3 Kommentare zu “Jetzt lernen Sie meine Oma kennen – und meine Meinung.

  1. Ein gigantisch guter Beitrag. Dank Twitter wird er gerade gut und weit verbreitet.
    Und ich überlege: Wer von uns „Alteinwohnern“ hat keine ausländischen Wurzeln und/oder Vorfahren, die fliehen mussten? Ich glaube, das sind nicht viele.
    Wenn jeder davon erzählte und wenn jeder dies kettenbriefartig weiter verbreitete. Eine große Welle des Erinnerns könnte enstehen …
    Darüber denke ich jetzt nach.
    Liebgruß
    Ele

    PS: Meine Oma wurde aus ihrer baltischen Heimat vertrieben und sie hat es nie nie nie bewältigt. Diesen Schmerz über die verlorene Heimat hat sie uns vererbt.
    Und darüber reden wir ja nicht mal heute. Es geht ja nicht nur darum, eine neue Heimat zu finden. Nein, es geht auch darum, dass man wurzellos geworden ist und der alten Heimat in den Nächten heiße Tränen hinterher weint.

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    • Mit einer Welle des Erinnerns wäre den Menschen, die jetzt hier um Hilfe und um neue Heimat ansuchen, weitaus besser gedient als mit jener unsäglichen Woge des Hasses, die vor allem die sozialen Netzwerke überflutet…
      Meine Eltern sind auch Flüchtlingskinder gewesen, und mein Bruder und ich sind mit ihren Erzählungen über die alte Heimat, über Flucht und Vertreibung groß geworden…
      Herzliche Grüße!

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