17 Kommentare zu “Niemals vergessen…

  1. Ich habe sehr viel über das Konzentrationslager Auschwitz gelesen und im TV gesehen , begreifen konnte ich diesen Wahnsinn nur schwer. Wobei es mich immer wieder beschäftigt hat . Ich bin in einer Zeit geboren, die nach der Macht des braunen Mob lag. Im Elterhaus wurde wahrscheinlich aus Scham nur wenig über dieses Thema gesprochen. Daher wollte und musste ich diesen Ost unbedingt besuchen . Auf unserer Reise nach Krakau, war das heutige Oswiecin ( Auschwitz) ein festes Ziel unserer Polenreise. Schon beim betreten der heutigen Gedenkstätte, überkommt dich ein Gefühl, das nur sehr schwer zu beschreiben ist . All diese Bilder von denen ich schon einige gesehen habe, geben dort an dieser Stelle des deutsch Verbrechens einen ganz anderen Ausdruck . Es treibt dir die Tränen in die Augen . So etwa darf nie wieder passieren . Daher gehört dieses Gedankengut der Braunen, auch in kein deutsche Regierungshaus weder im Land noch im Bundestag. Unterstützer der AfD sollten Auschwitz mal besuchen , vielleicht können sind dann verstehen, dass die Leugner solcher Taten nie wieder eine Macht bekommen dürfen.

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    • Leider benehmen sich die Anhänger oft so dermaßen daneben, dass sie in einigen Gedenkstätten bereits Hausverbot haben. Ich fürchte, selbst Besuche in Auschwitz würden nichts ausrichten, wobei mir völlig schleierhaft ist, wie einen das unberührt lassen kann. Wir waren letztes Jahr dort . Auschwitz ist nochmal anders als Buchenwald, Sachsenhausen oder andere Gedenkstätten, die ich besucht habe. Es zeigt das Ausmaß der Verbrechen am eindrucksvollsten

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        • Ich glaube, das Gefühl überkommt jeden halbwegs menschlich tickenden Menschen. Und hat Auschwitz sehr ergriffen, trotz früherer Besuche in Neuengamme, Buchenwald und Sachsenhausen. Die Verhöhnung der Opfer durch die AfD und ihrer Anhänger ist schier unerträglich

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  2. Danke Margot.

    Ich finde es wichtig, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen – an solchen Gedenktagen wie heute – aber auch sonst, wenn immer es angezeigt scheint.
    Und ich finde, Unser Bundespräsident hat das wirklich gut gemacht mit seiner Rede, die in Bloggersdorf leider auf viel zu wenig Echo stösst.

    Um so besser, dass Du sie hier nochmal verlinkt hast.

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  3. Heute morgen fand ich das Zitat von Max Mannheimer in der Instagram Story meiner einundzwanzigjährigen Tochter. Mit einem Bild des Eingangstores des Vernichtungslagers. Dann schrieb sie mir, dass sie heute das Lager besichen wird. Sie ist auf einer Städtetour von Kopenhagen über Amsterdam, Delft, Berlin und jetzt in Krakau.
    Ich bin so glücklich, dass meine Tochter sich mit dem Thema befasst, keine Schuld empfindet, da sie das Grausame nicht zu verantworten hat, aber die Verantwortung ernst nimmt, alles zu tun, dass es nicht wieder geschieht.

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  4. Ich bin auch nach dieser Zeit geboren worden, aber es wurde bei uns zu Hause darüber gesprochen. „Das habe ich nicht gewusst“, hat man in meiner Wohngegend immer wieder gehört. Es war eine Lüge. Was auf dem Ettersberg bei Weimar passierte, hat sich rumgesprochen. In meiner Gegend mit den vielen Brikettfabriken, Teerverarbeitungen, Rüstungsbetrieben (der gesammte Maschinen- und Werkzeugbau war darauf ausgerichtet) gab es viele Außenlager. Kurz vor Kriegsende wurden die Inhaftierten auf „Todesmärsche“ geschickt. Auch das war nicht zu übersehen.
    Ich möchte nicht, dass wieder weggeschaut oder verharmlost wird.

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    • Vom KZ in Dachau etwas nördlich von München hat man auch gewusst, obwohl auch nach dem Krieg vollmundig beschworen wurde: „Wir hatten keine Ahnung davon!“ Im Gegenteil, die Dachauer BürgerInnen waren anfangs sogar stolz auf das Konzentrationslager. So pervers sich das liest, aber man erhoffte sich dadurch wirtschaftlichen Aufschwung. Erst nachdem beinahe täglich die Kolonnen ausgemergelter Häftlinge jeden Alters durch den Ort getrieben wurden, und klar wurde, was sich im KZ wirklich abspielte, änderte sich die Einstellung etwas. Es gab einige, die den Inhaftierten geholfen hatten. Die meisten allerdings schauten schlicht und ergreifend weg…
      Nein, ich möchte das auch nicht mehr. Auf gar keinem Fall.

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  5. Gut, dass diesmal der israelische Staatspräsident persönlich in Deutschland war. Ich ärgere mich bei unserer Gedenkstätte noch immer über das „eingebaute Cafe“, da kann man mir dies bei zusätzlicher Beschäftigung von beeinträchtigten Personen so „gut“ erklären, wie man nur will. Es war hier in Flossenbürg das ehem. „Offizierskasino“ mit Blick auf den Appellplatz. Auf diesem wurden mehrmals täglich Leute geschunden, und auch erschossen. Auf einen solchen Ausblick kann ich beim Besuch einer KZ-Gedenkstätte verzichten, würde keinen Bissen und keinen Schluck „hinunter bekommen“.. Sorry! LG Michael

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    • Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich würde in solch einer „Location“ auch nichts hinunter bekommen. Aber das ist halt wohl leider den heutigen Touris geschuldet, die glauben, zu verhungern und zu verdursten, wenn sich nicht alle fünf Meter eine gastronomische Einrichtung befindet… Weist man denn wenigstens in diesem Café auf dessen traurigen und beschämende Vergangenheit hin?

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