36 Kommentare zu “Was mir vorhin widerfahren ist,…

  1. Manchmal muss man sich über „Wünschen“ hinwegsetzen. Ich hatte mal einen Fahrgast, Stammkunde bei der Zentrale, der am Sonntagmorgen zu seinem Café wollte. Ich hatte ihn schon ein paar mal gefahren, kannte ihn also etwas. Er war in einem furchtbaren Zustand, weshalb ich ihm erklärte, ich würde ihn nicht zur Arbeit fahren, sondern zur KVB-Praxis am Hauptbahnhof . Inzwischen rief er eine Kollegin an, die einspringen sollte. Doch zum Aufsperren brauchte die den Schlüssel. Den könnte ich ihr ja bringen, bot ich an.

    An der KVB-Praxis angekommen brachte ich ihn nach oben und dann den Schlüssel zur Mitarbeiterin und die dann gleich zum Kaffee. Geld gab es erst mal keines. Das mit der Bezahlung hatte mein Fahrgast in seinem Zustand schlicht vergessen. Zwei Wochen später habe ich ihn in seinem Café besucht. Dort bekam ich natürlich mein Geld und im Laufe der Zeit den einen oder anderen Kaffee.

    Er erzählte mir, die hätten ihn von der KVB-Praxis mit Blaulicht ins KKH Schwabing gebracht. Lungenentzündung, Intensivstation. Hätte ich ihn statt zum Arzt zur Arbeit gebracht, hätte er den Tag vielleicht nicht überlebt. Wir haben bis heute Kontakt!

    Gefällt 3 Personen

  2. Da warst du ja wahrscheinlich als rettender Engel zur rechten Zeit am rechten Ort, liebe Martha und hast zudem auch noch genau richtig gehandelt! Meine Hochachtung dafür an dich, denn mir würden bei so einem Anblick, dabei erstmal Gedanke an Herzinfarkt und kommt dabei auf jede Minute an, wahrscheinlich bissl die Beine schlottern und ich hoffe auch sehr, dass deinem Nachbarn in der Klinik geholfen wird! 🍀🍀🍀🍀
    Herzliche Grüße❤️

    Gefällt 3 Personen

    • Zur rechten Zeit am rechten Ort – ja, das trifft zu, das war eine glückliche Fügung des Schicksals… Ich war eigentlich während der ganzen Zeit ziemlich kühl und gelassen, ein bisschen Beineschlottern kam erst dann, als der gute Mann schon im Krankenwagen war. 😉
      Herzliche Grüße!

      Gefällt 2 Personen

  3. Zur rechten Zeit am rechten Ort.
    Ich denke auch nicht, dass es wirklich ein Hinwegsetzen über die Wünsche ist. Mitgenommen haben ihn die Sanitäter/innen und die wissen schon, wie man sich da durchsetzt. In der Ersthelfer-Ausbildung haben sie den Vorschlag gemacht zu sagen, dass die sich das ja nur erstmal anschauen und dann kann man ja weitersehen. Das war letztens für mich ganz praktisch. Aber Hauptsache man lässt sich nicht beirren und ruft den Krankenwagen.
    In diesem Sinne: toll gemacht und gut, dass Du da warst.

    Gefällt 2 Personen

    • Genau. Das war eine höchst glückliche Fügung des Schicksals.
      Das habe ich dem Nachbarn auch gesagt, dass er sich zumindest untersuchen lassen, und dann auf den Rat des Notarztes und der Sanitäter hören soll…
      Jetzt muss ich dem anderen Nachbarn, der mir behilflich war, noch bescheid geben, dass der arme Mann eine Corona-Infektion hat…
      Danke dir!

      Gefällt mir

  4. Das hast du genau richtig gemacht. Ich hab meiner Frau auch irgendwelchen Scheiß erzählt, als ich bei meinem Herzinfarkt zwischendurch aus der Ohnmacht herauskam… bis der Notarzt da war.

    Gefällt 2 Personen

  5. Wie gut, dass du da warst. Bei mir im Haus müsste ich wohl lange liegen, bis jemand kommt. Am Anfang deiner Schilderung habe ich sofort an Corona gedacht. Bitte lasse dich testen.

    Gefällt 1 Person

    • Da war ich zur rechten Zeit am rechten Ort… Normalerweise ist um diese Uhrzeit das Haus menschenleer, weil alle entweder arbeiten oder in der Uni sind. – Oh ja, ich werde mich ganz sicher testen lassen. Heute nachmittag, weil vor kurzem die Corona-Warn-App angezeigt hatte, dass ich mich in der Nähe eines Infizierten befunden haben soll. Und dann am Freitag oder Samstag noch einmal.

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.