20 Kommentare zu “Seit einer Weile…

  1. Es ist Angst, den Lebensstandard, den man sich erarbeitet hat, nicht halten zu können. Jemand nimmt uns was weg, wir wollen haben und immer mehr. Die sogenannte Wirtschaft, die Märkte machen es uns doch vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob es auch tatsächlich so ist.

    Natürlich ist das schade und überhaupt nicht sozial – leider aber die Wirklichkeit.

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    • Seltsam, dass dann aber so gut wie niemand Angst hatte, als unsere Regierung den Banken zig Milliarden in den A… geblasen hatte. Hierzulande hat man erstaunlicherweise stets nur „Angst“ vor den Schwächeren, vor den Menschen, denen es noch dreckiger geht bzw. die von Heimatlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Kriegen etc. bedroht werden. Vor den Großen wird gekuscht, aber nicht aus Furcht, sondern aus Speichelleckerei. Der Deutsche hatte schon immer Schwierigkeiten mit der Stabilität seines Rückgrats vermeintlich Stärkeren gegenüber. Nach oben wird gekatzbuckelt, nach unten getreten…

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  2. Oh wie krass. Ich hätte gedacht die freuen sich, dass der Arbeitgeber das so macht. Nokia hat alle auf die Straße gesetzt damals. Jedenfalls ein dickes Kompliment an deinen Arbeitgeber!

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    • Nein, aber nein. Die meisten hatten wirklich Angst, dass jene Kollegen/innen, die ja nur für kurze Zeit bei uns unterkamen, ihnen den Job wegnehmen würden… Ich fand das auch sehr arbeitnehmerfreundlich, fürsorglich und überaus verantwortungsbewusst von der Firma, doch mit meiner Meinung stand ich ziemlich alleine da. 😉

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  3. Hochinteressant! Deine Geschichte macht mich nachdenklich: passiert sowas auch woanders, also nicht in Deutschland? Ist diese Angst typisch deutsch oder typisch Mensch? Mich erschreckt das. Aber zur Zeit erleben wir auch sehr viel Solidarität mit den „anderen“, den „Fremden“.

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    • Ich fürchte, das ist schon typisch deutsch, liebe Ulrike. Grade eben habe ich einen vor Weinerlichkeit und Angstbekundungen nur so triefenden Post auf FB gelesen, es ging natürlich wieder einmal um die „furchtbare Bedrohung unseres Landes durch die Flüchtlinge“, und mir dabei gedacht „Meine Fresse, was sind wir Deutschen doch für ein Volk von Jammerlappen, Angsthasen und Weicheiern geworden“.

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        • Viele Ausnahmen – bei all dem dürfen wir nie vergessen, dass der Anteil armer Menschen hier in Deutschland zusehends wächst… Doch seltsam – bei Demos gegen Hartz-IV, gegen Großbanken, Spekulanten, Konzerne wie Monsanto und gegen die umstrittenen Freihandelsabkommen sind seltsamerweise nie die „besorgten Bürger“ anwesend. Die verstecken sich bei solchen Aktionen, wo es gegen die Großen und nicht gegen noch Schwächere geht, stets tunlichst in ihren Löchern, um dann anschließend hervor zu kriechen und mit ausgestrecktem Zeigefinger zu schreien: „Da seht ihr’s wieder! Die Linksfaschisten und linksversifften Gutmenschen machen unser teutsches Land kaputt!“ – Manchmal kann ich gar nicht so viel essen, wie ich k…en könnte.

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    • Liebe Vivi, das hätte ich ja auch nachvollziehen können, wenn es dafür einen rationalen und logischen Grund gegeben hätte – aber dem war nicht so. Hätte jede/r Kollege/in nur ein Minütchen lang in Ruhe und mit Vernunft nachgedacht, dann wäre es jedem eingeleuchtet, dass da niemand um seinen Job hat bangen müssen.
      Herzliche Grüße! ♥

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  4. Das sind genau die Situationen, die mir manchmal die Luft zum Atmen nehmen. Sozialneid nennt man das wohl und damit kann ich so gar nicht umgehen. Und dafür habe ich so gar kein Verständnis.
    Manchmal habe ich das Gefühl, nur noch von besorgten Bürgern umgeben zu sein.
    Gruß von der Gudrun.

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    • Liebe Gudrun, ich sitze hier grad atemlos, weil ich seit gestern eine Diskussion via FB mit engen Verwandten führe, die sich als „besorgte Bürger“ und „Asylkritiker“ reinsten Wassers entpuppt haben…
      Herzliche Grüße!

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    • An der Aufklärung hat es ja nicht gemangelt, nur Stunden, nachdem das Ergebnis der Ausschreibung öffentlich gemacht worden ist, wussten wir alle davon… Die Firma ist sehr sozial. Ich habe im Mai nach zwei befristeten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen, obwohl da schon fest stand, dass ich an der Hüfte operiert werden muss und für Monate ausfallen werde.

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