Gefreut: Darüber, dass ich immer noch Wünsche, Träume und Sehnsüchte, Ziele und Pläne habe. Dass ich nach wie vor viel Freude am Leben und einen klaren Kopf habe, und mein Geist ziemlich rührig ist – von ein wenig Zerstreutheit mal abgesehen. Dass ich nach wie vor recht vielseitig interessiert bin und Neues zu erfahren und zu erkunden mir so viel Genuss bereitet – „Aha!“-Momente fühlen sich oft so an wie Orgasmen in der Denkbirne, ich liiiieeeebe das! 😀 Dass es so viele wunderfeine kleine Momente gibt, die mich glücklich machen.
Geärgert: Vor fast drei Wochen ging meine Türklingel kaputt. Ich sagte der Frau des Hausverwalters bescheid, danach herrschte zwei Wochen lang Funkstille. Als ich erneut im Büro der Hausverwaltung vorstellig wurde, informierte man mich darüber, dass Mittwoch um neun Uhr ein Elektriker vorbei kommen würde. Natürlich war ich beizeiten präsentabel und wartete. Es wurde Mittag. Kein Elektriker weit und breit. Es wurde früher Nachmittag. Ziemlich angesäuert ging ich zur Hausverwaltung. Dort wartete man ebenfalls seit neun Uhr morgens. Gegen fünfzehn Uhr hieß es, der Elektriker würde in etwa einer halben Stunde eintreffen. Um siebzehn Uhr hatte sich immer noch niemand blicken lassen. Und dann bog er plötzlich um die Ecke, der gute Mann, und als wir ihn ziemlich entrüstet zur Rede stellten, tat er so, als hätte er uns nicht verstanden. – Aber es sei ihm zumindest halbwegs verziehen, denn er baute mir eine neue Klingel mit einem sehr melodischen Glockenton ein.
Gedacht: Unser Zweite-Wahl-Kanzler hat schon eine sehr ungehobelte, unsachliche, unintelligente, rücksichtslose Art, mit Bürger:innen umzugehen. Und mit den Fakten hat er’s auch nicht so wirklich. Von seiner Attitüde „Was stört mich mein Geschwätz von gestern!“ mal ganz abgesehen. – Das Arbeitsklima im Bundeskanzleramt soll laut Insider-Informationen so unterirdisch sein, dass unter den Angestellten ein sehr obszöner „Spitznamen“ für ihren „Chef“ kursiert.
Gefragt: Wie lange müssen wir diesen … Sauerlandblitz noch ertragen?
Gewundert: Dass zur Zeit beinahe ein „Merkel-Hype“ in den (a)sozialen Netzwerken stattfindet. Dabei wird tunlichst vergessen, dass „Mutti“ dank ihrer sechzehn Jahre andauernden Politik des Nichtstuns und Abwartens den Grundstein für Vieles gelegt hat, was heutzutage schief läuft.
Gelitten: An nichts. Ich bin zur Zeit wieder so richtig schön fit und schmerzbefreit.
Genervt: Von der viele Stunden dauernden Warterei am Mittwoch.
Gewesen: Mit der Frau R. zum Großeinkauf im Lieblings-Discounter. Etliche Runden spazieren. Und am Samstag kurz am Viktualienmarkt. Dort ging’s aber so furchtbar zu, dass ich mich recht schnell wieder verkrümelt hab‘.
Getroffen: Die sehr sympathische Frau des Hausverwalters und ihre beiden liebenswürdigen Söhne.
Gesucht: Im Internetz nach einem aufblasbaren Gästebett. Weil mich das nervt, bei jedem Besuch das Bettgestell aus dem Schrank im Schlafzimmer ins Wohnzimmer zu schleifen und aufzubauen. Außerdem ist das Teil samt Matratze schon sehr in die Jahre gekommen.
Gefunden: Yepp, mal wieder viel zu viel Angebote. Jetzt habe ich wie so oft die Qual der Wahl…
Gegessen: Hühnerfrikasse mit Reis, einen Strammen Max und dazu einen Romanasalat. Einen sehr köstlichen Aprikosenauflauf. Blumenkohlauflauf, der mir etwas missraten ist, weil ich vergessen hatte, ein wenig Mehl zum mit Sahne verklöppelten Ei zu geben. Pellkartoffeln mit diversen Frischkäsen.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft.
Genascht: Eine sehr feine Auszogne vom Café Frischhut.
Gelacht: Ja, freilich! 😀
Geweint: Nein.
Gehört: Sehr viele wunderschöne und mitreissende Oldies.
Gesehen: Da wurde auf arte Anfang der Woche eine Doku über Riesenkraken gezeigt. Und nachdem ich ja vor kurzem den bezaubernden Roman „Das Glück hat acht Arme“ gelesen hatte, sah ich mir den Bericht voller Neugier an. – Ich hatte ja zuvor überhaupt keine Ahnung, was das für faszinierende und interessante Wesen sind! Octopoden haben neun Gehirne, man stelle sich das vor! Ein zentrales Haupthirn im Kopf, und in jedem der acht Arme befindet sich ein eigenes Nervenzentrum, dadurch kann jeder Tentakel eigenständig handeln und sinnliche Eindrücke sammeln. Zudem haben sie drei Herzen, eines in der Körpermitte, und zwei an den Basen der Kiemen. Und das Blut von Riesenkraken ist blau. Sie gelten als überaus intelligent. Sie können Schraubgläser öffnen und komplexe Rätsel sowie Labyrinthe lösen, benutzen Werkzeuge, erkennen das Prinzip von Spiegeln, können unterschiedliche Personen identifizieren, sind ungemein lernfähig, verfügen über ein erstaunliches Gedächtnis, und da sie weder Knochen noch Gräten haben, sind sie dazu in der Lage, sich durch schmalste Lücken und Ritzen zu quetschen.
Gelesen: Den Roman „Monstergott“. Er handelt von zwei jungen Menschen, die in einer christlich fundamentalistischen Glaubensgemeinschaft aufgewachsen sind und nun zu zweifeln beginnen. Es ist schwere Kost, eine aufrüttelnde Lektüre. Mich macht das fassungslos, wie man im Namen Gottes derart unmenschlich, manipulativ und grausam mit Menschen umgeht. Und wie leicht sich die Mitglieder solcher Organisationen gehirnwaschen lassen.
Gelernt: Seit den beiden Sommerinterviews von Chrupalla und Weidel in ARD und ZDF kursiert eine neue Bezeichnung für Journalist:innen der Öffentlich Rechtlichen: Rechtsoffene Stichwortgeber:innen.
Gekauft: Einen neuen Wintermantel. War schon eine Herausforderung, das gute Teil bei fast dreißig Grad anzuprobieren. Aber es war so schön preisreduziert. Ansonsten all das, was Frau zum Leben braucht.
Gewerkelt: Am Mittwoch habe ich den Kleiderschrank ein wenig ausgemistet, um mich von der nervigen Warterei abzulenken.
Geschlafen: Überwiegend gut.
Geträumt: Wie immer bunt und lebhaft. Genaueres habe ich aber leider nicht in Erinnerung.
Geplant: Einkaufen, meine alte Küchenmaschine zum Wertstoffhof bringen, und ansonsten leben und leben lassen.
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Ich wünsche euch einen guten und möglichst stressfreien Start in die neue Woche. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund. 🙂
Gefreut: Das definitiv größte Highlight der vergangenen zwei Wochen war meine mehrstündige Tour kreuz und quer durch den Münchner Tierpark Hellabrunn mit einem E-Seniorenmobil. Ich hatte mit dem Teil so viel Spaß und Vergnügen wie seit langem nicht mehr. Ich habe schon angefangen, auf so was zu sparen. 🙂
Ich habe den Hitzesommer unbeschadet überstanden, hurra! Tut mir leid für Blackrock Freddy, aber ich nichtsnutzige, faule, schmarotzende olle Schwerbehinderte werde nun auch weiterhin gewiss noch für ein längeres Weilchen dem Staat auf der Tasche liegen und die Renten- und Sozialkassen schamlos plündern.
Dass eine Infektion durch einen Wespenstich zum Glück harmloser verlaufen ist als befürchtet.
Über den tagelangen, teilweise recht starken Regen! Die jetzt so angenehmen Temperaturen!
Geärgert: Ich hasse die Floskel „Ich an deiner Stelle würde ja…“ Das klingt für mich herabwürdigend. Und wenn dann unweigerlich noch eine Reihe unerbetener Ratschläge folgen, muss ich sehr an mich halten, um nicht die Contenance zu verlieren.
Über ziemlich egozentrisches Herumgezicke.
Gedacht: Da haben am Sonntag Abend die Öffentlich-Rechtlichen den Blaunen die ganz große Bühne geboten! In der ARD kam Chrupalla zu Wort, und im ZDF ist man der Blaunen Alice sogar bis nach Wien gefolgt, um sie zu interviewen. Ein Zufall, oder gar eine Panne, dass man beinahe gleichzeitig zwei AfD-Spitzen in die jeweiligen Sommerinterviews geladen hat? Ich denke nicht. Das wäre beileibe nicht das erste Mal, dass die ÖR so etwas wie Wahlwerbung für diese mittlerweile in fünf Bundesländern als gesichert rechtsextrem geltende Partei veranstaltet haben. Es gab zwar Faktenchecks, die viele Aussagen der beiden Blaunen als unwahr oder verzerrt entlarven, aber leider erst nach den Sendungen, das interessiert dann einen Gutteil der Zuseher:innen nicht mehr.
Ich möchte einen neuen E-Roller, keinen gebrauchten. Im Münchner Stadtteil Milbertshofen gibt es einen speziellen Laden für derlei Fahrzeuge. Dort wird man mich beraten, dort werde ich mir dann den gewünschten Einkaufskorb und eine stabile Rollator-Aufhängung montieren lassen, und ich werde nach dem Kauf meinen funkelnagelneuen Eco-Engel 500 in Blau frohgemut nach Hause chauffieren können. In ca. einem Jahr dürfte es so weit sein. Ich freue mich jetzt schon!
Gefragt: Sind Objektivität, Wahrheit, Sachlichkeit, Ausgewogenheit und Unabhängigkeit bei den Öffentlich Rechtlichen noch gegeben, so wie das im Medienstaatsvertrag vorgeschrieben ist? Und hat der politische Einfluss auf die einzelnen Sender in den letzten Jahren nicht quasi unter der Hand erheblich zugenommen – siehe hier: https://www.zeit.de/kultur/2025-02/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-studie-politik-einfluss
Gewundert: Immer mehr und immer geschockter darüber, dass Dinge, die vor einigen Jahren noch schier unsagbar waren, mittlerweile fast schon gang und gäbe sind, oft verharmlost werden, und ihnen – so mein Eindruck – immer seltener mit Fakten, Beherztheit und Haltung entgegen getreten wird.
Gelitten: Da hat mich doch am vorletzten Sonntag Mittag so ein Wespen-Miststück in den rechten Ellenbogen gestochen. Ich habe das sogleich mit dem Hitzestift, Cortisonsalbe und Cool Pad verarztet, danach schien alles gut zu sein. Doch im Laufe der nächsten Tage schwoll der Stich zusehends an und sah auch recht Besorgnis erregend aus. Zudem fühlte ich mich schwach, permanent müde, teilnahmslos und appetitlos. Ich ging am Donnerstag zur Hausärztin, und die bestätigte mir, dass mir das Insekt eine Infektion verpasst hatte. Aber die Symptome seien nicht allzu schlimm, mein Körper würde das selber in den Griff bekommen, deshalb würde sie mir jetzt kein Antibiotikum verschreiben. Sie verschrieb mir eine stärkere Cortisonsalbe, die ich mehrmals täglich auftragen musste. Ich litt noch ein wenig vor mich hin, doch seit Sonntag bin ich zum Glück wieder fit.
Genervt: In der letzten Woche von der Insektenstich-Infektion, die mich für einige Tage ausgebremst hat.
Gewesen: Im Olympiapark, im Tierpark Hellabrunn, am Flaucher, und im nahen, kleinen aber feinen Biergarten der Max-Emanuel-Brauerei. Während der letzten Woche bei der Hausärztin, im Supermarkt, auf ein paar kurzen Runden durchs Viertel, und zuhause, beseligt dem Regen zuhören, die kühlen Temperaturen genießen und mich auskurieren.
Getroffen: Wieder mal meine alte Nachbarin. Erneut haben wir uns lange und gut unterhalten, und ich habe etliche interessante und leider auch traurige Dinge aus der Nachbarschaft von ihr erfahren.
Gesucht: Bei meinem bevorzugten OnlineHändler nach neuen Handtüchern, meine alten sind teils schon recht abgenutzt.
Gefunden: Yepp. Werden demnächst bestellt.
Gegessen: Geräuchertes und gewürztes Lachsforellenfilet, feinen Obatzdn mit rescher Breze, Lachsfilet mit Kartoffeln und Mais, Reiberdatschi mit Apfelmus, American Pancakes (mein erster Versuch, geschmeckt haben sie, aber an Form und Farbe muss ich noch ein wenig üben 😉 ), frische Waffeln, Blumenkohlauflauf, Matjes mit Zwiebeln und Kartoffeln, Schweizer Wurstsalat, Bratwürst mit Kartoffeln und Mais, jede Menge Melonen, Müsli, frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Tee, Milchkaffee, Orangensaft, etliche Eimer Wasser, einen sehr feinen Frankenwein, einen weniger feinen Frankenwein, einen duftigen Grauburgunder aus Rheinhessen.
Genascht: Einige Jaffa-Kekse.
Gelacht: Natürlich! 😀
Geweint: Getrauert. Zwei Originale unseres Viertels sind verstorben… Heinz hat von Jugend an bis zu seiner Pensionierung in einem kleinen nahen Elektrogeschäft gearbeitet, und danach im Obst- und Gemüseladen hier im Haus ausgeholfen, und noch dazu in der Nachbarschaft viele Elektro-Reparaturen und -Installationen durchgeführt. Nach einem schweren Herzinfarkt hat er jahrelang Tag für Tag seine Runde durchs Viertel gedreht, in diversen Lokalitäten die Tageszeitungen studiert, Leute beobachtet, ein wenig Hof gehalten. – Adele trug stets einen weißen Schlapphut und einen hellen Regenmantel, egal, welche Witterung herrschte. Sie war sehr leutselig und unterhielt sich überaus gerne mit jungen Menschen. Die Verständigung war etwas schwierig, denn Adele hatte so gut wie keine Zähne mehr. Mir hat sie mal erzählt, sie wäre in ihren jungen Jahren das Kindermädchen von Jaqueline und John F. Kennedys Tochter Caroline und Sohn John F. jr. gewesen. Ich hielt das zunächst für eine ihrer Räuberpistolen, die sie des Öfteren zum Besten gab, und in denen sie angeblich für diverse Geheimdienste und undercover für die Polizei arbeiten würde, aber sie wusste erstaunliche Details über den Sitz der Kennedys in Hyannis Port.
Gehört: Bei @Herba entdeckt und für sehr gut befunden:
Gesehen: Von RVerTV einen sehr schönen RoadTrip entlang des Million Dollar Highways durch die Bergwelt Montanas von Durango nach Silverton. Da gibt es auch eine interessante und spannende alte Eisenbahnstrecke, die immer noch mit alten Dampfloks befahren wird. Und Silverton ist ein Örtchen, das so aussieht, wie man sich eine alte Stadt im Wilden Westen vorstellt.
Wieder mal den Thriller „State of Play – Stand der Dinge“ mit Russell Crowe, Helen Mirren, Robin Wright, Rachel McAdams und Ben Affleck in den Hauptrollen. Ich mag diesen Film sehr, weil er statt auf das Zurschaustellen brutaler Gewalt auf eine gut durchdachte Story mit viel Spannung setzt.
Gelesen: Luis Bauers „Bestatters Diary“. Der junge Mann schildert sein Handwerk völlig unverkrampft, sachlich und überaus detailliert. Dabei zeigt er eine menschliche Reife weit über seine einundzwanzig Jahre hinaus, viel Einfühlungsvermögen, eine tief verwurzelte Liebe für seinen Beruf und seine Mitmenschen. Dieses Buch kann ich guten Gewissens empfehlen.
Gelernt: Viel über E-Seniorenmobile.
Gekauft: Nicht viel, was Frau halt so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Hat sich in den letzten beiden Wochen in Grenzen gehalten.
Geschlafen: Aufgrund der Wespenstich-Infektion viel, tief und gut.
Geträumt: Ziemlich seltsames, buntes und teilweise sehr skurriles Zeug, als wäre mein Gehirn während der Infektion auf Drogen gewesen. Unter anderem nahm ich an einem Cosplay Treffen statt, trug einen schweren, seidenen, blutroten Umhang, auch mein Gesicht war rot geschminkt, und ich war in sehr verworrenen unterirdischen Gängen und Gewölben auf der Suche nach einem Paar schwarzer Teufelshörner, die ich mir aufs Haupt setzen wollte.
Geplant: Heute kommt die Frau R., und da werden wir wie jeden zweiten Montag die Bude rocken, und dann Großeinkauf im Discounter machen. Ansonsten habe ich nichts Konkretes geplant, ich lass die neue Woche jetzt mal ganz entspannt auf mich zukommen.
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Habt einen schönen Start in die neue Woche, ihr Lieben!
… gibt es zur Zeit im Münchner Tierpark Hellabrunn zu bestaunen…
… Das ist aber zum Glück weder ungewöhnlich noch bedenklich. Indische Panzernashörnern schubbern sich hin und wieder das Horn, das wie unsere Haare und Fingernägel aus Keratin besteht, an Felsen, Bäumen oder Wänden ab. Der „Nasenschmuck“ der fast zwei Tonnen schweren Tiere, deren Haut ca. vier Zentimeter dick ist, wächst mit der Zeit wieder nach… 😉
Gefreut: Dass es in der vergangenen Woche doch ein paar Tage gut abgekühlt hat, vor allem Nachts. So konnte ich mich etwas regenerieren. Es gibt etliche Wetterexpert:innen, die nun verkünden, es könnte sich ab Mitte August das Wetter dahingehend ändern, dass es dann endlich wieder für längere Zeit gemäßigte Temperaturen und vor allem Niederschlag geben soll. Schaun ma mal.
Über den neuen Staubsauger. Die Frau R., meine Haushaltshilfe, darf ihn morgen einweihen. 😉
Geärgert: Hach, ich mal wieder… Anfang der Woche ging die Türklingel kaputt. Und der Paketbote vom Götterboten-Zustelldienst hatte angekündigt, dass er am Donnerstag den neuen Staubsauger vorbei bringen und den alten mitnehmen würde. Ich verbrachte zwei Tage und Nächte mit dem Zermartern meiner Denkbirne darüber, was ich wohl tun könne, damit der Paketbote wegen der defekten Klingel die Lieferung nicht wie sonst üblich in den unteren Hausflur wirft, sondern sie mir wirklich zustellt… Und dann ging alles so reibungslos, und ich habe mal wieder ganz umsonst turmhohe Wellen geschlagen: Ein Nachbar ließ den Boten ins Haus, der bei mir klopfte, mir freundlicherweise den schweren Karton in den Flur stellte und sich dann ohne viel Umstände das Altgerät unter den Arm klemmte… Ich glaube, ich werde das bis zum Ende meiner Tage nicht lernen, an sich kleine Problemchen nicht völlig unnötig aufzubauschen und völlig sinnlos Zeit und Energie auf alle möglichen Horrorszenarien zu verschwenden…
Gedacht: Eine junge „cdu“-Politikerin, die Ende Mai 2027 Präsidentin der Bremer Bürgerschaft werden möchte, hat mit ihrer Darlegung am Ende eines im übrigen guten Interviews, die Schwarzen könnten den Themen Umwelt- und Klimaschutz trotz ihrer immensen Wichtigkeit keinen Vorrang einräumen, weil davon die Grünen profitieren würden, ausgesprochen präzise in Worte gefasst, was viele Bürger:innen seit langem schon wissen: Dass die Grünen den meisten Schwarzen ein Dorn im Auge sind. Das ist ein unumstößlicher Fakt. Und dafür gibt es schier ungezählte hieb- und stichfeste Beweise: Hass- und Hetzreden von „csu/cdu“-Mitgliedern in diversen Bierzelten und während anderer Großveranstaltungen, auch in Landtagen und dem Bundestag, für Vernunftbegabte nicht nachvollziehbare Entscheidungen einiger Landesregierungen und der Bundesregierung, sowie Äußerungen unseres Zweite-Wahl-Kanzlers, der vor kurzem die krude Behauptung aufstellte, die Grünen und die Linken würden sich der gleichen Rhetorik bedienen wie die AfD.
Gefragt: Obst- und Gemüseplantagen und Getreidefelder verdorren, es sind Ernte-Einbußen in Milliardenhöhe zu erwarten, dem Vieh droht Futtermangel, es finden sogar schon Notschlachtungen statt – und was fordert die Mehrheit der deutschen Landwirt:innen? – Billigeren Diesel, mehr Freigaben von Pestiziden und eine Senkung des Mindestlohns für Erntehelfer:innen! Forderungen nach mehr Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen? Fehlanzeige! Und was meinte der Bundesagrarminister Alois Rainer nach der Hauptalmbegehung in den bayrischen Bergen neulich, als viele betroffene Almbauern klagten, dass zunehmend Quellen versiegen würden und dadurch und wegen der Dürre die Almwirtschaft zunehmend unmöglich werden würde? „Ich kann es leider nicht regnen lassen.“, lautete seine Antwort. Und: Man werde aber im Ministerium die Lage weiterhin konzentriert beobachten. – Und wo bleiben eigentlich die Demonstrationen und Kundgebungen zigtausender Landwirt:innen angesichts ihrer misslichen Lage? Die aufgestellten Galgen für den Kanzler und seine Cheflobbyistin für fossile Energien – ähem – die Wirtschaftsministerin, so wie im Jahr 2024 für Scholz und Habeck?… Oh, wait! Diesmal werden die Landwirte ja auch nicht von Nius und anderen Medien sowie von gewissen Altparteien aufgehetzt!
Gewundert: Darüber, dass dem neuen Verkehrsminister wohl noch gar kein Licht diesbezüglich aufgegangen ist, dass es wenig Sinn macht, bei extremem Niedrigwasser Flußrinnen tiefer ausbaggern zu lassen. Auch scheint er nicht wirklich durchdacht zu haben, was es bedeutet, den Lastenverkehr von der Flussschifffahrt auf die Straße zu verlegen: Für den Transport einer einzigen Schiffsladung benötigt man ca. 100 LKWs. Wo will der Herr Bilger die immense Menge an Fahrzeugen und die Fahrer denn hernehmen, die erforderlich sind, um das in großem Maße umzusetzen? Und noch dazu das Personal für die Logistik? Und ist ihm auch schon mal ernsthaft durch die „Denkbirne“ gegangen, was das für Auswirkungen auf den Straßenverkehr und die CO2-Werte bedeuten würde?
Gelitten: An nichts. All die Blessuren meines unseligen Sturzes vor einigen Wochen sind nun gut verheilt.
Genervt: Immer wieder vom Kneipenlärm ringsum, der nun in den Sommermonaten geradezu exorbitante Ausmaße angenommen hat.
Gewesen: In der Stadtbib., auf gewohnten Routen durchs Viertel, ein wenig einkaufen, auf der Bank das monatliche Taschengeld abholen, und an Hitzetagen natürlich zuhause.
Getroffen: Jene steinalte Nachbarin, die mir jedesmal in den Ohren liegt, wie böse, unsympathisch und dumm unser Hausverwalter sei, und dass sie sich bei der nächsten Mieterhöhung umbringen wird. Diesmal haben wir uns aber richtig lange und auch gut miteinander über Gott und die Welt unterhalten.
Gesucht: Meine Sonnenfinsternisbrille und die Schutzfolie fürs Kameraobjektiv.
Gefunden: Aber ja, natürlich! 🙂 Solch wichtige Dinge bewahre ich immer gesondert auf.
Gegessen: Reiberdatschi mit Apfelmus, Minutensteaks mit Kartoffeln und Salat, Fischstäbchen mit Kartoffeln und Maiskolben, Bratwürst‘ mit Kartoffeln und Maiskolben, Nudelsalat, Pfannenkuchen mit Apfelmus, Müsli, diverse Melonen und viel anderes frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Orangensaft, Wasser und Tee, und am Samstag einen Wodka-Orange.
Genascht: Dunkle Schokolade mit Orangenmarzipan.
Gelacht: Aber ja!
Geweint: Nein.
Gehört: Unter vielem anderem einen gar herrlichen Klassiker aus den Goldenen Achtzigern! 😀
Gesehen: Das ist so herzig, schön und interessant!
Sowie einen vielstündigen RoadTrip durch Xingjiang, die autonome Provinz der Uiguren in Nordwestchina. Das ist schon eine fremde Welt dort, obwohl es in den Bergen landschaftlich ab und zu genauso aussieht wie bei uns in den Alpen. Es gibt viele Jurten-Ansiedlungen, manche so groß wie Städte. Beiderseits der Straße grasen große Herden Rinder, Pferde, Schafe, und die Viecher schlendern oft auch auf der Fahrbahn dahin, wobei sie der rege Verkehr nicht im Geringsten stört. – Mir kam einer meiner Lieblingskollegen in der Münchner Residenz in den Sinn, ein ehemaliger Professor für Geschichte in Ürümqi, der Hauptstadt der Uiguren, der von den Chinesen wegen seines Widerstands zum Tode verurteilt worden war, und zum Glück mit seiner Familie fliehen konnte. Und eine andere uigurische Kollegin: Marwayit Hapiz, eine freischaffende Malerin, die es vor vielen Jahren schon auch nach München verschlagen hat.
Gelesen: Zu Ende gelesen habe ich nun „Das Glück hat acht Arme“, und das schöne Happy End hat mir gut getan. Angefangen habe ich mit der Lektüre von Tom Bauers „Bestatters Diary“, ein unverkrampfter und interessanter, autobiographischer Einblick in das Tagwerk des jungen Mannes.
Gelernt: Dass ich das nächste Mal den dunkelblauen Fleckerlteppich in der Küche nicht mehr zusammen mit anderen Textilien waschen sollte, das Teil färbt schon sehr ab.
Gekauft: Einen neuen Staubsauger – echt g***, das Teil – war im Herbst auch Testsieger bei Stiftung Warentest. – Und was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Etwas geputzt und gewaschen.
Geschlafen: Gut und schlecht.
Geträumt: Oh, ich kann mich leider an keinen Traum mehr erinnern.
Geplant: Heute mit Frau R. Klarschiff in der Bude machen und den Großeinkauf erledigen. Am Mittwoch Abend in jedem Fall die Sonnenfinsternis anschauen, und natürlich auch fleißig Bilder machen. Und dann werde ich mich meinem Besuch widmen, die G. aus Schweinfurt gibt sich mal wieder die Ehre. 🙂
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Kommt gut in die neue Woche, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund!
Gefreut: „Gibt das Leben dir Zitronen, dann mach‘ Limonade draus.“ Nach diesem Motto verfahrend habe ich in der aktuellen Hitzewoche doch etliche schöne kleine Freuden erleben dürfen: Wie wohl es tut, auf dem Bett liegend die Kühle des Ventilators zu genießen. Mich in den Nachtstunden in meinen Lieblingssessel zu flegeln und zu spüren, wie ein frischer Luftzug durch sämtliche weit geöffnete Fenster und Türen meiner Bude strömt. Sanft rieselnde Duschen. Kühles Wasser, das mir durch die Kehle strömt. Ein abendlicher Sommerregen auf dem Balkon, der mich bis auf die Haut durchnässt. Die kalten Badezimmerfliesen unter meinen Füßen nach einer durchlüfteten Nacht.
Geärgert: Mal wieder über mich. Meine Bank-App hat vor einigen Tagen nicht mehr funktioniert. Bei „Alle Störungen“ erfuhr ich, dass es wohl bundesweit ein Problem damit gab. Anstatt geduldig abzuwarten, bis die Bank-ITler den Fehler gefunden und beseitigt hatten, löschte ich die App, um sie dann neu zu installieren. Dabei verschusselte ich den speziellen PIN-Code zur persönlichen Einrichtung, der mir per SMS zugesandt worden war. Beim nächsten Versuch hieß es, meine Zugangsdaten seien ungültig. So musste ich einen neuen PIN-Code per Post bestellen, und zwei Tage warten, bis das Brieflein eingetroffen war… Jetzt funktioniert die App aber zum Glück wieder reibungslos.
Gedacht: Dass der schnoddrige Uralt-Spruch „Ich schwitze mich hier noch zu Tode“ mittlerweile eine völlig neue und überhaupt nicht mehr humorvolle Bedeutung bekommen hat.
Dass sich in Berliner Regierungskreisen womöglich einige zufrieden die Hände reiben. Denn ca. 9.800 Tote, die aufgrund der Hitzewellen bis jetzt verstorben sind, heisst ja schließlich auch, dass nun fast 10.000 Menschen weniger die Renten- und Sozialkassen „plündern“. Und das Jahr ist ja noch lange nicht vorüber! – Ich weiß, das liest sich böse, aber angesichts des sehr empathielos anmutenden Schweigens über die vielen Opfer der Hitzewellen aus Berlin kann ich mich eines solchen Gedankens leider nicht erwehren.
Dass manche Mitmenschen schon auf einem sehr hohen Niveau jammern…
Dass angesichts dessen, was sich vor einigen Tagen in Ceuta abgespielt hat, etliche Leut‘, die migrationsfeindlich eingestellt sind und ständig von der Überfremdung Deutschlands salbadern, ganz sicher wieder mal ordentlich Schaum vor dem Mund gehabt haben.
Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass ich mal eine Tagestemperatur von 28° Grad als „gemäßigt“ bezeichnen würde.
Gefragt: Ob wir vielleicht endlich eine vernünftige Umwelt- und Klimaschutzpolitik sowie Verständnis und Mitgefühl für die besch***ene Lage vieler Mitbürger:innen bekommen würden, wenn im Berliner Regierungsviertel, in den Dienstwägen und den Behausungen unserer Volks(ver)treter:innen mal für eine Weile sämtliche Klimageräte ausfallen würden?
Gewundert: Dass es bezüglich Ceuta unverzüglich „Brennpunkt“-Sendungen und ungezählte Berichte über die Situation dort gab, und wieder einmal jede Menge Endlos-Debatten über Migration, Abschiebung und wie dicht Europas Grenzen sind – und bis jetzt meines Wissens keine einzige Sondersendung über die ca. 9.800 Todesfälle aufgrund der Hitzewellen, sowie keine einzige Stellungnahme der Regierung dazu. Außer wieder mal einen selten dämlichen Spruch vom Söder – wenn einem zu heiß sei, dann solle man in den frühen Morgenstunden schwimmen gehen, sowie ein paar höchst empathielose Ratschläge vom Büro des Zweite-Wahl-Kanzlers.
Gelitten: Immer noch an den „Nachwehen“ meines Sturzes. Na ja, Prellungen und Zerrungen heilen nun mal nicht von Heut auf Morgen…
Genervt: Mal wieder von meiner eigenen Schusseligkeit und Ungeduld.
Gewesen: Ich war wieder recht sporadisch unterwegs, einmal Großeinkauf mit der Haushaltshilfe im Discounter meines Vertrauens, eine Runde über den Bauernmarkt, und zwei kurze „Ausflüge“ für kleinere Besorgungen, als das Thermometer ausnahmsweise mal weniger als dreißig Grad angezeigt hatte.
Gefunden: Yepp. Die Frau R. hat ihn beim Bad putzen hinter die Tür gehängt.
Gegessen: Geräuchertes Forellenfilet mit Salat, Forellen-Matjes, Rinder-Minutensteaks mit Kartoffeln und Maiskolben, Fischstäbchen mit Kartoffeln und Maiskolben, eine große Schüssel Romana-Salat mit gekochtem Ei, Sahneheringsfilets mit Kartoffeln, diverse Melonen, Müsli, viel frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft.
Genascht: Ein paar Schweizer Waffelkekse.
Gelacht: Aber immer gerne! 😀
Geweint: Nein.
Gehört: Vor einigen Tagen hat ein Straßenmusiker vorm Haus so entsetzlich falsch „Bella Ciao“ auf seinem Akkordeon gespielt, dass ich am liebsten nach unten gegangen wäre und ihm das Instrument aus den Händen gerissen hätte.
Gesehen: Einige Stünderln Heavy-Metal-Festival „Wackööööööön!“ Hat ordentlich geknallt und war richtig schön laut – manchmal brauche ich das.
Diverse Roadtrips. Mein absolutes Highlight diese Woche war eine fast vierstündige Führerstandsmitfahrt auf einer Bahnstrecke durch den Süden Alaskas von der Hafenstadt Skagway über den White Pass und entlang des Lake Bennett bis Carcross. Himmel die Berge, ist das eine schöne Gegend dort!
Gelesen: Weiterhin mit viel Genuss „Das Glück hat acht Arme“.
Gelernt: Dass man beim Lüften auch die Schranktüren weit öffnen soll, weil sich im Inneren die Hitze stauen würde. Bin aber nach einem Selbstversuch nicht davon überzeugt.
Gekauft: Vor einer Woche so viele Lebensmittel, dass ich während der neuen Hitzewelle über die Runden kommen würde, ohne noch etwas besorgen zu müssen. Hat fast funktioniert. 😉
Gewerkelt: Wenn ich der Hitze wegen im „Hausarrest“ bin, dann stelle ich mir jeden Tag ein paar kleine Aufgaben, die ich zu erfüllen habe. So habe ich das Gefühl, mich nützlich zu machen, und das hebt schon die Stimmung.
Geschlafen: An sich recht gut.
Geträumt: Ich hatte in einem Restaurant einen tollen Mann kennen gelernt – groß, gute Figur, markantes Gesicht, dichter, weißer Haarschopf. Er erzählte mir, er sei Musiker und hätte demnächst in einer Stadt am Meer einen Auftritt. Und dann fragte er mich, ob ich ihn begleiten würde. Ich hatte große Bedenken, ob ich dem Typen vertrauen könne, da hielt er meine Hände und bejahte ernsthaft, er würde für mich sorgen und für mich da sein, und ich solle mir den Kopf nicht weiters zerbrechen. Und dann wurde ich wach. War so ein schönes Gefühl, dass ich eigentlich gar nicht aufstehen wollte.
Geplant: Weiterhin so gut als möglich durch diesen Sommer kommen.
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Ich wünsche euch eine möglichst gute und stressfreie Woche. Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
Gefreut: Dass während der vergangenen Woche so angenehme Temperaturen herrschten. – Und darüber, dass ich bei einem bösen Sturz in der Wohnung am Dienstag wohl Glück im Unglück hatte – ich hätte mich noch viel schlimmer verletzen können. – Und über den neuen Turmventilator – das Teil ist Klasse und zudem auch sehr leise.
Geärgert: Dass ich wegen der Blessuren, die ich mir bei einem häuslichen Unfall zugezogen hatte, überwiegend das Bett hüten musste und mich kaum draußen bewegen konnte.
Gedacht: „cd“U und „cs“U haben immer wieder bewiesen, dass sie im Grunde genommen queerfeindlich eingestellt sind – Blackrock Freddy hatte hinsichtlich der Regenbogenfahne genölt, der Bundestag sei kein Zirkuszelt, die Klöckner Jule hat untersagt, diese Flagge am Bundestag am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, hissen zu lassen, und das DopeRindt hatte im Jahr 2025 sogar geplant, queere Menschen bundesweit in Listen erfassen zu lassen. Zudem wurden der Jugendhilfsorganisation Lambda nach 36 Jahren die Fördergelder gestrichen und den Aktionsplan „Queer leben“ beendet, das einzige bundesweite Förderprogramm für queere Anliegen – von insgesamt 134 Projekten wurden lediglich 86 umgesetzt. Deshalb finde ich dieses Betroffenheitsgetue nach dem Anschlag in Berlin von Mitgliedern der Bundesregierung Ekel erregend. Auch Merzens „Mahnung“, dass dieser Terrorakt Deutschland nicht spalten dürfe stößt mich sehr ab. Denn er ist selbst ein Spalter und Hetzer: Seine Stadtbild-Äußerung, „kleine Paschas“ in den Wartezimmern deutscher Ärzte, die uns die Termine wegnehmen würden, die Herabwürdigung der Bürger:innen als arbeitsscheu und ständig krank feiernd, das Verunglimpfen antifaschistischer Bewegungen, das Bezweifeln der Legitimität antifaschistischer NGOs, und seine Beschuldigung im Sommerinterview, die Grünen und die Linke würden sich der gleichen Rhetorik wie die AfD bedienen, sind unumstößliche Beweise dafür…
Gefragt: Warum ist es so schwierig, E-Scooter so abzustellen, dass sie niemanden stören und behindern?
Gewundert: Geschockt. Über das, was sich in den Kommentarspalten zu Beiträgen sogar seriöser Medien hinsichtlich des CSD Anschlags in Berlin abspielt.
Gelitten: Am Dienstag Vormittag stolperte ich in der Küche über meine eigenen Füße und stürzte zu Boden, wobei ich mir den linken großen Zeh verstauchte, beide Knie prellte und die linke Rumpfmuskulatur zerrte. Nachdem ich meine Knochen abgetastet und sortiert hatte, wurde mir schauerlich bewusst, dass ich ja des Muskelschwunds in den Beinen wegen nicht aufstehen konnte, ich war lediglich dazu in der Lage, mich auf meinem Allerwertesten rutschend fortzubewegen. Ich rief die 116 117 an, die Nummer der Bereitschaftsärzt:innen. Es beriet mich gefühlt stundenlang ein „Blechdepp“ und stellte mir ungezählte Fragen, u. v. a. „Benötigen Sie einen Facharzttermin?“, „Benötigen Sie einen Termin für psychotherapeutische Hilfe?“, dann informierte er mich, dass die Wartezeit für ein Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft zehn Minuten betragen würde. Ich legte entnervt auf. Vielleicht war nebenan jemand zuhause und konnte mich auf die Beine stellen. Ich schloss im Sitzen die Wohnungstür auf, wozu ich mehrere Anläufe benötigte. Dann rutschte ich in den Hausflur und versuchte, bei den Nachbarn zu läuten – ging nicht, die Klingelknöpfe waren zu hoch, mein Klopfen und Rufen verklang ungehört. Mein Blick fiel auf die Treppe – und da hatte ich eine Erleuchtung. Vorsichtig hievte ich mich auf die erste Stufe – in den Armen und Händen habe ich zum Glück noch viel Kraft -, dann auf die zweite, und dann konnte ich mich am Geländer so weit hoch ziehen, dass ich endlich wieder auf meinen Beinen stand. Zitternd tastete ich mich zurück in die Wohnung, versorgte meine Blessuren und legte mich völlig fertig ins Bett.
Genervt: Von der bescheuerten Situation am Dienstag. Ich komme mit meiner Behinderung gut zurecht, aber ich hasse es, so hilflos zu sein.
Gewesen: Außer zweimal Einkaufen, was vor allem der gezerrten Rumpfmuskulatur nicht gut getan hat, überwiegend im Bett, mich auskurieren.
Getroffen: Eine Nachbarin, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe. Ich nahm grad das Paket mit dem bestellten Turmventilator in Empfang, und sie war im Lift auf dem Weg nach oben, so blieb leider keine Zeit für ein Schwätzchen.
Gesucht: Im Internet den Staubsauger, der bei der Prüfung von Stiftung Warentest im Herbst 25 am besten abgeschnitten hat.
Gefunden: Yepp. Ist gar nicht mal so teuer. Ich habe das Teil sofort auf meine Muss-Haben-Liste gesetzt.
Gegessen: Kabeljaufilet gebraten mit Rucola-Salat. Lachsforellenfilet mit Maiskolben. Halloumi mit Salzkartoffeln und Maiskolben. Hähnchenschenkel mit Kartoffelsalat. Bockwurst mit Salzkartoffeln und Maiskolben. Melonen in allen Variationen. Wie üblich Müsli, viel frisches Obst und Gemüse.
Getrunken: Wasser, Tee, Orangensaft. Und am Dienstag einen kräftigen Melissengeist-Grog, um meine Nerven zu beruhigen.
Genascht: Hach, ja… Im nahen Supermärktchen hatten sie letzte Woche diese herrlichen Schweizer Waffelkekse im Angebot…
Gelacht: Im Nachhinein denke ich mir, dass das schon herrlich grotesk und schräg ausgesehen haben muss, wie ich da auf dem Hinterteil durch meine Bude und den Hausflur gerutscht bin. 🤣
Geweint: Am Dienstag war ich einige Male ganz nah dran. Aber so richtig zu Tränen gerührt hat mich am Samstag Abend Renée Zellwegers Interpretation von „Somewhere Over The Rainbow“ aus dem Film „Judy“.
Gehört:
Gesehen: „Judy“, ein Film aus dem Jahr 2019 über das letzte Lebensjahr der begnadeten Schauspielerin und Sängerin Judy Garland. Zuerst war ich skeptisch, doch dann hat mich Renée Zellwegers Darstellung dieser tragischen und innerlich auch sehr zerrissenen Persönlichkeit begeistert. Den Oscar für die beste Hauptrolle hatte sie sich zu Recht verdient.
Natürlich habe ich mir auch wieder einige RoadTrips angeguckt – eine fesselnde Fahrt mit dem Bernina-Express, sowie eine abenteuerliche Tour durch Norwegens wilde Bergwelt bis zum smaragdgrün schimmernden See Insta Mosevatnet am Fuß des riesigen Folgefonna Gletschers.
Gelesen: Begonnen habe ich mit der Lektüre von „Das Glück hat acht Arme“ von Shelby Van Pelt (Übersetzung: Andrea Fischer). Es ist eine skurrile, humorvolle und anrührende Schilderung der Freundschaft zwischen der verwitweten Putzfrau Tova und dem höchst intelligenten Riesenoctopus Marcellus. Tut mir in meinem angeschlagenen Zustand grad gut, dieses Buch.
Gelernt: Wenn ich das nächste Mal stürzen und nicht allzu schwer verletzt sein sollte, dann brauche ich mir nicht lange den Kopf zerbrechen, wie ich wieder auf die Beine komme, dann kann ich gleich auf dem Hintern in den Hausflur zur Teppe rutschen. 🙂
Gekauft: Diesmal nur das Allernötigste. Mit der gezerrten Brustmuskulatur konnte ich kaum etwas heben, geschweige denn schleppen.
Gewerkelt: Den Standfuß vom Turmventilator zusammengesetzt und angefügt. Ging wesentlich leichter als den Standventilator zusammen zu pfriemeln.
Geschlafen: Unruhig, wegen der Zerrung im Rumpf.
Geträumt: Bei einer Reservierung, die ich bedienen sollte, sind völlig überraschend statt der angemeldeten zehn Personen über fünfzig eingetrudelt. Bevor ich in Panik geriet, kam mein allererster Chef in der Gastronomie, hat mir gut zugeredet und mir geholfen.
Geplant: Mich noch ein wenig schonen, damit die Zerrung heilen kann. Und dann hoffentlich gut durch die nächste Hitzewelle kommen.
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Ich wünsche euch eine gute und möglichst unbeschwerte neue Woche.
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