… Auf dieses immer schöne Musikfestival, das stets Anfang Juli auf verschiedenen Bühnen in der Priener Ortsmitte ein Wochenende lang stattfindet, habe ich mich schon seit längerem gefreut. Das war jetzt genau das Richtige, um mal wieder so richtig „abzurocken“, gute Live-Musik zu genießen, zu entspannen und natürlich auch zu fotografieren. So stieg ich am frühen Nachmittag am Münchner Hauptbahnhof in den Regionalzug, bekam sogar einen richtig feinen Sitzplatz, und ließ mich entspannt zu meinem Ziel nahe des Chiemsees schaukeln, wo ich wunderbarerweise mit nur wenigen Minuten Verspätung ankam…
… Normalerweise sollte das Festival um 16:00 Uhr am Marktplatz durch den Bürgermeister eröffnet werden, doch an der kleinen Bühne in der Bahnhofstraße herrschte bereits reges Treiben. Zu fetziger Musik zeigte eine Gruppe Frauen jeden Alters Variationen des aus den USA stammenden Line Dance. Schon nach kurzem fiel mir eine der Mitwirkenden besonders auf. Sie schien richtig viel Spaß an der Freud zu haben und schritt, drehte und wendete sich sehr ausdrucksvoll, temperamentvoll und gekonnt…
… Ihr wisst ja, wenn ihr euch ein Bild genauer ansehen wollt, braucht ihr nur darauf zu klicken… 😉
… die Sängerin von Uncle Beats, eine der vielen guten und interessanten Bands auf dem Swinging Prien Musikfestival, doch hat! Diese bemerkenswert starke und auch wandlungsfähige Stimme ging einem durch und durch!…
… Das ist jetzt quasi ein Mogndratza (Appetithäppchen). 😉 In der nächsten Zeit werde ich bestimmt noch viele weitere bebilderte Impressionen von diesem richtig schönen Samstag Nachmittag zeigen… 🙂
… Habt einen feinen und erholsamen Sonntag, ihr Lieben!…
… Ich startete meine Tour an der Ludwigsbrücke auf der Museumsinsel. Tiefgrün und nach den starken Regenfällen während der sogenannten Schafskälte ordentlich voll zog die Isar unter mir dahin…
… Das Deutsche Museum in München ist eines der größten Wissenschafts- und Technik-Museen weltweit. 1903 wurde der Grundstein für dieses riesige Bauwerk auf einer in früheren Zeiten als Floßlände, Kaserne und Materiallager genutzten ehemaligen Kiesbank gelegt, die man einst als Kohleinsel bezeichnet hatte. Gründer des Deutschen Museums war der namhafte Bauingenieur Oskar von Miller, der Architekt war Gabriel von Seidl. Mit den Bauarbeiten wurde 1903 begonnen, eröffnet wurd das Deutsche Museum München im Jahr 1925. 1944 wurden die Gebäude durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Zwischen 1945 und 1970 erfolgte der Wiederaufbau. Seit 2015 wird das DM generalsaniert, 2022 hat man die ersten restaurierten Räumen neu eröffnet. Mittlerweile kann ein Großteil der Ausstellungen wieder besichtigt werden, umgebaut und umgeräumt wird weiterhin. Das Deutsche Museum beherbergt übrigens ca. 125.000 Exponate, von denen ca. 25.000 öffentlich ausgestellt werden…
… Im kühlen grünen Wasser der Isar schmeckt das Zigaretterl (oder die sorgfältig zusammengebaute „Tüte“) gleich nochmal so gut… 😉
… Mein Weg führte mich zunächst zur Corneliusbrücke am südlichen Ende der Museumsinsel. Dort war vor wenigen Tagen eine neue Büste des bayrischen „Märchenkönigs“ Ludwig II. enthüllt worden. Sie befindet sich genau an jener Stelle, an der man bereits 1910 ein Abbild des Monarchen errichtet hatte, das dann im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden war…
… Die Bronzebüste zeigt den noch sehr jungen Ludwig, kurz nachdem sein Vater, Maximilian II., verstorben war und er in der bayrischen Thronfolge nachrückte…
… Da Ludwig II. sich Zeit seines Lebens sehr für Wissenschaft und Technik begeisterte, würde ihm dieser Standort mit Blick auf das riesige Deutsche Museum mit Sicherheit gefallen…
… Blick gen Süden auf die weit geschwungenen Bögen der Reichenbachbrücke und die beiden Türme der Kirche St. Maximilian…
… Unweit des Deutschen Museums ragt am Isarwestufer der schwarzgläserne Koloss des Europäischen Patentamtes hoch…
… Der neu gestaltete Eingangsbereich des DM…
… Der große Seenotrettungskreuzer „Theodor Heuss“ und das kleinere Seenotrettungsboot „Asmus Bremer“ im Außengelände des Museums…
… Am östlichen Isarufer, unweit der Corneliusbrücke, stieß ich unter wunderbar kühlen Schatten spendenden Bäumen auf eine weibliche Statue, ich denke mal, dass es sich dabei um eine Allegorie der Isar, die Isaria, handeln könnte…
… „Geh weida, federloses Bürscherl, hast ned a kloans Stückerl Brot für mi und mei Weibi?“… 😉
… Am östlichen Ende der Ludwigsbrücke befinden sich die legendären, 1910 eröffneten Museums-Lichtspiele, vormals Gabriel Filmtheater genannt. Das Kino hat einen Eintrag im Guiness Buch der Weltrekorde, da dort in einem speziell gestalteten Saal seit dem 24. Juni 1977 die Rocky Horror Picture Show gezeigt wird. Außer diesem herrlich schrillen Klassiker werden dort weniger bekannte Filme, aber auch sogenannte Blockbuster gezeigt…
… Oberhalb der Museums-Lichtspiele thront der wuchtige Klotz des Kulturzentrums am Gasteig (gacher – steiler – Steig). Das Gebäude wird seit dem Stadtrats-Beschluss einer Generalsanierung im Jahr 2023 von einer gemeinnützigen GmbH temporär als „Fat Cat“-Kulturzentrum genutzt. Ende Januar 2027 soll es geräumt und stillgelegt werden, damit die aufwändige Sanierung beginnen kann…
… Von der gegenüber liegenden Seite der Straße grüßte der hohe Turm des Müllerschen Volksbads, eine der schönsten Badeanstalten Deutschlands, wenn nicht gar Europas…
… Und ich hatte meine Tour rund um das Deutsche Museum beendet, und stieg glücklich und zufrieden in die nächste Trambahn Richtung Zuhause…
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… Habt ein schönes und nicht allzu heißes Wochenende, ihr Lieben!…
… marschierte ich nach einem ausgiebigen Spaziergang durch Haidhausen am Samstag Nachmittag – Post folgt demnächst – am Sonntag eine ungefähr sechs Kilometer lange Strecke vom Sendlinger Tor Platz bis zur Ludwig Maximilians Universität, und besah mir dabei nach etlichen Jahren mal wieder das Münchner Stadtgründungsfest. Das doch recht ansehnliche Alter von 868 Jahre hat unsere Isarmetropole nun erreicht, wahrlich ein Grund zum Feiern…
… Beim Namenszug eines neuen Cafés in der Sendlinger Straße kam mir sogleich der grantelnde Münchner im Himmel in den Sinn: „Lujah, sog i! Sacklzement Hellelujah!“ – klingt auch nicht schlecht, finde ich… 😉
… Diese herzigen Filz-Tierchen hätte ich am liebsten allesamt mitgenommen…
… Am Rindermarkt gab eine schottisch-irische Musikgruppe melancholisch-temperamentvolle Weisen zum Besten…
… Sehr schick und farbenfroh!…
… So lässt sich’s aushalten…
… Freundliche Damen im Gwand der Münchner Bürgerinnen zur Biedermeierzeit – ca. 1815 bis 1848 – und der typischen Kopfbedeckung, der Riegelhaube (als Riegel oder Riedl wurde seinerzeit das Haarnest am Hinterkopf bezeichnet). Diese damalige Alltagskleidung der Münchner Frauen diente, als Bayerns erster König, Maximilian I. Joseph, mittels Tracht das Nationalgefühl im neu gegründeten Königreichs stärken wollte und sie zum Kulturgut erhob, quasi als Vorbild vieler bayrischer Trachtengwander und ist die Ururur…ahnin des mittlerweile vor allem bei den jungen Leuten zur Wiesnzeit sehr beliebten Dirndls…
… Auch die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla hatte einen Stand nahe des Marienplatzes. Irgendwie mutete es schon seltsam an, als Mitte Juni die Rufe „Narri, Narra, Helau und Alaaf!“ erklangen… 😉
… Diesen Straßenkünstler kenne ich schon seit zig Jahren. Er posiert häufig auf dem Marienplatz… 🙂
… Ein Bekannter in der Heimat, der so gut wie jedes Musikinstrument beherrschte, hat meine Spezln und mich seinerzeit immer wieder durch seine Meisterschaft im Umgang mit Ocarinas begeistert. Als ich einen Stand mit diesen kleinen, rundlichen Tonflöten entdeckte, machten meine Gedanken kurz eine weite Reise in diese so lang schon zurückliegende Zeit…
… Auch diese Gstanzlsänger sind bei jedem Stadtgründungsfest mit dabei. Mit ihren frechen, bayrisch-witzigen Weisen erheitern sie Jung und Alt…
… Am Odeonsplatz. Die Feldherrenhalle, deren architektonisches Vorbild die Loggia dei Lanzi in Florenz war und 1841 bis 1844 im Auftrag von Ludwig I. errichtet wurde, wird zur Zeit umfassend saniert. Es heisst, die Bauarbeiten würden bis 2028 dauern. Schaun ma mal…
… In der Residenzstraße stellt seit vielen Jahren schon ein Künstlerpaar seine Werke aus. Mir gefallen diese Frauengestalten sehr, und wenn ich einen schönen großen Garten hätte, würde ich ganz sicher einige davon erstehen…
… Auch diesen Straßenkünstler kenne ich schon eine geraume Weile. Vor etlichen Jahren sorgte er zusammen mit einigen Spezln, die vom Publikum „die Inkas“ oder auch „die Indianer“ genannt wurden, mit virtuosem Panflöten-Spiel in der Fußgängerzone für Furore. Mittlerweile flötet er alleine um die Gunst der Zuhörer:innen…
… Nachdem ich mich satt gesehen hatte, ging’s auf die letzte Etappe, die Ludwigstraße entlang bis zur Universitätskirche… 😉
… Danke, dass ihr mich begleitet habt. Ich wünsche euch einen schönen und möglichst stressfreien Tag!…
… Im Laufe der vergangenen achtundvierzig Stunden sind alle drei Jungstörche in meinem Lieblings-Storchennest gestorben, vermutlich an Unterkühlung aufgrund der seit Tagen schon andauernden heftigen Regenfälle. Storchenküken haben erst ab einem Alter von etwa eineinhalb Monaten ein die Nässe abweisendes, dichtes Gefieder, bis dahin tragen sie noch überwiegend einen weichen Flaum, der Feuchtigkeit aufsaugt wie ein Schwamm. Bei lang anhaltendem Regen und niederen Temperaturen wie während der letzten Tage kühlen die Jungstörche deshalb unweigerlich aus, was die Verdauungsorgane lähmt und die Aufnahme von Nahrung schier unmöglich macht. Von den Eltern konnten Skadi, Calimero und Henri nicht mehr gehudert werden, dafür waren sie bereits zu groß…
… Henri, das jüngste der Drei, hauchte sein Leben am späten Mittwoch Nachmittag aus. Calimero, das mittlere Küken, starb am Donnerstag Morgen. Und das älteste, Skadi, ist wohl in der Nacht zum Freitag über die Regenbogenbrücke geflogen…
… Ich habe das Leben der Storchenfamilie in Kolbermoor auch heuer wieder von Anfang an per Live Stream verfolgt, und hatte viel Freude am Wachsen und Gedeihen der zunächst vierköpfigen Kükenschar. Wobei es Ende Mai auch schon ein sehr tragisches Ereignis gegeben hat: Am 28. Mai warf Altstörchin Kaira den wohl chancenlosen Nachzügler Xaverl aus dem Nest, obwohl das Küken zwar im Vergleich zu seinen Geschwistern sehr klein, aber an sich gut geraten und quicklebendig gewesen war. Xaverl überlebte den Sturz aus großer Höhe nicht. Aber das ist den Störchen nun mal eingeprägt, dass nur die großen und starken Nachkommen ein Recht aufs Überleben haben. Und wir Menschen sollten tunlichst davon absehen, sie nach unseren Maßstäben (die in unserer Geschichte auf Erden schon so unendlich viel Leid und Grausamkeiten verursacht haben) zu be- oder gar verurteilen…
… Die Nest-Initiatorin Cindy hat gestern Abend den You Tube Live Stream abgeschaltet, zu Recht. Während der dramatischen zwei Tage, in denen sehr Viele von uns großen Anteil nahmen und um die Leben der Küken bangten, häuften sich im Chat, im Storchen-Tagebuch und auch im privaten Mail-Account von Cindy schier unfassbar hysterische, agressive, hasserfüllte Kommentare und Mails. Es gab etliche angebliche „Tierfreund:innen“, die trotz der häufigen und geduldigen Erklärungen von Cindy nicht einsehen konnten oder wollten, dass aufgrund des Arten- und Naturschutzes in die Leben von Kaira, Alex, Xaverl, Henri, Calimero und Skadi nicht eingegriffen werden durfte – hierzu ein Zitat aus dem Storchentagebuch Kolbermoor:…
Rechtlicher Hinweis: Der Weißstorch und sein Brutplatz unterliegen dem gesetzlichen Schutz. Auch wenn der Wunsch zu helfen menschlich absolut nachvollziehbar ist, darf ein Eingriff am Nest nicht einfach nach eigenem Ermessen erfolgen. Grundlage hierfür ist unter anderem § 44 Bundesnaturschutzgesetz. Eingriffe dürfen – wenn überhaupt – nur nach Prüfung und Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen bzw. Behörden erfolgen.
Ein wetterbedingter Verlust eines Jungstorches ist ein natürlicher Vorgang und stellt nicht automatisch einen Notfall dar, der ein Eingreifen erlaubt.
… Wer hasserfüllt gegen einen Menschen reagiert, der seit Jahren schon voller Herzblut und Engagement so viel dafür tut, das natürliche Leben der Störche anderen Menschen nahe zu bringen, und partout nicht begreifen kann – oder will – dass Wildtiere wie die Störche ein Recht darauf haben, frei und ohne von uns beeinflusst zu werden, zu leben, aufzuwachsen und auch zu sterben, ist ein unzivilisiertes A***loch und ganz sicher kein/e wahre/r Tierfreund:in…
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… Ein Bild aus glücklichen und unbeschwerten Tagen: Die vier Küken Skadi, Calimero, Henri und Xaverl kurz nachdem sie alle geschlüpft waren. So sollten wir sie in Erinnerung behalten…
… Fliegt hoch und frei, ihr kleinen Störchlein… 🌈 🖤
… zog am frühen Sonntag Abend wie jedes Jahr während des Pride Month in München durch die Innenstadt. Und ich fand es sehr schön und beschwingend, dass die Phalanx der bunten, lauten und fröhlichen Feiernden wieder einmal direkt an meiner Bude vorbei defilierte. Natürlich saß ich schon eine geraume Weile vorher mit der Kamera am Fenster und fieberte dem Event entgegen… 😉
… Hier ein paar Impressionen, und ihr wisst ja längst, wenn ihr euch ein Bild genauer ansehen wollt, braucht ihr nur darauf zu klicken 😉 :…
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… Ich wünsche euch einen beschwingten und möglichst stressfreien Start in die neue Woche!…
… So eine kleine Halsmassage tut gut und wirkt vorbeugend gegen ein Doppelkinn… 😉
… Aufgenommen habe ich dieses herzige Foto zweier junger Kühe während einer schönen Wanderung durch das Klausbachtal im Berchtesgadener Land. Und in die Mediathek hochgeladen habe ich es am 1. Juni 2023… 😉
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… Habt einen guten Start in die neue Woche, ihr Lieben!…
Gefreut: Über eine weitere kleine Wanderung entlang des Isar-Ostufers. Daraus ist nun eine Serie von Blogposts entstanden, die ich in der nächsten Zeit gerne noch um einige Folgen erweitern würde.
Darüber, dass ich mit meinem monatlichen Budget wider Erwarten und trotz einiger nicht eingeplanter Ausgaben so gut über die Runden gekommen bin.
Und auch darüber, dass meine leichten, orthopädischen Sommerschuhe noch passen. Damit läuft es sich bei hohen Temperaturen schon wesentlich leichter als mit den rundum geschlossenen Tretern.
Und über einen schönen kleinen Ausflug in die Spargel- und Lenbachstadt Schrobenhausen.
Geärgert: Nur über Kleinigkeiten.
Gedacht: Wie ist das schön, dass man in einem Live-Chat Personen blockieren kann, mit denen man trotz bester Absichten auch nach einer geraumen Weile nicht zurecht kommt. Ich weiß, dass ich manchmal eine recht kurze Zündschnur habe, und auf diese Weise erspare ich den Anderen nun eine unschöne Auseinandersetzung.
Am liebsten würde ich ja die Idee aktiv weiterverfolgen, die ich neulich hatte: Eine Wanderung entlang der Isar von der Mündung bis zur Quelle. Aber das geht ja nun leider, leider aus körperlichen Gründen nicht.
Diese Hitze! Die tut mir mittlerweile gar nicht mehr gut. Ich hatte vergangene Woche zwei Tage, an denen ich es mir lieber in der relativ kühlen Bude gemütlich machte, und nicht nach draußen ging.
Gefragt: Wäre es denn nicht besser, die FDP würde auch weiterhin in der politischen Versenkung bleiben?
Gewundert: Da spazierte ich nun am Dienstag in der Spargelstadt Schrobenhausen kreuz und quer durch durch die Straßen und Gassen – und stieß nur auf einen einzigen Obst- und Gemüseladen, der Spargel feil bot – und der war gegen zwei Uhr nachmittags bereits ausverkauft. Aber ich vermute mal, dass das an den beiden Wochenmarkttagen Donnerstag und Samstag schon ganz anders aussieht.
Gelitten: Erfreulicherweise an nichts, außer dass ich der Hitze wegen recht unruhig geschlafen habe. – Doch – ein bisschen an Herzeleid, weil die Altstörchin im Nest von Kolbermoor am Mittwoch Abend das jüngste und kleinste Küken aus dem Nest geworfen hat. Xaverl, so haben wir ihn genannt, ist im Abstand von drei Tagen zu seinen Geschwistern geschlüpft und hätte den Rückstand an Größe und Gewicht nie und nimmer aufholen können. Dass Mama Storch ihn unversehens am Schlafittchen gepackt und quasi „entsorgt“ hat, mutet sehr hart an, aber wahrscheinlich hat sie dem Kleinen dadurch eine lange Leidenszeit erspart. Und ich war mal wieder diejenige, die das live mit angesehen hat – das ging wieder so schnell, dass ich nicht rechtzeitig wegklicken konnte.
Genervt: Von der Hitze. Und so manchen Zeitgenoss:innen, die das noch immer nicht begriffen haben bzw. begreifen wollen, dass diese unzeitig hohen Temperaturen Auswirkungen des Klimawandels sind.
Gewesen: In Schrobenhausen, an der Isar, im Lieblings-Discounter, im Viertel unterwegs.
Getroffen: Eine Nachbarin, die seit siebenunddreißig Jahren ständig darüber schimpft, wie ungern sie hier leben würde, wie teuer die Miete sei – wir zahlen als Altmieter:innen nur ungefähr die Hälfte von dem, was die Neumieter:innen mittlerweile für eine Zweizimmerwohnung hinblättern müssen! – und dass sie am liebsten sofort ausziehen würde, wenn sie sich das leisten könnte. 🙂
Gesucht: Bei der Fahrplanauskunft der DB nach der besten Verbindung nach Schrobenhausen.
Gefunden: Yepp. Hat prima geklappt, und die Fahrzeit betrug auf der einfachen Strecke nur knapp eineinhalb Stunden.
Gelacht: Aber ja.
Geweint: Ein paar Tränen habe ich für das kleine, tapfere Storchenkind verdrückt, das so früh sterben musste.
Gegessen: „Quietschkäse“ (Halloumi) mit Kartoffeln und Mischgemüse, Eiernudeln, Lachsforellenfilet mit Kartoffeln und Ruccola-Salat, gebratene Hähnchenschenkel mit gemischtem Salat, einige Schalen Erdbeeren, viel frisches Obst und Gemüse, Müsli.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen sehr aromatischen Silvaner.
Gehört: Einen gar feinen Oldie aus den Achtzigern:
Gesehen: Wieder sehr viel Live-Geschehen im Storchennest Kolbermoor, einige Tier-Dokus, einige Folgen „Nash Bridges“, hin und wieder die Nachrichten.
Gelesen: „Eine Spur von Verrat“ von Anne Perry aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in London handelnden Serie rund um den ehemaligen Inspektor und Privatermittler William Monk. Das ist erschütternd zu lesen, wie damals mit den Themen sexueller Missbrauch von Kindern und Frauen umgegangen wurde! Die Rechte Minderjähriger und von Frauen waren im viktorianischen Zeitalter noch so gut wie gar nicht vorhanden. Und so was wie Inzucht und die mehrfache Vergewaltigung von Kindern wurde vor allem in der gehobenen Gesellschaft geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Ein Meisterwerk ist dieser Krimi nicht, aber er ging mir beim Lesen bisweilen sehr unter die Haut.
Gelernt: Wieder einiges über Störche. In einem Artikel des Max-Planck-Instituts habe ich gelesen, dass die schönen Schreitvögel zwar nur durchschnittlich sehen und hören können, allerdings einen geradezu phänomenalen Geruchssinn haben. Sie können z. B. den Duft einer frisch gemähten Wiese noch in ca. 25 Kilometern Entfernung wahr nehmen.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Unter anderem habe ich Schmuck aussortiert. Vor einigen Jahren habe ich sehr viel davon geerbt, und ich trage kaum Geschmeide. Nächste Woche möchte ich deshalb den ganzen Modeschmuck als Spende zum nahen Oxfam-Laden bringen.
Geschlafen: Der Hitze wegen ziemlich unruhig und auch schlecht. Bin schon froh, dass es demnächst wieder mal für eine Weile abkühlen wird.
Geträumt: Viel und lebhaft, leider ist mir nichts in Erinnerung gebleiben.
Geplant: Am Montag kommt die Haushaltshilfe, da werde ich wieder ein bisserl herumstöbern. Dienstag möchte ich auf den Wochenmarkt. Und vielleicht auch wieder ein wenig an der Isar spazieren, falls das Wetter mitspielt.
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Ich wünsche euch einen schönen und geruhsamen Sonntag! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben, und bleibt bzw. werdet gesund! 🙂
… Dieses Bild eines kreisenden Raubvogels – Habicht, denke ich mal – und viele andere Fotos habe ich am 28. Mai 2023 während einer schönen Wanderung in der Umgebung des oberbayrischen Storchendorfs Raisting nahe des Ammersees gemacht…
… Kommt gut durch den Tag, ihr Lieben!…
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