25 Kommentare zu “Nun gibt es doch noch…

  1. „Unser Weltbild wird geprägt von der Macht des Raumes zur Relativierung“ schrieb mein Sohn in einem, wie ich finde, sehr bemerkenswertenArtikel nach dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo. Er geht dort der Frage nach, warum dieser Anschlag uns näher ging als andere schreckliche Dinge in der Welt. Was nah ist, betrifft uns so viel mehr als das, was fern ist?

    „Was sind das also für Räume, die sich da auftun? Ist es wirklich Geographie?

    Nein, es sind Lebensräume, Sozial- und Kulturräume. Räume, die sich der Geographie kartesischer Koordinaten entziehen, und die unterstreichen, was moderne Sozialgeographen lehren: Räume werden gemacht, sie werden konstruiert und durch Handlung und Kommunikation reproduziert.“

    Der Tenor des Aufsatzes meines Sohnes in diesem Kontext ist allerdings auf die wachsende Angst vor dem Islamismus gerichtet. Dennoch treffen einige Aussagen sicher auch auf die Betroffenheit nach dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen zu. Es ist einfach Fakt, dass uns manche Tragödien näher gehen als andere. Zum Teil, weil, wie bei dem Absturz eigene Ängste mitschwingen.

    Sollte Dich der ganze Artikel interessieren, hier der Link:http://jmvolckmann.de/blog/je-suis-charlie-doppelte-ohnmacht-und-die-relativitat-des-raumes/

    Liebe Grüße,
    Elvira

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    • Ich danke dir vielmals für den Link, liebe Elvira, und deinen Kommentar hier. Ich habe dich aus dem Spam geholt, WordPress scheint zur Zeit sehr fleißig damit zugange zu sein, gute und „harmlose“ Äußerungen von Mitbloggern/innen dort hinein zu verschieben. 😉
      Die Pariser Attentate sind auch so ein Internet-Kapitel für sich. Nie werde ich das Grausen vergessen, das mich gepackt hatte, als ich auf die entsetzlichen und höchst pietätlosen Verschwörungstheorien stieß, die bald nach den Anschlägen im WWW kursierten! Am furchtbarsten fand ich die völlig von jeglichem Anstand und Mitgefühl befreiten Diskussionen, ob der Polizist denn nun „in echt“ erschossen worden sei, und dazu immer wieder jene kurze und höchst unscharfe Handy-Aufnahme von dessen Hinrichtung durch die beiden Attentäter. Wenn ich die Mutter dieses Mannes gewesen wäre, dann hätte ich angesichts dessen wahrscheinlich den Verstand verloren…
      Liebe Grüße!

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  2. Wir sind alle freidenkende Menschen…
    Mir wird übel, wenn ich den Klatsch verschiedener Mitmenschen hören muss, die nach dem Thema Flugkatastrohe sofort weiter darüber diskutieren, was sie am letzten Tatort nicht verstanden…
    Ich glaube auch, dass die eigene Meinung vertreten werden kann, ohne anders denkende „dummdreist“ zu benennen.

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  3. Was ich ganz vergessen habe, dir zu schreiben … ich habe deinen Beitrag gelesen, nachdem du ihn gelöscht hattest. Er war in meinem Feedreader in voller Länge. Da sollte WP mal dran arbeiten, dass so etwas nicht möglich ist.

    Ansonsten: ich muss mir auch manchmal sagen, dass es MEIN Blog ist und wem etwas nicht passt, der braucht nicht zu lesen. Es passiert natürlich leicht, dass man mit ‚erster Wut im Bauch‘ etwas schreibt, was sich nachher ein wenig relativiert oder was man milder ausdrücken würde.

    Ansonsten ist und bleibt es so, dass man jedem Menschen seine Trauer oder auch sein Engagement lassen muss ohne das zu werten. Sonst dürfte man ja auch nicht mehr um sein totes Meerschweinchen weinen oder sich im Tierschutz engagieren, wo es doch so viel Schlimmeres und Wichtigeres gibt. Ich glaube, jede Trauer und jedes Engagement hat ihre/seine Berechtigung.

    Liebe Grüße,
    Ingrid

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    • Der Feedreader ist meiner Meinung nach seit Jahren schon WP’s größtes Problem. Vor ca. 4 Jahren habe ich z. B. einen passwortgeschützten Beitrag online gestellt, und der ist auch für jedermann in voller Länge zu lesen gewesen, das hat damals einen Riesenwirbel gegeben… :mrgreen:
      Eine Mitbloggerin hatte mich gestern aufgerüttelt, sie fragte, ob es mein Ernst wäre, meinen Blog jetzt von Lesern/innen zensieren zu lassen. 😉 Ich werde von jetzt an aber zumindest versuchen, das, was ich mit Zorn im Bauch schreiben sollte, zunächst einmal abzuspeichern, und dann, wenn sich das gesträubte Gefieder geglättet hat, noch einmal zu überarbeiten, und nicht gleich auf „Veröffentlichen“ drücken. 😉
      Da bin ich ganz deiner Meinung, Ingrid!
      Liebe Grüße!

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      • >>Ich werde von jetzt an aber zumindest versuchen, das, was ich mit Zorn im Bauch schreiben sollte, zunächst einmal abzuspeichern, und dann, wenn sich das gesträubte Gefieder geglättet hat, noch einmal zu überarbeiten, und nicht gleich auf “Veröffentlichen” drücken.<<
        So verfahre ich schon lange … liebe M.argot … denn mit meiner Spontanität bin ich diesbezüglich früher schon oft auf die Schnauze gefallen. Allerdings muss ich mich auch heute noch … in meinem Alter … zur Ein-bis-Zwei-Tage-Überlegung zwingen. Es klappt aber …

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  4. Mich hat es erschüttert, was alles und wer alles zu dem Thema Flugzeugabsturz seinen Senf dazu gegeben hat. Es ist schon verwunderlich, wie mit diesem Thema umgegangen wurde. Aus diesem Grunde werde ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern. Dir noch einen schönen Abend. L.G.

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