15 Kommentare zu “Nur mal so gerechnet…

  1. Ich glaube es ist die allgemeine Angst vor Veränderungen. Es geht uns gut, das soll so bleiben. Alles was außerhalb dieser Norm zu geraten scheint, macht den Menschen Angst. Wut und hochkochende, sowie unüberlegte Reaktionen sind fehl am Platz. Mein Rat an alle Chaoten … schaut in die Geschichtsbücher. Wollt ihr das? O.K. Dann macht weiter. Deshalb nennt man euch ja auch Chaoten.

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    • Der Blick in die Geschichtsbücher scheint bei aufrechtdeutschen Besorgtbürgern nicht sonderlich beliebt zu sein. Lieber beleidigt und verunglimpft und verspottet man andere, als sich mit den Fakten abzugeben, und die nötigen Lehren daraus zu ziehen.

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  2. Ich finde es richtig, was du schreibst. Andererseits habe ich leider selber oft erfahren, dass die angesprochenen Deutschtürken gar keine Lust haben, sich zu integrieren. Sie leben in einer eigenen Gemeinschaft und nehmen gar keine Rücksicht auf den Rest der Welt. Natürlich gilt das nicht für Alle, aber es sind leider viel zu viele, die sich gar nicht integrieren lassen wollen. Das erfahre ich leider auch in Österreich. Ein Beispiel: Wir treffen uns regelmäßig in unserem Wohnhaus, veranstalten Treffen, um das Zusammenleben besser zu gestalten. Die einzigen, die nie dabei sind, sind eben die Türken. Und noch viel Schlimmer: Eben die verursachen auch viele Schäden in unserem Haus. Ihre Kinder machen Schranken, Türen kaputt und beschimpfen die Leute und wir bezahlen für die Schäden. Das ist nicht in Ordnung. Ich möchte aber gleich betonen, dass ich nicht gegen Ausländer bin und schon gar nicht für Gewalt! Ich bin ja selber eine Ausländerin und lebe in einem fremden Land. Ich beachte aber alle Regeln, ich arbeite und verdiene mein Geld, bezahle Steuer und integriere mich. Trotzdem werde ich oft einfach als Ausländer gesehen und muss für diejenigen, die sich nicht integrieren, „bezahlen“, indem ich schief angeschaut oder vielleicht beschimpft werde. Das ist meine Sicht der Dinge. Da ich 11 Jahre in München gelebt habe und jetzt seit fast 8 Jahren in Wien lebe, glaube ich schon, dass ich genug gesehen habe. Das Lustige dabei ist, dass die türkische Bevölkerung in der Türkei, bzw. in Istanbul (woanders war ich ja nicht) ganz modern und offen ist (oder war). Also liegt es nicht generell an der Nationalität, es gibt nur bestimmte „Gruppen“ von Menschen, die das falsche Bild vermitteln. Was sagst du dazu liebe freiedenkerin?

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    • Siehst du! Das ist eben das Pauschalieren, das feindselige Sich-abgrenzen gegenüber sogenannten „Ausländern“, das ich in meinem Post ja auch angesprochen habe! Du wirst mit anderen Nicht-Österreichern, die sich nicht integrieren wollen – ja, die gibt es durchaus, da gebe ich dir völlig recht – in einen Topf geworfen. Und sie nimmt nachweislich europaweit zu, diese oftmals feindselige Haltung sogenannten Fremden gegenüber. Mir kommt das oft so vor wie eine Horde Rinder, die sich zusammenrotten, drohend die Hörner senken, schnauben und mit den Klauen scharren, sobald ein Tier aus einer anderen Herde in ihre Koppel tritt. Und ja, es sind Gruppen mit ihrer jeweils ganz eigenen Dynamik. Hier im Haus sind es Studenten/innen, die mit Kritzeleien den Aufzug verschandeln, ihren Müll nicht richtig entsorgen, nachts lärmend durchs Haus jagen, und ziemlich unverschämt reagieren, wenn man sie darauf anspricht. 😉
      Aufgrund des Verhaltens einer Gruppe ein ganzes Volk (oder alle Studenten/innen) über einen Kamm zu scheren ist allerdings nicht richtig. Ich kenne aus meinen langen Jahren Arbeit in der Gastronomie sehr wohl Türken/innen, die man durchaus als gut integriert bezeichnen kann (und sehr brave Studenten/innen 😉 ). Ich denke, das liegt nebst der eigenen Persönlichkeit auch stets am familiären, religiösen, kulturellen Hintergrund der Betreffenden.
      Und ich denke, es liegt auch daran, dass viele Türken/innen sich von dem seit gut zehn Jahren schon statt findenden wirtschaftlichen Aufschwung ihres Herkunftslandes haben blenden lassen, dass ihnen, als sie „Ja!“ ankreuzten, viel mehr daran gelegen war, dass sich dieser Boom, der ja sehr geschickt Erdogan zugeschrieben wird, auch weiterhin fortsetzen wird, als an den politischen Konsequenzen, die das Referendum nun nach sich ziehen könnte.

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  3. Ja, da hast du sicher Recht! Das ist auch ein generelles Problem der heutigen Gesellschaft, dass man Vorurteile gegen ein bestimmtes Land hat und den einzelnen Menschen gar nicht mal kennenlernen möchte, wenn man schon mal weiß, dass er/sie aus eben dem Land stammt. Ich bin froh, dass ich nicht dazu gehöre und in erster Linie den Menschen sehe. Es ist aber auch leider so, dass man mit der Zeit auch irgendwie den Glauben daran verliert, dass man unter der bestimmten Gruppe von Menschen einen guten findet, wenn man jahrelang vergeblich danach gesucht hat. Schön, dass du die Erfahrung gemacht hast. lg & noch einen schönen Abend! bilere

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  4. Vielen Dank für dieses Posting! Mir scheint zudem das Problem zu sein, dass unsere lieben Politiks nicht deutlich genug sagen was möglich/ notwendig ist, und was nicht. Integration durchaus, das geschieht aber nicht von hier auf jetzt.Assimilation nicht, denn niemand muß meines Erachtens seine Herkunft und seine Tradition verleugnen. Es wird Personen mit anderer Hautfarbe und anderer Religion ja wirklich nicht leicht gemacht in Deutschland, schon gar nicht in Bayern. Da stellen sich scheinbar wirklich manche Leute einen Schweinebraten verzehrenden, Bier trinkenden Moslem als „best-integrierten Staatsbürger“ vor. So lange wir uns aber mit politischer Unterstützung auf „christlicher Neu-Evangelisierungstour“ befinden, wirds kaum besser werden. Leider! LG Michael

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    • Sehr gerne! 🙂 Die Deutschen gehen ehrlich gesagt nicht mit gutem Beispiel voran, was Integration in fremden Ländern anbelangt. Man sollte sich da als kleines Beispiel nur mal kurz vor Augen halten, wie sich eine erkleckliche Anzahl unserer Mitbürger/innen während ihres Urlaubs im Ausland aufzuführen pflegt. Ich kann das gar nicht mehr zählen, wie oft ich mich während meiner Reisen für meine Landsleute schon fremdschämen musste…
      Ich habe das vorhin in einem anderen Kommentar schon erwähnt: Wir gebärden uns häufig Auswärtigen gegenüber wie eine Horde Rinder, wenn eine fremde Kuh die Weide betritt – mit den Hörnern drohend, den Klauen scharrend und böse schnaubend. 😉
      Kommen Sie gut in die neue Woche!

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  5. Sprache und die sogenannten sozialen Netzwerke, das trieb mich heute auch um. Ich habe das Gefühl, dass manche es sehr genießen, verbal mal so richtig vom Leder ziehen zu können. Und das sind nicht ungehobelte Jugendliche. Wir haben eine so schöne Sprache, sie kann aber auch zur Hyäne werden.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Ich habe gestern irgendwo in Bloggershausen zum gleichen Thema kommentiert, quasi eine Kurzfassung dieses Posts mit den relevanten Zahlen. Da wurde ich sehr unschön von Jemandem angegangen, der ungemein gerne Großbuchstaben zu benutzen scheint, so wie ein aufrechtdeutscher Besorgtbürger das eben so macht. Dafür wurde er dann von der Administratorin des Blogs wegen seiner Sachlichkeit gelobt – ich dachte, ich lese nicht recht! 😯 Seitdem muss ich immer wieder darüber nachdenken. Ich werde den Verdacht nicht los, dass ich da gestern hinter der Maske eines bieder und brav einher kommenden Schafs das Zähnefletschen eines braunen Wolfes gesehen habe.
      Herzliche Grüße!

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