22 Kommentare zu “Haus am Berg II

  1. Oha, was für eine spannende Geschichte diese Villa hat. Ist das nicht wunderbar?
    Ich versuche mir dann immer vorzustellen, was so eine Villa uns wohl alles erzählen könnte, wenn sie denn sprechen könnte. Alte Dinge sind einfach toll…. wie meine Truhe ♥

    Gefällt mir

    • @Sterntau: Ich hatte die ganzen Jahrzehnte über das Gefühl, daß dieses Haus etwas ganz Besonderes ist. Allein nach dem, was ich dank des liebenswürdigen Berchtesgadener Archivars erfahren durfte, juckt es mich enorm in den Fingern, da weiter zu stöbern und Material für eine größere Geschichte zu sammeln.

      Gefällt mir

  2. Ich glaube, ich habe dieses Haus auch schon mal gesehen. Danke für die Infos über die Villa! 😉

    Es ist verrückt, was für Geschichten manchmal hinter „blöden alten Betonklötzen“ stecken. Spannender als die Geschichte mancher Fachwerkhäuser…

    Gefällt mir

  3. @Liz: Ouh, ich glaube nicht, daß man die „Villa Marienfels“ als blöden alten Betonklotz bezeichnen kann. Beton kam beim Bau keineswegs zum Einsatz. Die Beschreibung „erstes Fertighaus der Welt“ rührt von der gewagten Stahlkonstruktion her, die das Bauwerk mit seinen drei Stockwerken derart gekonnt im Felsen verankerte, daß der Eindruck erweckt wird, die Villa würde über dem Ort schweben. Diese stählerne Rahmenkonstruktion wurde in Berlin gefertigt und dort probeweise zusammen gesetzt, dann per Eisenbahn nach Berchtesgaden transportiert und endgültig montiert. Das Haus selbst ist außen Neurenaissance und innen Jugendstil. 😉

    Gefällt mir

  4. Was ich gefunden habe:
    Pintsch, Richard, geb. 19.2.1840 Berlin, gest. 6.9.1919 Berlin, Ingenieur und Unternehmer. Sein Vater, Julius Pintsch, war 1843 der Gründer und Eigentümer der Gasapparatefabrik. Richard Pintsch absolvierte eine Lehre in der väterlichen Fabrik. Im Jahre 1879 übernahm er mit seinen Brüdern das Unternehmen, das ein betriebssicheres Beleuchtungssystem unter Verwendung von Ölgas – „Pintschgas“ – und Pressglas für die Beleuchtung der Eisenbahnwagen produzierte. Er war Mitglied der Bauakademie Berlin. Pintsch wohnte (1914) in der Tiergartenstraße 4 a.

    dazu das:
    http://www.berliner-lindenblatt.de/content/view/269/320/

    Gefällt mir

  5. Hallo an Alle,
    Eigentlich ist es lustig, Sie hätten sich an direkt an mich, dem Eigentümer wenden können, denn die Texte und die Geschichte des Hauses und der Familie Pintsch recherchiere ich seit Jahrzehnten. Es ist ja mein Elternhaus und Familie Pintsch hat den ganzen Besitz nur relativ kurz gehalten, dann kam der 1. Weltkrieg und dann … fand vieles ein Ende.
    Mich freut aber Ihr Interesse an Baudenkmäler und an deutscher Geschichte, denn Dr. Pintsch gilt als einer der großem Industriepioniere in Deutschland und Europa. Er führte die Gasbeleuchtung ein und schuf sein immenses Vermögen mit Patenten, wie diese nur selten – auch damals – zu erfinden waren.
    Einstweilen Servus
    G. Wagner

    Gefällt mir

    • @Georg F. Wagner: Mein Gott, Sie schickt ja der Himmel! Seit vielen, vielen Jahren versuche ich etwas über dieses traumhaft schöne Haus zu erfahren! Und über die/den jetzigen Besitzer! Mein Herzenswunsch wäre es, einmal die Innenräume besichtigen zu dürfen. Ich möchte keineswegs in Ihre Privatsphäre eindringen oder lästig werden, aber wenn Sie mir dies – auch nur kurz – gestatten würden, ginge damit ein seit Jahrzehnten gehegter Traum in Erfüllung.
      Ich trage mich übrigens seit einiger Zeit mit der Absicht, einen Roman über die interessante Entstehungsgeschichte dieser faszinierenden Villa zu verfassen.
      Ganz liebe Grüße nach Berchtesgaden!

      Gefällt mir

  6. Hallo Herr Wagner,
    da wird sie sich aber freuen. Haben Sie eine Mailadresse hinterlassen?
    Ich verfolge das Projekt von ihr und bin ebenso gespannt, was sich da so alles ergeben wird usw.

    Gefällt mir

    • @Worti: Ich werde ihm in jedem Fall nach Ostern eine E-Mail schicken. Vielleicht gibt er mir freundlicherweise die Gelegenheit, die Villa Pintsch zu besichtigen.

      Gefällt mir

  7. Ostern heißt: Von Karfreitag morgens zehn Uhr bis Ostermontag siebzehn Uhr wahrscheinlich jede Menge Stress, Hektik und Arbeit ohne Ende. – Nach Ostern ist besser, wenn das Buch-Manuskript endlich einmal bei BoD gelandet ist, ist noch besser, wenn die Tassen-Aktion vorbei ist, noch viel besser, denn auch wenn ich jeden Tag genieße, würde ich ab und an auch mal wieder etwas anderes posten, wozu mir aber grade die Zeit oder auch die Energie fehlen.

    Gefällt mir

  8. Liebe Freidenkerin,
    danke für die Zeilen. Gerne lade ich Sie mal ein, ich habe die kommende Woche Besuch und bin dann für 2 Wochen in Süd-Indien. Dann müßte es sich einrichten lassen. Ich habe auch Ihre Zeilen vom 5.1.09 gelesen. Sie spiegeln eine Stimmung der Berchtesgadener wieder, die zutreffend war. Übrigens war mein Vater 41 Jahre lang ab 1928 der Kurkapellmeister im Lande.
    Aus meiner Sicht ist das Haus gar nicht so romantisch, ich bin seit 50 Jahren mein eigener Knecht, es ist der komplizierteste und aufwendigste Besitz, den man sich vorstellen kann: Erhaltungspflicht im öffentlichen Interesse. Denkmal innen und außen, historischer Garten, Steilhang als Schutzwald, Fundament auf Gletscherschliff, Quellenausbrüche vom Fürstenstein, Windbruch, Steinschlag und 29 Nachbarn …
    Am besten wäre es wohl, wir telefonieren uns mal zusammen. Schöne Osterfeiertage und herzliche Grüße
    G. Wagner

    Gefällt mir

    • @Georg F. Wagner: Ein ganz herzliches Dankeschön für Ihre liebe und ausgesprochen interessante Nachricht.
      Ich wünsche Ihnen ebenfalls frohe Osterfeiertage und eine schöne Zeit in Süd-Indien.
      Sobald Sie wieder in der Heimat sind, melde ich mich gerne wieder bei Ihnen.
      Liebe Grüße,
      Margot Ilgner

      Gefällt mir

  9. Sehr geehrter Herr Wagner.
    Gestern, am 25.11.2013 haben Sie uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Als Markt- und Gemeindeführer war und ist es uns ein Bedürfnis, so viel wie möglich über unsere wunderschöne Heimat und ihre Gebäude zu erfahren.
    Die Gespräche mit Ihnen, die interessante Führung in alle Winkel der Villa Marienfels , dazwischen unsere pausenlosen Fragen , geduldig , interessant und so unendlich ausführlich haben alles beantwortet. Danke dafür!
    Die Villa Marienfels ragt stolz und wunderschön aus allem Herkömmlichen Gewohntem heraus. Und gerade das macht es ihr und ihren Bewohnern nicht leicht. Alles was aus der „Masse“ herausragt, wird mit „faulen Eiern und Tomaten“ beworfen.
    Aber Sie können stolz darauf sein, nicht zur „Masse“ zu gehören, denn gerade das macht Sie und Ihre Villa so interessant und fast unerreichbar.
    Ich möchte mich auch im Namen der ganzen Gruppe für den Besuch bei Ihnen bedanken, der lange in uns nachklingen wird.
    Unser Blick , hinauf zur Villa Marienfels hat nun eine ganz andere Bedeutung bekommen, fühlt sich ab jetzt auch ganz anders an.

    Faszination: Villa Marienfels

    Herzliche Grüße
    5sunshine

    Gefällt mir

    • Liebe Frau Sunshine,
      ich bin nicht der Herr Wagner, sondern eine Bloggerin, die in Berchtesgaden geboren wurde, und dort auch aufgewachsen ist. Die Villa Marienfels ist seit meinem fünften Lebensjahr – und ich bin mittlerweile gut Mitte Fünfzig – mein absolutes Lieblingshaus. Vor einigen Jahren durfte ich einen Nachmittag lang zu Gast bei Herrn Wagner sein, ein überaus sympathischer und liebenswürdiger Mensch, der mich durch das Anwesen führte, und viel von der Geschichte der Villa und seines Erbauers, des Großindustriellen Richard Pintsch, und seiner Familie erzählte, auch, welche Schwierigkeiten es bereitete, dieses wundervolle Haus unter Deckmalschutz stellen zu lassen, und nach und nach in den Originalzustand zurück zu verwandeln…
      Ich werde gleich morgen früh Ihren wundervollen Kommentar kopieren und Herrn Wagner per Mail zusenden.
      Ganz herzliche Grüße!

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.