… Boutros Boutros-Ghalis, ehemaliger UN-Generalsekretär, lautet „Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt.“ Dieses prophetische und sehr düstere Zitat aus dem Jahr 1985 kommt mir zur Zeit immer wieder in den Sinn…
… Das Trumpel setzt offenbar seinen ganzen Willen daran, sich Grönland anzueignen – egal, auf welche Art und Weise -, und hält mit seiner Absicht, die es schier ununterbrochen kund tut, die Welt in Atem. Und so manch eine/r mag sich denken: „Wozu der ganze Aufruhr? Was zum Teufel will der Orangeman mit Grönland?“ – Natürlich sind unter den – noch! – dicken Eispanzern der größten Insel der Welt viele Rohstoff-Ressourcen zu finden – seltene Erden, Kupfer, Blei, Zink und Diamanten -, die Begehrlichkeiten wecken. Meiner Meinung nach geht es allerdings weder um Bodenschätze, oder um von Russland bzw. China ausgehende Gefahren, auch nicht um seine angeblich gekränkte Eitelkeit, weil man ihm nicht den Friedensnobelpreis verliehen hat, sondern um Trumpels Vorhaben, Kanada, das Land der tausend Seen – tatsächlich sind es sogar ca. zwei Millionen -, den Vereinigten Staaten als 51. Bundesstaat einzuverleiben…
… Die USA leiden seit Jahren schon unter einer höchst bedenklich zunehmenden Wasserknappheit. Schon in ca. 20 Jahren könnte es in US-Städten wie z. B. Phoenix keinen Zugang zu sauberem Wasser mehr geben. In Metropolen wie New York, Los Angeles und San Franzisco wird schon jetzt Trink- und Brauchwasser zusehends zum Luxusgut. Rasant absinkende Grundwasserspiegel und zunehmende Dürreperioden könnten der amerikanischen Wirtschaft immensen Schaden zufügen. Amiland braucht frisches Wasser, sowie Möglichkeiten, wirtschaftliche Verluste zu kompensieren, und das schnell!…
… Die Lösung liegt für das Trumpel in Kanada, dem zehntreichsten Land der Welt. Dort gibt es Wasser in Hülle und Fülle, kein anderes Land der Welt verfügt über so viele Flüsse und Seen! – Die Großen Seen, das zweitgrößte Süßwasserreservoir der Welt, das sich die USA mit Kanada teilt (ausgenommen Lake Michigan) kann nicht einfach so nach Belieben genutzt werden, das verhindert ein 1972 geschlossenes, mehrmals überarbeitetes und zuletzt 2012 ergänztes Wasserschutzabkommen. Einseitig diesen Vertrag aufkündigen würde vermutlich gravierende Nachteile zur Folge haben – ich gehe sehr davon aus, dass diesbezüglich hinter den Kulissen zwischen den Politiker:innen beider Staaten bereits so manche fruchtlose Verhandlungen und Diskussionen geführt worden sind…
… Was liegt näher, als Kanada zum 51. Bundesstaat der USA zu machen – wenn nicht freiwillig, dann eben mit Erpressermethoden und vielleicht sogar Gewalt. Und genau das ist meiner Ansicht nach der Hauptgrund, warum der jetzige POTUS höchst intensiv nach Grönland schielt: In der Arktis trennt lediglich der ca. 17 km schmale Kennedy-Kanal (nach einem Polarforscher benannt, nicht nach dem ermordeten US-Präsidenten) die Westküste Grönlands von der Ostküste der kanadischen Ellesmere-Insel. Hätte das Trumpel Grönland in seinem Besitz, könnte es Kanada von mehreren Seiten aus in die Zange nehmen – von Norden (Alaska), von der ca. 6.400 km langen Landesgrenze im Süden, und von Osten. Und so eine Annektierung des nördlichen Nachbarlandes in die Tat umsetzen, was ein Ende des Besorgnis erregenden amerikanischen Wasser- und Wirtschaftsproblems bedeuten würde. Und das Ende der kanadischen Souveränität…
… Ich hoffe so sehr, dass dieses Horrorszenario niemals Realität werden wird…
