10 Kommentare zu “Es werden die Rufe laut…

  1. Guter Artikel. Aber wie stellst du dir eine politische Mitverantwortung vor? An die Wirksamkeit von Demos glaube ich schon lange nicht mehr. Man kann doch nur im Kleinen agieren, indem man versucht zu helfen, die Suppe auszulöffeln. Und glaub mir, wir haben wilde Demozeiten hinter uns und ich hätte nie gedacht, mich einmal so resigniert zu fühlen.
    Hier ist heute eine gute Zusammfassung. Ohnmacht und Versagen pur.
    http://m.welt.de/politik/deutschland/article148588383/Herbst-der-Kanzlerin-Geschichte-eines-Staatsversagens.html
    Liebgruß
    Ele

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    • Wahlbeteiligung nutzen? Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Demos, Kundgebungen, Petitionen, geballte Ladungen von Schreiben an Minister etc. Wirkung zeigen können… Wie gesagt, wir sollten uns alle kräftig mal an der eigenen Nase packen. Wir Bürger/innen haben die Dinge in diesem Land lange Zeit schleifen lassen und ein beispielloses Desinteresse an den Tag gelegt. Das rächt sich nun bitterlichst.
      Liebe Grüße!

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  2. Nein es hilft alles nichts, wir erleben es hier gerade im Ort, die Politiker wollen (haben) unser Krankenhaus schließen. 35.000 Einwohner ohne Krankenhaus, und die Argumente schreien zum Himmel. Ich kann das hier jetzt nicht zu detailliert alles schildern.

    Demonstrationen, Kundgebungen, Versammlungen Briefe an den Bischof (als kirchlicher Träger) an Politiker, eine Bürger Initiative, ein runder Tisch, nichts hat geholfen, das Krankenhaus ist zu, und wenn die Landesregierung weiter so stur bleibt wird das Krankenhaus in dieser Woche aus dem Bettenplan genommen, dann ist alles aus.
    Erst letzten Samstag ist die BI mit Bussen nach Münster gefahren um dort zu demonstrieren, es ist alles egal was wir machen.

    Die Verantwortlichen machen was sie wollen, wir können nicht, aber auch gar nichts dagegen tun.

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    • Bei der nächsten Wahl einen Denkzettel verpassen – die Möglichkeit habt ihr noch. Aber ich gehe jede Wette ein, dass Jene, die euch das jetzt antun, nach der kommenden Wahl wieder auf ihre Posten gewählt werden…
      Du kannst mich gerne verlinken, wann immer du willst, liebe Agnes.

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      • Dann muss ich bei der nächsten Wahl daheim bleiben, denn die haben alle „Dreck am Stecken“.
        Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) läßt uns im Regen stehen, Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU) und „Landesmutter“ Hannelore Kraft (SPD) hält sich dezent zurück von der kommt gar nichts.
        Aber das Thema ist zu kompakt als dass man es hier in einigen Worten erklären könnte, hier ist ein Bericht von vielen zu der Sache.
        Lediglich die Politiker unserer Stadt zeigen unendlichen Einsatz, aber sie kämpfen auf verlorenem Posten – leider.

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        • Ja – unbedingt, liebe Agnes… Die Gudrun hat in einem der letzten Kommentare auch noch ganz wunderbar dargelegt, was man außer zur Wahl gehen, Demonstrieren und Petitionen anregen bzw. zeichnen als demokratische/r Bürger/in sonst noch tun kann. Ich finde, das ist eine ganze Menge…
          Danke für den Link! Ich habe zwar grade ganz fürchterlich am Hugendubel-Wühltisch zugeschlagen, so dass ich eine riesige Ladung neuer Bücher nach Hause schleppen musste, den Bericht werde ich mir aber dennoch gerne aufmerksam durchlesen.

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  3. Oh ja, das sind die Themen, über die man reden sollte, miteinander. Ich fürchte nur, dass das gerade nicht möglich ist. Zu unterschiedlich sind die Befindlichkeiten und ganz Konservative möchten keine Bündnisse eingehen. Und der mit dem nicht und Orange nicht mit Hellblauen. Fein auseinanderdividiert, Teile und herrsche.
    Ich hatte mich mal mächtig in die Nesseln gesetzt, weil ich es nicht gut fand, dass deutsche Soldaten nach Afghanistan gingen. Und jetzt, nach einigen Jahren? Wie sieht es jetzt dort aus? Nein, ich bin schweigsam geworden. Eigentlich gefällt mir das nicht.
    Das Wahlrecht ist das eine, es gibt aber auch viele andere Gremien, in denen man sich einbringen kann. Die meisten aber schimpfen lieber, dass die da oben wieder mal alles nicht richtig gemacht haben.
    Weißt du, mein Oberbürgermeister hat Sprechstunden. Ich weiß nicht, wie viele da hin gehen, aber einige (nicht Wenige) schicken lieber Morddrohungen, Beleidigungen … Es sind halt besorgte Bürger, die nur Ängste haben, weil die da oben …
    Ein Wörtchen habe ich noch zum Schengen-Abkommen. Da wird eine Übereinkunft geschaffen, die Migranten gar keine legale Möglichkeit gibt, hier anzukommen. Fein für uns, denn so können wir unsere goldene Nase behalten. Die Probleme überlassen wir mal den anderen, spielen statt dessen den Biedermann.
    Ach, Mensch, eigentlich wollte ich mich nicht mehr äußern, aber jetzt stehe ich dir einfach mal bei.
    Gruß von der Gudrun

    PS: Mein Sohn sagte mir heute am Telefon, dass es beschämend sei, dass Gut-Mensch ein Schimpfwort ist. Ich finde, er hat Recht.

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    • Ich freue mich über deinen guten und so ausführlichen Kommentar, liebe Gudrun. Und ich möchte dir sehr dafür danken…
      „Gutmensch“, ja, und „Sozialromantiker“ – das sind seit einer Weile schon die „beliebtesten“ Schimpfwörter der „besorgten Bürger“ und „Asylkritiker“. Ich entgegne dann immer, dass für mich die Bezeichnung „Gutmensch“ eine ganz große Ehre ist, und ich tausendmal lieber ein Gutmensch als ein „besorgter Bürger“, „Asylkritiker“ oder „Pegidiot“ bin. 😉
      Ich bin übrigens von Anfang an strikt gegen einen Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan gewesen. Besonders link und abscheulich finde ich es ja, dass der Herr die Misere jetzt nicht einmal jenen Dolmetschern und Verbindungsleuten und deren Familien Asyl gewähren will, die in Afghanistan für uns Deutsche den A*** hingehalten und ihre Leben riskiert haben, und jetzt dort nicht mehr sicher sind, verfolgt werden und damit rechnen müssen, ermordet zu werden. Bäh, einfach nur widerlich!
      Da gibt es so Etliche, die es Mutti schwer anlasten, dass sie sich „einfach so“ über das Schengen-Abkommen hinweg gesetzt hat.
      Und ja, es gibt viele Möglichkeiten, sich in einer Demokratie aktiv einzubringen, und nicht nur das Wahlrecht. Aber es ist halt so viel einfacher, vom sicheren Stübchen aus anklagend den Zeigefinger gegen „die da oben“ zu schwingen und nach dem Eingreifen des Staates zu rufen (der ja letztendlich aus uns selber besteht)…

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