Auch Kartenspiele wie das im rebloggten Post erklärte Wattn, oder Schafkopfn, oder auch das rare, ausschließlich in meiner Heimat bekannte Biatn – jeder Spieler erhält drei Karten, und das Regelwerk ist für Laien höchst undurchschaubar 😉 – gehören zu den bayerischen Traditionen. Leider werden diese quasi immateriellen Kulturgüter in der sogenannten Postmoderne gar nicht mehr so recht gepflegt, die Jungen sind zumeist den elektronischen Spielereien zugetan. Und auch vielen WirtenInnen ist es mittlerweile ein Graus, wenn sich Kartenspieler in ihren Lokalitäten niederlassen, sie seien zu laut, dem Profit abträglich, würden nicht ins „Ambiente“ passen, und für wenig Verzehr viele Stunden lang die schönsten Plätze blockieren. In München ist in vielen Wirtschaften das Kartenspielen bereits untersagt bzw. kostet Gebühren, wie z. B. im benachbarten Schellingsalon, dessen Wirtsfamilie sich so sehr gerne rühmt, Traditionen zu pflegen und zu bewahren…