Marthas Momente-Sammlung

Glück ist die Summe schöner Momente

Prachtvolles Wien (2)…

… Der Herr Litfaß selig würde sich bestimmt freuen, dass es in Wien in unseren ach so „hochmodernen Zeiten“ immer noch dermaßen wohlgestaltete und ansehnliche Exemplare seiner genialen Erfindung gibt…

… Hydrant auf Partner:In-Suche?…  😉

 

… Zwei kulinarische Dinge hatte ich mir im Vorfeld meiner Reise ganz fest vorgenommen: Ein richtiges Wiener Schnitzel zu verspeisen. Und ein Stück Sachertorte mit Schlagobers, wie in Österreich die Schlagsahne genannt wird. Ersteres ließ sich in einem netten kleinen Wirtshaus in einer Seitengasse ganz leicht bewerkstelligen. Vom meinem zweiten Vorhaben hatte ich allerdings in der Zwischenzeit Abstand genommen, als ich im WWW gelesen hatte, dass man im Café Sacher für ein nicht gerade üppiges Kuchenstück fast neun Euro hinblättern müsse…

… Gut gestärkt setzten wir unseren Weg fort, nun wieder Richtung Stephansplatz. – Er ist immer noch omnipräsent, der Kaiser Franz Joseph I., sein Konterfei zierte in der Schaufensterauslage einer Schusterei einen Schuhlöffel – wenn das Teil erschwinglich gewesen wäre, dann hätte ich es aus lauter Jux und Dollerei erstanden…  😉

… Im Café Aida, in einem ganz wundervollen Jugendstilhaus am Stephansplatz gelegen, kam ich überraschenderweise dann doch zu meinem Stückerl Sachertorte mit Schlag. Man versicherte mir, dass Rezept und Qualität sich in keinster Weise vom Original unterscheiden würden, ich schenkte den Versicherungen gerne Glauben, und wurde in keinster Weise enttäuscht. Die Kaffeekarte wartete mit einer Vielzahl Spezialitäten auf, wobei ich verrücktes Huhn natürlich bei etwas recht Ausgefallenen hängen blieb: Ein Überstürzter Neumann. Es handelt sich dabei um einen starken großen Mocca, der von der Bedienung über einen kleinen „Sahnegletscher“ in einer leeren Kaffeetasse gegossen wird. Benannt wurde dieses Heissgetränk nach einem Stammgast im altehrwürdigen Wiener Café Landtmann. Würde ich jederzeit wieder trinken, obwohl ich an sich kein großer Kaffeefan bin…  😉

… Beim nächsten Wien-Besuch werde ich mittags kein Schnitzel, und danach keine Sachertorte essen, denn ich würde schon ganz gerne ausprobieren, ob es beim Stand Ecke Graben/Seilerstraße tatsächlich goldene Würstln gibt…  😉

… Im Graben – einfach nur schön…

… Ein paar Schritte vom Graben entfernt, in der Dorotheergasse, befindet sich eines der berühmtesten Kaffeehäuser Wiens: Das Künstler- und Literaten-Café Hawelka, nunmehr seit drei Generationen in Familienbesitz. Die Geschichte liest sich spannend und ergreifend, und ist hier zu finden. Ich muss zugeben, bei meinem Kurzbesuch war ich ein bisserl enttäuscht, ich hatte mir ein weitaus geräumigeres Lokal vorgestellt. Aber Ruhm ist zum Glück häufig von der Größe unabhängig…

… Wir hatten die üppig und prachtvoll gestaltete Pestsäule erreicht, und wandten uns Richtung Hofburg. Und davon erzähle und zeige ich euch ein andermal. Habt einen schönen Sonntag, ihr Lieben!…


26 Antworten zu “Prachtvolles Wien (2)…”

  1. Wobei ich unsere Schnitzel nicht so gern mochte weil die Panier nicht knusprig war, aber ich bin halt eine Anhängerin der herausgebacken-Fraktion. Schön deine Bilder, die barocke Pracht kommt so richtig gut heraus.
    Liebe Grüße nach München🌹

  2. Vielen lieben Dank, dass ich dich mal wieder auf einer Reise begleiten darf. Es ist Sonntag, schon wieder viel zu warm draußen, ich hab schlimme Kopfschmerzen, also sag ich mir „was solls, ich bleib einfach noch ein bisschen im Bett, das Katertier liegt an meinen Füßen, und ich geh auf virtuelle Reise“. Außerdem hab ich Urlaub und da ich nicht wegfahre, lasse ich mich nach Wien mitnehmen. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile und wünsche dir einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße aus dem hohen Norden

  3. Liebe Martha, solltest Du bei Deinem nächsten Wien-Besuch lieber sitzend als stehend essen und Du bist zufälligerweise wieder in der Innenstadt, dann lege ich Dir Reinthaler’s Beisl, das sich neben dem Hawelka befindet, ans Herz.

    Die Fotos sind schön geworden. In Wien ist vieles zeitgemäß stehengeblieben und eine gewisse Sehnsucht nach der Kaiserzeit lässt sich nicht verbergen…

  4. Mich interessiert, ob dir das Wiener Schnitzel gut geschmeckt hat. Ich habe nämlich mal ein Wiener Schnitzel gegessen, wo ich meinte, dass es nichts besonderes ist, außer der üppigen Panade und dem dünnen Fleischstück.
    LG ❤️

  5. Bin mal wieder total begeistert von deinem Foto reicht! War das letzte mal 40 Jahren mit meiner Tochter zur Aufführung von Cats für 3 Tage dort. Wird höchste Zeit…… 💕

  6. Du hast eine Menge gesehen und auch gekostet. Das freut mich für dich, dass du diese wunderbare Stadt besuchen konntest. Es wird dir in Erinnerung bleiben, denn du hast deine Fotos und eine feine Beschreibung im Blog.
    Es ist zwar kein Frühling mehr, aber mir fällt gerade ein, dass ich als Kind öfter das Lied „Im Brater, da blühen die Bäume“ gesungen habe. Wo ich das aufgeschnappt hatte, weiß ich allerdings nicht. Meinen Opa hat es jedenfalls sehr amüsiert.
    Liebe Grüße, und auf die Pestsäule bin ich gespannt.

    • Mir ging auf der Heimfahrt am Dienstag andauernd das Lied „Wien, Wien, nur du allein…“ durch den Kopf. 😉
      Die Pestsäule ist auf den letzten beiden Säulen zu sehen, ein ungemein üppig gestaltetes „Barockmonster“. 😉
      Liebe Grüße!

Ich freue mich über eure Kommentare! Also haut in die Tasten, ihr Lieben!

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