltfreien Demonstrationen und Kundgebungen Gehör verschaffen wollen. Und dann wird das bereits Wochen vorher von widerlichen Schmierfinken und auch etlichen Politiker:innen in den Dreck gezogen und den Menschen Angst vor möglichen Ausschreitungen wie in Frankreich und Italien gemacht. Und nun, nachdem der Großteil der Demos wirklich friedlich verlaufen ist, finden überwiegend die empörten, reißerischen Schlagzeilen über einige Ausschreitungen Aufmerksamkeit, die sich erst nach den Demonstrationen ereignet hatten. Die sehr wichtigen Themen, die den jungen Menschen verständlicherweise unter den Nägeln brennen, gehen in der ganzen inszenierten Panikmache und den teils recht unsachlichen effekthascherischen und auch subjektiven Berichterstattungen beinahe völlig unter. In drei Wochen will die „Gen Z regelt“ wieder deutschlandweit auf die Straßen gehen – und da werde ich mit dabei sein!
Laut BGLand24 wurde in einer Versammlung des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden der Beschluss gefasst, das Kehlsteinhaus wieder aufzubauen. Allerdings nicht eins zu eins, sondern die Ruine solle dazu genutzt werden, etwas Neues zu errichten und das Ganze in ein hochwertiges Konzept einzubinden, ein Neubau, der Bildungsaspekt, Erinnerungskultur und touristischen Nutzen miteinander verquicken soll. Ja, das gefällt mir, da bin ich dafür.
Gefragt: Was bitte verstehen Sie denn unter Antifa Utensilien? Diese Frage stellte ich im Gesichtsbuch einem AfD-ler, der behauptet hatte, der Brand des Kehlsteinhauses sei eine linksextremistische Tat gewesen, weil man angeblich in der Wohnung des dringend Tatverdächtigen „Antifa Utensilien“ gefunden habe. Leider habe ich von dem blaunen Herrn bis dato keine Antwort auf meine Frage bekommen, dabei würde mich das als linksgrünversiffter antifaschistischer Gutmensch brennend interessieren.
Gewundert: Geschockt trifft es besser. Über den Versuch einer Art abscheulicher und primitiver Hexenjagd. Laut dem regionalen Online-Nachrichtenportal BGLand24 ging kurz nach dem bekannt geworden war, dass das Kehlsteinhaus in Flammen stand, bei der Polizei Berchtesgaden ein anonymer Anruf ein. Es wurden Namen und Anschrift eines Einheimischen genannt und behauptet, diese Person hätte den Brand gelegt. Und nicht nur das. Die persönlichen Daten jenes Menschen, der völlig unschuldig war, wurden von dem Anrufer auch im Internet veröffentlicht mit dem Aufruf, ihn zu ergreifen. Was für ein innerlich krankes und widerwärtiges Subjekt muss man sein, um so etwas zu tun! – Der offensichtliche Brandstifter, ein laut Attest ärztlicher Fachleute psychisch kranker 33-jähriger Mann, der in Berchtesgaden geboren und aufgewachsen war, jedoch schon längere Zeit in Berlin lebte, war aber bereits gefasst und verhaftet und nach einem Verhör und einer psychiatrischen Begutachtung in eine forensische Klinik verbracht worden. Seine Familie wird seitdem mit Hassbotschaften, Verleumdungen und auch Drohungen Tag für Tag überhäuft (Quellen: Bayrische Staatszeitung, Berchtesgadener Anzeiger, BGLand24). Bei solch Ekel erregendem Verhalten kann ich gar nicht so viel essen wie ich kotzen könnte. 🤮 – Entgegen einer Information der „Blöd“-Zeitung und dem Geschwurbel zahlreicher Internet-Hetzern ist der ermittelnden Staatsanwaltschaft bislang kein politisches Motiv für die Tat bekannt.
Gelitten: An nichts! Ich fühle mich zur Zeit sehr wohl in meiner Haut.
Genervt: Von der ganzen Hysterie, Verlogenheit und Aggressivität in den (a)sozialen Netzwerken.
Gewesen: Einkaufen, bei der Physiotherapie, Spazieren.
Getroffen: Mehrere sympathische Menschen aus der Nachbarschaft, meinen Physiotherapeuten.
Gesucht: Einen älteren Blogbeitrag.
Gefunden: Yepp, nach längerem Suchen.
Gegessen: Frische Forelle mit Chicoree-Orangensalat, Putenschnitzel mit Romana-Salat, Rosenkohlauflauf mit viiiiieeeel Käse überbacken, und Blumenkohlauflauf, auch mit viiiiieeeel Käse überbacken, 😉 geschmortes Hühnerbein mit Tomatensoße und Nudeln, Müsli, viel frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, täglich ein bis zwei Eiweiß-Shakes und zum Essen ein paar Mal ein Gläschen meines Lieblingsrotweins.
Genascht: Datteln. 🙂
Gelacht: Aber ja! 😀
Geweint: Ja, nachdem ich die Nachricht vom Tode Sir Patrick Stewarts erfahren habe. Das ging mir sehr nahe. Meine Verehrung und Bewunderung für ihn waren groß.
Gehört: Nach dem oben geschilderten abscheulichen Versuch einer „internetten“ Hetzjagd auf eine Person, die bezüglich des Brandes des Kehlsteinhauses völlig unschuldig ist, kam mir dieser alte aber sehr treffende Song in den Sinn:
Gesehen: Die neue Staffel von Death in Paradise. Hat mir nicht gefallen. Die Mordfälle sind samt und sonders schon sehr an den Haaren herbeigezogen, filmisch schlampig umgesetzt und es wimmelt vor logischen Fehlern. – Die erste Staffel Beyond Paradise, zum „Aufwärmen“ für’s Anschauen der zweiten und dritten Staffel. – Ein paar Roadtrips durch die Schweiz, den Süden Englands und entlang der Küste Kaliforniens, die mich aber nicht recht begeistert haben.
Die Hitchcock-Verfilmung des Romans „Rebecca“ von Daphne du Maurier aus dem Jahr 1940. Habe ich wieder einmal sehr gerne angesehen, auch wenn sich der Drehbuchautor einige Freiheiten erlaubt hat.
Gelesen: Wieder sehr viel über den Brand des Kehlsteinhauses, sowie ungezählte Kommentare dazu in den (a)sozialen Netzwerken, die mir des Öfteren das Blut in den Adern gefrieren ließen. Vor allem die Äußerungen über das Strafmaß, das man dem Brandstifter wünscht, sind großenteils unfassbar niveaulos und von erschreckender Grausamkeit. 🤮
Gelernt: Wieder mal nix Gscheits, fürchte ich. 😉
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht. – In der nahen Filiale der Stadtbib. gibt es eine kleine Tauschbörse. In einem Regal sind Stehrums, Gläser, Porzellan etc. zu finden, die man ertauschen kann. Ich entdeckte ein entzückendes Teelicht, das ich mit einem Regenumhang, den ich im Rucksack gefunden hatte, quasi auslöste.
Getan/Gewerkelt: Ich habe wieder ein paar abgestorbene Balkonpflanzen entsorgt. – Nach knapp drei Tagen meinen neuen Facebook-Account wieder gelöscht. Ich konnte es dort nicht länger ertragen.
Geschlafen: Mit Ausnahme von Donnerstag auf Freitag recht gut, erholsam, tief und fest. Sogar der Vollmond hat diesmal meine ausgiebige Nachtruhe nicht gestört.
Geträumt: Wie immer bunt und lebhaft.
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Kommt möglichst unbeschwert und stressfrei in die neue Woche! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
… Sehr empfehlen kann ich eine Rundfahrt über den Bodensee an Bord des über hundert Jahre alten, sorgfältig und edel im Jugendstil restaurierten Schaufelraddampfers „Hohentwiel“. Meine gut einstündige kleine Reise mit diesem prachtvollen Schiff ist nun schon etwa ein Dutzend Jahre her, aber nach wie vor unvergessen…
… Ich wünsche euch einen möglichst stressfreien und unbeschwerten Tag!…
Gefreut: Über ein klärendes Gespräch mit dem gut informierten Juniorchef jener Firma, bei der die Frau R. beschäftigt ist: Der Wegfall der Zuzahlung von 131 Euro für eine Haushaltshilfe zweimal vier Stunden im Monat betrifft ausschließlich das Sozialgesetzbuch XI, in welchem die Leistungen für die diversen Pflegegrade geregelt sind. Die Zuzahlung durch das Sozialamt München in gleicher Höhe betrifft das nicht, weil dessen Leistungen durch des Sozialgesetzbuches XII bestimmt werden. Daher bleibt für die Bezieher:innen von Grundsicherung im Alter (bis auf Weiteres) alles wie gehabt, und die gute Frau R. wird mir auch zukünftig alle zwei Wochen zur Hand gehen. Das erleichtert mich sehr!
Geärgert: Wieder mal über mangelnde Recherche in den Öffentlich-Rechtlichen. Das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden, auch T-Haus, D-Haus oder Eagles Nest genannt, das ja in der Nacht von Freitag auf Samstag völlig abgebrannt ist, liegt nicht, wie in der BR-Rundschau und vielen anderen Nachrichtensendungen behauptet wurde, am Obersalzberg, sondern auf dem Rücken des Kehlstein, eines Ausläufers des Bergmassivs Hoher Göll.
Gedacht: Dass eine schriftliche Anfrage meiner Krankenkasse in der vergangenen Woche an den Sachbearbeiter des Sanitätshauses, bei dem ich meinen Aktivrollstuhl bestellt habe, schon recht rätselhaft ist. Denn da ist auf einmal von einem beantragten „Handfahrrad mit Elektroantrieb“ die Rede, und dem guten Mann wurden explizite medizinische Fragen zu meiner Krankheitsgeschichte, deren Verlauf und eventueller Therapiemöglichkeiten gestellt, die er überhaupt nicht beantworten kann. Natürlich haben wir Beide uns sofort mit der Krankenkasse in Verbindung gesetzt und um Aufklärung gebeten.
Gefragt: Ich hoffe doch sehr, dass es sich da jetzt um ein Missverständnis handelt?
Gewundert: Geschockt trifft es diesmal besser. Das Kehlsteinhaus, eines der markantesten und weithin sichtbaren Wahrzeichen meiner Heimat Berchtesgaden, erbaut in den Jahren 1937 – 1938 im Auftrag der NSDAP, brannte in der Nacht vom Freitag auf Samstag vollständig nieder. Man geht mittlerweile definitiv von Brandstiftung aus, ein 33-jähriger Tatverdächtiger, ein Deutscher, wurde noch in der Nacht festgenommen. Kurze Zeit nach Bekanntwerden des Großfeuers griffen im Berchtesgadener Land laut BGLand24 Hass, Schwurbeleien und Hetze per Sprachnachrichten, in den Kommentaren und natürlich auch in den (a)sozialen Netzwerken wüst um sich. So was ekelt mich jedesmal unfassbar an. Wie armselig mag es in jenen Menschen aussehen, die im Internet so gut wie jegliche Hemmungen verlieren, Gift und Galle versprühen und böse Gerüchte in die Welt setzen, deren Wahrheitsgehalt gegen Null tendiert?…
Hier eine trotz des reißerischen Titels sehr sachliche Zusammenfassung der Ereignisse:
Gelitten: An nichts. Ich bin zur Zeit richtig gut drauf. Und die Physiotherapie beginnt jetzt richtig gut zu tun.
Genervt: Von meiner Krankenkasse.
Gewesen: Einkaufen, auf dem kleinen Bauernmarkt, Spazieren, in der Physiotherapie.
Getroffen: Meinen Physiotherapeuten, den liebenswürdigen Außendienstmitarbeiter vom Sanitätshaus und eine Nachbarin, die sich seit letztem Jahr wegen der Kosten nicht mehr richtig zu heizen traut und jetzt Schimmel in der Wohnung hat.
Gesucht: Ein paar alte Blogbeiträge.
Gefunden: Seltsamerweise nur mehr die Überschriften der gesuchten Posts, die Beiträge selbst sind gelöscht, und ich kann mich nicht daran erinnern, das selbst getan zu haben.
Gegessen: Frische Forelle, Lachsforellenfilet, Birnenauflauf, Putenschnitzel mit Nudeln und Romanasalat, Ofenkäse, viel frisches Obst und Gemüse und selbstgebautes Müsli.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen feinen Zweigelt (Rotwein) aus Österreich.
Genascht: Ein paar Jaffa-Kekse. Und Mandeln.
Gelacht: Aber ja!
Geweint: Nein.
Gehört: Da sah ich am Freitag Abend beim Blick aus dem Küchenfenster einen jungen, etwas fülligen Mann dahinspazieren, der einen schwarz-gelb quergestreiften Pulli trug – und zack! hatte ich einen sehr penetranten Ohrwurm! 😉
Gesehen: Einen über vierzehn Stunden dauernden Monster-RoadTrip entlang der Nordküste Schottlands, den ich natürlich in mehrere „Häppchen“ aufgeteilt habe. 😉 Die ersten eineinhalb Stunden waren langweilig, doch dann wurde es sehr interessant, romantisch, wild, faszinierend und märchenhaft. – Eine zweiteilige Doku auf arte über den englischen König George VI., dem Stotterer (The Kings Speech), Vater von Queen Elisabeth, und seinem älteren Bruder Edward, der nach zehn Monaten auf dem Thron wegen seiner Beziehung zu der geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson abdankte.
Gelesen: Immer noch „Der Astronaut“. Und die Biographie von Salvador Allende.
Gelernt: Ich fürchte, wieder mal nix Gscheits. 😉
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Ein paar abgeblühte Balkonpflanzen ausgebuddelt und entsorgt.
Geschlafen: Ziemlich gut.
Geträumt: Wie stets bunt und lebhaft.
Geplant: Gleich kommt die Frau R. zum Putzen und Einkaufen. Dienstag und Freitag habe ich Physiotherapie-Termine, da werde ich dann auch meinen Orthopäden heimsuchen, denn ich benötige ein Rezept für ein Ersatzpaar orthopädischer Schuhe. Und ansonsten leben und leben lassen.
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Habt einen möglichst unbeschwerten Start in die neue Woche! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund!
… Im Frühsommer machte ich während eines Isarspaziergangs die folgenden Aufnahmen. Nach dem Hochladen auf den Schlepptop hätten sich die Bilder beinahe zu sogenannten „Festplattenschlafmützen“ entwickelt, wenn sie mir nicht gestern abend zufällig in den Sinn gekommen wären… 😉
… Seit langem schon dürfen sich Streetart-Künstler:innen an dem die Muffathalle umfassenden Mauerwerk nach Gusto kreativ austoben. Die Gemälde wechseln mehrmals pro Jahr und zeigen sowohl Abstraktes und Skurriles als auch Idyllisches mit einem Hauch Kitsch…
… Ich hoffe, euch machen die Bilder genauso viel Freude wie mir vor einigen Monaten, als ich sie entdeckt hatte…
… Blick vom ausgesprochen futuristisch und kühn konstruierten Bau der BMW-Welt München zum Olympiaturm. Da hat es mich, inspiriert von der ungewöhnlichen Architektur, sehr gereizt, mal eine etwas andere Bildbearbeitung auszuprobieren. – Sollte ich vielleicht öfter machen, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neues, Ungewohntes zu wagen… 😉
… In die Mediathek hochgeladen habe ich diese Aufnahme am 21.10.2018…
… Heute überwiegend in bayrischer Mundart mit teilweiser Übersetzung… 😀
… Dreck – legal – Kunde – das sind diesmal jene drei Begriffe, welche ich im WWW aufgeschnappt habe, und die in ein Drabble, eine Kurz-Kurz-Kurz-Geschichte von genau einhundert Worten, eingebaut werden sollen… 😉
Simon Brandtner, weißbeschopfter Kaufladenbesitzer im Örtchen Meierskirch, stand naserümpfend vor dem nach Rotwein stinkenden Scherbenhaufen und nickte seinem „Stift“ (Lehrling) zu. „Und? Was is passiert?“ – „Der Bürgermoasta Gstettner is in den Laden gschossn und hat wia a Wuida (Wilder) plärrt (geschrien), dass er Eahna ozoagn werd, weil des ned legal is, so an zsammpanschten Dreck an anständign Kunden anzudrehn. Dann hab i gsagt, er soll se ned a so aufführn wia a Steign (Kiste) voller narrischer Affn. Und dann hat er die Weinflaschn aufn Bodn gschmissn und gmoant, dass er uns Zwoa ozoagn werd.“ – „Der spinnt doch, der Gstettner.“
… Da könnte es vielleicht eine Fortsetzung geben, je nachdem, wie die nächsten Worte lauten werden… 😉
Gefreut: Dass ich bezüglich zweier Behördenangelegenheiten wider Erwarten im Nullkommanix positive Rückmeldungen erhalten habe. – Über einen sehr schönen Spaziergang durch den Englischen Garten. – Über einen kleinen Geldsegen. – Und natürlich auch darüber, dass Frau R. und ich am Montag wieder viel Kurzweil miteinander hatten.
Geärgert: Darüber dass ich mir am Freitag den Magen verdorben hatte, die Nacht großenteils in meiner „Porzellanabteilung“ verbringen musste und danach schlimm in den Seilen hing. Dabei hatte ich geplant gehabt, mir die Parade zum 150.ten Trambahn-Jubiläum anzusehen. Aber ich hatte nicht viel verpasst, es gab lediglich einige historische Zuggarnituren, drei alte Linienbusse und ein paar hochmoderner Trambahnen zu sehen.
Gedacht: Dass für die „cdu“/“csu“ Rot-Rot-Grün in Berlin und vielleicht auch Meck-Pomm anscheinend eine weitaus größere Bedrohung darzustellen scheint als eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt. Hättet ihr eine bessere und vor allen Dingen sozialere Politik für den Großteil der Bürger:innen gemacht, dann wäre es nicht so weit gekommen! Und hat man da bei den Unchristlichen und Unsozialen Undemokraten vielleicht Angst davor, dass es mit den Stimmen von Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in Bälde im Bundesrat für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens reichen könne?
Gefragt: Ja, wat denn nu, Fritze? Halb voll oder halb leer? 🤣
Gewundert: Mal wieder darüber, was für sonderbare Individuen im Internet doch ihr Wesen und Unwesen treiben.
Gelitten: An so was wie einer Lebensmittelvergiftung. Von Freitag Nacht bis Sonntag Abend hing ich ziemlich schlimm in den Seilen.
Genervt: Von den „Schwarzen“ mal wieder. Leute, wenn ich mir die Partei- und Regierungsprogramme von Rot-Rot-Grün versus AfD so ansehe, dann sitzt der Feind und Zerstörer unserer Demokratie definitiv aber so was von rechts und nicht links!
Gewesen: Großeinkauf im Discounter meines Vertrauens, beim Physiotherapeuten, im Englischen Garten, ein wenig im Viertel unterwegs.
Getroffen: Die Frau R. mal wieder, und eine Nachbarin, die ich seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen habe. Ich habe mich über unser Wiedersehen sehr gefreut.
Gesucht: Einen Ohropax-Stöpsel, den ich geistesabwesend irgendwie vom Nachtkästchen gefegt hatte.
Gefunden: Nein, der hat sich wohl ganz weit unters Bett verkrümelt, da, wo ich beim besten Willen nicht mehr hinkomme.
Gegessen: Gar feinen und würzigen Ofenkäse mit Baguette – jetzt ist endlich wieder richtig Ofenkäse-, Eintopf- und Auflaufzeit. 😉 Eine fangfrische Forelle aus dem Kochelsee. Hühnerbrustfilet gebraten mit Nudeln und Chicoree-Orangen-Salat. Rahmchampignons mit Nudeln – die Schwammerl haben mir, so vermute ich sehr, dann diese Magen-Darm-Verstimmung beschert. Haferschleimsuppe, Grießbrei und Rührei, Knäckebrot mit Frischkäse, um das Gekröse zu beruhigen.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft. Und einen württembergischen Rotwein, den ich im Discounter meines Vertrauens erspäht hatte und probieren wollte. Igitt, was war das für eine Plörre! Sozusagen eine unerträgliche Beleidigung meiner Geschmackspapillen! Mein Fazit nach nur wenigen Schlucken: Rubinrotes Zuckerwasser mit minimalen Spuren von vergorenem Traubensaft. Den größten Teil der Flasche habe ich in den Ausguß entsorgt.
Genascht: Ein paar Stückchen Bitterschokolade mit Mousse au Chocolate.
Gelacht: Über die Blaunen. Lang, laut und voller Schadenfreude. Im niedersächsischen Cloppenburg hat die AfD bei der Stadtratswahl am 13. September 22,29 % der Stimmen geholt. Das wären eigentlich neun Sitze von achtunddreißig im Stadtrat. Und damit wären sie die zweitstärkste Kraft hinter der „cdu“. Doch die Blaunen haben für diese neun Sitze lediglich fünf Kandidat:innen aufgestellt. Deshalb verfallen vier Sitze, und der Stadtrat zählt nunmehr lediglich vierunddreißig Mitglieder. Doch die AfD hat es in Cloppenburg tatsächlich geschafft, sich noch mehr zu dezimieren. Ein Ratsmitglied der Blaunen erhielt wie alle anderen auch das Schreiben mit der Aufforderung, die Wahl anzunehmen oder abzulehnen. Der gute Mann machte sein Kreuzerl in dem kurzen Formular bei „Ich lehne die Wahl ab“ und zieht somit nicht ins Rathaus ein. 😂 😂 😂
Gehört: Das ist auch nach siebzig Jahren immer noch hin- und mitreißende Gute-Laune-Musik, mit keinem Geringerem als dem herausragenden, legendären, wundervollen „Satchmo“ Louis Armstrong:
Gesehen: Und da musste ich mir dann doch sogleich nach dem Anhören den Streifen „High Society“ zum x-ten Male zu Gemüte führen. Es ist eine bezaubernde, leichtfüßig inszenierte Komödie mit gar feinen Gags, einer erlesenen Riege einstmaliger Weltstars, viel Glamour, Luxus und einer herrlich swingenden Filmmusik aus der Feder des legendären Komponisten Cole Porter. Genau das Richtige, um sich zu entspannen und bei guter Laune Fünfe grade sein zu lassen.
Gelesen: Nach wie vor die Biographie über Salvador Allende, eine interessante und gut geschriebene, sehr detaillierte Lektüre. Und immer noch „Der Astronaut“.
Gelernt: Faszinierendes über den Goldenen Schnitt in der Terra-X-Folge Codes der Natur.
Gekauft: Nix Besonderes, was Frau halt so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Nur vereinzelte Stichpunkte für eine neue kleine Geschichte erstellt.
Geschlafen: Überwiegend gut, mit Ausnahme von Freitag auf Samstag.
Geträumt: Wie immer bunt und lebhaft. Nur leider kann ich mich schon wieder an keinen einzigen Traum erinnern.
Geplant: Dienstag und Freitag geht’s wieder zur Krankengymnastik – ich freue mich schon! Und natürlich werde ich wie üblich eine kleine Runde über den nahen Bauernmarkt drehen. Ansonsten ist leben und leben lassen vorgesehen.
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Ich wünsche euch allen einen möglichst stressfreien Wochenstart! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund! 🙂