Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Prachtvolles Wien (4)…

… Irgendwann am frühen Abend landete ich vor dem stattlichen Koloss der Wiener Staatsoper. Eigentlich war ich ja nach diesem langen Tag – ich Langschläferin hatte bereits um fünf Uhr morgens aufstehen müssen, um beizeiten am Münchner Hauptbahnhof zu sein! – schon ein wenig mürbe, aber Wissbegierde und Entdeckerlust trieben mich noch immer weiter. So bestaunte ich den schönen Musentempel, wobei mir nebenbei wieder einmal einige Erinnerungen an die gute alte Zeit in der Münchner Staatsoper in den Sinn kamen, und machte mich dann auf den Weg entlang der Kärtner Straße Richtung Stephansdom. „Und dort nehmen wir dann aber die nächste U-Bahn zum Westbahnhof!“, maulten meine schon etwas strapazierten alten Knochen…

… In der Kärntner Straße reiht sich, so wie im Graben und den umliegenden Seitenstraßen auch, ein Ein-Euro-Laden an den nächsten – das ist ironisch gemeint. Sämtliche Stadtzentren weltweit scheinen seit etlichen Jahren schon in den Händen der stets gleichen Nobelmarken zu sein. Leider. Denn da geht so viel liebenswerte und charmante und interessante Individualität verloren…

… Die angrenzende Philharmoniker Straße wird beherrscht von einem der berühmtesten Hotels der Welt: dem Sacher. Einen Tag vor meiner Reise hatte ich noch auf der Website dieses gediegenen Etablissements gestöbert: Nicht nur die legendäre Torte ist mit einem Preis von 8,90 Euro pro Stück atemberaubend teuer, für ein Einzelzimmer müsste ich pro Nacht ca. 560 Euronen hinblättern. Nein, danke. Vielleicht gewinne ich ja mal viel Geld im Lotto, dann eventuell… Trotz des exorbitanten Preises für ein Stückerl Sachertorte standen am Einlass zum Cafè die Besucher:Innen Schlange bis hinaus auf die Straße. Ich überlegte kurz, ob ich die Leut‘ darüber informieren sollte, dass nur wenige Schritte entfernt das gleiche Gebäck für die Hälfte Geld angeboten wird, unterließ es aber wohlweislich…

… Das schönste in der Kärtner Straße war für mich ein riesiges Wandgemälde über den Arkaden eines Nobel-Shopping-Tempels…

… Am Stephansplatz erhebt sich schräg gegenüber des Doms das Haas Haus, der zweite Neubau dieses Anwesens seit der ursprünglichen Errichtung des Firmensitzes und Warenhauses der Wiener Teppichmanufaktur Philipp Haas & Söhne im Stil des Historismus in den Jahren 1866/67. Nach der Zerstörung des stattlichen Gebäudes in den Wirren des Zweiten Weltkriegs folgte im Jahr 1953 ein sehr schlichter Neubau, der in der Bevölkerung viele Jahre lang für viel Unmut sorgte, und 1985 abgerissen wurde. 1990 wurde das jetzige Bauwerk eröffnet, das für eine geraume Weile die Gemüter noch viel, viel mehr erhitzte. Es bildet zur prachtvollen und gediegenen Architektur des Stephansplatzes und des Grabens schon einen ausgesprochen harten Kontrast. Bei meiner ausführlichen Betrachtung war ich hin- und hergerissen. Ich bin halt doch sehr alten Bauweisen zugeneigt. Aber die Spiegelungen im gläsernen Erker hatten es mir durchaus angetan…

… … Die von der Wiener Künstlerin Billie Thanner am Südturm des Steffls errichtete Himmelsleiter aus Neonröhren, die seit Ostern 2021 jede Nacht erleuchtet, und den Auf- und Abstieg zwischen Himmel und Erde sowie die Tugenden symbolisiert, fesselte meine Blicke ein Weilchen, bevor ich mich in den Untergrund begab, und mich von der U-Bahn in Richtung Westbahnhof transportieren ließ…

 

… Dort angelangt waren es nur mehr wenige Minuten mit der Trambahn, und eine ganz kurze Strecke zu Fuß, bis ich am Hotel B&B Stadthalle Wien angelangt war. Nur wenig später streckte ich mich wohlig seufzend und frisch geduscht im komfortablen Bettchen aus, und es dauerte nicht lange, bis erholsamer Schlaf mir die Lider schwer machte…

… Was ich am zweiten Tag in Wien alles gesehen und erlebt habe, erzähle und zeige ich euch demnächst… 😉

… Habt einen schönen Wochenteiler, ihr Lieben… 🙂


4 Antworten zu “Prachtvolles Wien (4)…”

  1. Wui, da bist du ja an Montag noch ganz schön herumgekommen. Und der Blog neu ausgemalt, hübsch! Meiner hat auch einen neuen Hintergrund bekommen.

Ich freue mich über eure Kommentare! Also haut in die Tasten, ihr Lieben!

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