… Am frühen Nachmittag fand auf einer Wiese im Schlosspark eine kleine Raubvogel-Flugschau statt. Der erfahrene Falkner, der schon des Öfteren in Schleißheim aufgetreten war, wusste viel Interessantes über die fliegenden Beutegreifer zu erzählen. Sein Federvieh allerdings hatte ausgerechnet an diesem Sonntag so gar keine Lust, sich in die Lüfte zu erheben, Falken, Habichte und Adler gingen viel lieber gemächlich zwischen den Zuschauer:innen spazieren, was nicht nur bei mir für gutmütige Heiterkeit sorgte…
… Ein Sakerfalke, einer der größten Falkenarten weltweit, seine Spannweite kann bis zu 1,30 Metern betragen. Er bewohnt offene Landschaften wie Steppen, Halbwüsten und Agrarflächen in Osteuropa und Zentralasien…
… Der in Amerika verbreitet vorkommende Buntfalke hingegen gehört zu den Winzlingen, er wird nicht viel größer als eine Amsel…
… Der größte heimische Greifvogel ist der majestätische Steinadler. Er kann eine Spannweite bis zu 2,30 Metern erreichen. Er ist in Deutschland fast ausschließlich in den Alpen zu finden. Er kann Tiere schlagen, die weitaus größer sind als er – Gemsen z. B., oder junge Steinböcke…
… Anmut, Grazie, Eleganz und Kraft hoch zu Ross…
… Gut beschirmt geht’s zur Kutschen-Präsentation vor der großen Freitreppe des Schlosses…
… Was für ein bezauberndes Menschenkind!…
… Meine Lieben, das war der letzte Teil meiner Impressionen von der Historischen Reiter- und Kutschengala im Park von Schloss Schleißheim. Mal schauen, wohin es meine Kamera und mich demnächst hinverschlagen wird… 😉
… Hier ist sie, die nächste Fuhre meiner bebilderten Eindrücke von dieser schönen Veranstaltung im Schleißheimer Schlosspark!… 🙂
… Er sei – und das könne man an seiner schönen, blank polierten Knopfleiste und der Uniform genau erkennen -, ein Königlich Bayrischer Bahnhofsvorstand der 1844 gegründeten Königlich Bayrischen Staatseisenbahnen, erfuhr ich von diesem stattlichen Herrn, und die Frau Gemahlin lächelte mich während seiner mit Stolz vorgetragenen Ausführungen huldvoll an… 😉
… Schloss Schleißheim in all seinem Glanz und seiner Herrlichkeit. Genau genommen ist es der neue Prachtbau. Das alte Schloss – es entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts -, befindet nur wenige Meter weiter westlich und macht einen weitaus bescheideneren Eindruck. Das war dem Kurfürsten Max Emanuel seinerzeit natürlich nicht zupass. Er wollte Kaiser werden, und da musste man als Landesfürst klotzen, nicht kleckern…
… Eine gute Freundschaft ist überhaupt nicht davon abhängig, wie man aussieht, oder welcher Spezies man angehört… 😉
… Die beiden freundlichen Damen sind mir seit langem schon bekannt, sie sind regelmäßig zu Gast bei der historischen Reiter- und Kutschengala. Und obwohl das prächtige Kutschpferd einen sehr hoch gewölbten Hals hat, ist es weder ein Hackney (alte englische Kutschpferderasse) noch ein Hengst, sondern ein Friesen-Wallach…
… Und immer wieder mischten sich Teilnehmende in aufwändigen historischen Kostümen unter die neugierig Flanierenden, zumeist waren es Menschen gehobeneren Alters. Bei den Jungen scheint das Interesse an solchen Verkleidungen gering zu sein, bei ihnen ist die Darstellung von Manga- und Cosplay- und Science-Fiction-Wesen viel mehr angesagt…
… Unser Kini! 😀 Schon recht fesch und schmuck schaut er aus – obwohl die Proportionen irgendwie nicht stimmen. Denn in dem Alter, das der Darsteller wohl hat, war Ludwig II. ein Schwergewicht, das locker über 100 kg auf die Waage brachte. Und viel größer war er auch, mit 1,91 ist der „Märchenkönig“ schon ein ordentlich langer Lulatsch gewesen…
… Ihro Gnaden, der verschwenderische Kurfürst Max Emanuel, himself…
… Eine Portion Fotos von der Historischen Reiter- und Kutschengala wird es wohl noch geben… 😉
… Habt ein schönes und möglichst unbeschwertes Wochenend, ihr Lieben!…
… mutet mich jedesmal die Historische Reiter- und Kutschengala im Park des Schleißheimer Schlosses nahe München an. Nachdem es wohl in den Jahren zuvor Unstimmigkeiten zwischen den Organisatoren, den Sponsoren und der Bayrischen Schlösserverwaltung gegeben haben soll, fand diese Veranstaltung in diesem Herbst nach 2023 endlich wieder einmal statt. Mehr als zwei Dutzend alte, auf Hochglanz polierte Fuhrwerke, viele Reiter:innen auf rassigen Pferden und dazu noch jede Menge Liebhaber:innen längst vergangener Zeiten in historischen Kostümen tummelten sich am vergangenen Sonntag von den späten Morgenstunden bis weit in den Nachmittag in der zauberhaften Anlage zwischen dem kleinen Schlößchen Lustheim und dem großen Prachtbau, bestaunt und natürlich vielfach fotografiert von Tausenden Besucher:innen…
… Ich nahm diesmal eine andere Route nach Oberschleißheim, nicht mit der S-Bahn, und dann einen doch recht langen Fußweg entlang, sondern mit der U-Bahn bis Garching-Hochbrück und von dort aus mit dem Bus direkt zum Schlosspark, wobei ich eine Station früher ausstieg als ursprünglich geplant und meinen Rundgang beim kleinen Schlösschen Lustheim begann. Langsam schob ich meinen Rollator am etwa 1.300 Meter langen Kanal entlang, die Kamera natürlich stets griffbereit…
… Und ich musste natürlich gar nicht lange gehen, um mich an den ersten schönen Motiven zu erfreuen:…
… Ein sehr schmucker Vierspänner, und der rassige Jagdhund auf dem Kutschbock scheint aufzupassen, ob die Zwoag’haxerten auch die richtige Strecke nehmen… 😉
… Seit vielen Jahren schon ist dieses Gefährt mit einer Kombination aus zwei Eseln und zwei Mauleseln mein absoluter Favorit jeder Reiter- und Kutschengala… 🙂
… Auf einer Lichtung nahe des Schlosskanals steht schon alles bereit für ein feudales Picknick…
… Schloß Lustheim, erbaut im Jahr 1685, ein Hochzeitsgeschenk des bayrischen Kurfürsten Max Emanuel an seine erste Gemahlin Maria Anna von Österreich. Rauschende Feste sind früher hier gefeiert worden. Heutzutage befindet sich in den Räumen eine höchst beachtliche Porzellansammlung…
… Der Kurfürst Max Emanuel höchstselbigst macht mit zwei Vertrauten seines Hofstaats einen kleinen Spaziergang… 😉
… Jetzt geht’s zuerst zur Sonntagsmess‘, und dann ins Wirtshaus… 😉
… Und ich fürchte, da werde ich schon noch a paar Buidln (eher ziemlich viele 😉 ) von der Historischen Reiter- und Kutschengala zeigen…
Gefreut: Es hat wie immer viele kleine Freuden gegeben. Zum Beispiel, das es jetzt wieder frische Feigen und Äpfel gibt. Dass die Wassermelone Anfang letzter Woche so herrlich wie keine andere zuvor geschmeckt hat. Dass ich etliche liebenswürdige und freundliche Menschen getroffen habe. Über so manch rege und überwiegend fair verlaufenen, interessanten Diskussionen hier in Bloggershausen.
Große Freuden waren die friedliche Prüf-Demonstration am Samstag nahe der Münchner Uni und die Historische Reiter- und Kutschengala im Park von Schloss Schleißheim am Sonntag, auch wenn heuer bei weitem nicht so viele Teilnehmende anwesend waren als 2023.
Geärgert: Über die Reaktionen der Regierung und speziell unseres Zweite-Wahl-Kanzlers nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Gedacht: Trotz meines doch schon gehobenen Alters falle ich immer wieder auf die falschen Menschen rein…
Laut den neuesten Umfragen sind die Blaunen auch in Mecklenburg-Vorpommern leider die stärkste Partei, knapp eine Woche vor der Wahl, was mich sehr bedrückt. Aber ich empfinde durchaus Schadenfreude darüber, dass die „cdu“ knapp vor dem Rutsch unter die 5-%-Grenze ist. Vielleicht würde man ja dann endlich in Berlin ins Nach- und Umdenken kommen.
Gefragt: Und die Mitglieder unserer Regierung haben den doch so lauten Schuss immer noch nicht gehört und immer noch nicht begriffen? Auf welchem Planeten leben die denn?
Gewundert: Wie es möglich sein kann, dass an sich doch vernunftbegabte Menschen höchst begeistert sind vom verqueren und verstrahlten Schwurbeln über die „wahren Hintergründe“ der Wahl von Sachsen-Anhalt und dem völlig realitätsfernen Verharmlosen der Blaunen. Als wären sie gehirngewaschen.
Gelitten: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt war ich zwei Tage lang gesundheitlich vor Schock ziemlich durch den Wind.
Genervt: Seit dem neuesten Windoof-Update erhalte ich immer wieder die Meldung, dass Windoof-Sicherheit deaktiviert sei. Und wenn ich dann nachschaue, stelle ich jedesmal fest, dass da alles reibungslos läuft.
Gewesen: Im Viertel unterwegs, im nahen Alten Nördlichen Friedhof, endlich mal wieder dort eine ausgiebige Runde drehen, auf der Leopoldstraße, ein wenig einkaufen, auf der Ludwigstraße, ein wenig demonstrieren, und im Schleißheimer Schlosspark, ein wenig lustwandeln und ein wenig fotografieren. 😉
Getroffen: Viele freundliche, schöne, interessante und hilfsbereite Menschen und viele bezaubernde Vierbeiner.
Und unseren Märchenkönig, DER Kini aller Kinis, Ludwig II. von Bayern. Er hat mir huldvoll zugewunken, das Highlight eines schönen Tages. 😉
Gesucht: Ausnahmsweise mal nichts.
Gefunden: Nichts.
Gegessen: Einen Pflaumenauflauf, der vor einer Weile, als ich ihn das erste Mal genau nach Rezept zubereitete, zwar gut aber etwas leer schmeckte. Letzte Woche habe ich dann das Rezept mit Zimt, einer Prise Kardamon und einem wönzigen Schlock Rum aufgepeppt – und siehe da, das Ergebnis war sensationell – ich sollte mich vielleicht fürs Große Backen bewerben… Ansonsten gab es unter anderem Spaghetti mit Tomatensoß, Hackbraten mit Kartoffeln und Maiskolben, Bratwürst mit Kartoffeln und Erbsen, Kartoffelgratin, einen Strammen Max mit 2 Spiegeleiern, Müsli, Salate, Melonen und viel anderes Obst und Gemüse.
Getrunken: Wasser, Tee, Orangensaft und zum Beruhigen nach der Sachsen-Anhalt-Wahl meinen Lieblingslongdrink: 4 cl Latschenkiefersirup, 4 cl Gin, aufgefüllt mit Sprudelwasser. Und am Dienstag Abend einen doppelten Kirschgeist, denn einiges ist nur mehr angesäuselt zu ertragen.
Genascht: Dunkle Schokolade mit Orangenmarzipan. Eine höchst delikate Nervennahrung!
Gelacht: Ja. Ich hatte sogar einen sehr heftigen Lachanfall.
Geweint: Lachtränen.
Gehört: Die Ansprache des Schirmherrn der Historischen Reiter- und Kutschengala von Schloss Schleißheim, Hubert Aiwanger, bayrischer Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister (und Bayerns größter Bierzelt-Schreihals). Du meine Güte, was war das für ein armseliges, konfuses, verdrehtes Geschwafel! Ich war einige Male ganz nah dran zu rufen: „Hubsi, was ham’s da denn heut für Drogen in dein Opfesoft neikippt!“, konnte mich aber grade noch beherrschen. Nicht verkneifen konnte ich mir allerdings einige Male ein lautes Hohngelächter, was mir ringsum böse Blicke einbrachte.
Gesehen:
Und natürlich wieder so einige RoadTrips, vor allem spannende Touren durch die grandiose Alpenwelt der Schweiz, Frankreichs und Italiens.
Gelesen: Viele Blogbeiträge über die Wahl in Sachsen-Anhalt, davon etliche wirklich gut fundierte und fein geschriebene, die mir Wissenswertes und auch interessante neue Einsichten beschert haben. Manche Mitblogger:innen, die politisch engagiert sind, können es, was Ausdruckskraft und Wissen anbelangt, meiner Meinung nach durchaus mit Profi-Journalist:innen aufnehmen. – Besonders negativ ist mir der Post einer deutschen Künstlerin aufgefallen, die im Ausland lebt. In epischer Breite wurde versucht darzulegen, warum die AfD völlig harmlos sei. Das Geschreibsel war gequirlte Scheiße hoch Zehn. Meine Gefühle rangierten beim Lesen zwischen purem Entsetzen, angeekelter Faszination, und ungläubigem Staunen, und am Schluss hatte ich angesichts dieses höchst grotesken Schwachfugs einen lang andauernden Lachanfall. Nachdem ich mir die Lachtränen aus dem Gesicht gewischt hatte, kredenzte ich mir ein großes Stamperl Schnaps, das hatte ich jetzt dringendst nötig.
Immer noch „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery, übersetzt von Heide Sommer. Das ist ein sehr wohltuendes Buch, eine interessante und bewegende Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, Tagebuch und Autobiographie. Schon wenige Absätze lassen mich das Ungemach ringsum völlig vergessen, ich tauche ein in eine bislang unbekannte Welt mit einer faszinierenden, auf eine uns oft so fremd wirkenden Form hoher Intelligenz.
Gelernt: Ein vierjähriger Hengst der englischen Rasse Shire Horse ist mit 1,99 Metern Stockmaß (gemessen wird mit einem stockähnlichen Längenmaß vom Boden bis zum Widerrist des Pferdes) das derzeit größte Pferd der Welt. Und es könnten durchaus noch ein paar Zentimeter Höhe dazu kommen, denn Shire Horses sind erst mit acht, neun Jahren völlig ausgewachsen.
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Nur das Übliche im Haushalt.
Geschlafen: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt sehr schlecht und unruhig.
Geträumt: Wie stets bunt und lebhaft.
Geplant: Gleich kommt die Frau R., um meine Bude auf Vordermann zu bringen, und da werden wir wieder viel Spaß haben. Dienstag werde ich eine Runde über den kleinen Bauernmarkt drehen. Und am Mittwoch muss ich in aller Frühe zu einer sieben Jahre lang hinaus gezögerten Kontrolluntersuchung ins FBI – Friedrich-Baur-Institut für Muskelerkrankungen. 😉 Am 17. September findet eine Demo des VdK zum Thema soziale Ungerechtigkeit und die Schwächen der Gesundheits“reform“ statt. Und dann werde ich ganz, ganz feste alle Daumen für die Wahlen in Berlin und Meck-Pomm drücken.
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Ich wünsche euch eine gute und möglichst stressfreie neue Woche, habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund.
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