10 Kommentare zu “Macht euch die Erde untertan

  1. Ich habe deinen Bericht mit Spannung gelesen. Mit Griechisch und Hebräisch (kann ich auch nicht) kämen wir dem Originaltext der Bibel vielleicht näher, aber wir Menschen haben uns doch als die Krone der Schöpfung die Krone aufgesetzt, ohne bisher danach zu handeln. Die Auswüchse sehen wir heute deutlicher denn je. Vielleicht unterscheidet uns die Fähigkeit des Denkens von unseren Mitgeschöpfen, aber solange das keine Handlungen zur Folge hat, sind uns unsere Mitgeschöpfe, wie du das ja auch beschreibst, vielfach im Vorteil.

    „Macht euch die Erde untertan“ bedeutet in letzter Konsequenz für mich – Sorgt aber auch dafür, dass es allen Geschöpfen gut geht und das geht über den Menschen, der letztendlich nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe ist, weit hinaus.

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  2. Mein Religionslehrer, ein katholischer Priester, hat mir beigebracht, dass die Bibel geschrieben wurde, um bestimmte zur Zeit des Schreibens vorherrschende Glaubensgrundsaetze zu festzuschreiben, und so sehe ich dieses Zitat, „Macht euch die Erde untertan“, als eine nachtraegliche Rechtfertigung der menschlichen Dominanz an.

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    • Mir hat mal eine theologisch auch recht bewanderte Person gesagt, dass das Alte Testament eigentlich nichts weiter sei als die Ratschläge Moses an sein Volk, wie es sich in der Fremde und in der Wüste zu verhalten habe. Und das Neue Testament würde vor teils gewollten teils versehentlichen Übersetzungsfehlern nur so strotzen.

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      • So aehnlich habe ich es auch gelernt. Mein Religionsunterricht, 9 Jahre bei einem Dr. Theol. & Phil., hat mir uebrigens sehr gefallen und hat mir viel gebracht, mich aber nicht unbedingt zum glaeubigen Katholiken gemacht – eher ds Gegenteil.
        Das mit Uebersetzungen und Uebersetzungsfehlern ist ein echtes Problem. Ob letztere Absicht sind, das weiss ich nicht. Aber jede Uebersetzung ist gleichzeitig auch Interpretation, also mit Vorsicht zu geniessen.

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        • Ich hatte Religionsunterricht bei unserem Dorfpfarrer, der gerne Wasser predigte und Wein trank, wie ich im Nachhinein herausgefunden hatte – Gerüchten zufolge soll er mehrere Kuckuckskinder im Ort gezeugt haben. 😉 Und bei streng katholischen Klosterschwestern. Erst als ich mich in München davon lösen konnte, habe ich mich vom christlichen Glauben befreien können.

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