16 Kommentare zu “Gestern war…

  1. Ich finde in der letzten Zeit wird es immer deutlicher, dass der Holocaust sich jederzeit wiederholen kann. Die politischen Verhältnisse erinnern auch sehr an die Zeit davor. Und ja, eben weil Menschen die Geschichte immer vergessen, wiederholt sie sich immer wieder auf schreckliche Weise! Und ich habe das zuerst von (lieben) Menschen gelernt, die offen und ehrlich erzählt haben, dass sie von den Propagandareden begeistert waren und was Deutschland später für eine Schuld auf sich geladen hat, auch wenn sie selbst nichts (Böses) getan haben. Und sie haben sich ein Leben lang dafür eingesetzt und immer wieder gemahnt, dass sowas nie wieder passieren darf. Sie würden sich jetzt wohl manchmal im Grabe umdrehen, wenn sie wüssten, dass die Menschen schon wieder auf solche Sprüche reinfallen. 😓 Ich fühle mich auch nicht persönlich verantwortlich für das, was damals passiert ist. Aber mit dem Wissen darüber, verantwortlich dafür, alles zu tun, damit sich solche schrecklichen Taten nicht wiederholen. Das sind wir den Opfern schuldig!

    Gefällt 1 Person

    • Ich denke auch, dass wir allesamt verantwortlich dafür sind, dass sich so etwas wie das NS-Regime mit all seinen unfassbaren Greueltaten nie mehr wiederholen kann. Das sind wir den Opfern, den noch lebenden Nachfahren, und vor allem aber unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

      Gefällt 2 Personen

    • Die Zeitzeugen sterben aus, das ist das Tragische!… Wenn sich jemand, der das Grauen der Nazizeit am eigenen Leibe miterlebt hat, auf eine Bühne stellt und spricht: „Ich bin in Bergen-Belsen/Auschwitz/Dachau etc. gewesen, und nur knapp dem Tode entronnen, ich habe Familienmitglieder, Nachbarn, gute Freunde elendiglich krepieren sehen!“, dann wirkt das immer noch anders als wenn das aus zweiter Hand übermittelt wird.

      Gefällt mir

      • Ja, wenn es jemand erzählt, der dabei war und der vor einem sitzt, den man quasi anfassen kann, da hat es mehr Wirkung als wenn man es nur als Geschichtsstoff vermittelt bekommt.

        Traurig finde ich, dass sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern und alle Bekannten und Verwandten nicht ein einziges Wort über die damalige Zeit gesprochen haben.

        Gefällt mir

        • Mein Vater hat eigentlich nur wenig über die Kriegs- und Nachkriegsjahre erzählt. Mit den Geschichten meiner Mutter über das Elend des Zweiten Weltkriegs, die Vertreibung aus der Heimat, Not, Hunger, und über die Mühsal, schlicht und ergreifend in jenen Zeiten am Leben zu bleiben, sind wir aufgewachsen. Ich glaube, das hat mich in meiner Entwicklung zum „linksversifften Gutmenschen“, „Teddybärenwerfer“ und „Bahnhofsklatscher“ entscheidend mitgeprägt.

          Gefällt mir

  2. Es gibt zwar rechte Tendenzen, aber das sich der Holocaust wiederholt glaube ich nicht. Wir müssen jedoch sehr wachsam sein, das sich solche Greultaten nicht wiederholen. L.G.

    Gefällt mir

    • Oh, dafür würde ich ganz sicher nicht die Hand ins Feuer legen… Die Tendenzen nach Rechts gibt es ja nicht nur hier bei uns, sondern auch ringsum in Europa, siehe Frankreich. Sollte die LePen bei den französischen Wahlen gewinnen, dann wird hier der Ruck nach Rechtsextrem auch nicht mehr aufzuhalten sein…

      Gefällt mir

  3. Das ist wohl das Schlimme und ich sehe da durchaus wieder Tendenzen in diese Richtung: dass nicht bemerkt wird, was sich da tut und etabliert, dass die Wölfe im Schafspelz legal gewählt werden und dass es dann eines Tages zu spät ist. Insofern ist der Spruch ‚Wehret den Anfängen“ (dein Tag) aktueller denn je.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s