41 Kommentare zu “Ein uraltes Trauma „reloaded“…

  1. Liebe Margot,
    das ist mir hier bei dir noch nicht passiert. Du rührst mich heute zu Tränen. Das ist echt kein Spruch.

    Schon während du den Arzt beschreibst, dachte ich: Das klingt nach verliebt.
    Und so traurig es ist, dass diese Liebe (ich nenne sie bewusst so) wahrscheinlich nicht gelebt werden wird, so schön ist es auch, dass du so empfinden kannst. Immer noch und wieder mal.

    Und dann noch die andere, recht alte aber sehr schmerzhafte Verletzung, die wieder hoch kam.

    Das ist gerade keine leichte Zeit für dich. Ich wünsche dir, dass du die Kraft dafür aus dir selbst schöpfen kannst.

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    • Mir ging das so nahe, dass ich es einfach niederschreiben musste, liebe Iris…
      Heute denke ich, dass diese Verliebtheit irgendwie eine Flucht in eine Art Traumwelt war, damit ich die doch sehr unangenehme Realität ein wenig abfedern konnte…
      Ich versuche, sorgsam mit mir und meinen Kräften umzugehen. Ich hoffe, dass sie noch eine geraume Weile reichen werden…
      Ich danke dir, liebe Iris. ♥

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  2. Das war dann einfach zuviel auf ein Mal. Einmal die Diagnose, die Du dann noch so gerade „weggesteckt“ hast – aber dann die Tür, die zuschlägt zwischen Euch, und Du siehst durch die Milchglasscheibe schemenhaft den Mann verschwinden, der Dir noch Minuten vorher den Blick in seine schönen Augen gewährte, wo die Chemie gleich stimmte. Ich wünsche Dir, daß das Angebot mit dem Kurzurlaub nicht nur ein Schnack war und Du es wirklich annimmst, annehmen kannst. Ich wünsch Dir die Zuversicht und das Vertrauen, daß es zu der Reise kommt UND daß es einen Weg gibt, die Erkrankung wenigstens stark auszubremsen, besser noch zu stoppen. Sei und bleib behütet, Du Liebe! Lieben Gruß aus dem Pommerschen PlattLand vom grauen Wolf.

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    • Es gab in keiner der Türen Milchglasscheiben, lieber Wolfgang. Und nur Minuten vorher haben wir lässig miteinander gescherzt, nachdem er mir ganz knapp und offen die Diagnose mitgeteilt hatte. Die Tür fiel ins Schloss, eher sanft, es war kein Zuschlagen, hatte ein uraltes Trauma erwachen lassen, das ich längst schon verarbeitet geglaubt hatte…
      Die Reise ist mir nicht so wichtig. Ich warte jetzt auf die Bekanntgabe des Termins im Forschungsinstitut. Muskelerkrankungen gibt es in zahlreichen Variationen, obwohl sie sehr selten vorkommen, von relativ harmlos und langsam verlaufend bis hochgefährlich. Da bei mir manchmal des nachts schon der Schluckreflex aussetzt, muss ich viel Kraft aufbieten, um bei meiner Zuversicht und Hoffnung zu bleiben, denn das ist an sich ein sehr schlechtes Zeichen. Aber was auch kommen mag, ich werde versuchen, damit fertig zu werden.
      Ich grüße dich aus München!

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      • Es ist mir nicht leicht gefallen, diesen Text zu schreiben, Wolfgang. Zudem habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich ihn überhaupt öffentlich online stellen sollte. Und ich habe ihn mit einer guten Prise Herzblut verfasst – für Menschen, die ihn sorgfältig lesen, und davon berührt werden. Nicht für jene, die nur mal kurz zwischen Tür und Angel einen Blick darauf werfen. Denn so wirkt dein Kommentar auf mich.
        Ich schätze dich, und mag dich. Aber ich möchte dir hier und jetzt einen Rat geben: Kommentiere bitte nicht mehr, wenn du das, was ich geschrieben habe, nur mal so hastig überflogen hast. Ich bin ganz sicher, dass ich und meine Texte weitaus mehr wert sind als das.

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      • Ganz lieben Gruß zurück zu Dir, liebe Margot. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und trotz allem die Hoffnung und Zuversicht, daß sich doch eine Möglichkeit findet, das Geschehen zu bremsen, das Forschungsinstitut schon einen begehbaren Weg für Dich gefunden hat. Sei ganz lieb umärmelt vom grauen Wolf aus dem Land am Meer!

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        • Danke… Ich habe das, was mein guter alter Freund Captain James Tiberius Kirk vom Raumschiff „Enterprise“ zu sagen pflegte: „Die Chancen stehen schlecht, und die Lage ist sehr ernst? Das wird ein Spaß!“ zu meinem Wahlspruch erkoren 😉
          *Zurück-umärmel* ♥

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  3. Da läuft mir eine Gänsehaut über den Rücken. Der Text ist wahnsinnig gut geschrieben, liebe Margot – chapeau! Persönlich wünsche ich dir Hilfe aller Art und gib nicht auf! Du bist eine Kämpferin!

    Herzlich
    Anna-Lena

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  4. Ein so scheinbar kleines Erlebnis kann ein großer Trigger sein.
    Ich kann gut nachfühlen wie es dir dabei gegangen ist.

    Und ich finde es toll, wie schnell du das eigentliche Ereignis ausmachen konntest.

    Wie traurig und verzweifelt muss du dich damals gefühlt haben 😦
    Mit unserem „erwachsenen Kopf“ denkt man nicht selten, ist halb so wild, Kinder müssen da durch, aber dabei werden die Gefühle des kleinen Kindes völlig ignoriert.

    Ich drück dich mal ganz vorsichtig und tröste das kleine Kind von damals.

    PS: Exzentriker, ja, das Wort habe ich die Tage gesucht, als du von dem Arzt geschrieben hast, das scheint es auf den Punkt zu treffen.

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    • Na ja, es hat schon einige Tage gedauert, bis ich den Ursprung meiner entsetzlichen Stimmung ausgemacht hatte. 😉
      Selbstanalyse kann mitunter sehr schmerzhaft und unangenehm sein, hat aber schon auch seine Vorteile…
      Ich habe ganz großen Respekt vor diesem Menschen. Der lässt sich nicht verbiegen, sondern bleibt sich selber treu, auch wenn er sich dadurch Feinde macht.

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      • Einige Tage ist aber schon sehr schnell.
        Bei mir dauerte es früher Jahre, dann Monate, heute immer noch viele Wochen.
        Schmerzhaft ist es, aber es lohnt sich. Weglaufen kann man nicht, denke ich. Oder es würde einem noch kränker machen.

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  5. Wow! Gleich drucken lassen und publizieren. Fantastisch! Beim nächsten Arztgang nehme ich Sie mit. 😉 Wir haben hier ganz besondere Vertreter_innen dieser Spezies. 😉 Wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende! Michael

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    • Wird gemacht. 😉
      Ja, meine Hausärztin ist auch so eine ganz besondere Vertreterin der „Spezies“ Arzt. Wenn ich bei ihr in der Sprechstunde bin, und meine Beschwerden schildere, dann grinst sie immer. Ich komme mir da jedesmal sehr blöd vor, minderwertig, nicht ernst genommen.
      Ich wünsche Ihnen auch ein feines und ruhiges Wochenende!

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  6. Liebe Margot, die alten Traumen werden wir nur los, wenn sie hochkommen und wir uns mit ihnen auseinandersetzen. Von daher, so traurig und auch schön, dein Erlebnis war, es hat dich weitergebracht. Solchen Erlebnisse sind im Grunde Geschenke, die helfen ein Stück mehr Ganz zu werden. Alles liebe Karin

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