… Am Freitag Nachmittag kurz nach fünfzehn Uhr war am Storchennest Freilassing drohendes Klappern und Zischen zu vernehmen, ein großer Schatten fiel auf Pauli und Pauline, die zwei jungen Adebare, die es sich vor ein paar Tagen dort bequem gemacht hatten, und dann ging alles blitzschnell. Korbi, der seit etlichen Jahren schon in dem riesigen Horst hoch über dem Freilassinger Bahnhof heimisch ist, brauchte nicht lange, um die Eindringlinge zu verscheuchen…
… Leider sind auf dem Video oft nur die Storchenbeine zu sehen, da das Nest mittlerweile sehr hoch ist. Im Spätsommer hatten etliche Storchenfreund:innen, darunter auch meine Wenigkeit, großzügige Spenden in Aussicht gestellt, falls man im Herbst den Horst ausmisten bzw. die Kamera etwas nach oben versetzte würde. Aber anscheinend hat sich zu meinem großen Bedauern nun doch niemand darum gekümmert…
… Etwa drei Stunden später kam die Jungstörchin Pauline zurück und begann, mit Korbi anzubandeln. Der behandelte sie zunächst ausgesprochen grob, packte sie am Schlafittchen und beförderte sie aus dem Nest…
… Doch die zierliche Pauline ließ sich von solch ungeschlachtem Benehmen nicht abschrecken und umgarnte den erfahrenen Altstorch so lange, bis er sie im Nest duldete. Jetzt warten wir allesamt gespannt darauf, ob und wann Heidi, seit einigen Jahren schon Korbis angestammte Partnerin, eintreffen wird – wir sind sicher, dass sie nicht lange fackeln und die Jungstörchin vertreiben wird…
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… Habt einen schönen und erholsamen Tag, ihr Lieben!…

